Innenstadt
Alle Strassen, Eisenbahnlinien und Radwege in Dänemark führen in das Zentrum der Hauptstadt. Die Innenstadt ist der unangefochtene wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt des ganzen Landes. Zählt man Slotsholmen hinzu, ist es auch das politische Zentrum. Obwohl die Innenstadt unter der Woche voller Menschen ist, die ihrer Arbeit und ihren geschäftlichen Aktivitäten nachgehen, scheint sie sonntags wie ausgestorben, da nur wenige auch hier wohnen. Es ist eine malerische Gegend mit vielen Gebäuden, die aus dem frühen 18. Jahrhundert stammen. Das Strassennetz entstand im Mittelalter. Kein Wunder, dass es so verworren ist!
Pisserenden
Zwischen Vor Frue Plads und Rådhuspladsen, liegt Pisserenden, fast wörtlich ins Deutsche zu übersetzen - eine Erinnerung an einen der letzten innerstädtischen Slums, die es hier gab. Heutzutage dreht sich in der Studiestræde alles um Herrenmode, wobei In Circus Vorreiter der eher mutigen und experimentellen Szene ist, während Samsøe&Samsøe den gediegeneren Kopenhagen-Stil pflegt. Floss und Sabines sind ausgezeichnete Cafes in der Larsbjørnsstræde. Im Baden Baden findet man am ehesten die neuesten Platten in Kopenhagen.
Slotsholmen
Das monströse Christiansborg, der Sitz des dänischen Parlamentes, ist auf hölzernen Stützpfeilern errichtet, die ständig zu verrotten und zu brechen drohen. Slotsholmen ist das Herzstück des sehr zentralistisch organisierten dänischen Staates. Auf der halb-künstlichen Insel steht nicht nur das Parlament, sondern auch der oberste Gerichtshof, die königlichen Pferdeställe, das Büro des Ministerpräsidenten, die Börse, die Slotskirken, das Militärmuseum, Thorvaldsens Museum, das Königliche Hoftheater mit angeschlossenem Theatermuseum, die königliche Brauerei von Christian IV, sowie die Det Kongelige Bibliotek (Diamanten), der von vielen als das erstaunlichste Bauwerk nördlich von Bilbao angesehen wird.
Christianshavn
Christianshavn sieht aus wie ein idyllisches Stückchen Amsterdam, ist aber in Wirklichkeit auf Müll gebaut, der zwischen Kopenhagen und Amager ins Meer gekippt wurde. Trotzdem empfiehlt sich eine Kanalrundfarten, auf der man die wunderschönen alten Häuser und ihre Bewohner sieht, wie sie sich für die Fahrt auf die hohe See vorbereiten oder es sich auf ihren selbstgebauten Hausbooten gemütlich machen.
Christiania
Verstärkt wird der Eindruck, statt in Christianshavn in Amsterdam zu sein, durch Christiania, , eine besetzte freie Stadt, wie man sie sonst nirgends findet (wenigstens nicht in Europa). Hier werden alle möglichen Dinge verkauft, kontrolliert höchstens von selbst ernannten Obrigkeiten.
Holmen
Holmen war früher ein unzugänglicher Marinestützpunkt, bis vor ein paar Jahren Filmstudenten und Architekten das Gebiet in eine einzigartige Künstlerkolonie umfunktionierten. Vom Cafe Thorsen aus sieht man den Sonnenuntergang über der Stadt. Es wurde vom Wochenblatt Nat&Dag zum Cafe des Jahres 1999 ernannt.
Amager
Hierher sollte nur kommen, wer sich mit anderen schlagen möchte.
Islands Brygge
Seit neuestem ist dieser Stadtteil ganz in. An allen Ecken und Enden eröffnen moderne Galerien. Dennoch ist Islands Brygge im Moment noch im Entstehen begriffen: Eine falsche Drehung, und man läuft stundenlang, ohne einer einzigen Menschenseele zu begegnen. Besser sucht man die Galerien Nikolaj Wallner, Tommy Lund, Recent Works, Nils Stærk und Hallo! - alle in der Njalsgade.
Vesterbro
In Vesterbro findet man das typisch städtische Nachtleben. Zahlreiche Versuche der Stadtverwaltung, das Viertel von seinen Erotikläden, Prostituierten und Drogenabhängigen zu befreien und die Gebäude zu sanieren, schlugen fehl. Die Idstedgade ist ein Sinnbild für den menschlichen Verfall. Dort sind grosse Hotels und die Zahl der Studenten und Künstler wächst ständig. Der Vega ist der Mittelpunkt des Nachtlebens. In den Cafes Høegs und Bang&Jensen trifft sich die Vesterbro-Szene.
