Sehenswürdigkeiten

Die sanften HÜgel und niedrigen Berge der Tschechischen Republik eignen sich perfekt zum Wandern. Kletterern und HÖhlenforschern stehen jede Menge MÖglichkeiten zur VerfÜgung, obwohl sie ebenso wie Bootsfahrer vom Anblick der UmweltzerstÖrung in einigen Gegenden schockiert sein kÖnnten. Skilaufen erfreut sich großer Beliebtheit, die Leih-AusrÜstungen sind aber normalerweise von schlechter QualitÄt, so dass es besser ist, seine eigene mitzubringen.

Karlstejn Karlstejn

Schloss Karlstejn ist der Star unter den tschechischen SchlÖssern und wird den hÖchsten Erwartungen gerecht. Dieses Schloss mit seinen vielen GeschÜtztÜrmchen, bedrohlich hohen TÜrmen und hoch aufragenden Mauern steht auf einer Felsspitze mit Blick auf den Fluss Berounka. Es ist mit seinem perfekten Anstrich nicht nur in einem tadellosen Zustand, sondern hat auch eine ganz besondere Stimmung.

Es gibt zwei FÜhrungen durch das Schloss. Bei der ersten FÜhrung (50 Minuten) sieht man den Rittersaal, der immer noch reichlich mit den Wappen der Ritter und den Namen der Ritterknechte geschmÜckt ist, das Schlafgemach von Karl IV., den Audienzsaal und das Juwelenhaus, das SchÄtze aus der Kapelle des Heiligen Kreuzes und eine Nachbildung der Krone des Heiligen Wenzel (bzw. Václav) birgt.

FÜhrung II (70 Minuten) muss im Voraus gebucht werden. Sie beinhaltet den Großen Turm - den hÖchsten Punkt des Schlosses -, in dem sich ein Museum Über Mockers Restaurierungsarbeiten befindet, sowie den Marian-Turm und die bezaubernde Kapelle des Heiligen Kreuzes mit ihrer dekorativen Decke.

HÖhen von Koněprusy HÖhen von Koněprusy

Menschenknochen, die Überreste eines Wollnashorns und eine Presse zur Herstellung falscher MÜnzen sind nur einige der KuriositÄten, die im Innern dieser eindrucksvollen 600 m tiefen KalksteinhÖhlen zu finden sind. Man sollte einen Pullover mitnehmen, denn es ist hier immer sehr kÜhle 10°C und man hÄlt sich dort etwa 45 bis 60 Minuten auf.Und sollte man hungrig werden, so gibt es dort abgesehen vom HÖhlen-Kiosk kein Essen.

Die HÖhlen befinden sich 6 km sÜdlich von Beroun. Fragen Sie beim Fremdenverkehrsamt von Beroun nach den Busfahrzeiten, bevor Sie sich auf den Weg machen.

Kladruby Kladruby

Diese im Jahr 1115 gegrÜndete Benediktiner Abtei wurde wÄhrend des DreißigjÄhrigen Kriegs wiederholt geplÜndert, von den herausragenden BÖhmischen KÜnstlern Giovanni Santini und Kilian Ignatz Dientzenhofer aber einer ausgiebigen VerschÖnerung unterzogen. Die Hauptattraktion ist die Abteikirche zur Heiligen Jungfrau, die zwischen 1712 und 1726 von Santini in einem außergewÖhnlichen 'barock-gotischen' Stil wieder aufgebaut wurde.

Der Grundriss der Kirche entspricht einer romanischen Basilika und ist mit 85 m der lÄngste in BÖhmen. Die Kirche an sich stellt eine unmÖgliche Verbindung von barockem Prunk und gotischer Strenge dar, was an Ironie grenzen wÜrde, wÄre die Kirche nicht so schÖn. Zur StandardfÜhrung gehÖren die KlostergÄnge mit den Dutzenden allegorischen Skulpturen des gefeierten Barock-Bildhauers Matthias Bernard Braun.

In der Abtei finden stÜndlich GruppenfÜhrungen statt. Es gibt zwei RundgÄnge: Die einstÜndige erste FÜhrung beinhaltet das Kloster und die Kirche, wÄhrend man sich mit der 45-minÜtigen zweiten FÜhrung das Schloss ansieht. Im Sommer finden auf dem AbteigelÄnde gelegentlich klassische Konzerte statt.

Schloss Telč Schloss Telč

Wie ein SahnehÄubchen bewacht das Renaissance-Schloss Telč, von dem ein Teil als Wasserschloss bekannt ist, das Nordende der Halbinsel. Dieses Schloss wurde 1553-56 von Antonio Vlach und 1566-68 von Baldasare Maggi umgebaut und war ursprÜnglich ein gotischer Bau. Das bestehende GebÄude ist in einem bemerkenswert guten Zustand, die RasenflÄchen sind makellos gepflegt und die Inneneinrichtung noch sehr schÖn erhalten.

Prager Schloss Prager Schloss

Das Prager Schloss ist eines der eindrucksvollsten Bauwerke Überhaupt. Es bietet von seiner Lage auf einem Felsvorsprung einen herrlichen Ausblick und hat eine 1000-jÄhrige Geschichte, die bis auf ein einfaches ummauertes GelÄnde im neunten Jahrhundert zurÜckgeht. Die schiere GrÖße des Schlosses - es gilt als das grÖßte alte Schloss der Welt - ist einfach atemberaubend.

