Essen und Trinken
Helsinki hat das 21. Jahrhundert mit Stil begonnen, indem es sich durch Renovierung und Erneuerung zur kulturellen Hauptstadt Europas gemacht hat. Museen, Galerien, Cafes, und Restaurants schießen im Stadtzentrum förmlich aus dem Boden. Viele Ausländer haben Schwierigkeiten, die Ausmasse Helsinkis abzuschätzen. Schließlich gibt es nur knapp über 5 Millionen Finnen, von denen etwa 500.000 im Bereich Helsinki leben. Im Vergleich zu anderen Hauptstädten Europas erscheint das klein und langweilig. Vor einem Jahrzehnt mag dies die allgemeine Auffassung gewesen sein, aber die Anstrengungen und Arbeiten der letzten Jahre sind unübersehbar. Die heutige Gourmet-Szene in Helsinki ist bemerkenswert vielseitig, in einem Radius von 3 Kilometern um den
Hauptbahnhof herum gibt es ausreichend Bars und Restaurants, um jeden zufrieden zu stellen. Das ist der Vorteil von Helsinki: man kann alles zu Fuß erreichen.
Da das Zentrum Helsinkis sehr klein ist, ist es schwierig, die Bar und Restaurant Szene zu unterteilen. Ein unschönes Detail dieser Stadt ist der endlose Kampf um die Altersgruppen. Mit 24 Jahren ist der Eintritt zu allen Lokalen garantiert; für jüngere Besucher ist das nicht so sicher. Viele Diskos und Bars verlangen den Nachweis von 20 Lebensjahren, andere fordern 18 Jahre. Verständlicherweise ist dies' ein Dauerthema für Diskussionen und somit auch ein wichtiger Faktor bei der Kategorisierung. Die unterschiedlichen Bezirke von Helsinkis Zentrum helfen bei der schnellen Orientierung. Selbst der junge Reisende mit wenig Geld wird einige gute Ausgangspunkte finden. Der Kaisaniemi Park ist ein schöner Ort, um die Sommersonne zu genießen, er liegt neben dem Bahnhof. Nach einem sehr günstigen Besuch des
Botanischen Gartens,, kann man auf der Veranda des alten und aussergewöhnlichen
Restaurant Kaisaniemi ein leichtes Mittagessen oder ein Getränk geniessen.
Weiter geht es in Richtung der Gegend Hakaniemi-Kallio</b> in der schönen Eläintarhanlahti Bucht, wo alles etwas günstiger ist. Im Kallion Kulma kostet das Glas Bier unglaublich wenig! Auch das Thai Restaurants
Lemon Grass bietet günstiges Essen, und das Betrachtliche
Silvoplee befindet sich in der Nähe für eine leckere vegetarische Wahl; hier gibt es auch günstige und gute Mahlzeiten. Die Gegend Kallio liegt auf einem topographisch hoch gelegenem Punkt. Die Kallio Kirche auf der Spitze des Berges ist ein nützlicher Orientierungspunkt. Die Gegend zeichnet sich durch günstige Kneipen und Bars an jeder Strassenecke aus. Auch ethnische Restaurants sind verbreitet, bieten aber vielleicht nicht die bestmögliche Qualität. Kruununhaka, beliebt für ein friedliches Essen am Mittag oder Abend. Rund um die wenigen Häuserblöcke haben sich recht viele Restaurants angesiedelt. In Meritullinkatu gibt es den
Zinnkeller, westeuropäische Küche, die original deutsche Bratwurst und Bier serviert. Zwei oder drei Strassen weiter gibt es wesentlich mehr Restaurants, darunter auch das russische
Kasakka, das empfehlenswerte
Colorado Mountains mit einer Atmosphäre direkt aus den Tagen des wilden Westens, oder für ein Karibisches erlebnis, probieren Sie mal
Copacabana. Eine kleine unterirdische Disko namens Hampaankolo ist der einzige Partyort hier, sie hat aber selten geöffnet.
Weiter im Kreis um das Zentrum Helsinkis herum, die Pohjoisranta entlang zu dem schönen Stadtteil Katajanokka. Diese Gegend mit vielen Gebäuden aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts ist als Wohngegend sehr gefragt und bietet auch gute Speisemöglichkeiten. Das Sipuli und das Kanavaranta sind zwei Restaurants mit Klasse am Fuss der Uspenki Kathedrale. Beide servieren original zeitgenössische Gerichte. Wer nach ethnischem Essen sucht, findet dies' im sogenannten Nepal-Restaurant
Everest an der Luotsinkatu. Gute, günstige Pizza gibt es bei
Piccolo Piazza am Ende der Strassenbahnlinie 4, während man im Grand Marina Kongress-Zentrum mit Sicherheit das Restaurant mit Stil finden kann. Zurück auf die Strasse und zum Kauppatori Marktplatz. Geradeaus liegt der Esplanadi Park mit endlos vielen Cafes und dem
Samrat, , dem besten indischen Restaurant der Stadt. Richtung Süden, an der See entlang, geht es an den Terminals der Silja Line vorbei in die teure Gegend Kaivopuisto.
