Sehenswürdigkeiten

Wintergarten der Stadt
Sollte das Bedürfnis nach einer Auszeit inmitten von Grünpflanzen aufkommen, eignet sich ein Besuch des Wintergartens der Stadt, wo man auch die Gesellschaft anderer Ausländer findet. Der botanische Garten wurde 1893 gegründet und beherbergt Kakteen, Palmen und andere sonnenliebende nicht-heimische Pflanzen. Heißen Kaffee gibt es in einem Café.

Temppeliaukio Kirche
Die Temppeliaukio Kirche (Kirche im Fels) wurde 1969 entworfen und ist immer noch eine der führenden Sehenswürdigkeiten in Helsinki. Die in soliden Fels gehauene Kirche hat ein überwältigendes Dach von 24 m Durchmesser, das mit Kupferstreifen von 22 km Länge bedeckt ist. Es finden dort regelmäßig Konzerte und sonntags um 14.00 Uhr auch ein Gottesdienst auf Englisch statt. Die von Timo und Tuomo Suomalainen 1969 entworfene Kirche war ursprünglich sehr umstritten, ist aber heute mit der Stolz der Stadt. Die Kirche ist bei gläubigen und nicht religiösen Finnen gleichermaßen beliebt.

Kiasma Museum für zeitgenössische Kunst
Das Kiasma Museum für moderne Kunst ist in einem geschwungenen, eigenartigen, kalkweißen Gebäude untergebracht. Ausgestellt wird eine Sammlung finnischer und internationaler moderner Kunst aus den sechziger bis neunziger Jahren, die rasch an Umfang gewinnt. Der Schwerpunkt liegt definitiv auf der finnischen Vorliebe für das Unkonventionelle. Sehr beliebt im Sommer ist das Café bzw. der Biergarten. Zu den führenden finnischen Künstlern der Dauerausstellung gehören Nina Roos, Susanne Gottberg, Jussi Nivi und der homoerotische Illustrator Touko Laaksonen, besser bekannt als Tom of Finland. Einige der vertretenen internationalen Künstler sind Nan Goldin, Richard Serra, Andy Warhol und Cindy Sherman. Zusätzlich zur eindrucksvollen Sammlung von Exponaten aus dem Bereich visuelle Kunst werden im Kiasma regelmäßig Performance Art, Tanz, Musik und Filme geboten. Das innovative und für sich einnehmende Kiasma ist nicht nur ein erstklassiges Museum, sondern auch eine Versuchsstätte für künstlerischen Ausdruck und Experimente.

Freiluftmuseum Seurasaari
Westlich des Stadtzentrums liegt die Insel Seurasaari. Hier befindet sich ein Freiluftmuseum mit traditionellen Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Gutshäusern und Nebengebäuden aus ganz Finnland. Die in traditionellem Kostüm gekleideten Führer zeigen Volkstänze und handwerkliche Tätigkeiten wie das Spinnen, Sticken und Anfertigen von Trollen. Die Mitsommernacht ist besonders festlich. In den Läden werden altmodische Waren verkauft und während des Sommers finden regelmäßig Volkstanzaufführungen statt. Die Mitsommernacht wird mit einem riesigen Freudenfeuer eingeläutet und in der Karuna Kirche gibt es eine richtige Hochzeit. Der Park wurde im späten 19. Jahrhundert eröffnet und war zu dieser Zeit nur mit dem Boot zu erreichen. Seitdem erfreut er sich sowohl bei den Einheimischen als auch Besuchern großer Beliebtheit. Im Winter sind die Gebäude geschlossen, der Park ist allerdings für den Skilanglauf und belebende Spaziergänge geöffnet.

Senaatintori (Senatsplatz)
Der Senaatintori (Senatsplatz) ist das offizielle Zentrum von Helsinki. Er wurde vom deutschen Architekten Carl Ludwig Engel entworfen, nachdem die finnische Hauptstadt 1812 wegen der größeren Nähe zu St. Petersburg von Turku nach Helsinki verlegt wurde. In Turku hegt man noch heute einen Groll dagegen. Das Design der 1894 angefertigten Statue von Zar Alexander II. auf dem Senatsplatz weist deutlich russische Einflüsse auf.

Kaapelitehdas (Kabelfabrik)
Das Kaapelitehdas, einst eine richtige Kabelfabrik und später Nokias Hauptproduktionsstätte, ist heute ein unkonventionelles Kulturzentrum mit Studios, Galerien, Konzert-, Theater- und Tanzaufführungen sowie dem obligatorischen Café bzw. Restaurant. Die meisten Galerien und Studios sind eintrittsfrei. Es gibt mehrere Museen hier, u.a. das Finnische Photographie-Museum.

