Es ist gefÄhrlich, sich in Belgien zu lange in geschlossenen RÄumen aufzuhalten. Mit der unerhÖrten Auswahl an Bier, die hier verkauft wird, kÖnnte dies Monate dauern. Belgier zwingen sich meist in den Ardennen nach drausen, wo im Winter Ski gefahren und im Sommer Kayaktouren, Wanderungen und Mountainbiking betrieben werden. Trotz dem Mangel an Platz in diesem Land, ist Golf zu einem beliebten Zeitvertreib geworden. Das beste Gebiet zum Klettern ist entlang des Meuse Fluss.
Cinquantenaire MuseumDiese Dauerausstellung im majestÄtischen Royal Museum of Art und History besteht aus unglaublichen 350.000 Artefakten sÄmtlicher Kontinente und umfasst AntiquitÄten, nationale archÄologische Funde, nicht europÄische Zivilisationen und europÄisches Kunsthandwerk. Ganz toll sind der edle Schmuck und die Grabgeschenke, die zum Totenkult der Merowinger gehÖren.
GravensteenDer Gravensteen oder die "Grafenburg" liegt im Herzen von Gent und war im 12. Jahrhundert der furchterregende Herrschaftssitz der Grafen von Flandern. Es ist eine vollkommene Burg mit Burgraben, TÜrmchen und Schießscharten. Die Aussicht von den Festungsmauern ist wunderbar.
Das Museum enthÄlt alles, was das Mittelalter so mittelalterlich gemacht hat, wie große Schwerter und gruselige Folterinstrumente.
MeensestraatDie Meensestraat ist eine der traurigsten Erinnerungen an die Vergangenheit von Ypres. Das große weiße Tor trÄgt die Inschrift von 54.896 britischen Truppen, die im Morast der flanderischen Graben wÄhrend des ersten Weltkrieges verloren gingen und die keine GrÄber haben. Jeden Abend um 20.00 wird der Verkehr angehalten, wÄhrend Hornisten zum Zapfenstreich blasen.
Hautes Fagnes NaturreservatDie Hautes Fagnes sind Hochmoore mit sumpfigem Heideland, WÄldern und windgepeitschten Mooren bis hinÜber in die HÜgel der deutschen Eifel reichen. Das Gebiet ist bei Wanderern und Fahradfahrern beliebt. Dieses regnerische und morastige Gebiet ist das grÖßte Reservat in Belgien und der ideale Ort, um einige der Biere und der Schokolade auf seinen vielen Pfaden und hÖlzernen Promenaden abzuarbeiten.
Beginnen Sie Ihren Besuch am Botrange Nature Centre, 2,5 km vom steinigen Signal de Botrange entfernt, das Belgiens hÖchsten Punkt (694m/2277ft) makriert. Wildtiere in der Region sind unter anderem Rehe und das seltene schwarze Moorhuhn.
Grand PlaceDieser herrliche Platz in der BrÜsseler Innenstadt, der Grand Place, weist die schÖnsten barocken ZunfthÄuser, beliebte StraßencafÉs und gemÜtliche Restaurants auf. Da er versteckt im Zentrum der Altstadt liegt, offenbart er sich nur, wenn man ihn durch die engen Seitengassen betritt - eine unaufdringliche Lage, die noch zu seinem Charme beitrÄgt.
GhentSÜdwestlich von Antwerpen gelegen, war Gent im Mittelalter einst aufgrund seines Status im 14. Jahrhundert als grÖßter Kleiderproduzent Europas, ein Maschinenwerk rebellischer Natur, wenn es um SteuererhÖhungen ging. Als Hauptstadt der flandrischen Provinz Oos-Vlaanderen ist es nun Zuhause einer bedeutenden studentischen Schaar.
Die berÜhmteste Attraktion in Gent befindet sich im Inneren der ansonsten unscheinbaren St Baafskathedraal: eines der frÜhesten bekannten ÖlgemÄlde, ein erstaunlich Überarbeitetes Meisterwerk des KÜnstlers Jan Van Eyck mit dem Namen De Aanbidding van het Lams God (Anbetung des Lamm Gottes).
