Allgemeines

Tokio ist bekannt für seine boomende Wirtschaft und seine immer originelle und ständig wechselnde Kultur. Wer diese weitläufige, verwirrende 12-Millionen-Einwohner-Metropole besucht, wird vermutlich erst einmal überwältigt sein. Es gibt so viel zu sehen und zu tun, dass man einfach im Voraus planen muss.

Nihonbashi

Man könnte sagen, alle Wege führen nach Nihonbashi, da alle Entfernungen von und nach Tokio von hier aus berechnet werden. Nihonbashi, "Japan Brücke", ist Jahrhunderte alt, obwohl die aktuellen Bauten im westlichen Stil aus der Meiji-Periode (1868-1912) stammen. Das Viertel war einst ein berühmtes Wahrzeichen, verblasst heute aber neben Gebäuden und einer oberirdischen Schnellstraße.Mitsukoshi, Japans ältestes Kaufhaus, das immer noch an seinem Originalstandort zu finden ist, und Takashimaya, eine andere ehrwürdige Einkaufsinstitution, sind einen Besuch wert. Nihonbashi beherbergt auch die Börse von Tokio, deren Museum für jeden ein Muss ist, der sich für die Wirtschaftsgeschichte des industriellen und High-Tech-Giganten Japan interessiert.

Marunouchi-Otemachi

Dies ist Tokios wichtigstes Geschäftszentrum und das Zuhause der drei größten Banken des Landes sowie einiger seiner bekanntesten Unternehmen, darunter Hitachi und Mitsubishi. Täglich strömen Massen an Geschäftsleuten und Touristen aus allen Ecken des Landes Marunouchi, das ein toller Ort ist um sich von den vielen eindrucksvollen Wolkenkratzern der Stadt beeindrucken zu lassen, wie etwa dem Shin-Marunouchi Building, das über 150 Geschäfte beherbergt und das höchsten Gebäude der Chiyoda Ward ist. Besucher können ihre Tour durch das Viertel direkt beim Verlassen des Zuges beginnen, denn es erstreckt sich zwischen dem Bahnhof Tokio und dem Kaiserpalast, zwei beeindruckenden Beispielen japanischer Architektur – modern und uralt.

Ginza

Hier findet man alles von Kaufhäusern und Boutiquen wie dem Sony Building und dem berühmten Wako, über Buchhandlungen bis hin zu Bars und Restaurant für jeden Geschmack und Geldbeutel. Die Ginza ist der Schaukasten der Nation. Sie ist für Tokio, was die Fifth Avenue für New York und die Oxford Street für London ist.

Auf der anderen Seite können Besucher in Ginza einige der raffiniertesten Aspekte japanischen Erbes und Kultur erleben. Ein Beispiel hierfür ist das Kabuki-za, das wichtigste Kabuki Theater der Stadt seit 1889, das immer noch täglich zwei Vorführen bietet.

Shibuya

Dies ist eines der belebtesten Bezirke Tokios und umfasst Shinjuku und Harajuku, zwei bei jungen Leuten beliebte Viertel und Hauptzentren der Stadt mit der typischen Mischung aus Kaufhäusern, Geschäften, Cafes und Restaurants. Das einzigartige Hachiko-Denkmal, das der Treue eines Hundes zu seinem Herren gedenkt, findet man direkt neben dem Bahnhof Shibuya, wo es als üblicher Treffpunkt für die Einwohner Tokios dient. Der berühmte Bahnhof Shinjuku, der nach Passagierzahlen größte Bahnhof der Welt mit etwa 4 Millionen Pendlern, die ihn täglich nutzen, befindet sich ebenfalls hier in Shibuya.

Harajuku erwacht am Wochenende zum Leben wenn die Jungen und Trendbewussten hierher kommen um zu sehen und gesehen zu werden. Hier manifestiert sich das Modebewusstsein Tokios am deutlichsten: es mangelt nicht an unkonventionellen Outfits und Haarschnitten, die stolz die Straßen auf und ab getragen werden, besonders auf der Jingu Bashi direkt vor dem Bahnhof Harajuku. Wenn Sie der Mode Mode sind, dann erwarte Sie gleich um die Ecke beim Bahnhof der Meiji Jingu Schrein, einer der schönsten und heiligsten Schreine Japans, und der angrenzende Yoyogi Park.

Der Bezirk Shinjuku ist bei Tag und Nacht ein belebter, mit Neonlicht beleuchteter Ort, mit einer Atmosphäre, die ein wenig der von New Yorks Greenwich Village ähnelt. Auf der Suche nach einem verrauchten Jazzschuppen? Hier finden Sie ihn neben Ramen-Nudeln-Geschäften, Pachinko (Spiel)-Hallen und Geschäften globaler Markennamen wie Virgin Records, Tiffany und Gucci. Hier findet man auch zwei bedeutende Wahrzeichen: das Tokyo Tocho (Metropolitan Government Office) mit seinen futuristischen, 48 Stockwerke hohen Zwillingstürmen und das riesige Takashimaya Times Square Kaufhaus, das auch den allergrößten Einkaufssüchtigen befriedigt.

