Unterhaltung

 

Die historischen Sehenswürdigkeiten sowie die umfangreichen Kunstsammlungen der Stadt suchen ihres Gleichen und machen Paris zum wohl größten Museum der Welt. Doch in Paris geht es natürlich nicht nur um Vergangenes. Die Stadt der Lichter zelebriert außerdem Kino und Musik sowie ein pulsierendes Nachtleben, das ohne Weiteres mit London oder New York vergleichbar ist.

Museen

Paris besitzt mehr als 60 Museen. Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass man genau das Museum seines Geschmacks finden könnte. Diese sind meist von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an einem Tag der Woche teilweise auch bis 21 Uhr (generell mittwochs oder donnerstags). Öffentliche Museen sind meist dienstags geschlossen, private Museen an Montagen. Beginnen wir die Liste mit dem König der Museen, dem Louvre mit seiner fantastischen Glaspyramide als Blickfang. Hier sind ohne Zweifel die herausragendsten Gemäldesammlungen und Skulpturen der Welt versammelt, inklusive der "Venus de Milo" und der "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci. Ein weiteres, sehr populäres Museum, mit 2,5 Millionen Besuchern jährlich, ist das Musee d'Orsay, in dem sich eine sehr umfangreiche Sammlung impressionistischer Meisterwerke befindet. Das Centre Georges Pompidou, auch als Beaubourg bekannt, teilt seit jeher die Einheimischen: die avantgardistische Architektur wurde u.a. mit einem farbenfrohen Dampfschiff verglichen, dass im Bauch von Paris die Anker lichtete. Sollte man mit Kindern unterwegs sein, die man mit Wissenschaft begeistern kann, dann ist die Cite des Sciences et de l'Industrie in La Villette eine gute Option. Über die Evolution des Menschen informiert das Museum National d'Histoire Naturelle. Ein Spaziergang im Jardin des Plantes ist danach sehr erholsam. Neben wichtigen Sehenswürdigkeiten befinden sich mehrere kleine Museen in der Stadt, die einen Besuch wert sind, u.a. das Musee Picasso in Marais. Weniger akademisch, aber immer noch repräsentativ für das kulturelle Paris ist das Musee de la Mode et du Textile, das den großen Modehäusern der Stadt Tribut zollt. Anthropologie-Interessierte sollten das Musee du Quai Branly aufsuchen, das eine große Sammlung (300.000 Ausstellungsstücke) australischer, asiatischer, afrikanischer und mittelöstlicher Kunst ausstellt. Das Institut du Monde Arabe widmet sich ebenfalls den Kulturen des Mittleren Ostens. Viele Vorträge und Seminare werden im hauseigenen Cafe abgehalten, um Neulingen die Thematik näher zu bringen.

Galerien

Der Eintritt in Galerien ist frei. Die Öffnungszeiten variieren von Bezirk zu Bezirk, manche haben sogar bis 23 Uhr geöffnet. Viele der prestigeträchtigen Galerien befinden sich in Saint Germain des Pres, entweder in der Rue de Seine oder der Rue des Beaux-Arts, u.a. die Galerie Claude Bernard. Die meisten haben sich den verschiedenen Auswüchsen zeitgenössischer Kunst gewidmet, von Kubismus bis Abstraktionismus. Die Galerie Maeght ist sehr sehenswert, sollte man auf der Suche nach Arbeiten Miros sein. Selinger wird in der Galerie Arcturus ausgestellt. Berühmte Galerien, die antiquarische Gemälde ausstellen befinden sich am Haussman Boulevard und auf der Matignon Avenue, in der Nähe des Auktionshauses Christie's. Avantgardistischere Galerien finden sich in Beauboug sowie Teilen Bastilles, in der Rue Keller sowie der Rue de Charonne.

Klassische Musik

Liebhaber klassischer Musik werden sich in der Opera Garnier zuhause fühlen, der Heimat des Pariser Ballets, auch unter dem Namen les petits rats de l'opera bekannt. Aufführungen schließen u.a. ein: Berlioz' "Romeo und Julia" sowie Tschaikowskis "Schwanensee". Das moderne Gegenstück bildet die Opera Bastille, die sich mehr auf Musik und Tanz spezialisiert sowie Opern und Konzerte. Zwei Konzertsäle werden Musikliebhaber besonders einnehmen: Salle Pleyel, Zuhause der Pariser Symphoniker sowie der Salle Gaveau, in dem man sich Kammermusik widmet.

