Athen bietet vielfÄltige AktivitÄten fÜr Leute, die sich fit und bei Laune halten mÖchten. Taucher werden sich darÜber freuen, dass die BeschrÄnkungen zum Schutz archÄologischer Reste unter dem Meeresspiegel erleichtert worden sind. Zahlreiche Agenturen bieten TauchgÄnge und SegelausflÜge, einige auch Unterricht.
Antike AgoraDie Agora (Markt) war das Herz des gesellschaftlichen Lebens der antiken Stadt und Zentrum fÜr Verwaltung, Handel und Politik. Alle Straßen mÜndeten auf den geschÄftigen und ÜberfÜllten Platz, auf dem Sokrates einst seine Philosophie darlegte und spÄter Paulus tÄglichen Ansprachen hielt, um Seelen fÜr das Christentum zu gewinnen.
Mit dem Bau der Agora wurde im 6. Jahrhundert vor Christus begonnen. Von den Persern 480 v. Chr. zerstÖrt, wurde fast sofort mit dem Bau einer neuen Agora begonnen. Zu Perikles Zeiten war der Platz von blÜhendem Treiben erfÜllt, und so blieb er, bis ihn 267 nach Christus einfallende Herulianer zerstÖrten, ein gotischer Stamm aus Skandinavien.
Ein geeigneter Ausgangspunkt fÜr die Erforschung der antiken StÄtte ist die Stoa des Attalos, die ursprÜnglich zwischen 159 und 138 v Chr. erbaut wurde. Ihre teuren GeschÄfte waren ein beliebtes Einkaufsziel der begÜterten Athener. In der Stoa befindet sich das Agora-Museum, in dem im oberen Stockwerk das Modell einer Agora und archÄologische Funde des Ortes ausgestellt sind. Der Tempel des Hephaistos auf der Westseite der Agora stammt von 449 v. Chr. und gilt als der best erhaltene dorische Tempel Griechenlands.
Auf der Nordostseite des Tempels befinden sich die Fundamente der Stoa des Zeus Eleutherios, einer der Orte, an dem Sokrates zu den Massen sprach.
In der NÄhe des SÜdeingangs zum Markt liegt die Kirche der Heiligen Apostel, die im frÜhen 11. Jhd. gebaut wurde, um Paulus und seine Lehren in Erinnerung zu rufen. Im Inneren der Kirche befinden sich sehenswerte byzantinischen Fresken.
AkropolisDie Akropolis ist das bedeutendste antike Monument der westlichen Welt. GekrÖnt vom Parthenon, hÄlt sie Wache Über Athen und ist von der ganzen Stadt aus zu sehen. Weiß leuchtet der Marmor der Tempel in der hellen Mittagssonne, fÄrbt sich honigfarbenen in der Abendsonne und erstrahlt glÄnzend im Scheinwerferlicht der Nacht. Sie bietet einen wirklich erhebenden Anblick, wenn sie plÖtzlich im Blickfeld erscheint.
Perikles begann mit der Umwandlung der Akropolis in eine Tempelstadt, nachdem ihm das Orakel von Delphi 510 v. Chr. offenbart hatte, dass sie ein Ort der GÖtter sein sollte. Von unvergleichlicher Harmonie und Eleganz ist der Parthenon der grÖßte dorische Tempel, der je in Griechenland fertig gestellt wurde und der einzige, der vollkommen (abgesehen von der hÖlzernen Dachstruktur) aus Pentelischem Marmor erbaut wurde.
Der Parthenon erfÜllte einen doppelten Zweck: In ihm wurde die riesenhafte Statue der Athene aufgestellt, die von Perikles in Auftrag gegeben worden war, und er diente als Schatzkammer fÜr die von Delos eingenommenen Tribute. Er wurde an der Stelle errichtet, an der schon vier frÜhere, der Athene geweihte Tempel gestanden hatten.
Neben dem Parthenon befindet sich das Erechtheion, das sofort an seinen fotogenen Karyatiden erkennbar ist, den sechs MÄdchenfiguren, die die Vorhalle tragen. Das Akropolis-Museum zeigt eine Sammlung von Skulpturen und Reliefs, die hier gefunden wurden.
