Attraktionen

1)Berlin zu Fuß: das östliche Stadtzentrum

Die meisten Städte haben nur ein Stadtzentrum - Berlin hat zwei. Obgleich Ost - und West Berlin erfolgreich verwoben sind, um eine mehr-oder-weniger homogene Stadt zu bilden, versuchen Stadtplaner noch, mit dem "Problem" von zwei Mitten fertig zu werden. Die Hinzufügung einer neuen Mitte am Potsdamer Platz ist als Lösung angekündigt worden, aber es dauert Jahre wenn nicht Dekaden für den Potsdamer Platz, um berliner zu gewinnen und die sehenswürdigkeit der vorhandenen Stadtzentren zu erreichen. Die meisten würden darin übereinstimmen, daß die beste Weise, die Innenstadt zu erforschen zu Fuß ist, obgleich Sie öffentliche Transportmittel zwischen den östlichen und westlichen Mitten nehmen müssen.

Für die, die Berlin zum ersten Mal besuchen, ist ein Schlendern unten Unter den Linden, Berlins prestigevollste Prachtstraße, ein Muß. Angefangen am Brandenburger Tor, dass einst die Grenze zwischen Ost und West war, aber nun eines der bedeutensten Symbole der deutschen Wiedervereinigung darstellt, beinhaltet diese weite baumgesäumte Allee viele historische Sehenswürdigkeiten und bietet die perfekte Eingeführung in die faszinierende Vergangenheit der Stadt.

Einst bekannt als "das Empfangszimmer des Kaisers", wurde der prachtvolle Pariser Platz während des Krieges zerstört (nur das Brandenburg Tor wurde verschont) und ist während der Deutschen Ostepoche gänzlich in Vergessenheit geraten. Im Gegensatz zu vielen anderen Teilen Berlins, ist der Pariser Platz jetzt grossflächig und nach den entsprechend Vorkriegsplänen wieder aufgebaut worden. Das legendäre Hotel Adlon, einst das grossartigste Hotel der Welt, wurde vor kurzem wiedererbaut und ist ein glänzendes Beispiel dafür wie ein neues Gebäude die Pracht seines Vorgängers wiederspiegeln kann. Das Hotel wird oft von vielen berühmten Leuten besucht. Wenn Sie also mal für einen Drink an der Bar reinschauen könnten Sie sich vielleicht neben Berühmtheiten wie Madonna oder Bruce Willis wiederfinden.

Eines der ersten Gebäude dem sie begegnen, wenn Sie die Strasse Unter den Linden aus Richtung Pariser hinunterlaufen ist die beeindruckende monumentale Russische Botschaft, aus der Stalin-Ära, die im sogennannten Zuckerbäckerstil gebaut wurde, der in der Sowjetunion sehr beliebt war. Gleich um die Ecke befindet sich die Komische Oper, eines der fuehrenden Opernhäuser Berlins, das sich auf heiter Opernproduktionen spezialisiert hat.

Es lohnt sich rechts in die Friedrichstraße, einzubiegen, das Zentrum des bluehenden Nachtlebens im Berlin der " Goldenen Zwanziger" Jahre, in dem sich heute zahlreiche hochpreisigen Einkaufscenter wie die Galeries Lafayette oder die Friedrichstadt-Passagen befinden. Hinter den Friedrichstadt-Passagen ist der Gendarmenmarkteiner der schönsten Plätze Berlins. Beherrscht durch den eleganten Deutscher Dom and Französischer Dom, werden diese Doppelkirchen ergŠnzt durch das im neoklassizistischen Stil erbaute Konzerthaus das eine der wenigen Momente atemberaubener architektonischer Harmonie in ganz Berlin ist. Besucher sollten beide Kirchen auch von innen besichtigen - man hat einen guten Ausblick von der Spitze des Französischer Dom während der Deutscher Dom eine erhellenden Ausstellung beherbergt, die als Questions on German History bekannt ist.