In Shibuya findet man auch die Viertel Azabu und Hiroo, in denen viele Expats in teuren Hochhäusern leben. Hier findet man einige der begehrtesten Eigentümer Tokios und ebenso einige der heiligsten, wie etwa den Samboji Tempel, eine wichtige religiöse Stätte der Shingon Buddhisten. Die Gegend bietet auch viele kleine Geschäfte, Cafes und Restaurants, wie das Thrush Cafe mit seiner exklusiven Biergarten-Atmosphäre. Hier befinden sich auch viele ausländische Botschaften.

Yurakucho-Hibiya

Diesen Bezirk findet man nahe der beliebten Ginza. Sehen Sie sich die kuriosen Yakitori(gegrilltes Hühnchen)-Stände an, die unter den erhöhten Zugschienen des Bezirks aufgestellt sind, genießen Sie einen ruhigen Moment inmitten er Blumenbeete des Hibiya Park, oder bestaunen Sie das eindrucksvolle Imperial Hotel, das im 19. Jahrhundert auf ein kaiserliches Edikt hin entlang des Parks errichtet wurde und einst ein Gebäude umfasste, das vom berühmten amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright entworfen wurde. Sie könnten sich auch den zahlreichen Joggern anschließen, die die 5 Kilometer lange Grenze des Grundstücks des Kaiserpalastes entlanglaufen, . auf der sogenannten Kaiserpalast-Laufbahn; oder belassen Sie es bei einem gemütlichen Spaziergang durch die östlichen Gärten des Palastes.

Roppongi

Eine kurze Fahrt mit der U-Bahn von Ginza aus bringt Sie an diesen Ort, der weltberühmt für sein wildes Nachtleben ist. Roppongi war einst ein verschlafenes Dorf. Heute quillt es nur so über vor Diskos, Clubs, Bars, Pubs und Restaurants, darunter so angesagte Lokale wie Hard Rock Cafe und der riesige Roppongi Hills Mega-Komplex, der einfach alles bietet, was man sich als Besucher nur wünschen könnte – von Geschäften bis zu Restaurants und sogar ein Museum findet sich alles unter einem Dach. Man kann es gar nicht übersehen, denn sein emblematischer Mori Tower ragt 54 Stockwerke in die Höhe. Der Tokyo Tower, der dem Eiffelturm nachempfunden aber höher als das Original ist, ist von hier aus ebenso eindeutig sichtbar und leicht zu erreichen. Fahren Sie mit dem Aufzug auf die Aussichtsplattform; an einem klaren Tag können Sie vielleicht sogar einen Blick auf den Mt. Fuji erhaschen. Sind Sie erschöpft von all dem Sightseeing? Dann lassen Sie es sich im Azabu-Juban Onsen gut gehen, dessen entspannende Wasser aus einer natürlichen heißen Quelle 500 m tief in der Erde stammen.

Asakusa & Ueno

Diese zwei Bezirke, die während der Edo-Zeit (1603-1868) belebte Zentren des städtischen Lebens waren, gehören heute zu dem, was die Einwohner Tokios Shitamachi, oder Unterstadt, ist Ein absolutes Muss in Asakusa ist Sensoji, Tokios ältester Tempel, dessen Zugang mit Geschäften gesäumt ist, deren farbenfrohe Auslagen traditionelles Kunsthandwerk zeigen. Das Sumida River Fireworks Festival, das jedes Jahr am letzten Sonntag im Juli mehr als 1 Millionen Menschen anlockt, sollte man sich nicht entgehen lassen.

Auf dem Straßenmarkt Ameyoko in Ueno kann man ungewöhnliche Schnäppchen finden – von getrocknetem Tintenfisch bis hin zu gefälschten Designer-T-Shirts. Kulturfans sollten sich aufmachen zum Nationalmuseum Tokio und zum Nationalmuseum für westliche Kunst, die sich beide im Ueno Parkbefinden – Tokios erstem öffentlichen Park, der 1873 gegründet wurde und den 100 Jahre alten Ueno Zoo beherbergt.

Akasaka-mitsuke

Dieser Bezirk, der manchmal "Klein Seoul" genannt wird, bietet etwas für Nachtschwärmer, richtet sich aber eher an einheimische Gäste mit dickem Geldbeutel. Am Kotohiragu Schrein kann man Halt machen und Glücksbringer kaufen. Oder man stöbert durch das Angebot der Flohmärkte am Nogi Jinja Schrein, auf denen sie mit Sicherheit das ein oder andere Schnäppchen machen werden. Das Akasaka Act Theater, das von Live-Musik über Tanz bis Theater alles bietet, befindet sich ebenfalls hier und bietet gute Abendunterhaltung.