Dionysos-TheaterDie Bedeutung, die das Theater im Leben des Athener Stadtstaates einnahm, lÄsst sich an den Dimensionen des riesigen Dionysos-Theaters am SÜdwesthang der Akropolis ermessen. Das erste Theater an dieser Stelle wurde im 6. Jhd. v. Chr. aus Holz errichtet. In Ziegenfell gekleidete Darsteller sangen und tanzten zu Ehren des Dionysos wÄhrend der ihm geweihten, jÄhrlichen Festlichkeiten.
WÄhrend der BlÜtezeit des 5. Jhd. v. Chr. wurden Aeschylus, Sophokles und Aristophanes mit Dramen fÜr das Große Fest der Dionysien beauftragt.
Ein neues Theater aus Stein und Marmor wurde zwischen 342 und 326 v. Chr. von Lykurgus erbaut. Der Zuschauerraum bot Platz fÜr 17.000 Personen und verfÜgte Über 64 Sitzreihen, von denen 20 erhalten sind. Die Reliefs aus dem 2. Jhd. am RÜckteil der BÜhne stellen die Heldentaten des Dionysos dar.
Die beiden stÄmmigen, gebeugten Selini beten den mythischen Selinos an - der mit dem Übergroßen Phallus - der mit lÜsterner Begierde bergauf, bergab auf Nymphenjagd ging. Mit der verbleibenden Energie huldigte er Dionysos.
ArchÄologisches Nationalmuseum:Trotz der PlÜnderungen durch auslÄndische ArchÄologen im 19. Jhd. besitzt dieses Museum immer noch die weltbeste Sammlung der griechischen Antike. Das Museum wurde 1999 bei einem Erdbeben beschÄdigt und nach vollstÄndiger Renovierung 2004 erneut erÖffnet. Die Sammlungen sind thematisch neu geordnet worden und mit englischen und griechischen ErklÄrungen sehr schÖn prÄsentiert.
Direkt gegenÜber dem Eingangsfoyer befindet sich das GlanzstÜck des Museums, die mykenische Sammlung, die von glÄnzendem Gold leuchtet. Das Juwel der Sammlung ist die Maske des Agamemnon.
Zur neolithischen Sammlung gehÖren Funde aus Thessalien, Keramiken, Figuren und trojanische Juwelen. Die Kykladen-Sammlung enthÄlt eine lebensgroße kykladische Figur von Amorgos (die grÖßte, die je gefunden wurde). In anderen RÄume sind archaische, klassische, spÄtklassische, hellenische und rÖmische Skulpturen, Bronzen und Keramiken zu sehen.
Auch die fein dekorierten MumiensÄrge gehÖren zu den exquisiten AusstellungsgegenstÄnden. Besonders erwÄhnenswert ist auch die Thira-Ausstellung mit spektakulÄren, minoischen Fresken, die in Akrotiri auf Santorini ausgegraben wurden.
Weitere HÖhepunkte sind die Marmorstatue der Aphrodite mit Pan und Eros aus Delos, etwa 100 v. Chr., und eine Bronzestatue, vermutlich eine Darstellung von Poseidon oder Zeus, die auf 460 v. Chr. datiert wird. Auch eine amÜsante Statue der Aphrodite ist ausgestellt, die mit ihrer Sandale den vorwitzigen Pan in Schach hÄlt.
Museum fÜr Kykladische und Antike Griechische KunstDieses außerordentliche private Museum enthÄlt die grÖßte Privatsammlung kykladischer Kunst in der Welt. Das OriginalgebÄude wurde speziell fÜr die Sammlung errichtet und die Ausstellungsobjekte sind wunderbar ausgestellt und gut erklÄrt. Obwohl die Sammlung alle Perioden von der Zeit der Kykladen bis in die RÖmerzeit umfasst, ist sie besonders der Epoche der Kykladen von 3000 - 2000 v. Chr. gewidmet.
Zu den 230 Ausstellungsobjekten gehÖren Marmorfiguren mit verschrÄnkten Armen, die mit ihrer betÖrenden Schlichtheit und reinen Linien viele KÜnstler des 20. Jhd. inspiriert haben. Die kykladische Sammlung im 1. Stock beinhaltet lebensgroße Marmorstatuen, kleine FigÜrchen und Keramik aus dieser Zivilisation, die wÄhrend der Bronzezeit in der ÄgÄis blÜhte.
Das Museum ist erweitert worden und erstreckt sich nun auch auf die anliegende Villa aus dem 19. Jhd. und einen zusÄtzlichen FlÜgel fÜr temporÄre Ausstellungen.
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