Der
Kaivopuisto Park ist ein schöner Ort, um Zeit zu vertreiben. Danach lohnt sich ein Cappuccino im friedlichen
Cafe Ursula. An der Ecke Neitsytpolku und Merisatamanranta legt die Fähre zur nahe gelegenen Insel Uunisaari ab, wo man ein neuzeitliches Mittagessen geniessen kann. Ein weiteres Cafe an der Küste hier ist das
Cafe Carusel, in dem die Innendekoration und der Stil so postmodern wie möglich sind. Zurück zur Stadt durch die Gemeinde Eira, in der sich wunderschöne Häuser befinden. Ein Blick auf die hohe Agricola Kirche und dann zu
Nerone in der Perämiehenkatu für ein unglaublich gutes Steak, oder eine Pizza. Das
Kynsilaukka Knoblauch nebenan ist etwas für Knoblauchfans. In der Finlandia Drink Bar, noch immer in dieser Strasse, enthalten alle Getränke Finlandia Wodka. Wer um 2:00 Uhr noch nicht müde ist, kann auf eine Soda, oder sogar ein Bier in das modische Soda gehen. Die Musik hier ist sehr gut, aber für Besucher unter 20 sind die beiden letztgenannten Bars keine Option. Das Gloria ist eine Disko an der Iso Roobertinkatu, die Musikveranstaltungen bietet, aber nicht jede Nacht geöffnet hat.
Die Fredrikinkatu in Richtung der Metro Station Kamppi ist die Gegend, in der Leute zwischen 18 und 20 Jahren essen und trinken. Eerikinkatu bietet ebenfalls viele Möglichkeiten. Im Mother kann man essen und trinken, bevor es mit einer Runde Snooker in der Corona Bar, gegenüber der Schwulenbar Con Hombres, weitergeht. Weiter den Hügel hinunter liegt der Pub 28, der bei jungen Leuten sehr beliebt ist. Die Sauna Bar noch ein bisschen weiter, bietet eine mysteriöse Atmosphäre. In dieser Gegend ist ein kleiner Abschnitt der Annankatu dicht mit kleinen Kneipen und ethnischen Lokalen besetzt, darunter das vielversprechende
Maithai wird als das best japanisches Restaurant der Stadt betrachtet, obwohl das
Kabuki etwas Konkurrenz bietet und befindet sich in der Nähe an der Lapinlahdenkatu. Ein geachtetes finnisches Restaurant mit vernünftigen Preisen ist das A la Maison; neben dem Radisson SAS Hotel, wo Geschäftsleute das teure Büffet geniessen und den Klängen der schmeichelnden Jazz-Band lauschen. Das Premiere Nights ist eine beliebte Disko in der Nähe, die hauptsächlich Techno-Partys veranstaltet.
Nun zum wirklichen Zentrum der Stadt. Die Anzahl der Speise- und Getränke-Lokale, die nur einige Schritte vom Hauptbahnhof entfernt sind, ist unglaublich. Gleich das erste Gebäude direkt vor dem Bahnhof bietet einige der besten Lokale der Stadt. Das
Omenapuu ist der beste Ort für den Sonntagsbrunch, während La Tour eine romantische Atmosphäre ausstrahlt. Im gleichen Gebäude befinden sich diverse Tanz- und Getränke-Bars, wie das
Aladdin, das Poppis und das Zetor, bei allen wird der Eintritt ab 22 Jahren gewährt. Das
Papa Giovanni, im World Trade Center ist das feinste italienische Restaurant. Die Sling Bar im selben Gebäude ist ein kleiner, teurer Ort für Leute ab 24. Im
Restaurant Amarillo sind die riesigen Steaks garantiert ihr Geld wert an der Mikonkatu. Nebenan im
Helsinki Club kann man tanzen und feiern, aber auch hier gilt: kein Eintritt unter 24. Die ansteigende Beliebtheit von mexikanischem/amerikanischem Essen, hat Dutzende von Wettbewerbern ins Zentrum gelockt. Zu den Besten gehört das
Santa Fe, im schon erwähnten World Trade Center. Die Bar Chaplin ist ein gutes Lokal für eine Runde Billard und bei Leuten unter 20 sehr beliebt. Wer bis morgens um 4:00 Uhr unterwegs ist und noch nicht nach Hause möchte, kann den Tag im neuen Nosturi in der Ruoholahti beginnen. Die Partys hier beginnen normalerweise um 5:00 Uhr und enden gegen Mittag.
Niemand sollte die Stadt verlassen, ohne vorher das sehr angesehene und beliebte Gebäck zu probieren, das in den Cafes der Stadt serviert wird. Natürlich ist diese Delikatesse fast überall zu bekommen, aber es ist eine allgemein akzeptierte Tatsache, dass der berühmte Fazer die besten Süsswaren macht (weltweit!). Das
Fazer Cafe in der Kluuvikatu sollte man auf jeden Fall besuchen. Es empfiehlt sich, bei Tageslicht zu gehen, da es nach Feierabend so voll wird, dass man nur schwer einen Sitzplatz bekommt.