Nationalgalerie (Ateneum)
Im Ateneum sind finnische Gemälde und Skulpturen vom 18. Jahrhundert bis zu den 1950er Jahren ausgestellt. Es gibt außerdem eine kleine interessante Sammlung ausländischer Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, u.a. eine Reproduktion von Auguste Rodins Bronzeskulptur Der Denker und Gemälde von Van Gogh, Gaugin und Cezanne. Das Gebäude selbst stammt aus dem Jahr 1887. Die Liste der im Ateneum ausgestellten Maler liest sich wie das 'Who's Who' der finnischen Kunst. Es sind finnische Gemälde und Skulpturen vom 18. Jahrhundert bis zu den 1950er Jahren ausgestellt, u.a. Werke von Albert Edelfelt, Akseli Gallen-Kallela, den Von Wright Brüdern und Pekka Halonen. Der ganze Stolz der Nationalgalerie ist jedoch das üppige Triptychon von Gallen-Kallelas, auf dem Väinämöinens Werben um die Jungfer Aino aus der Kalevala dargestellt wird. Es gibt außerdem noch eine kleine, aber interessante Sammlung ausländischer Kunst aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Im Erdgeschoss befinden sich ein Café, ein guter Buchladen und ein Leseraum. Das Gebäude selbst stammt aus dem Jahr 1887. Das andere bedeutende Museum der Nationalgalerie, das Sinebrychoff, enthält die größte Sammlung italienischer, holländischer und flämischer Gemälde in Finnland. Gezeigt werden im Museum außerdem noch Ikonen, Silber, Porzellan und Möbel aus Russland und Karelien.

Finnisches Nationalmuseum
Das eindrucksvolle Kansallismuseo sieht mit seinen Steinmetzarbeiten und dem Turm ein wenig wie eine gotische Kirche aus. Gebaut wurde das Museum allerdings 1916 und im Jahr 2000 wurde es umfassend renoviert. In den Museumssälen werden unterschiedliche Zeitperioden abgedeckt, u.a. werden prähistorische und archäologische Funde, Reliquien, ethnografische und kulturelle Exponate gezeigt. Die herrlichen Fresken an den Deckenbögen (von Akseli Gallen-Kallela) zeigen Szenen aus dem Epos Kalevala, u.a. einen der Helden, Väinämöinen, wie er einen gigantischen Hecht aufspießt.

Fremdenverkehrsamt Helsinki

Töölö Krankenhaus
Das Privatkrankenhaus ist rund um die Uhr geöffnet.

Postamt
Das Hauptpostamt in Helsinki nimmt in einem separaten Amt im hinteren Teil des Gebäudes postlagernde Sendungen an.

Kompassi
Jugendinformationszentrum

Yliopiston Apteekki
24-Stunden-Apotheke

Roskapankki
Wenn man auf billiges Bier und eine sehr lange und heitere Happy-Hour steht, sollte man sich zum Roskapankki aufmachen. Im Arbeiterklassevorort Kallio ist dies eine von vielen derben Kneipen, die nur einen Steinwurf voneinander entfernt liegen und sich bestens für eine Kneipentour eignen. Das Roskapankki, was übersetzt Mistbank heißt, ist eine tolle Lokalität, um ausgelassen mit einigen Einheimischen zu feiern.

On the Rocks
Auf der anderen Seite des Bahnhofsplatzes liegt diese Kneipe mit der tollen Sommerterrasse, dem Billardtisch und dem Hardrock-Thema. Im Keller gibt es einen dunklen, stimmungsvollen Club mit Brunnen, in dem regelmäßig Rockbands auftreten und jeden Abend DJs. .

Juttutupa
Westlich der U-Bahn-Station Hakaniemi befindet sich eine der führenden Livemusik-Bars von Helsinki, deren Schwerpunkt auf zeitgenössischem Jazz und Rock-Fusion liegt. Der beste Tag ist Mittwoch, an dem fast immer hervorragender Jazz gespielt wird, aber auch zu anderen Zeiten handelt es sich um einen schönen hoch aufragenden Steinbau mit Blick über eine Bucht des Hafens, einer Terrasse und ein paar Restaurants.

Ateljee Bar
Dieses winzige Restaurant auf dem Dach des Sokos Hotels Torni lohnt allein wegen des Blicks über die Stadt den Aufstieg. Dazu nimmt man den Aufzug bis zum 12. Stockwerk und dann die enge Wendeltreppe bis ganz nach oben. Das Tornin Pivi im Innenhof des Erdgeschosses ist eine niedliche kleine Terrasse mit gutem Wein (glasweise) und Coopers Stout in Flaschen. Erwähnenswert für ihren fantastischen Ausblick sind auch die Bars auf den Dächern der Hotels Palace und Sokos Vaakuna.