Und so ist das Prager Schloss bzw. Pražsky hrad oder auch nur hrad fÜr die Tschechen, fast eine Kleinstadt fÜr sich - und Prags beliebteste SehenswÜrdigkeit. Nach Angaben des Guinness-Buch der Rekorde ist es mit 570 m LÄnge und einer durchschnittlichen Breite von 128 m das grÖßte alte Schloss der Welt und bedeckt insgesamt eine FlÄche, die mehr als sieben Fußballfeldern entspricht.

Šumava Šumava

Wenn man große, ruhige WÄlder besuchen mÖchte, die vom sauren Regen noch unversehrt sind, kommt man an dem Šumava-Gebirge, das sich entlang der Grenze zu Österreich und Deutschland erstreckt, nicht vorbei. Die einzigen noch Übrigen wilden Tiere, die von frÜheren Jagden verschont blieben, sind VÖgel, obwohl Rehe und Hirsche wieder angesiedelt wurden. Wilde Blumen gibt es auf der gesamten Gebirgskette in HÜlle und FÜlle.

Die Šumava sind die Ältesten Berge der Tschechischen Republik - zwei runde GebirgszÜge mit hoch gelegenen Ebenen und Mooren dazwischen - und ideal fÜr das Wandern und Trekking. Zwar sind die meisten Wanderpfade durch das bergige GelÄnde nicht zum Radfahren geeignet, die vielen unbefestigten Straßen aber bieten sich fÜr eine abenteuerliche Herausforderung an.

Die gewaltige Moldau fließt durch das Šumava-Gebirge, ebenso fÜnf andere große FlÜsse. Zwei KanÄle ziehen sich durch die Region und es gibt fÜnf grÖßere Seen, so dass das Bootfahren durchaus in Frage kommt. FÜr das Skifahren und Skibergsteigen sind die Bedingungen hervorragend.

Prag Prag

Die Matička Praha - 'MÜtterchen Prag' - blieb im Zweiten Weltkrieg grÖßtenteils unbeschÄdigt und bietet einen fantastischen Anblick. Das enge mittelalterliche Zentrum ist immer noch ein Wirrwarr erinnerungstrÄchtiger Kopfsteinpflastergassen, uralter InnenhÖfe, dunkler Passagen und unzÄhliger Kirchen. Über dem Ganzen wacht das 1100 Jahre alte Schloss.

Das vom Kommunismus 40 Jahre lang unter Verschluss gehaltene Prag ist wieder zu einem der beliebtesten Touristenziele Europas geworden. Zu den traditionellen Kneipen und Lokalen hat sich eine Welle von Gourmet-Restaurants, Cocktail-Bars und modernen CafÉs hinzugesellt. Dennoch kann man immer noch genÜsslich Schweinefleisch und KnÖdel vertilgen und das Ganze mit Bier herunterspÜlen.

Einen Kontrastpunkt zur ehrwÜrdigen Geschichte der Stadt bildet das gesellige Leben Prags, das unglaublich jugendlich ist: Junge Tschechen auf der Suche nach Großstadtabenteuern vermischen sich mit Horden von rund 20 AuslÄndern auf der Suche nach dem romantischen Goldenen Prag. Zwar beschweren sich die alten Prag-Reisenden und -Kenner, dass ihr geheimer Schatz jetzt von aller Welt entdeckt wurde und doch schimmert die Abendsonne immer noch zwischen den Kuppeln und Turmspitzen der Stadt hindurch, der LÄrm der Tschechen, die sich nach der Arbeit an einem GlÄschen erfreuen, dringt in den Seitenstraßen nach wie vor durch die offenen TÜren der Kneipen und durch das Fenster des Öffentlichen Erholungszentrums ertÖnen Dvořáks volkstÜmliche, auf einem verstimmten Klavier gespielten Sinfonien. In gewisser Hinsicht ist in Prag also alles beim Alten geblieben.

MoravskÉ Slovácko (MÄhrische Slowakei) MoravskÉ Slovácko (MÄhrische Slowakei)

Die besondere AtmosphÄre dieser Region ist nicht nur eine Folge des milden Klimas, sondern auch der Art und des Temperaments der leidenschaftlichen, vergnÜgten und entspannten Menschen hier. Es ist nicht nur eine der Gegenden Mitteleuropas, in der die traditionelle volkstÜmliche Kultur besonders gewahrt wurden, sondern auch eine der angenehmsten Aufenthaltsorte in der Tschechischen Republik.

Diese Region hat einen unerschÖpflichen Fundus lebendiger, schillernder Traditionen zu bieten, die sich in der Sprache, der Kleidung und dem Bau- und Einrichtungsstil zeigen. Jedes Jahr finden Überall Feste statt, auf denen man singt, tanzt und musiziert und das traditionelle Essen mit reichlich Örtlichem Wein herunterspÜlt.

Die Vielzahl der farbenprÄchtiger Trachten, die sich manchmal von Ort zu Ort vÖllig unterscheiden, ist einfach unglaublich. Auch sind die HÄuser zahlreicher DÖrfer immer noch traditionell weiß gestrichen und am Boden von einem blauen Band umgeben. Viele der HÄuser zieren aufgemalte Blumen und VÖgel. Wer die Trachten sehen und die Örtliche Musik hÖren mÖchte, sollte eines der Dorffeste besuchen. Besonders interessant sind sie in Blatnice, Straznice und Vlcnov.

Eine Weinprobe in den kleinen privaten Weinkellern, den vinne sklipky, ist in der Gegend gang und gÄbe. In vielen Orten wie Petrov sind sie teilweise unterirdisch angelegt, in Vlconov erinnern sie eher an HÜtten. Und in Prusanky bilden die Weinkeller im Grunde ein eigenes Dorf.

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