Melbourne ist eine Stadt der kulturellen Nachbarschaftlichkeit. Egal, ob italienisch oder chinesisch, ob schäbig oder schick, ob künstlerisch oder strandfanatisch – Melbourne hat jede Art von Kultur aufzuweisen. Die Stadt ist ein einziges ‚Multi-kulti-Patchwork'. Jede Gemeinde hat in Melbourne ihr eigenes, wunderschönes Plätzchen zum Leben, und die Menschen, die dort wohnen und arbeiten, verleihen dem jeweiligen Gebiet ihren eigenen Charakter. Es sind meist Einwanderer aus der ganzen Welt, die ihre Traditionen, ihren Glauben, ihre Geschäfte, ihr Essen, ihre Kunst und ihre Lebensart nach Melbourne brachten. Diese Vielfältigkeit macht Melbourne heute zu dem, was es ist: ein kultureller Schmelztiegel. Besucher werden die verborgene Schönheit dieser pulsierenden Vielfältigkeit erst durch eigene Erkundungen erleben.
Central Business District Im Melbourner Geschäftsviertel findet man sich einfach zurecht, da die Stadt in einem Schachbrettmuster angelegt ist. Die moderne Skyline des Finanzzentrums wird durch die gut erhaltene viktorianische Architektur ergänzt, und die Gassen und Arkaden, die sich durch die Stadt schlängeln, verleihen ihr einen ganz besonderen Charakter. Swanston Street, eine halbherzige Fußgängerzone, die als der größte Anziehungspunkt der Stadt angesehen wird, zieht sich von den kunstvoll gestalteten Häusern aus dem 19. Jahrhunderts an der Flinders Street Station bis zum schillernden, millionenschweren Melbourne Central Shopping Complex. Sie wird durch die Collins Street unterbrochen, was eine etwas gehobenere Einkaufsmeile ist. Der Abschnitt zwischen Swanston und Spring Street ist als das ‚Pariser Ende' bekannt. Hier befinden sich viele der luxuriösen Boutiquen der Stadt, vornehme Büros und Hotels. Parallel dazu verläuft die Bourke Street, die älteste und bestbesuchte Einkaufs- und Flaniermeile der Stadt, wo sich viele große Kaufhäuser, wie das David Jones und das Melbourner Wahrzeichen Myer befinden. Die kleine Bourke Street, einen Block weiter oben, ist durch einen grellen Bogen im chinesischen Baustil gekennzeichnet, der gleichzeitig den Eingang zur Chinatown darstellt. Das chinesische Viertel erstreckt sich über die umliegenden Straßen und ist eine der ältesten Ansiedlungen ihrer Art außerhalb von Asien. Hier kann man die unterschiedlichsten chinesischen Restaurants und Lebensmittelgeschäfte finden. Zwischen Swanston und Spencer Street pulsiert das Leben von neun bis fünf Uhr. Es ist das Herzstück des australischen Geschäftslebens, viele der größten australischen Unternehmen sind hier ansässig. Dieses Gelände soll nach ambitionierten Plänen weiter ausgebaut werden, indem die verlassenen Lagerhäuser des angrenzenden Hafengebietes restauriert werden. Hier befindet sich auch das Colonial Stadium, das erste Projekt, das enthüllt werden soll. Wenn die Planer freie Hand bekommen, dann könnte bald das höchste Gebäude der Welt folgen. Südlich und östlich des CBD eröffnet sich ein breiter und gut erhaltener Gürtel einer Parklandschaft, wo auch die Fitzroy Gardens und der Melbourne Cricket Ground liegen, zusammen mit den Royal Botanical Gardens, die sich am anderen Ufer des Yarra Flusses befinden.
Southbank Am südlichen Ufer des schlammigen und überraschenderweise schmalen Flusses Yarra befindet sich das Wahrzeichen dieses Viertels, das Victorian Arts Centre, mit seiner dem Eiffelturm ähnlichen Spitze und dem modernen Southgate Einkaufs- und Restaurantkomplex. Weiter oben erhebt sich der schillernde Crown Entertainment Complex. Er bietet 24 Stunden Unterhaltung mit luxuriösen Kaufhäusern, Nachtclubs, Lokalen und natürlich einer der weltgrößten Spielhöllen. Dieses Unterhaltungs-Mekka ist eine der umstrittensten Sehenswürdigkeiten in Melbourne: von den einen geliebt, von den anderen gehasst. Ungeachtet der Meinung der Einheimischen jedoch, ist es eine Tatsache, dass es die meistbesuchte Touristenattraktion der Stadt ist. Direkt gegenüber befinden sich das brandneue, hochmoderne Aquarium, das Convention Centre und das Exhibition Centre.
Prahran und South Yarra Nach einer kurzen Bahnfahrt vom CBD gelangt man nach Prahran und South Yarra, zwei Namen, die oft für dasselbe Gebiet verwendet werden. Hier liegt auch die Chapel Street, auf der sich prunkvolle Boutiquen und Nachtclubs reihen. Es ist der berühmteste Tummelplatz, der jedes Wochenende mit jungen Leuten überfüllt ist, die nur eines im Sinn haben – Fun! Samstagnacht ist die Straße permanent bis zum Bersten gefüllt und verwandelt sich in eine riesige Straßendisko im Verkehrsstau, wo die Technomusik aus den Lautsprechern dröhnt, während die Schwulen-Szene entlang der Commercial Road feiert. In der ausgefalleneren, etwas ruhigeren Greville Street befinden sich alte Modehäuser, ein Wochenendmarkt und das ehrwürdige Continental Cafe. Südlich von Prahran liegt Toorak, ein Synonym für diskreten Reichtum, und ein Zuhause für viele führende Geschäftsleute.
