Neue Geschichte
Düsseldorf ist es gelungen, eine Provinzstadt zu bleiben, bietet jedoch gleichzeitig Wohlstand, Weltoffenheit und Stil. Neben ihren Grünflächen und anspruchsvollen Shoppingmöglichkeiten und Museen verfügt die Stadt außerdem über den zweitwichtigsten Kunstmarkt nach Köln.
Moderne Tagesgeschichte Über 80% der Düsseldorfer Innenstadt wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und von der jüdischen Bevölkerung, die vor dem Krieg noch 5100 zählte, überlebten nur 249. Nach dem Krieg besetzten die Briten die Region und machten Düsseldorf zur Landeshauptstadt des neu geschaffenen Landes Nordrhein-Westfalen. Heute haben zahlreiche Versicherungs-, Telekommunikations- und Werbeunternehmen hier ihren Sitz sowie ein großer Anteil an Banken und japanischen Unternehmen. Geschäftsleute aus der ganzen Welt zieht es regelmäßig nach Düsseldorf, um bei verschiedenen international führenden Messen wichtige Geschäfte abzuschließen. Düsseldorf blickt außerdem auf eine lange Kunsttradition zurück, was durch die zahlreichen erstklassigen Kunstmuseen bestätigt wird. Die angesehene Kunstakademie wurde 1773 gegründet und zählt seither zu den führenden Bildungseinrichtungen von internationalem Format. Zahlreiche berühmte Künstler verbrachten hier ihr Studium oder lehrten hier, darunter Paul Klee, Nam June Paik und Joseph Beuys.
Vor 20. Jahrhundert-Geschichte
Schriftliche Aufzeichnungen zu Düsseldorf reichen bis ins Jahr 1135 zurück, die offizielle Gründung der Stadt erfolgte jedoch erst mit der Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1288 nach der Niederlage Kölns in der Schlacht von Worringen, dem angeblichen Ursprung der Rivalität zwischen den beiden Städten. Düsseldorf verzeichnete ein rasantes Wachstum und erlebte seine Blütezeit unter Kurfürst Johann Wilhelm, der die Stadt von 1679 bis 1716 regierte.
Jan Wellem, wie er liebevoll genannt wurde, verkörperte geradezu den aufgeklärten Herrscher der Renaissance: Der Lebemann und Genießer heiratete in die Familie Medici ein und setzte sich für den Ausbau des Handels und der Infrastruktur der Stadt sowie als Förderer der Künste ein.
Nach dem Tode Johann Wilhelms ging Düsseldorf in eine anhaltende Phase des langsamen Verfalls über, welcher erst Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Ankunft der Industriellen Revolution Einhalt geboten wurde. Die neuen Maschinen brachten haufenweise neues Geld und die Stadt wuchs und wuchs. Zahlreiche Brücken wurden gebaut und die Stadt erstreckte sich bald über beide Seiten des Rheins.
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