Wenn Sie die Charlottenstrasse hinauflaufen, kommen sie bald zu Unter den Linden zurück. Schauen Sie mal in die alte Staatsbibliothek hinein, die sich an der Ecke der beiden Strassen befindet. Der reizende, friedliche Innenhof mit seinem Brunnen und dem einfachen cafe sorgt fuer eine willkommene Pause von dem Gedränge und der Geschäftigkeit ausserhalb. Das Guggenheim Museum, das sich an der gleichen Ecke befindet, ist eine der jüngsten Ergänzungen der Berliner Museumszene. Aber erwarten Sie nichts so prunkvolles wie das Guggenheim in New York oder Bilbao, dieses ist in einem Bankgebäude untergebracht!

Gehen sie weiter Unter den Linden entlang nach Osten bis zu den Buchhändlern vor der Humboldt University, Berlins beste akademische Anstalt, deren Namnesliste sich liest wie ein "Wer ist Wer" unter den Genies des zwanzigsten Jahrhunderts. Rechts von Ihnen ist der Bebelplatz, auf dem Sie drei Meisterwerke der neoklassisizistischen Architektur finden – die State Opera House, St. Hedwigs Kathedrale und die alte Kommode, die die alte königliche Bibliothek enthält und jetzt von der Humboldt University als Vortragsort benutzt wird. Wenn Sie um die Staatsoper herumgehen, finden Sie den Kronprinzenpalais und den Oper Palast.

Weiterfuehrend auf der Allee Unter den Linden finden Sie auf der linken Seite die Neue Wache. Entworfen von Schinkel 1818, ist diese ehemalige königliche Wachstube jetzt Deutschlands Hauptkriegsdenkmal. Geweiht den Opfern des Krieges und des Faschismus, bedeckt eine einfache Statue von Käthe Kollwitz das Grab eines unbekannten Soldaten, begraben in der Erdmasse, die von einem Konzentrationslager entnommen wurde. Dies ist ein Platz, einen ruhigen Moment zu verbringen, der auf Deutschlands tragischer Vergangenheit sich reflektiert. Das nächste Gebäude rechts von der neuen Wache ist das wunderbare, rosafarbene barocke Zeughaus, das einmal ein Arsenal gewesen ist das Deutsches Historisches Museum (German Historical Museum) beherbergt. Stellen Sie sicher, den inneren Hof zu besichtigen, in dem Sie Schlüters berühmte 22 Schablonen der sterbenden Krieger ansehen können.

Die schöne Schlossbrücke, die die Spree überspannt, holt Sie auf die Museuminsel (Museum Island), dessen vier Museen - Altes Museum, Alte Nationalgalerie, Pergamon Museum and Bodemuseum - eine der eindrucksvollsten Kunstsammlungen Europas bilden. Sie benötigen mindestens eine Stunde für jedes Museum. Das Neues Museum macht eine Hauptrekonstruktion durch und sollte nicht vor 2009 geöffnet sein.

Zurück gehend in Richtung zur Hauptstraße wandeln Sie durch den reizenden Lustgarten, den ehemaligen königlichen Gärten, die einmal von den Nazis und von den Ostdeutschen für militärische Märsche benutzt wurden. Von dort können Sie den enormen Berliner Dom nicht vermissen, der sich links bis hoch oben aufrichtet. Errichtet 1905 und nach dem Petersdom in Rom modelliert, wurde der Berliner Dom während des Krieges zerstört und dann sorgfältigst in einem langwierigen Prozess in den folgenden Dekaden wiederaufgebaut. Über der Straße von der Kathedrale sehen Sie den nun düsteren Palast der Republik, den ehemaligen deutschen parlamentarischen Prunkbau der einen Hochpunkt der Ostarchitektur bildet. Es wurde auf dem Aufstellungsort des prachtvollen Berliner Schloß, aus dem 15. Jahrhunderts, errichtet, der unwürdig der Wiederherstellung nach der zerstoerung im Zweiten Weltkrieg von den ostdeutschen Behörden in den fünfziger Jahren abgerissen wurde. Der einzige Rest des ursprünglichen Palastes ist das triumphale Bogenportal, das in das Staatsgebaeude auf der Südseite von Schlossplatz hineinkorporiert worden ist.