Andere mittelalterliche SehenswÜrdigkeiten sind Belfort, ein Glockenturm aus dem 14. Jahrhundert, der sich Über den Botermarkt erhebt und einen herrlichen Ausblick Über die Stadt bietet sowie Gravensteen, eine beeindruckende Burg aus dem 12. Jahrhundert mit Burggraben und TÜrmchen. Geschlagen mit dem unglÜcklichen Akronym SMAK ist das Stedelijk Museum voor Actuele Kunst (Museum fÜr moderne Kunst) ein DurchstÖbern seiner Sammlung belgischer Kunst und der Arbeit internationaler Publikumslieblinge wie Warhol und Christo. Eine andere ehrbare lokale Ausstellung findet sich im Museum voor Schone Kunsten (Museum der schÖnen KÜnste), mit flÄmischen KÜnstlern wie Rubens, Van Dyck und Delvaux.
BrÜsselBrÜssel, die Wahlstadt der Eurokraten, ist opulent, geschichtstrÄchtig und auf luxuriÖse Weise gemÜtlich. Mit kÜnstlerischen Leistungen reichhaltiger als Schokolade, einer Architektur genauso reizvoll wie der KÜche und einer Vielseitigkeit schÄumender als das Bier, ist BrÜssel ein Erbe der nordischen Kultur und zwar vom Feinsten.
Was macht BrÜssel besonders? MeeresfrÜchte und Fisch in ausgezeichneten Restaurants, der Duft heißer Waffeln an kalten Wintertagen, CafÉs und Kneipen, die nie schließen, die kosmopolitische und dennoch freundlich-familiÄre AtmosphÄre, WÄlder, die praktisch vor der TÜr liegen, Fasane und TrÜffel im Herbst, Comics, Designer-LÄden ...
Der Charakter der Stadt reflektiert den des ganzen Landes: zuversichtlich aber moderat und selten bemÜht zu beeindrucken. FÜr Besucher gibt es viele EntzÜckungen - Grand Place, Muscheln mit Pommes Frites, Pralinen, leere Museen, vertraulich Hotels, Art Nouveau, Horta, Tim....
AntwerpenDie historische Stadt Antwerpen wird von Touristen eher stiefmÜtterlich behandelt. Nur an wenigen Orten ist das Alte mit dem Neuen so erfreulich verknÜpft wie in Antwerpen Die Jugendstilvillen, Renaissancebauten und mittelalterlichen SchlÖsser bilden einen prÄchtigen Hintergrund fÜr die unzÄhligen Bars und CafÉs der Stadt.
Hinter den mitunter ein wenig unscheinbaren Fassaden des JÜdischen Viertels verbirgt sich das Weltzentrum der Diamantindustrie. Neben funkelnden Accessoires platzt die Stadt mit Designer Boutiquen aus allen NÄhten. Und daneben trifft Barock auf Bordell: im alten Seemannsviertel sitzen gelangweilte Frauen umrahmt von roten Lichtern.
Die obligatorischen AktivitÄten in dieser mannigfaltigen, geschichtstrÄchtigen und vermehrt modernen Stadt beinhalten das Sich-Vollstopfen mit Pralinen, das VerfÄrben des Kinns mit einem Glas hochprozentigem Oude Jenever (altem Gin), einem Sich-Überessen an Maatjes (Hering) und Frieten (Pommes Frites), Sich-BehÄngen mit einigen gerade geschliffenen Diamenten und das Ausblasen der Nase in ein Spitzentaschentuch. Eine der besten aller lokaler Angewohnheiten ist es, in wenigstens einem (aber vorzugsweise mehreren Dutzend) der vielen Bars oder CafÉs (kleine Kneipen) zu sitzen und den Ellbogen so lange zu beugen, bis man festgestellt hat, welche der unzÄhligen belgischen Biersorten nun die Beste ist. Ist es Duvel, Orval, Hoegaarden Witbier oder Westmalle Triple? Sie sprechen das Urteil, aber sicher nicht in nÜchternem Zustand.
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