Theater

In Paris befinden sich mehr als 140 Theater, die sich unterschiedlichsten Genres gewidmet haben. Von klassischen Stücken bis Avantgarde, von Tanz über Comedy bis hin zu Musical ist hier alles vertreten. Ein Hindernis mag jedoch die Tatsache sein, dass die meisten Aufführungen auf Französisch abgehalten werden. Nichtsdestoweniger sind einige Theater einen Besuch wert: die Comedie-Française hat sich zum Beispiel klassischen Komödien verschrieben, u.a. von Molière. Das Odeon Theâtre de l'Europe ist eine großartige Alternative. Hier werden klassische Stücke zur Aufführung gebracht - und zwar im Original. Das Theâtre de la Ville, war einst das Zuhause der berühmten französischen Schauspielerin Sarah Bernhardt. Berühmte internationale Tanztruppen (Merce Cunningham oder Ann Theresa de Keersmeaker) treten hier auf. Das Programm bietet außerdem eine große Auswahl an Konzerten. Künstler reisen dafür u.a. aus Asien an. Das Theâtre du Châtelet spiegelt Tradition und gleichzeitig auch Innovation wider. Junge Talente zeigen hier ihr Können und Tanztruppen kommen aus ganz Europa, um hier aufzutreten. Zusätzlich veranstaltet das Haus vielerlei Festivals.

Kino

Der berühmte Regisseur François Truffault behauptete einst, dass jeder Franzose gleichzeitig ein Filmkritiker sei. Kein Wunder also, dass Paris das Paradies der Filmliebhaber ist. Kinos gibt es in jedem Bezirk. Die großen Komplexe, u.a. UGC Cine Cite Les Halles oder UGC Cine Cite Bercy, zeigen mehr als 15 Filme gleichzeitig, meist im Original. Die MK2-Kette, die nicht nur Blockbuster zeigt, aber auch französische Independent-Filme, hat eine treue Anhängerschaft. MK2 Parnasse und MK2 Beaubourg bieten eine avantgardistischere Auswahl als die anderen Kinos der Kette. Im Quartier Latin, in dem meist Studenten zugange sind, tragen Kunst- und Experimentalfilme die Fackel des französischen Films weiter. Das Studio Galande zeigt hochqualitative Filme in Serie und auch Retrospektiven.

Livemusik

Jazzliebhaber werden die Atmosphäre in Paris lieben, die an New York gemahnt ist, mit all den Clubs in St-Michel und St-Germain-des-Pres. Großartige Klänge vernimmt man u.a. im Caveau de la Huchette. Die legendäre Olympia Hall heißt noch immer die Größen des französischen Pop willkommen, doch hat seit Jacques Brel und Edith Piaf leicht an Glanz verloren. Weltbekannte Bands und Sänger treten meist im Zenith oder Bercy auf. Das Palais des Congrès ist für Musicals und Millionenprojekte zuständig.

Sportveranstaltungen

Viele internationale Turniere finden in Paris statt. Solche Events finden meist im Stade de France, dem besten Stadion der Stadt, statt. Bis zu 80.000 Besucher finden hier Platz. Heimspiele des Pariser Fußballclubs PSG finden im Parc des Princes statt, unweit des Roland Garros Stadions, in dem die French Open im Juni stattfinden.

