Sehenswürdigkeiten

Zu den klassischen chinesischen FitnessmÖglichkeiten gehÖren Kampfsportarten in sowohl ihren sanften als auch aggressiveren Formen sowie das allgegenwÄrtige Fahrrad. Eine alte Tradition in China ist das Drachen steigen lassen. In Peking findet man sich hierzu am Platz des himmlischen Friedens ein, auf dem sich auch Drachen mieten lassen.

Sommerpalast Sommerpalast

Der weitlÄufige Park des Sommerpalastes ist eine der meistbesuchten SehenswÜrdigkeiten Pekings, fÜr den man sich mindestens einen halben Tag Zeit nehmen sollte. Diese Ansammlung von Tempeln, GÄrten, Pavillons und Seen war einst ein Zufluchtsort fÜr die AngehÖrigen des kaiserlichen Hofs, wimmelt heute jedoch von chinesischen und auslÄndischen Touristengruppen. Die Kaiserfamilie kam hierhin, um der erdrÜckenden Sommerhitze zu entgehen, die in der Verbotenen Stadt herrschte.

Der Sommerpalast mit seinen erfrischenden MÖglichkeiten – Wasser, GÄrten und Berge – wurde von erholungsbedÜrftigen Kaisern und Kaiserinwitwen genutzt. Er wurde wÄhrend des Zweiten Opiumkrieges (1860) von englisch-franzÖsischen Truppen schwer beschÄdigt, wobei seine Restauration zum Lieblingsprojekt der Kaiserinwitwe Cixi (Tzu-Hsi) wurde, der letzten Herrscherin der Qing-Dynastie. FÜr dieses Projekt griff sie auf Gelder zurÜck, die eigentlich fÜr die Modernisierung der Marine gedacht waren. Ironischerweise war das einzige, das fertiggestellt wurde, die Restaurierung eines Marmorboots. Das Boot liegt heute in all seiner unbeweglichen und unmilitÄrischen Pracht am Ufer des Sees. Die vollstÄndige Restaurierung wurde durch den Zerfall der Qing-Dynastie und den Boxeraufstand behindert.

Die Anlage ist im Sommer gerammelt voll, wÄhrend die Pekinger sich am Kunming-See tummeln, der drei Viertel des Parks einnimmt. Das HauptgebÄude ist die poetisch benannte Halle der Freude und Langlebigkeit, wÄhrend sich am nÖrdlichen Ufer der Lange Wandelgang befindet, der seinen Namen von seiner, nun ja, LÄnge erhÄlt. In diesem Über 700 Meter langen Gang lassen sich mythische Malereien und Szenen bewundern. Wenn einige der Malereien eine neuere Farbschicht aufweisen, liegt das daran, dass zahlreiche WandgemÄlde wÄhrend der Kulturrevolution Übermalt wurden.

Trommelturm Trommelturm

Der ursprÜnglich im Jahre 1273 erbaute Turm, der das Zentrum der alten mongolischen Hauptstadt Dadu markierte, wurde wiederholt zerstÖrt und wiederaufgebaut. Wer sich den unglaublich steilen Stufen stellt, dem bietet sich ein weiter Blick Über Pekings DÄcher. Die Trommeln dieser spÄteren, aus der Ming-Dynastie stammenden Version wurden zu Beginn jeder Stunde geschlagen.

WÄhrend der Kulturrevolution wurde das GebÄude fast vollstÄndig zerstÖrt, da es als Artefakt einer feudalen Vergangenheit verunglimpft wurde. Der Trommelturm hat jedoch sowohl die Schweizer Technik als auch den maoistischen Hohn Überstanden und ist nun denkmalgeschÜtzt.

Zu sehen ist eine umfassende Sammlung an Trommeln, einschließlich der beeindruckenden und im Verfall begriffenen Trommel des NachtwÄchters (einer der fÜnf zweistÜndigen Nachtschichten) sowie eine Ausstellung nachgebildeter Trommeln.