Wenn Sie sich am Staatsratsgebäude nach links drehen und dann hinunter eine der schmaleren Strassen wählen, erreichen Sie das Nikoleiviertel, den historischen Geburtsort der Stadt. Geschmackvoll erneuert durch die ostdeutschen Behörden für die 750.Jahr Feiern Berlins 1987, ist das Mittelstück dieses historischen Stadtviertels die Nikolai Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Es ist auch wert das nahe gelegene Knoblauchhaus, zu besuchen, ein schönes 18. Jahrhundertkaufmannshaus das jetzt als Museum fungiert. Dieser Teil von Berlin hat viele Springbrunnen bei denen Sie für Erfrischungen stoppen können, der historische Zum Nussbaum Pub gegenüber von der Kirche wird besonders empfohlen.

Als letzte Ausdehnung des Wegs ist die Spandauer Strasse, hinter dem Roten Rathaus - genannt nach seinen roten Ziegelsteinen anstatt seiner roten Politikern - zum Alexanderplatz, Ostberlins windiges Zentralquadrat. Umgeben durch häßlich hochsteigende Architektur ist der Alexanderplatz geeignet für eine Verschönerung in den kommenden Jahren, obgleich es nicht noch bekannt ist, welche Gestalt diese annimmt. Sie sollten den Fahrstuhl bis zur rotierenden Gaststätte auf dem oberen Plateau des Fernsehturm nehmen, wo Sie mit einer fantastischen panoramischen Ansicht der Stadt belohnt werden.

2)Berlin zu Fuß: das westliche Stadtzentrum

Wenn Sie Berlins von der ältesten unterirdischen U-bahn Station am Wittenberg Platz unten ankommen gehen Sie in Richtung Tauentzienstrasse, hinter dem legendären KaDeWe Kaufhaus bis Sie den Breitscheidplatz erreichen. Dominiert durch die Ruinen der Kaiser Wilhelm Erinnerungskirche , Breitscheidplatz ein populärer Treffpunkt für junge Berliner, Skateboarder, Punks und Straßenmusiker. Das enormeEuropacenter welches das Quadrat gegenüber bildet, wurde in den Sechzigern als kapitalistscher Schaukasten errichtet. Es ist ein guter Platz für ein wenig Andenkenjagd, aber seine Tage sind gezaehlt, nun da modernere Einkaufszentren in der ganzen Stadt entstehen. Tiergeliebhaber genießen einen Besuch im Berlin Zoo, welcher sich hinter der Erinnerungskirche befindet.

Anschließend an den Zoobesuch geht es in die Joachimstaler Straße zum Erotik Museum der Porno-Magnatin Beate Uhse an der Ecke zur Kantstraße. Wer sich hineintraut, kann sich seine Gedanken über bunt zusammengewürfelte antike und moderne Erotika machen. Dann folgen wir der Joachimstaler Straße bis zur nächsten Straßenkreuzung - und stehen am "Ku'damm". Der Kurfürstendamm, seit jeher mondän-eleganter Einkaufsboulevard des Berliner Westens, verläuft einmal längs durch den Bezirk Charlottenburg. Wer ein bißchen auf sein Geld achten muß und noch ein paar Tage in Berlin verbringen möchte, sollte sich vom Angebot der exklusiven Designer-Läden nicht verführen - und die Brieftasche erleichtern - lassen. Weniger falsch machen kann man mit einem Besuch der "Story of Berlin" im "Ku'damm Karree", einer 1999 eröffneten Multimedia-Ausstellung, die den Besucher auf eine Zeitreise durch die Epochen der bewegten Stadtgeschichte mitnimmt.

