Bars in Montreal haben bis 03:00 Uhr geöffnet, länger als irgendwo anders in Kanada, selbst dann gehen nur wenige Besucher freiwillig. Obwohl die Crescent und Bishop Streets hauptsächlich wegen ihrer Diskotheken bekannt sind, von denen Winnie's die bekannteste ist, muss die Suche nach dem ruhigen Glas Bier nicht erfolglos bleiben, der Irish Pub Hurley's, sowie einige anderen Lokale, sind bei älteren, englischsprachigen Gästen beliebt.
Der St-Laurent Boulevard ist die berühmteste Straße der Stadt und bildet die Trennlinie zwischen den Englisch und den Französisch sprechenden Gegenden der Stadt. Heutzutage dient Alkohol als sehr effektive Verkehrssprache, besonders donnerstags, freitags und samstagabends, wenn es erst gegen Morgen ruhiger wird. Das Stück zwischen Prince Arthur und Mont-Royal bietet Dutzende von Pubs, Clubs, Bars und verschiedene andere Spelunken, die sich nicht verallgemeinern lassen.
The Main, wie sie manchmal genannt wird, ist sehr beliebt bei der jüngeren Generation, die am einen Ende anfängt und vom anderen Ende aus nach Hause torkelt. Dasselbe trifft auf die St-Denis Street zu, die St-Laurent's französischerer, aufpolierterer Cousin an der östlich gelegenen Hauptstraße ist. Das Geschehen von der St-Denis konzentriert sich um die Ontario Street im Quartier Latin, wo abgehobene Bars, wie das St-Sulpice dem ruhigeren Charme von Pubs, wie dem l'Ile Noire und dem Ste-Élisabeth Konkurrenz bieten. Weiter nördlich, zwischen der Rachel Street und der Mont-Royal Avenue, ziehen angesagte, eklektische Bars und Cafes eine angemessen vielschichtige, hauptsächlich französische Menge an. Die Straße beherbergt Dutzende von Terrassen (die auch hier so genannt werden). Perfekt, um das Leben vorbeiziehen zu lassen.
Wer die Nacht nicht ruhig ausklingen lassen will oder kann, sollte die Spätnacht-Clubs, wie Sona und Club Stereo versuchen, hier werden Gäste bis mindestens 10:00 Uhr morgens samstags und sonntags bewirtet, allerdings erst, nachdem die Geldbörse um mindestens CAD 20,00 (EUR 13,81) leichter geworden ist.
Natürlich ist Montreal mehr, als nur eine Universitätsstadt im Trinkmodus. Museen, Galerien, Theater, Kinos und nicht einzuordnende Randelemente genießen großes öffentliches Interesse bei einer Bevölkerung, für die Kunst eine integrale Komponente einer unterhaltsamen Zeit ist.
Dem Traditionalisten sollte es hier nicht an Abwechslung mangeln. Eine beeindruckende, wenn nicht sogar überwältigende Kollektion europäischer Meister wartet im Musee des Beaux Arts, dessen ausgezeichnetes Haus auch erstklassige Wanderausstellungen bietet. Währenddessen ist der Place des Arts das Heim des Montreal Symphony Orchestra und von les Grands Ballets Canadiens und l'Opera de Montreal. Das Canadian Centre for Architecture erstellt Ausstellungen und Multimedia-Installationen, deren Bandbreite von geradlinig bis hin zu durch und durch bizarr verläuft, es hat sich auf diese Weise weltweit einen Namen gemacht.
Das Musee d'Art Contemporain, an sich schon ein erstaunliches Gebäude, bietet einen faszinierenden Einblick in Quebecs prächtig gedeihende Gemeinschaft moderner Künstler. Dutzende kleinerer Galerien, Museen und Ausstellungsorte verteilen sich in der Stadt und werden von Touristen meist nicht entdeckt.
Montreal ist das Zentrum der lebhaften Kinogemeinde der Provinz, Beweis dafür ist die Zahl der Lichtspieltheater für Uraufführungen und Repertoire-Programme. Das brandneue Paramount Multiplex bietet Stadionsitze, die neueste Soundanlage und IMAX Leinwände, während das Ex-Centris Theatre digitale Technologie mit einem beeindruckenden Programm kanadischer und internationaler Filme verbindet. Das Letztere veranstaltete auch jeden Herbst das an Bedeutung gewinnende Festival International Nouveau Cinema Nouveaux Medias , nur eines der vielen Film-Festivals, die in der Stadt jährlich geboten werden.
Liebhaber des Theaters finden hier sowohl englische, wie auch französische Produktionen. Bekannte Unternehmen schließen das Centaur ein, dessen Programm kanadische und internationale Dramen bietet, das hauptsächlich französische Infinitheatre und gelegentliche Vorstellungen der National Theatre School. Und auch in dieser Sparte: es existieren viele kleine Theater-Unternehmen in der Stadt. Obwohl einige sich ethnisch orientieren, ist das Publikum meist angenehm vielschichtig.
In den zwei kostenlosen Kunst-Wochenblättern Hour und The Mirror, die in Kaffeehäusern, kleinen Lebensmittelläden und an verschiedenen anderen Orten ausliegen, sind Informationen zu fast jedem Kulturereignis der Stadt, wie auch lokale Nachrichten und Übersichten zu finden.
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