Neue Geschichte
Bautzen ist ein wichtiges kulturelles Zentrum für die Sorben, der einzigen anerkannten nationalen Minderheit in Deutschland. 1991 wurde die Stiftung für das sorbische Volk mit dem Ziel ins Leben gerufen, die serbische Sprache mit Kursen, Lehrmaterial und verschiedenen Projekten zu bewahren und zu entwickeln.
1995 wurde Bautzen großes regionales Verwaltungszentrum.
Das 1000-jährige Stadtjubiläum Bautzens wurde 2002 mit vielen Feierlichkeiten begangen.
Moderne Tagesgeschichte Im 2. Weltkrieg gab es in Bautzen ein Außenlager des Konzentrationslagers Groß-Rosen. Hier war der Führer der Kommunistischen Partei Deutschlands, Ernst Thälmann, inhaftiert, bevor er nach Buchenwald deportiert und auf Hitlers Befehl schließlich erschossen wurde. Der Kampf um Bautzen war kurz, aber umso verheerender. Im Frühjahr 1945 begannen Straßenkämpfe zwischen polnisch-sowjetischen und deutschen Kräften, die mehrere Tage lang dauerten. Es sollte die letzte Panzeroffensive der Deutschen im 2. Weltkrieg sein. 6500 Soldaten und 350 Zivile kamen ums Leben. Zudem wurde ein Drittel von Bautzen dem Erdboden gleichgemacht, 18 Brücken wurden zerstört und viele Häuser waren für immer verloren. In der DDR gab es ein Gefängnis in Bautzen, dem die Menschen den Namen Gelbes Elend gaben.
Vor 20. Jahrhundert-Geschichte
Die erste schriftliche Erwähnung von Bautzen stammt aus dem Jahr 1002 n.Chr. 1018 wurde der Bautzener Frieden unterzeichnet, ein Vertrag zwischen dem deutschen König Heinrich II. und dem polnischen Prinzen Boleslaus I., der Bautzen unter polnische Herrschaft stellte. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Stadt von einem Reich zum anderen weitergereicht: 1033 an das Heilige Römische Reich, 1319 an Böhmen und 1635 schließlich an Sachsen.
Nachdem die Stadt die Namen Budissin, Budessen, Buticyn und Pautzen trug, wurde „Bautzen“ 1868 zum offiziellen Namen gemacht. Der sorbische Name bleibt jedoch „Budysin“.
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