Es lohnt sich auch ein Blick in die schicken Seitenstraßen des Ku'damms - etwa die Schlüter-, Knesebeck- oder Fasanenstraße -, die von geschmackvoll gestylten Cafes, exklusiven Boutiquen und renommierten Galerien gesäumt sind. Zwischen den berlintypischen 4- oder 5-stöckigen Gründerzeitgebäuden (die hier allerdings ungleich luxuriöser ausgestattet sind als etwa in Mitte, Kreuzberg oder Prenzlauer Berg) stehen bisweilen auch echte Stadtvillen, die auf die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurückverweisen, als Charlottenburg ein Hort der reichen Bohème war. In einer dieser Villen in der Fasanenstraße residiert heute das Literaturhaus, ein Kulturzentrum mit Cafe und einem wunderbaren Wintergarten. Direkt nebenan - auch in einer Villa - ist das Käthe-Kollwitz-Museum untergebracht, das Skulpturen und Zeichnungen der kämpferisch-pazifistischen Küstlerin ausstellt.

Hunger? Durst? Müde? Vom Ku'damm aus durch die Knesebeckstraße gelangt man rasch zum Savignyplatz. Hier lässt sich der Rundgang hervorragend in einem der vielen Cafes, Bars oder Restaurants beschließen. Bei der Dicke Wirtin gibt es echte Berliner Küche; alternativer (aber mit langer Tradition) geht es im Zwiebelfisch zu. Nachtschwärmer mit intellektuellem Anspruch und gut gefülltem Portefeuille genehmigen sich einen Cocktail in der legendären Paris Bar an der Kantstraße und hoffen, am Nebentisch Wim Wenders oder Volker Schlöndorff belauschen zu können.

3) Mauerspaziergang

Die Berliner Mauer war das Symbol der jahrzehntelangen Teilung Europas vor dem Hintergrund der unversöhnlichen politischen Positionen im Kalten Krieg. Damit wurde auch der Fall der Mauer am 9. November 1989 zu einem der entscheidenden Momente in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Verschwinden dieses Bauwerks stand für den Sieg der Demokratie über die Repression und erfüllte die Menschen in Deutschland und weit darüber hinaus mit der Hoffnung auf eine neue Epoche friedlichen Zusammenlebens in Europa. Im Jahr 2000 feiern Berlin und die Bundesrepublik Deutschland den zehnten Jahrestag der Wiedervereinigung, und auch heute noch bietet eine Wanderung entlang des einstigen Todesstreifens einen Schlüssel zum Verständnis von Berlins Vergangenheit und Gegenwart.

Wer nun kilometerlangen, stacheldrahtgekrönten und mit Graffiti verzierten Stahlbeton erwartet hat, wird zwangsläufig enttäuscht sein. Nur wenige, kurze Segmente der Mauer wurden mehr zufällig als planmäßig im innerstädtischen Bereich stehen gelassen. Auch wenn es heute selbst die Hauptstadtbewohner verwundert: Nach 28 Jahren der Trennung war es den Berlinern ein Bedürfnis, sich dieser steinernen Monstrosität schnell und praktisch restlos zu entledigen. Dass dadurch auch fast alle Erinnerungsstützen an die schmerzvolle Vergangenheit verschwunden sind, machte sich 1990 kaum jemand klar.