Helsinki Club
Wenn Sie noch spät auf Tour sind, können Sie dieser bei der örtlichen Jugend sehr beliebten Mainstream-Disko einen Besuch abstatten. Die Inneneinrichtung ist mit der fragwürdigen Tapete und der noch schlimmeren Auslegeware ziemlich kitschig, daher sollte man sich zur cooleren hinteren Tanzfläche seinen Weg bahnen, wenn man kann. Unter der Woche gibt es eine Vielzahl örtlicher Musik-Acts, die bekannten DJs am Wochenende (an Wochenenden Eintritt nur für Personen ab 24 Jahren).

Café Ekberg
Seit Generationen schon serviert die Ekberg-Familie hier guten Kaffee und Kuchen. Es ist das älteste Café in Helsinki (wurde 1861 eröffnet) und hat mit das beste Frühstück in der Stadt zu bieten. Das Mittagsbuffet bietet ein tolles Preis-Leistungsverhältnis und die Brote zum Mitnehmen sind klasse. Probieren sollte man die berühmte 'Napoleon-Torte'.

Fazer
Ein weiteres historisches Café, das man erkunden sollte. Diese riesige Lokalität hat genug Charakter, um sich tagelang darin aufzuhalten, eine klassische Einrichtung und eine kleine Terrasse. Das Café wurde 1891 von der finnischen Süßwaren herstellenden Familie Fazer (Fazer Süßigkeiten und Schokolade sieht man überall) gegründet, macht fantastische Eisbecher und verkauft auch Torten und Tee zum Mitnehmen.

Sea Horse
Dieses sehr beliebte Restaurant wurde 1930 gegründet und hat sich von der Inneneinrichtung her seitdem kaum verändert. Es wird von Leuten aus allen Berufen und Gesellschaftsschichten Helsinkis wegen der Hausmannskost, die man in riesigen Portionen serviert, aufgesucht. Ob gebratener Hering, Fleischklößchen oder Leber und Kartoffelbrei: Es gibt all die finnischen Klassiker, genau wie Oma sie immer machte!

Vanha Kauppahalli
Der Kauppahalli (überdachter Markt) aus dem Jahr 1889 ist einer der besten in Finnland. Obwohl er touristisch ist, ist es ein toller Ort zum Herumstöbern. Auf dem Fischmarkt Kauppatori bekommt man tolle dicke Lachssuppe, preiswerte Snacks und frische Lebensmittel, wie z.B. Beeren. Die meisten Lebensmittelstände stellen an Sommernachmittagen Plastikstühle und -tische auf.

Bellevue
Das Bellevue in der Nähe der orthodoxen Kathedrale ist spezialisiert auf russisches und finnisches Essen mit einer französischen Note. Die exotischen Gerichte reichen vom geschmorten Bärensteak-Eintopf (das muss vielleicht ein Topf sein) über Blinis (Pfannkuchen) mit Maränenrogen bis zum gebratenen Rentierfilet. Die Inneneinrichtung ist von zaristischer Pracht.

Hietalahti Flohmarkt
Finnland ist ein wenig eine Oase für Kurzwaren und Krimskrams. Dies ist das größte Second-Hand-Zentrum in Helsinki: Hier findet man so ziemlich alles - von Second-Hand-Klamotten bis zu kaputten Akkordeons. Es gibt hier außerdem noch eine renovierte Kauppahalli (Markthalle), in der köstliches Essen serviert wird, die aber nicht so touristisch ist wie die größte Markthalle.

Arabia Porzellan
Arabia Porzellan ist ein finnisches Symbol und wenn Tafe- und Kochgeschirr auf Ihrer Einkaufsliste stehen, dann ist dieser Fabrikverkauf genau das Richtige für Sie. Es befindet sich in einem etwas trostlosen Teil der Stadt, ist aber unbedingt einen Besuch wert, um das funktionelle Souvenir mit dem üblichen guten Design, für das die Finnen so bekannt sind, zu erstehen.

Artek
Genau wie andere nordische Einrichtungsgeschäfte verkauft auch dieser Laden begeistert Möbel und Stoffe von Alvar Aalto, dem finnischen Architekten und Erfinder, dessen Designstücke noch fast ein Jahrhundert später modern aussehen.

