Wenn es eine Sache gibt, die Melbourne von fast allen Städten der Welt abhebt, dann ist es die erstklassige Qualität und Vielfalt des kostengünstigen Essens und Trinkens. Die Tausende Restaurants und Cafes versorgen regelmäßig Millionen an Gästen mit nahezu jeglicher Küche, die man sich nur vorstellen kann. Restaurants eröffnen und schließen wieder, aber das Gastronomiegewerbe steht in dieser kulinarisch verrückten Stadt in voller Blüte. Die Melbourner lieben halt das Essen.
Es kann passieren, dass einige Plätze in den Winkeln und Gassen der Stadt versteckt sind, aber es ist nicht sonderlich schwer, in Melbourne gutes Essen zu finden. In der Tat, es ist eher schwierig, schlechtes Essen zu finden, als nicht über eine schmackhafte Entdeckung zu stolpern. Man muss nur die Straße entlang spazieren und sich ein Cafe, ein Restaurant, eine Bar oder einen Lieferservice raussuchen.
Das Ambiente zählt genauso viel wie das Essen selbst. Da Stil und Ausdruck einfach zur Melbourner Lebensart gehören, sollte man darauf gefasst sein, dass die beliebtesten Plätze auch in den berühmtesten Straßen und Stadtteilen liegen. Jede dieser Adressen ist für ihre besondere Einstellung zur Lebensart, zur Mode oder zum Essen bekannt. Hier kommen ein paar heiße Tipps aus der Gastronomie.
Brunswick Street Im Norden der Stadt hat sich die Brunswick Street zu einem beliebten Wochenendtreff für lange und ausgiebige Brunchs entwickelt, die man in der ausgeprägten Umgebung der Innenstadt genießen kann. Die besten Cafes sind hier schon jahrelang vertreten – Marios, The Black Cat, The Fitz. Neuere Eröffnungen wie das Retro Cafe und das Umago schleichen sich langsam aber sicher die Erfolgsleiter hinauf. Diese Lokale werden gut unterstützt und bieten reichliche, äußerst köstliche Brunchs (den ganzen Tag und die ganze Nacht), in denen die einheimischen, frischen Produkte bestmöglichst verarbeitet sind. Brunswick Street ist ein beliebter Treff für die Alternativ- und Künstlerszene Melbournes. Daher sollte man auf Straßenkünstler, Komödianten, Feuerspucker und viele andere farbenfrohe Ortsansässige gefasst sein. Lygon Street Die erste Welle italienischer Immigranten nahm die Lygon Street, Carlton, als ihr Zuhause in Beschlag. Das ist seitdem auch immer so geblieben. Jegliche Besonderheiten der italienischen Kultur kann man hier finden: Festivals, Essen, Mode und der italienische Hang zum Feiern (man sollte nur gewarnt sein, wenn Ferrari den nächsten Australien Grand Prix gewinnt!). Viele Lokale in der Lygon Street servieren einfaches, gutes, italienisches Essen – wie einst zuhause bei Mama. Lokale wie das Tiamo und das Brunetti haben sich seit ihrer Eröffnung nicht mehr verändert, und man kann sich auf ihre beste, italienische Bewirtung zu akzeptablen Preisen verlassen. Santinos Terrace ist in diesem Zusammenhang besonders hervorzuheben.
Victoria Street Wenn man östlich der Brunswick Street unterwegs ist, sind die Chancen groß, dass man in die Victoria Street gelangt und sich unweigerlich fragt, ob man überhaupt noch in Australien ist. Victoria Street, die beispielhaft für die Vielfältigkeit der Melbourner Kultur ist, ist ein geschäftiger und aufregender Ort mit vielen vietnamesischen Restaurants, Geschäften und Straßenhändlern. Hier herrscht ein ständiger Menschenstrudel, Einheimische strömen hierher, um sich in Rekordzeit und zu niedrigsten Preisen ihre Bäuche voll zu schlagen. Restaurants wie das Tho Tho's, das Thy Thy I und The Huong haben sich für ihre extrem flinke Bedienung einen Namen gemacht.
Central Business District 'CBD' Die Melbourner Innenstadt ist nicht mehr nur ein Platz für Geschäftsessen unter der Woche, da die verlassenen Lagerhäuser in großartige, moderne Apartments umgewandelt worden sind. Cocktailbars wie der Gin Palace oder der Hairy Canary und der Melbourne Supper Club entstehen in den hinteren Gassen der Stadt und versorgen hauptsächlich die eher schicken Leute, die das Stadtzentrum ihr Zuhause nennen. Es gibt zahlreiche Beispiele für erstklassiges Essen im CBD, das vor allem die Melbourner Berufstätigen schätzen. Anerkannte Restaurants sind das Grossi Florentino, das Marchetti's Latin und der Tuscan Grill. Und das Crown Entertainment Centre mit seinen vielen Angeboten bietet eine gute Gelegenheit für einen kurzen Zwischenstop zum Einkaufen.