Wir folgen dem Mauerstreifen von Norden nach Süden. Nordöstlich des Bahnhofs Friedrichstraße ging die Mauer über in die Spree. Der Fluss bildete hier einen Teil der streng bewachten Grenze - und war dementsprechend vermint, von Gittern durchzogen und von Bootspatrouillen und Tauchern überwacht. Der Bahnhof selbst diente als Grenzübergang, obwohl er sich bereits tief in DDR-Gebiet befand. Die ehemalige Abfertigungshalle mit der großen Fensterfront gegenüber dem Nordausgang hat ihre eigene Geschichte: Der vom Volksmund so genannte "Tränenpalast" war Schauplatz unzähliger trauriger Szenen, wenn von der Mauer getrennte Verwandte oder Freunde hier nach einem viel zu kurzen Besuch Abschied nehmen mussten. Inzwischen hat das Gebäude eine Metamorphose zur Konzert-Location durchgemacht und wird mit entsprechend angenehmeren Gefühlen aufgesucht.

Im Schatten des 1999 dem Deutschen Bundestag Reichstagsgebäudes und unweit des Brandenburger Tores steht geduckt eine Reihe weißer Kreuze, die an die mehr als 160 Menschen erinnern, die bei Fluchtversuchen ums Leben kamen. Ganz in der Nähe, entlang der Ebertstraße, markiert ein roter Streifen auf der Straße den Verlauf der Mauer, den manche lieber ganz vergessen würden.

Wenn wir von den Aussichtsplattformen der Terrakotta- und Glas-Hochhäuser am Potsdamer Platz, Deutschlands exklusivstem Vorzeigestück moderner Architektur mit Shopping-Arkaden und Unterhaltungsindustrie, hinabblicken, fällt es ziemlich schwer sich vorzustellen, dass noch vor weniger als zehn Jahren hier eine Wüste herrschte, ödes, unbebautes Land links und rechts der Mauer. Mit dem Verlegen der ersten Rollen Stacheldraht im Jahr 1961 wurde übrigens auch der unterirdische S-Bahnhof Potsdamer Platz über Nacht zum leeren, argwöhnisch bewachten Geisterbahnhof. Dieses Schicksal teilte er mit etlichen anderen U- und S-Bahnhöfen, die westliche Stadtbezirke unter DDR-Territorium verbanden: Bis 1990 fuhren die Züge ohne Halt an den düsteren, kaum beleuchteten Bahnsteigen vorbei. Inzwischen erstrahlt der S-Bahnhof Potsdamer Platz wieder im Glanz weißer Baukeramik.

An der Niederkirchnerstraße, südlich des Potsdamer Platzes und hinter dem Martin-Gropius-Bau, informiert die Ausstellung "Topographie des Terrors" über die Geschichte der SS- und Gestapo-Verbrechen. Hier steht auch noch einer der wenigen Originalabschnitte der Mauer: etwa 150 Meter, von Souvenirjägern ausgeweidet und löchrig wie ein Schweizer Käse. Wer tatsächlich noch einen Krümel des 40 Kilometer langen Betonwalls mit nach Hause nehmen möchte, sollte diesen im Interesse aller folgenden Berlin-Besucher in einem der Andenkenläden an der Friedrichstraße erwerben. Echtheits-Garantie gibt's zwar nirgends, aber wer könnte die bunten Brocken schon als Fälschung entlarven?

Das längste und berühmteste Mauerteilstück steht an der Spree in der Nähe des Ostbahnhofs. Wer sich die Mühe gemacht hat, hierher zu kommen, wird sofort bemerken, dass hier vom Glanz, der im Bezirk Mitte herrscht, nicht allzu viel zu spüren ist: Ostberlin pur. 1990 wurde dieser Abschnitt, der aufgrund seiner wenig "störenden" Lage direkt am Spreeufer dem Abriss entging, von Künstlern aus aller Welt bunt bemalt. Die inzwischen von der Witterung und gnadenlosen Sprayern stark angegriffene Open-Air-Ausstellung ist stadtweit als "East Side Gallery" bekannt.

Um mehr über die Geschichte der Mauer zu erfahren, bietet sich auch ein Besuch des ebenso populären wie unübersichtlichen Museums Haus am Checkpoint Charlie oder der offiziellen Mauer-Gedenkstätte im Bezirk Wedding an. Deren Herzstück ist ein Imitat: Ein Stück Mauergerippe wurde Ende der Neunzigerjahre mit Spritzbeton wieder in seinen "Urzustand" zurückversetzt. Wer hier die Atmosphäre des Kalten Krieges schnuppern möchte, benötigt immer noch eine gehörige Portion Phantasie.