Akihabara

Dieses Viertel ist auch unter dem Namen Akihabara Denki Gai, (Akihabara Electric Town) bekannt und ist das Zentrum der Otaku, oder "Freak", -Kultur. Wer Elektrogeräte, Computerzubehör, Anime/Manga-Videos, Bücher, Spielwaren und Spiele sucht, der kommt hier her, wo er nicht nur gute Preise findet, sondern auch andere Personen treffen kann, die dieselben Interessen teilen. Wegen eines aktuellen Beliebtheits-Booms sind die vollgestopften Geschäfte in Akihabara wie etwa Animate mit seinen acht Stockwerken voller Waren wie Comics und Anime-Soundtracks immer randvolle mit hippen Technojüngern. Sofmap, ein anderes beliebtes Geschäft, bietet auf 7 Stockwerken eine große Auswahl an Unterhaltungselektronik. Nishikawa Duty Free Square ist darauf spezialisiert Ausländern bei ihren High-Tech-Einkäufen zu helfen.

Ikebukuro

Dieser Bezirk wird meist wegen seiner umwerfenden Aussicht vom Dach des 60 Stockwerke hohen Wolkenkratzers Sunshine 60 im Herzen von Sunshine City besucht, der einer der ersten Wolkenkratzer im erdbebenanfälligen Tokio war. Sunshine City selbst hat sich seinen Namen verdient; in dieser riesigen Gruppe von Gebäuden kann man tagelang verloren gehen. Innerhalb seiner vielen Mauern findet man etwa einen Vergnügungspark, Kino, Einkaufszentrum, Museum und Planetarium. Hier wird sicherlich jeder glücklich.

Günstige, traditionell japanische Unterkünfte bietet Ihnen das Kimi Ryokan, das sich in der Nähe von Sunshine City befindet, und ebenso nahe an Transportmöglichkeiten und anderen Attraktionen. In Ikekuburo findet man auch viel authentische und dennoch günstige Gastronomie, darunter das Nami für Okonomiyaki (eine Art Pfannkuchen), Umehachi für Tonkatsu (gebratenes Schweinskotelett) und Kaiten Yume Sushi, das Sushi zum Stückpreis von gerade einmal JPY99 anbietet!

Ikebukuro ist auch das Zuhause des bekannten Ankokuron-ji Tempels der Nichiren-Buddhisten. Es heißt, Nichiren höchstpersönlich habe hier drei Jahre lang in einer Höhle gelebt und sein berühmtes religiöses "Rissho Ankoku Ron", eine seiner entscheidenden Abhandlungen, geschrieben habe. Der Tempel wurde später an derselben Stelle errichtet (1274).

Korakuen

Hier findet man den Tokyo Dome, Tokios moderne Sportarena, in der bis zu 56,000 Zuschauer Platz finden. Baseballspiele sind am beliebtesten, aber es finden auch Konzerte und Festivals in der spielfreien Zeit statt. Der Koishikawa-Korakuen Garten ist an den Dome angehängt und bietet Ruhe und Entspannung, während der Korakuen Amusement Park, der sich ebenfalls direkt nebenan befindet, mit seinen Achterbahnen und einer riesigen Arkade Aufregung bietet. Und als wäre das noch nicht genug bietet die umliegende Gegend, die unter dem Namen Tokyo Dome City bekannt ist, alles, was das Touristenherz begehrt – von Shopping und Restaurants hin zu einem luxuriösen Spa.

Der Muryozan Jukyoji Tempel hingegen, in dem man etwas über die Shogun-Zeit lernen kann, zeigt eine andere Facette Korakuens. Man findet auch viele andere berühmte religiöse Stätten in der Gegend, etwa den Tennoji Tempele mit seinen schönen und uralten Kirschbäumen und Gokoku-ji, ein wichtiger buddhistischer Tempel aus dem Jahr 1680.

Odaiba

Odaiba ist eine künstliche Insel in der Bucht von Tokio, die unter anderem mit der Einschienenbahn erreichbar ist, und mittlerweile allgemein unter dem Namen “Tokyo Teleport Town” bekannt ist um ihren Status als Symbol von Tokios futuristischer Stadtplanung zu untermauern. Hier befindet sich das Fuji TV Building und ebenso eines der weltgrößten Riesenräder in Toyotas MegaWeb, hinzu kommen mehrere Einkaufszentren, Museen und sogar eine Kopie der Freiheitsstatue in Echtgröße. Liebhaber von Videospielen sollten die Sega Joypolis besuchen, wo man einige der fortschrittlichsten Simulationsspiele findet. Spielzeugsammler können sich in Odaiba auf der alljährlichen Tokyo Toy Show unter mehr als 100.000 Gleichgesinnte mischen.

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