Platz des himmlischen Friedens Platz des himmlischen Friedens

Der grÖßte Öffentliche Platz der Welt, der Platz des himmlischen Friedens oder auch Tiananmen-Platz, ist eine weite Ebene aus Pflastersteinen im Herzen Pekings. Es mag sich zwar um eine grandiose, maoistische Touristenfalle handeln, doch an einem klaren Tag oder bei Einbruch der Dunkelheit bietet sich ein einfach atemberaubender Anblick. Drachen sausen durch den Himmel, Kinder trampeln herum und chinesische Besucher drÄngen sich fÜr das obligatorische Foto zusammen.

Maos Plan nach sollte der Platz die Bedeutung der Kommunistischen Partei verdeutlichen, daher ist alles ein wenig pompÖs. WÄhrend der Kulturrevolution fanden hier Paraden mit bis zu einer Millionen Teilnehmern statt. 1976 fanden sich eine weitere Millionen auf dem Platz ein, um Mao die letzte Ehre zu erweisen. Im Jahre 1989 wurden Demonstranten der Demokratiebewegung durch Armeepanzer und Soldaten vom Platz vertrieben.

Der Platz ist von einer AnhÄufung an DenkmÄlern aus der vergangenen und heutigen Zeit umgeben: das Tor des himmlischen Friedens, das Museum zur chinesischen Geschichte und Revolution, die Große Halle des Volkes, das Vordere Tor, das Mausoleum Maos (wo man Mao-Souvenirs erwerben und einen Blick auf den Mann selbst werfen kann, falls dieser sich nicht in Restaurierung befindet) und das Denkmal fÜr die Helden des Volkes.

Unterirdische Stadt Unterirdische Stadt

Zu der Zeit als die Amerikaner 1969 Leute auf den Mond schickten, war Mao Überzeugt, dass die Zukunft Pekings unter der Erde lag. Beunruhigende Vorhersagen eines Atomkriegs mit Russland fÜhrten dazu, dass eine Armee an Chinesen unter die Straßen geschickt wurde, um ein riesiges Netz bombensicherer Tunnel anzulegen. Heute befinden sich in diesen LagerhÄuser, Hotels und Restaurants.

Es gibt etwa 90 EingÄnge zu diesem Komplex, welche allesamt in den LÄden entlang der Hauptstraßen von Qianmen versteckt sind. Ein fluoreszierender Wandplan zeigt den Verlauf des gesamten Tunnelsystems. Ein Teil der Tunnel lÄsst sich besichtigen. Auch wenn es nicht viel zu sehen gibt, kommt man an Kammern vorbei, die noch mit ihrem ursprÜnglichen Zweck ausgezeichnet sind (Kino, Krankenhaus, Waffenkammer usw.), sowie an flutsicheren Toren. Des Weiteren findet man auch Schilder zu den wichtigsten Orientierungspunkten, zu denen die Tunnel fÜhren (Platz des himmlischen Friedens, die Verbotene Stadt), diese sind jedoch nicht lÄnger zugÄnglich.

Verbotene Stadt Verbotene Stadt

Die Verbotene Stadt wird so genannt, da sie Über 500 Jahre lang dem Großteil der Welt unzugÄnglich war, und ist die am besten erhaltene Ansammlung altertÜmlicher GebÄude in China. Die Üppigen GÄrten, HÖfe, Pavillons und großen SÄle des Palastes erinnern heute noch an die alte Welt schÖner Konkubinen und priaptischer Kaiser, Palasteunuchen und ÜberschwÄnglichen Reichtums.

Ein Großteil der GebÄude stammt aus der Zeit nach dem 18. Jahrhundert. Dabei kam es zu sporadischen Verlusten aufgrund der unÜberlegten Kombination aus Laternenfesten mit Gobi-Winden, den einfallenden Mandschuren und in diesem Jahrhundert die PlÜnderung durch sowohl japanische Truppen als auch die Kuomintang. Eine stÄndige Restaurierungsgruppe braucht etwa 10 Jahre, um die gesamten 720.000 Quadratmeter, 800 GebÄude und 9000 RÄume zu restaurieren, wonach man direkt wieder von vorne anfangen kann.

Die ehemaligen WohnrÄume des Palastes fungieren heute als Museen. Die Öffnungszeiten sind unregelmÄßig und Fotos sind nur mit vorheriger Genehmigung erlaubt. In anderen Museumshallen des Palastes finden von Zeit zu Zeit Sonderausstellungen statt, welche in Zeitschriften wie That's Beijing verzeichnet sind.

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