Neue Geschichte
Helsinki hat bereits bei zahlreichen Anlässen als Veranstaltungsort für
internationale Konferenzen gedient - ob für wichtige Wirtschaftsgipfel oder die
Welthundeshow. Es ist zu einem wichtigen Technologiezentrum und einer der am
schnellsten wachsenden Städte Europas geworden. Im Jahr 2000 war Helsinki die
Europäische Kulturhauptstadt.
Moderne Tagesgeschichte Die kommunistische Revolution im Oktober 1917 ermöglichte Finnland, seine Unabhängigkeit von Russland zu erklären. Der Jubel war allerdings nur von kurzer Dauer, da im Land ein blutiger Bürgerkrieg ausbrach. Die Nationalisten gewannen 1918 die Oberhand und Helsinki entwickelte sich schnell zu einer Hauptstadt von internationalem Format. Im Zweiten Weltkrieg litt es unter der Bombardierung der Russen, konnte sich aber in der Nachkriegszeit erholen und 1952 die Olympischen Spiele ausrichten. In den 1970er und 80er Jahren bekam Helsinki viele neue Vororte und die Einwohner feierten Ihren 'Helsinki Spirit', der für die Entspannung während des Kalten Krieges steht.
Vor 20. Jahrhundert-Geschichte
Helsinki wurde 1550 vom schwedischen König Gustav Vasa gegründet und ist die
sechstälteste Stadt Finnlands. Der König wollte unbedingt eine Stadt gründen, die es
mit der Hansestadt Tallinn, der heutigen Hauptstadt Estlands, aufnehmen konnte.
Durch einen königlichen Erlass wurden Händler aus Ekenäs und ein paar anderen Orten
zu dieser neu gegründeten Siedlung namens Helsingfors verfrachtet.
Mehr als 200 Jahre lang blieb Helsinki ein provinzielles Marktstädtchen auf einer
windigen, felsigen Halbinsel. 1809 jedoch musste das schwedische Reich, das mit dem
Niedergang kämpfte, Finnland an Russland abtreten. Um die finnische Inlandspolitik
besser im Auge behalten zu können, brauchte man eine Hauptstadt, die näher an St.
Petersburg lag. So wurde Helsinki - größtenteils wegen der riesigen Seefestung
(heute Suomenlinna genannt) gleich außerhalb des Hafens - gewählt und das feudale
Turku verlor 1812 seinen lange bestehenden Status als Finnlands bedeutendste Stadt.
Eine Feuersbrunst im Jahr 1808 gab den Anstoß dazu, Helsinki auf die Art und Weise
wieder aufzubauen, wie es sich für eine Hauptstadt geziemte. Der Architekt Carl
Ludwig Engel, ein gebürtiger Deutscher, und der einheimische Architekt Johan
Albrecht Ehrenström führten das Projekt an.
Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich Helsinki in alle Richtungen in rasantem
Tempo. Der Bau der Eisenbahn half der Stadt zu einem wohlhabenden Industriezentrum
zu werden und imposante Jugendstil-Bauten reflektieren diesen Reichtum. Die Künste
florierten ebenfalls um 1900 und der bekannte Komponist Jean Sibelius führte ein
Wiederaufleben der finnischen Kultur an.
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