Basilica di San Petronio
Die Arbeiten an der nach dem Schutzheiligen der Stadt benannten Basilika begannen im Jahre 1392, wurden jedoch aus politischen Gründen niemals zu Ende geführt. San Petronio, die ursprünglich größer als der damalige Petersdom in Rom sein sollte, wurde vom Papsttum regelrecht zurechtgestutzt. Dieses verfügte nämlich, dass die Kirche nicht größer als der Petersdom sein durfte und ein Großteil des Landes für eine Universität genutzt werden sollte.
So ist die Fassade bis heute unvollendet und entlang der Via dell'Archiginnasio an der Ostseite der Basilika sieht man halb fertiggestellte Apsiden auf seltsame Weise hervorragen. Trotz des päpstlichen Verbots ist die Basilika dennoch die fünftgrößte der Welt und ein Beispiel gotischer Architektur vom Feinsten.
Das von dem Bildhauer Jacopo della Quercia gestaltete Hauptportal stammt aus dem Jahre 1425 und zeigt herausragende Reliefs mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament sowie eine wunderschöne Madonna mit Kind. Die Kapellen im Inneren enthalten Fresken von Giovanni da Modena und Jacopo di Paolo.
Eines der interessantesten Merkmale der Kathedrale ist die riesige Sonnenuhr im Inneren. Sie spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des heutigen Kalenders.
Basilica di Santo Stefano
Die Basilica di Santo Stefano ist ein Komplex aus vier Kirchen, die von den ursprünglich sieben erhalten blieben. Die dreieckige Piazza vor der Basilika liegt an der eleganten Via Santo Stefano, einer Wohngegend der Reichen Bolognas, die von den eleganten Fassaden ihrer Palazzi gesäumt ist.
Zur Rechten befindet sich die romanische Chiesa del Crocefisso (Kruzifix) aus dem 11. Jahrhundert sowie die achteckige Chiesa del Santo Sepolcro (Heiliges Grab), deren Grundriss auf ihre Anfänge als Taufkirche hindeutet. In der Chiesa del Crocefisso liegen die Gebeine San Petronios begraben. Der Legende nach soll das in dem kleinen Hof stehende Wasserbecken dasjenige sein, in dem sich Pontius Pilatus nach der Verurteilung Jesu die Hände wusch. Sicher ist, dass es sich um ein lombardisches Artefakt aus dem 8. Jahrhundert handelt.
Basilica Santuario della Madonna di San Luca
Diese auf einem Hügel gelegene heilige Stätte ist an einem klaren Tag von fast überall in Bologna sichtbar. Die im 18. Jahrhundert erbaute Basilika ist über den längsten Portico (Säulengang) der Welt mit den Stadtmauern verbunden, der aus 666 Bögen besteht (eine Zahl mit theologischer Bedeutung).
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