Sehenswürdigkeiten

Martiniques Hochland bietet gute WandermÖglichkeiten, insbesondere durch den Regenwald in Pitons du Carbet oder zu den Ruinen von Château Dubuc auf der Halbinsel Caravelle. In Grand Anse und Saint-Anne sowie entlang der KÜste von Saint-Pierre bis Anse CÉron kann man sehr gut schnorcheln.

MusÉe Vulcanologique MusÉe Vulcanologique

Dieses kleine interessante Museum wurde 1932 von dem amerikanische Vulkanologen Franck Perret eingerichtet. Es berichtet von dem katastrophalen Ausbruch des Mont PelÉe von 1902. Hier finden sich GegenstÄnde, die aus dem Schutt geborgen wurden: versteinerter Reis, eine zusammengeschmolzene Schachtel mit NÄgeln, durch die Hitze verbundene Glasbecher und die schmiedeeiserne Glocke des Turms der Kathedrale, die einer Untertasse gleich zusammengequetscht wurde. Man kann auch viele Fotos aus der Zeit vor und unmittelbar nach dem Vulkanausbruch sehen.

Neben dem Museum ist ein kostenloser Parkplatz an der Stelle eines alten WaffenstÜtzpunktes. Von den alten Steinmauern an der Seite des Parkplatzes hat man einen guten Blick auf den Hafen und die Stadt sowie auf eine Reihe von Ruinen in einer darunterliegenden Straße.

Rocher du Diamant Rocher du Diamant

Rocher du Diamant (Diamentenfelsen) ist eine 176 m hohe vulkanische Insel, die 3 km vor der SÜdwestspitze von Martinique liegt. Hier lebten einst 120 britische Seeleute, die die Insel von 1804-1805 17 Monate dazu nutzten, franzÖsischen Schiffen das Leben schwer zu machen, die die Passage umsegeln wollten.

Die britische kÖnigliche Marine hatte den Felsen als das unsinkbare Kampfschiff HMS Diamond Rock registriert. Der franzÖsische Admiral Villaret de Joyeuse konnte die Briten jedoch Überlisten, indem er angeblich ein mit Rum beladenes Ruderboot in Richtung Diamond Rock schwimmen ließ, woraufhin sich die isolierten britischen Soldaten voller Gier auf den Rum stÜrzten und die franzÖsischen KrÄfte die Insel so zurÜckgewinnen konnten.

La Savane La Savane

Dieser große zentrale Park bietet große RasenflÄchen, hohe BÄume, BambusbÜsche und viele BÄnke zum Erholen. Am Hafen von La Savane gibt es SouvernirstÄnde, einen Zeitungskiosk und Statuen zum Gedenken an frÜhe Siedler und gefallen Soldaten. WÄhrend des Karnevals und zu anderen großen AnlÄssen ist der Park im Zentrum des Geschehens.

An der Nordseite des Parks, nahe der vielbefahrenen Rue de la LibertÉ, befindet sich eine Statue der Kaiserin Josephine, die ein Medaillon mit einem Portrait in der Hand hÄlt. Man kann sie nicht Übersehen - vor einigen Jahren wurde der Kopf der Statue abgehackt und rote Farbe darauf verteilt. Seitdem wurden keine besonderen Anstrengungen unternommen, um den Schaden zu beseitigen. Offensichtlich genießt die Kaiserin bei den Inselbewohnern kein hohes Ansehen. Viele glauben, dass sie Napoleon davon Überzeugte, die Sklaverei auf den FranzÖsischen Antillen fortzusetzen, damit die Plantage ihrer Familie nicht Not leiden musste.

Les Ombrages Les Ombrages

Les Ombrages ist ein botanischer Garten, der sich an der Stelle einer ehemaligen Rumdistillerie befindet. Hier kann man eine kleine Pause einlegen und sich erholen. En Weg fÜhrt durch die BambusstrÄucher, hohen BÄume mit ihren starken Wurzeln, Fackelingwer und die Ruinen einer alten MÜhle. Es ist wie ein Spaziergang durch einen Üppigen Dschungel.