St Kilda Der nächste Vorort unterhalb von Prahran ist St Kilda, der sich ursprünglich aus einem schäbigen Rotlichtviertel in einen Urlaubsort verwandelt hat. Heute ist St Kilda vor allem bei Rucksacktouristen und den Einwohnern von Melbourne beliebt, die ein sonniges Wochenende verbringen möchten. Die Attraktion ist nicht so sehr der mittelmäßige Strand sondern vielmehr das pulsierende Straßenleben an der Acland und Fitzroy Street. Teile dieses Gebietes strahlen noch heute ein zwielichtiges Gefühl aus – das ist aber definitiv ein Anziehungspunkt. Auf der anderen Seite kann sich St Kilda auch für die kunstvollen und altertümlichen Rummelplätze entlang der Wasserfront, dem Luna Park, einem wunderschönen Pier, dem Wochenend-Handwerkermarkt und der Esplanade und den Prince of Wales Hotels, die oft Gastgeber für Live-Musik sind. Das östliche St Kilda und die angrenzenden Vororte bilden das Herzstück der jüdischen Gemeinde in Melbourne, die auch 'Bagel Belt' genannt wird. Außerdem sind hier viele osteuropäische Emigranten zu Hause.
Carlton Nördlich des CBD liegt Carlton. Die idyllischen, viktorianischen Häuser wurden größtenteils in Studentenunterkünfte für die nahe gelegene Universität umgewandelt. Die Cafes und Buchläden des Stadtteils pulsieren mit Leben. Das brandneue Melbourne Museum in den schönen Carlton Gardens befindet sich auch hier. Lygon Street, ganz klar die beste Essensmeile der Stadt, ist das Zuhause für viele Einwanderer aus Italien. Hier befinden sich auch viele Restaurants, die die Küche von Malaysia, Japan, Vietnam und sogar Jamaika servieren.
Fitzroy Nur einen kurzen Spaziergang entfernt, findet man Fitzroy und die noch weltlichere Brunswick Street. Dieses ursprüngliche Immigrantenviertel der Arbeiterklasse hat sich zum Herzstück der künstlerischen Cafekultur entwickelt, wo Tag und Nacht die farbenfrohen Bars und Nachtclubs, Restaurants jeglicher Art sowie ausgefallene und unkonventionelle Klamotten-, CD- und Buchläden geschäftig sind. Es ist eine der belebtesten und eigensten Straßen in Melbourne. Smith Street, die nur ein paar Blöcke entfernt parallel verläuft, weist ein etwas schäbigeres Ende mit Langzeit-Bewohnern, Flüchtlingen und Ausgestoßenen auf, die zwischen den Kunden der Cafes und Musikclubs untergehen.
Williamstown Ein bisschen weiter draußen, aber doch noch gut mit Fähre oder Bahn erreichbar, liegt die alte Hafenstadt Williamstown, die einst Mittelpunkt des Melbourner Seehandels war. Dieser ruhige Vorort, der auf der westlichen Seite der Bucht, fast gegenüber von St Kilda liegt, hat in letzter Zeit bei den Melbourner Bewohnern an Ansehen gewonnen. Zuvor war das Hafengelände für viele Jahre dem Zerfall überlassen worden, da der Hafen als Schiffspartner der Stadt aufgegeben worden war. Die malerisch schönen und historischen Straßen, die einen Ausblick über das Meer bieten, und der bewundernswerte Stolz der vergangenen Tage ziehen jeden Sonntag hunderte von Tagesausflüglern an. Ein Besucherzentrum wurde eingerichtet, um Informationen über die vielen Dinge anzubieten, die man in der Stadt machen oder sehen kann.
...und es gibt noch mehr Nachbarn. Richmond, das griechische Zentrum Melbournes, und das erst kürzlich berühmt gewordene 'Little Saigon' mit seiner wachsenden vietnamesischen Gemeinde, die mehr und mehr Restaurants und Geschäfte an der Victoria Street eröffnet. Richmond's Bridge Street und Swan Street sind auch bei denjenigen beliebt, die gern in Geschäften mit günstiger Ware vom Lager einkaufen.
Und dann gibt es noch South Melbourne mit den baumgesäumten Straßen und schönen Stadthäusern, mit dem Markt und der wachsenden Cafeszene mit Frühstücksangebot, mit dem Melbourner Hafen, der von baufälligen Docks in ein Wohngebiet in der Innenstadt umgewandelt wurde, mit dem Albert Park, wo der Australian Formula One Grand Prix ausgetragen wird, und der mit seinem 2 ½ Kilometer großen, künstlichen See ein beliebtes Fleckchen bei Joggern und Hundebesitzern ist, und mit Elwood, einem beliebten Wohngebiet mit eigener Dorfatmosphäre.
Erweiterte Web-Suche nach Melbourne
Die besten Angebote im Preisvergleich: