Kölner Dom
Kölns geographischer und geistiger Mittelpunkt sowie wichtigste Sehenswürdigkeit ist der prächtige Kölner Dom. Mit seiner hoch aufragenden Doppelspitze ist er der Mount Everest unter den Kathedralen. Er bietet eine beeindruckende Vielfalt an Kunstschätzen und seine eleganten Formen und gediegene Atmosphäre lassen kaum einen Besucher unberührt.
Das Bauvorhaben wurde 1248 im französisch gotischen Stil aufgenommen, jedoch im Jahre 1560 wegen Geldmangel eingestellt. Über 300 Jahre lag der Bau still und wurde sogar von Napoleons Armee als Stall und Gefängnis missbraucht bis er 1880 durch großzügige finanzielle Hilfen des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. vollendet werden konnte.
Glücklicherweise entging er den Luftangriffen des zweiten Weltkriegs nahezu unbeschadet und wurde 1996 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Der Dom ist Deutschlands größte Kathedrale. Vor dem Eintreten lohnt sich eine Spaziergang um den Dom herum, um dessen Größe ganz würdigen zu können. Die filigranen Spitzen und Strebebögen verleihen ihm trotz seiner beeindruckenden Masse und Höhe einen Eindruck der Leichtigkeit und Zerbrechlichkeit.
Das Pièce de Résistance stellt der Dreikönigsschrein hinter dem Hauptalter dar. In diesem reich mit Edelsteinen geschmückten und vergoldeten Sarkophag sollen sich die Reliquien der Heiligen Drei Könige befinden, die dem Stern zu dem Stall in Bethlehem folgten, in dem Jesus geboren wurde. Er wurde 1164 als Kriegsbeute durch Kaiser Barbarossas Kanzler aus Mailand entfernt und ließ die Stadt am Rhein umgehend zu einer der wichtigsten Pilgerstätten werden.
Museum Ludwig
Die charakteristische Gebäudefassade und das unorthodoxe Dach lassen erahnen, dass es sich beim Museum Ludwig nicht um ein gewöhnliches Museum handelt. Als europäisches Mekka für postmoderne Kunst bezeichnet, bietet es einen umfassenden Überblick über alle Kunstgattungen des 20. Jahrhunderts - von traditionell bis extravagant.
Die Sammlung umfasst zahlreiche Werke der amerikanischen Pop-Art, wie Roy Lichtensteins Maybe und Andy Warhols Brillo Boxes sowie eine umfassende Picasso-Kollektion mit Werken aus allen kreativen Hauptphasen des Künstlers. Anhänger des deutschen Expressionismus werden hier genau so auf ihre Kosten kommen, wie Besucher mit einer Vorliebe für russische Avantgardisten, wie Kasimir Malewitsch und Ljubow Popowa.
Domschatzkammer
Die Domstadt ist besonders stolz auf ihre Domschatzkammer, deren Reliquien, Gewänder, Skulpturen und liturgischen Utensilien kunstvoll in den gewölbten Kammern aus dem 13. Jahrhundert an der Nordseite des Doms ausgestellt sind. Ein besonderes Augenmerk sollten Besucher auf den gotischen Bischofsstab von 1322 werfen.
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