Chinatown Wo wäre die hungrige Stadtbevölkerung bloß ohne ein chinesisches Stadtviertel? Chinatown befindet sich auf der Little Bourke Street im zentralen Melbourne und ist eine bedeutende Sehenswürdigkeit. Seit die ersten Chinesen nach Melbourne kamen, um ihr Glück in den Goldminen zu finden, hat sich nur wenig verändert. Gemäß der Tradition steht Chinatown vor allem für Yum Cha (eine Art chinesischer Brunch am Sonntag), im chinesischen Viertel von Melbourne ist jedoch zu jeder Tageszeit kulinarischer Genuss angesagt. Das Angebot ist groß. Es reicht von Restaurants, die es sowohl mit der Geldbörse als auch den Geschmacksnerven sehr gut meinen, bis hin zu chinesischem Essen erster Klasse im Flower Drum. Neben den Restaurants hat Chinatown auch viele Lebensmittelhändler und spezielle Geschäfte sowie das Chinese Museum im Angebot.
Southbank Southbank, einer der neueren Stadtteile in Melbourne, ist ein gutes Beispiel für den erst kürzlich erzielten Vorstoß der Stadt, das Gebiet am Yarra Fluss zu entwickeln, und Ausblicke aufzubauen. Während Southbank die Geschäftswelt auf eine ganz besondere Art und Weise verkörpert, die für Melbourne eher ungewöhnlich ist, stehen das Essen und die Unterhaltung in diesem Stadtteil ganz klar für Erfolg. Besucher können vom klassischen und teuren Scusi Mi Restorante & Bar bis zum schnellen, ausgefallenen und preiswerten Blue Train wählen. Southbank ist auch ein Tor zu vielen Touristenattraktionen in der Stadt wie zum Beispiel dem Melbourne Aquarium, dem Victorian Arts Centre und dem Polly Woodside.
Chapel Street Wenn man zur Chapel Street unterwegs ist, muss man nur der Mode folgen. Das Motto lautet‚ sehen und gesehen werden', und das am besten in den neuesten Designerklamotten samt dazugehöriger Accessoires (man sollte den Leuten einen guten Grund geben, sich umzuschauen). In der Nacht fahren die großen Autos die Chapel Street entlang, aber die Straße ist auch tagsüber sehr beliebt, wenn die Schönen und die Reichen einkaufen gehen und ausgiebige Mahlzeiten bei Wein und Kaffee zu sich nehmen. Die Lokale sind so ausgestattet, dass sie an die Kundschaft und ihre Haltung angepasst sind. Man sollte auf jeden Fall das Cafe Sienna ausprobieren sowie das Caffe e Cucina und das Kush.
Acland Street St Kilda strahlt die erholsame, zurückhaltende Kultur des Meeres aus, und das das ganze Jahr über. So hat sich ein weiteres Künstlerzentrum in Melbourne herausgebildet. Arcland Street befindet sich im Herzen dieser Kultur. Es ist ein Ort, wo man den besten Kaffee genießen kann und die leckersten, kalorienreichsten, kontinentalen Kuchen der Stadt essen kann. Viele der Cafes sind eher einfach gestrickt wie das (La Roche Cafe), andere wiederum sind auf ein eher szeniges Publikum zugeschnitten, wie das (Big Mouth und die Dog's Bar). Sonntags sollte man die Kaufhäuser auf der Acland Street aufsuchen und anschließend bei den Handwerkerständen auf dem Esplanade Markt einkaufen gehen.
Fitzroy Street Gleich um die Ecke von der Acland Street, findet man Fitzroy Street, die als der Hauptanziehungspunkt von St Kilda bezeichnet werden kann. Es ist eine breite Allee, die zum Strand hinabführt. In der Vergangenheit haftete dieser Straße der Ruf eines zwielichtigen Gebietes an, wurde aber jetzt von einer jungen Künstlergemeinde in Beschlag genommen. Restaurants, Cafes und Bars wie das Sapore, das Mink und Leo's Spaghetti Bar haben die Fitzroy Street zu einer bekannten Adresse gemacht, die aber noch immer den Charme des alten Straßenlebens versprüht.
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