Bars

Das Pariser Nachtleben steht London oder Berlin in nichts nach. Unzählige Bars und Clubs öffnen ihre Pforten jedoch später als in Paris oder London und schließen gegen 2 Uhr bzw. 4 Uhr. Clubs schließen um 6 Uhr. Manche sind an Wochenenden noch länger geöffnet. Aperitifs nimmt man zwischen 19 und 20 Uhr ein, Dinner zwischen 21:30 und 22 Uhr. Bars füllen sich meist zwischen 0 und 2 Uhr. In die Clubs verschlägt es tanzwütige zwischen 1:30 und 2 Uhr. Pulsierende Bezirke sind u.a. Bastille, Rue de Lappe, Rue de Charonne und Rue de la Roquette, wo sich unzählige Bars befinden. Einige davon sind gehobene Weinbars, andere kleine Cafes. Alle strahlen jedoch den einzigartigen Flair Paris' aus. Ein weiterer populärer Bezirk befindet sich zwischen Republique und Oberkampf - bei weitem der populärste Ort der Stadt. Rue d'Oberkampf, mit dem Cafe Charbon sprüht regelrecht vor Energie. Hier treffen sich Einheimische und Touristen gleichermaßen. Am Saint-Martin Canal, befindet sich Chez Prune, eine wahre Pariser Institution. Das 5. Arrondissment ist ebenfalls sehr lebhaft: das Quartier Latin befindet sich zwischen Metro Saint-Michel und Metro Cluny-La Sorbonne. Weibliche Partygänger zieht es in die Latin Corner; Studenten machen Pubs hinter dem Pantheon unsicher, zwischen Place Descartes und Rue Mouffetard. Der Hurling Pub ist mit seiner rustikalen Holztheke eine großartige Location. Ebenso Bombardier, ein authentischer Irish Pub. Gehobenere Bars finden sich in Saint Germain des Pres bzw. an der Champs-Élysees.

Clubs

Paris besitzt eine florierende Clubkultur. Überall finden sich angesagte Clubs und DJs, die die Nacht zum Tag machen. Die trendigsten DJs legen in Paris auf, u.a. Bob Sinclair, Jeff Cortez und Dan Marciano im Queen auf der Champs-Élysees. Montags sind Disco Nights im Queen sehr populär, an Wochenenden widmet man sich eher House. Ein weiterer, legendärer Club ist Bains Douches, in dem DJs wie Tommy Marcus, Jef K und Jerôme Pacman sich die Klinke in die Hand geben und die Schwulenszene kräftig aufmischen. Weniger glamourös geht es im Techno-Tempel Rex Club zu, wo Laurent Garnier, Carl Cox und Daft Punk performen. Danach verschlägt es Liebhaber experimenteller Techno-Töne meist ins Batofar, ein rotes Boot, das an der Seine vor Anker ging. Eine weitere Option ist Glaz'Art, wo Kunst und Musik ineinander verlaufen und Liveperformances der abgefahrenen Sorte entstehen. Salsa und HipHop bietet Barrio Latino in Bastille sowie Favela Chic nahe Republique Metro. In Pigalle spielt man Weltmusik aus Brasilien, Mexiko und dem Mittleren Osten (u.a. im Divan du Monde). Die Nacht hindurch zu Rockmusik tanzen? Elysee Montmartre hat genau das Richtige. Die edelsten Clubs befinden sich jedoch im 8. Arrondissement: Im Milliardaire und bei Regine's sind sicherlich die Stars von Welt zuhause.

Cabaret

Besucher der französischen Hauptstadt können sich außerdem traditioneller Cabaret-Kultur hingeben sowie traditionelle Cancan-Shows besuchen, u.a. im Moulin Rouge. Erstklassiges Cabaret bietet außerdem das weltberühmte Crazy Horse.

Parks, Zoos & Freizeitparks

Wer die vielen Parks der Stadt erkunden möchte, hat vielerlei Optionen. Ein Spaziergang in den Tuileries Gärten ist besonders nach einem Besuch im Louvre gefragt. Frische Luft regeneriert dort die angestrengten Gehirnzellen. Im Quartier Latin kann man sich im Luxembourg entspannen, wo Einheimische joggen oder sogar Tennis spielen. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte den Jardin des Plantes aufsuchen. Vor Ort gibt es einen Zoo sowie einen botanischen Garten. Der größte Park der Stadt ist jedoch der Parc des Buttes-Chaumont, der von einigen als Replik des Central Parks in New York gesehen wird. Dieser ist großartig für Familien geeignet, denn vor Ort befinden sich viele Spielplätze für die Kleinen. Pariser Jungvolk, das in der Gegend wohnt, organisiert hier meist Partys und Picknicks. Ein wunderschöner Blick auf die Stadt bietet der parkeigene Turm. Ein Geschmack des Unterhaltungsprogramms der Stadt wäre ohne ein Besuch des Disneyland Paris nicht komplett. Dies ist noch immer die Hauptattraktion vor den Toren der Stadt. Besucher kommen aus ganz Europa, um sich das Spektakel aus der Nähe anzusehen. Familienspaß garantiert auch der Parc Asterix sowie der Wildnispark Thoiry.

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