4) Berlin by bus: Sightseeing tours

Eine organisierte Bustour ist die schnellste und einfachste Weise, ganz Berlin im Hauptanblick zu sehen. Drei unterschiedliche Unternehmen lassen ähnliche Touren mit vergleichbarer Kosten fahren. Alle Touren fahren von Ku'damm oder von Alexanderplatz ab und laufen regelmäßig von 10-18 Uhr. Der Klassiker "Berlin Stadt-Tour" dauert ungefähr zwei Stunden und Kosten um EUR 15.

Eine dreistündige "Superberlin Tour" nimmt mehr Ausblick und ist nur gemäßigt kostspieligerer mit EUR 20. Der Vorteil ist, daß Sie alle touristischen Hauptanziehungspunkte erhalten haben und nun losgehen können und das "reale" Berlin in mehr Mühelosigkeit entdecken werden.

5) Berlin by Bus: Wesr to East on the no. 100 bus

Eine preiswerte Alternative zu einer organisierten Tour ist eine Reise auf dem Nr. 100 Bus. Abreisend vom Busbahnhof bei Zoologischer Garten, schließt der Bus 100 die westliche Innenstadt mit dem östlichen Stadtzentrum an.

Der Bus faehrt auf einer schoenen Route mit allen wichtigen Sehenswuerdigkeiten, einschließlich der Gedächtniskirche auf dem Ku'damm, die Siegessäule und den Bellevue Palast im Tiergarten, den Reichstag und dasBrandenburger Tor, die Staatsoper in Unter den Linden und den Fersehturm auf dem Alexanderplatz. Endstation ist die Prenzlauer Allee von wo Sie den schönen und aufregenden Prenzlauer Berg Bezirk erforschen können. Eine zwei Stunden Karte der BVG fuer EUR 2,1 oder ein Tagessticket fuer EUR 6 erlauben Ihnen hinzugehen, wohin Sie wünschen und dann zurück auf den folgenden Bus zu huepfen. Busse fahren alle 10 Minuten.

6) Berlin by bike

Berlin lässt sich im Sommer hervorragend auf dem Fahrradsattel erkunden. Auch wenn das eingefleischte Zweiradfahrer anders sehen: Die Stadt ist ein Radlerparadies, denn die meisten Hauptstraßen sind mit Fahrradwegen ausgestattet, und der überwiegende Teil der Autofahrer respektiert die nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer. Im Kontrast zur Situation in vielen anderen Großstädten ist Fahrradfahren in Berlin eher eine erfreuliche denn eine lebensbedrohliche Erfahrung.

Räder kann man zu vernünftigen Ganztagstarifen in einer ganzen Reihe von Läden mieten, etwa bei Fahrradstation oder Little John Bikes. Geführte Fahrradtouren werden durch Berlin on Bike organisiert. Abgefahren werden können natürlich die oben beschriebenen Routen, ansonsten heißt es für radelnde Besucher: immer der Nase nach! Vorher empfiehlt sich allerdings der Kauf eines Falk-Plans, dessen Patentfaltung kurze Orientierungsstopps ohne umständlichen Kampf mit Papierbögen ermöglicht.

Ebenso umweltfreundlich, aber deutlich weniger anstrengend ist eine Fahrt in einer Berliner Spezialität - den Rikscha-ähnlichen "Velo-Taxis", die Platz für zwei Personen bieten und um den Ku'damm und die "Linden" herum auf Kundschaft warten. Mit den Fahrern lässt sich für gewöhnlich auch eine Extra-Tour abseits der festen Routen durch das Stadtzentrum oder den Tiergarten vereinbaren.Wcities

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