Scandic Grand Marina
Dieser wuchtige Backsteinpalast ist ein gelungener Umbau eines Hafen-Lagerhauses aus dem frühen 20. Jahrhundert, das auf die Tage zurückgeht, als Helsinki einen Wirtschaftsaufschwung erlebte und Dinge so gebaut wurden, dass sie auch halten. Als solches hat es sehr viel mehr Charakter als die meisten Business-Hotels und die kürzlich renovierten Zimmer sind cool und farbenfroh. Das Hotel hat eine tolle Lage auf der reizenden Insel Katajanokka mit ihren vielen Jugendstilbauten und liegt direkt neben den Fährterminals. Die großen Kähne in das Herz Helsinkis gleiten zu sehen ist eine der bleibenden Erinnerungen an die finnische Hauptstadt. Vom Hotel aus gibt es wegen des gegenüberliegenden Konferenzzentrums jedoch keinen direkten Blick auf den Hafen. Die schummrig beleuchteten öffentlichen Bereiche haben eine coole, edle Atmosphäre, die sich auch in den klimatisierten Zimmern wiederfindet. Es gibt einige besonders hübsche Suiten. Eine davon ist eine Doppelsuite, deren Schlafzimmer im oberen Stockwerk einen tollen Blick auf den Hafen bietet, eine andere hat eine charmante Zen-Atmosphäre mit einem gemütlich in einer Nische verstauten Bett. Der Service und die Einrichtungen sind in diesem Hotel besonders gut und obwohl der Stadtkern nur einen kurzen Fußmarsch entfernt liegt, ist dieser Teil Helsinkis sehr friedlich.

Hotel Anna
Dieses ruhige, imposante Hotel wird von der kleinen finnischen Freikirche geleitet und eher denen gefallen, die Ruhe und Frieden zu schätzen wissen, als jenen, die die neuesten Alkopops der Minibars probieren möchten, die in diesem Fall leer sind. Für den Standard ist es recht teuer, es sei denn, man reist als Familie an und teilt sich zu einem passablen Preis ein Zimmer mit ausklappbarem Schlafsofa. Das Hotel befindet sich in einem Gebäude aus den 1920er-Jahren und liegt in einem angenehmen Stadtteil mit mehreren guten Restaurants ganz in der Nähe. Die Zimmer sind im sanften, gemütlichen nordischen Stil mit jeder Menge hellem Kiefernholz und Parkettfußboden eingerichtet. Am besten nimmt man sich eines der geräumigen Superior-Doppelzimmer, in die jede Menge Licht und Sonne einfällt. (Sollte Letztere fernbleiben, bekommt man auch einen Schirm). Wenn man kann, sollte man sich die besten Zimmer am Ende des Gebäudes schnappen. Sie haben zwei große Betten und Fenster. Ansonsten sind die Zimmer in der obersten Etage leicht vorzuziehen, da sie einen besseren Ausblick bieten. Das inbegriffene Frühstück ist gut und wird in einem attraktiven Speisesaal an der Straßenseite serviert. Die Sauna muss allerdings gebucht (und bezahlt) werden. Außer den Büchern in einigen Zimmern gibt es auch eine Buchbörse, bei der allerdings die missionarischen Titel einen großen Platz einnehmen.

Eurohostel
Dieses Gebäude war einst ein Zufluchtsort für Alkoholiker und Obdachlose und liegt direkt an den Fährterminals auf der friedlichen Insel Katajanokka. Heute ist es eine brandneue Jugendherberge, in der man viel Wert darauf legt, dass die Gäste gut behandelt und nette Annehmlichkeiten geboten werden. Das Gebäude an sich ist zwar recht nüchtern, die ansprechenden, heiteren Zimmer gleichen dies aber mehr als nur aus. Die Zimmer sind in zwei Kategorien aufgeteilt. Die Eurohostel-Zimmer sind den geringen Aufpreis absolut wert, denn sie wurden erst vor kurzem renoviert und haben einen hellen Parkettfußboden und moderneren Stil. Die nicht renovierten Etagen sind jedoch auch keine Härtetest - es gibt Nachttischlampen und die klassischen finnischen Tische, die ursprünglich vom berühmten Architekten Alvar Aalto entworfen wurden. Alle Zimmer müssen sich Bäder teilen, die allerdings tadellos sauber sind. Es gibt außerdem gute Küchen auf jeder Etage. Sie haben zwar keinen Ofen, gleichen dies aber mit aufgeteilten Kühlschränken aus, so dass man seinen Räucherlachs sicher vor gierigen Händen wegschließen kann! Im Erdgeschoss befindet sich außerdem ein überraschend schickes Café, in dem es ein Frühstücksbuffet, Pizza und preiswertes Mittagessen gibt. Und natürlich lässt sich ein Besichtigungstag in Helsinki nicht besser anfangen, als mit einem kostenlosen Saunagang am Morgen!

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