Frederiksberg
Frederiksberg Slot ist umgeben von Kopenhagen und hat sich dennoch seine formale Unabhängigkeit bewahrt. Tatsächlich ist Frederiksberg ganz anders als Kopenhagen. Biegt man von der lebhaften Vesterbrogade in die Frederiksberg Alle, verlöschen die Lichter. Die Gebäude sind gross und bedrückend. Selbst die vielen Theater in dieser Strasse machen sie nicht zum Broadway, eher zu einer menschenleeren Champs-Élysees. Frederiksberg hat tatsächlich einen Hauch von Paris, den viele Leute mögen. Dort wohnen vorwiegend konservative, wohlhabende Menschen über 40. Es gibt viele gute Restaurants, Weinkellereien, Massschneider, usw. Mehr im Zentrum liegt Frederiksberg Have, ein wunderschöner Park mit dem Københavns Zoo innerhalb des Parks.
Nørrebro
Für die Dänen ist Nørrebro ein Synonym für Strassenkrawalle, aber abgesehen von dem hier ab und zu herrschenden Kriegszustand ist Nørrebro einer der buntesten und kulturell reichsten Stadtteile von Kopenhagen (und grösstenteils völlig sicher). Ein Bummel über die Nørrebrogade ist wie eine kleine Stadtrundfahrt. Assistens Kirkegård, ist einer der ältesten Friedhöfe der Stadt, auf dem Berühmtheiten wie Hans Christian Andersen und Søren Kierkegaard beerdigt sind. Gleichzeitig als Park genutzt picknicken die Kopenhagener dort zwischen alten Grabsteinen. Am Sankt Hans Torv stehen die Cafes Sebastopol, Funke und Pussy Galore. In der Elmegade sind ausgezeichnete Modeboutiquen wie z.B. Storm, und die ungewöhnliche Galerie Starving Artistz. In der Blågårdsgade gibt es sehr viele Sonderangebote, u.a. in der Garage. In Clubs wie Rust, Stengade 30, Propaganda, und Bars wie Barcelona und Props wird die Nacht zum Tag gemacht.
Nørrevold
Nørrevold liegt an den Søerne (Seen), den Resten des ehemaligen Stadtgrabens. Die Nansensgade lädt ein zum Bummel durch unterschiedliche kleine Läden. Die Badezimmerdekoration des Bankeråt. sollte man nicht verpassen. Nachts bleibt man dem H.C. Ørstedsparken besser fern.
Frederiksstaden
Zwischen dem fröhlichen Nyhavn und dem heiligen Kongens Have/Rosenborg Slotshave liegt Frederiksstaden, das königliche Stadtviertel, das sich in einem regelmäßig geplanten Raster an das königliche Schloss Amalienborg anschliesst. Über den Anwaltskanzleien, Antiquitätenläden und Galerien der Bredgade und Store Kongensgade erhebt sich die Marmorkirken. Das Kunstindustrimuseet zeigt verschiedene Ausstellungen zu modernem Design und der Design-Geschichte. Das Rosenborg Slot ist ein ehemaliges königliches Landhaus, welches jetzt öffentlich zugänglich ist.
Nyboder
Mit kleinen gelben Reihenhäusern, ursprünglich geplant von Christian IV im 17. Jahrhundert und bis vor kurzem ausschliesslich von Marineangehörigen bewohnt.
Kastellet
Eine historische Verteidigungsanlage, die immer noch von der Armee genutzt wird. Sie ist öffentlich zugänglich.
LANGELINIE
Hier begegnet man der berühmten Kleinen Meerjungfrau! Nördlich des Jachthafens entsteht ein gehobenes Wohnviertel. Überall am Ufer öffnen Geschäfte und Restaurants.
Østerbro
Østerbro ist der größte Stadtteil Kopenhagens und hat mehr Einwohner als die meisten Städte Dänemarks. Trotzdem wirkt er ziemlich langweilig. Die breiten Straßen schneiden sich wie Canyons durch endlose, eintönige Wohnhäuser aus roten Ziegelsteinen. Ausnahmen sind die Øster Farimagsgade, Nordre Frihavnsgade und Østerbrogade, in denen es Läden und ein wenig Leben für die vielen Einwohner gibt. In Østerbro befindet sich das Nationalstadion Parken, der grösste Park der Stadt, Fælledparken, und die meisten Botschaften. Die Kartoffelrækkerne (wörtlich die Kartoffelreihen) der Øster Farimagsgade gaben einer dänischen Redewendung ihren Namen, die eine bestimmte politische Einstellung beschreibt. Diese Häuser von ehemals armen Arbeitern werden nun zu hohen Preisen an politisch eher links orientierte Professoren, Künstler, Staatsbeamte, usw. verkauft.
STRANDVEJEN
Zwischen Østerbro und Elsinore liegt Strandvejen. Tennisplätze, Longdrinks und der Jachthafen riechen nach Geld. Jeder dänische Geschäftsmann und alle mit Juwelen behängten Hausfrauen träumen davon, eines der Landgüter oder eine der Villen hier zu besitzen. Dyrehaven, mit seinem zahmen Rotwild, kontrollierter Natur und exklusiven Restaurants ist zu jeder Jahreszeit der beliebteste Ausflugsort der Kopenhagener.
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