Les Salines Les Salines

Hier kann man sich in einer HÄngematte entspannen und den Blick auf den weiten Strand und das blaue Meer genießen. Les Salines gilt als Martiniques schÖnster Strand. Der bezaubernde lange, goldene Sandstrand beeindruckt Hunderte Besucher, leichtbekleidete franzÖsische Touristen und einheimische Familien. Doch der Strand ist groß genug und wirkt nie ÜberfÜllt. Hier gibt es auch viel Schatten und genÜgend ParkplÄtze am Rand des Strandes zwischen den BÄumen, in denen die HÄngematten baumeln.

Nahe des Zentrums des Strandes gibt es Duschen und Verkaufsstellen fÜr Snacks. Etwa 500 m weiter sÜdlich gibt es auch Snackshops, in denen man Sandwiches, Hamburger und HÜhnchen zu passablen Preisen erstehen kann. An der Westseite des Strandes kann man an Wochenenden und wÄhrend der Schulferien zelten.

Route de la Trace Route de la Trace

Route de la Trace schlÄngelt sich hoch in die Berge nÖrdlich von Fort-de-France. Es ist eine wunderschÖne Fahrt durch einen Üppigen Regenwald mit hohen Baumfarnen, HÄngen mit Flamingoblumen und dicken BambusbÜscheln am Straßenrand. Die Straße passiert die OstauslÄufer der vulkanischen Bergspitzen der Pitons du Carbet. Von der Route de la Trace fÜhren mehrere gut gekennzeichnete Wanderwege in den Regenwald hinein und die Berge hinauf.

Die Straße folgt einer Schneise, die im 17. Jahrhundert von Jesuiten geschlagen wurde. Die Inselbewohner erzÄhlen gern, dass man an der kurvigen Straße die Vorliebe der Jesuiten fÜr Rum erkennen kann.

MusÉe de la Pagerie MusÉe de la Pagerie

Diese ehemalige Zuckerfarm ist der Geburtsort von Marie Joseph Rose Tascher de la Pagerie, der zukÜnftigen Kaiserin Josephine. Ein bildschÖnes Steinhaus, das frÜher die FamilienkÜche war, wurde zu einem Museum eingerichtet, in dem man Josephines Kinderbett und verschiedene andere Andenken sehen kann. In anderen GebÄuden befinden sich Dinge wie ein Stammbaum der Familie Bonaparte, alte AusrÜstungen zur Arbeit mit dem Zuckerrohr und Liebesbriefe von Napoleon an Josephine.

Mehrsprachige Dolmetscher erzÄhlen Anekdoten aus Josephines Leben. So wurde beispielsweise die Heiratsurkunde gefÄlscht, um Josephine, die sechs Jahre Älter war als Napoleon, ebenso alt wie ihren Ehemann erscheinen zu lassen. Man muss nichts bezahlen, wenn man sich in den alten Ruinen der MÜhle umsehen mÖchte, die sich gegenÜber dem Museum befinden.

Fort-de-France Fort-de-France

Die turbulente Stadt Fort-de-France kann sehr einnehmend sein. Von den lebhaften MÄrkten bis zu den im Wind wehenden Segeln am Hafen: Die Stadt scheint immer in fieberhafter Aufregung zu sein, der man sich auch als Besucher nicht lange entziehen kann!

Die Stadt ist nicht schÖn im klassischen Sinne. Die Straßen sind ein Mix aus bunten Farben und vielen GerÜchen. Die Mischung aus engen geschÄftigen Straßen, Parks, BÜros und GebÄuden aus der Zeit der Jahrhundertwende, in denen sich heute Boutiquen und CafÉs befinden, verleiht der Stadt ein ganz besonderes Flair, das sowohl an die Seitenstraßen von Paris als auch an die Karibik erinnert.

Die Stadt mag nicht unbedingt die schÖnste auf ganz Martinique sein. Als Verwaltungszentrum des Departements und wirtschaftliches Zentrum der Insel hat sie die grÖßte Einwohnerzahl aller StÄdte auf den FranzÖsischen Antillen und befindet sich inmitten wenig ansehnlicher stÄdtischer und industrieller Objekte. Fort-de-France ist jedoch landschaftlich auch sehr schÖn gelegen: An der großen Bucht gibt es sehr gute AnlegemÖglichkeiten, und wer mit der FÄhre ankommt, kann sich auf einen atemberaubenden Ausblick freuen.

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