Viele Städte haben lediglich ein Stadtzentrum anzubieten. Berlin hat gleich zwei. Obwohl Ost- und West-Berlin seit fast zwei Dekaden vereint sind, sind Stadtplaner immer noch damit beschäftigt, die beiden Zentren unter einen Hut zu bringen.
Brandenburger Tor
Sollte man sich zum ersten Mal in Berlin befinden, ist ein Spaziergang den Boulevard Unter den Linden entlang unumgänglich. Dieser beginnt am Brandenburger Tor, das sich auf dem Pariser Platz befindet, einst die Grenze zwischen Ost und West, heute das Wahrzeichen der Wiedervereinigung. Der Boulevard selbst beherbergt viele der interessantesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Neben dem Reichstag, Sitz der Deutschen Regierung, und dem Brandenburger Tor befindet sich das kontrovers diskutierte Holocaust-Mahnmal, offiziell das Denkmal der ermordeten Juden Europas. Restaurants sind zwar rar in dieser Gegend, einzelne Essensstände versorgen jedoch die Besucher mit Erfrischungen und Bretzeln.
Friedrichstraße
Die Friedrichstraße war das Zentrum pulsierenden Nachtlebens in den 20er Jahren. Heute befinden sich noble Shopping-Malls entlang der Straße, u.a. die Galeries Lafayette. Hinter den Friedrichstadt-Passagen befindet sich der Gendarmenmarkt, einer der schönsten Plätze Berlins, geprägt durch den Deutschen Dom und den Französischen Dom. Das Haus am Checkpoint Charlie gibt Aufschluss über die Ära des Kalten Krieges, wohingegen das nahegelegene Jüdische Museum Geschichte von über 2000 Jahren aufarbeitet.
Museumsinsel
Die wunderschöne Schlossbrücke über die Spree führt zur Museumsinsel, deren vier Museen – das Alte Museum, die Alte Nationalgalerie, das Pergamon Museum und das Bodemuseum - eine der beeindruckendsten Kunstsammlungen Europas präsentieren. Für jedes Museum sollte man mindestens eine Stunde einrechnen. Das Neue Museum befand sich bis 2009 im Umbau, ist aber jetzt wieder offen. Am Lustgarten, dem Platz, der von den Nationalsozialisten und dem ostdeutschen Militär gleichermaßen für Militärmärsche genutzt wurde, befindet sich der imposante Berliner Dom. Der Dom, 1905 erbaut und der Peterkirche in Rom nachempfunden, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, jedoch in den darauffolgenden Dekaden Stück für Stück wieder neu errichtet.
Nikolaiviertel und Alexanderplatz
Am Staatsratsgebäude vorbei gelangt man zum Nikolaiviertel, dem historischen Geburtsort der Stadt, neben Rotem Rathaus und Alexanderplatz, mit seinem ganz Berlin überschauenden Fernsehturm. Die Regierung der DDR hat das Nikolaiviertel, welches sich um die Nikolaikirche aus dem 13. Jahrhundert konzentriert, zum 750. Geburtstag der Stadt 1987 restaurieren lassen. Ebenso sehenswert: das nahegelegene Knoblauchhaus.
Kurfürstendamm
Läuft man von der ältesten U-Bahnstation Berlins, Wittenberg Platz, Richtung Tauentzienstraße, am legendären KaDeWe vorbei, gelangt man zum Breitscheidplatz, auf dem sich die Ruinen der Gedächtniskirche befinden. Zu empfehlen ist ebenfalls der Berliner Zoo, der sich hinter der Gedächtniskirche befindet. Die Joachimstaler Straße entlang, erreicht man den Kurfürstendamm, die Shoppingmeile im Herzen des westlichen Stadtzentrums. Über die abzweigende Knesebeckstraße gelangt man zum Savignyplatz, einem perfekten Ort, um sich bei gutem Essen zu entspannen. Die Dicke Wirtin bietet typische Berliner Spezialitäten, die Bohème triff sich im Zwiebelfisch.
Berliner Mauer
Die Berliner Mauer war für mehr als vier Dekaden das Symbol der Teilung Europas durch den Kalten Krieg. Der ehemalige Grenzübergang in der Friedrichstraße und der Tränenpalast erinnern an Jahre der Trennung. Entlang der Ebertstraße weisen rote Streifen auf der Straße auf den ehemaligen Verlauf der Mauer hin. Das längste und berühmteste Stück Mauer befindet sich an der S-Bahnhaltestelle Ostbahnhof. Dieser 1,3 Kilometer (3/4 Meilen) lange Streifen wurde von Künstlern aus aller Welt 1990 bemalt und wurde so zu einer Open-Air-Ausstellung der Sonderklasse, die unter dem Namen East Side Gallery bekannt ist.
Potsdamer Platz
Wenn man auf die Wolkenkratzer aus Glas am Potsdamer Platz blickt, ist es nur schwer vorstellbar, dass hier noch vor einigen Jahren braches Land die Szenerie dominierte. Heute gibt es dort Entertainment, und Restaurant en masse: Durch das gigantische Einkaufszentrum, den Arkaden, einem Cinemaxx und dem Sony-Center, einem Casino und einem Musicaltheater, wurde der Potsdamer Platz zu einem Magneten für Touristen und Einheimische gleichermaßen. Auf der nahegelegenen Niederkirchnerstraße informiert die Ausstellung Topographie des Terrors über die Verbrechen der Nationalsozialisten.
Führungen Unwrapping History (http://www.unwrapping-history.de/) Tour-the-East (+49 (0)30 4703 4747 / http://www.tour-the-east.com)
Bustouren Berlin City Tour (+49 (30) 68 30 26 41 / http://www.berlin-city-tour.de) Berlin Sightseeing (+49 (0)30 79 74 56 00 / http://www.berlin-stadtrundfahrt-web.de/) Oldtimer Berlin (+ 49 (0)30 21 90 21 88 / http://www.oldtimer-berlin.com/) BBS (http://www.bbsberlin.de/)
Eine billige Alternative zur organisierten Bustour ist die Linie 100, die am
Bootstouren Reederei Winkler (+49 (0)30 349 95 95 / http://www.reedereiwinkler.de/) Berliner Seegler-Verband (http://www.segeln-in-koepenick.de/) Berliner Wassertaxi (+49 (0)30-65 88 02 03 / http://www.berlinerwassertaxi.de/)
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