Allgemeines

Das ursprünglich kleine Dorf auf der Ile de la Cite, zwischen den beiden Flussarmen der Seine, wurde im Laufe der Jahrhunderte immer größer, verschmolz mit den umliegenden Dörfern und entwickelte sich schließlich zu dem Paris, das wir nun kennen. Die französische Hauptstadt zählt heute zwanzig Arrondissements – sie sind rund um das 1. Arrondissement, dem Stadtzentrum, spiralenförmig im Uhrzeigersinn angeordnet. Die Arrondissements unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht und verleihen der Stadt einen sehr vielfältigen Charakter.

1. Arr.: Mit seiner beeindruckenden Sammlung von Malereien und Skulpturen zieht der Louvre Besucher aus aller Welt an, die auch gerne im angrenzenden Park Tuileries spazieren gehen. Modeschöpfer der Haute Couture wie Yves St-Laurent oder Dior haben sich in der Rue St-Honore niedergelassen, die nur wenige Schritte vom majestätischen Place Vendôme, der Heimat der größten Juweliere, entfernt liegt. Wenn also das 1. Arrondissement so ganz im Zeichen des Luxus steht, so beheimatet es doch auch das Forum des Halles, das größte Pariser Einkaufszentrum.

2. Arr.: Mit seinen kleinen Passagen und Durchgängen, in denen man Cafes und Boutiquen findet, bietet das 2. Arrondissement ein typisches Pariser Bild. Westlich der Rue de Richelieu befindet sich das Viertel der Theater; es gibt hier ein ganzes Dutzend davon. Die Bourse de Paris (Pariser Börse) zieht viele Geschäftsleute an, während einige der ehemaligen Schneidereien im Viertel Sentier aufstrebende Internet-Unternehmen beherbergen.

3. Arr.: Das Viertel Marais kann stolz darauf sein, eines der ältesten und besterhaltenen Viertel von Paris zu sein. In perfekter Harmonie zu dieser Schönheit steht auch das Musee Carnavalet, das Museum über die Geschichte von Paris. Hier findet man auch zahlreiche Bars, Cafes und Boutiquen; das Viertel Marais ist übrigens auch DER Schauplatz des homosexuellen Nachtlebens.

4. Arr.: Das vierte ist zweifellos eines der malerischten Arrondissements von Paris. Gegenüber des Hôtel de Ville befinden sich die Inseln Ile de la Cite und Ile Saint-Louis – ein Besuch der Kathedrale Notre-Dame ist ein absolutes Muß! Wieder zurück am rechten Seineufer, lässt man sich vom Place des Vosges und seinen alten Gebäuden, Zeugen einer anderen Zeit, sowie von der Beaubourg, diesem futuristischen Zentrum zeitgenössischer Kunst, begeistern.

5. Arr. Gemeinsam mit dem angrenzenden 6. Arrondissement formt dieses Arrondissement das Quartier Latin, Symbol des Pariser Studentenlebens. In einem Umkreis von 100 Metern um das Pantheon befinden sich die prestigeträchtigsten Gymnasien und Universitäten Frankreichs. Der Jardin des plantes und sein Tierpark laden zu einer ruhigen und exotischen Pause ein. Das Amphitheater Arènes de Lutèce, das aus der römischen Zeit stammt, erinnert an die reiche Geschichte von Paris; das Musee du Moyen-Age (Museum des Mittelalters) befindet sich am Square de Cluny. Die Quais, die malerischer gar nicht sein könnten, sind von Hunderten Antiquariatsbuchhändlern bevölkert. Abends sind der Place de la Contrescarpe und die Rue Mouffetard Treffpunkt tausender Jugendlicher.

6. Arr.: Die Rues de Seine, de Buci, Mazarine und Dauphine und das ganze Gebiet zwischen dem Boulevard St-Germain und der Seine haben etwas sehr Charakteristisches: Hier befinden sich die Boutiquen und Cafes, die den Charme dieses intellektuellen und schicken Viertels St-Germain-des-Pres ausmachen, und auch Bars und Pubs für den Abend. Will man diesem sprudelnden Leben etwas entkommen, braucht man nur in den Jardin du Luxembourg zu gehen.

7. Arr.: Dieses oft als Ministerienviertel bezeichnete Arrondissement beherbergt auch viele schöne Bauwerke: das <Invalides, den Eiffelturm, den Park Champ de Mars et und die Ecole Militaire (Militärschule). Zwischen dem Quai Voltaire und der Rue de l'Universite befinden sich am linken Seineufer die Boutiquen dutzender Antiquariatsbuchhändler. Was die Kunst betrifft, lohnt sich ein Besuch im Musee d'Orsay.

8. Arr.: Natürlich beginnt man den Besuch dieses Arrondissements mit der schönsten Avenue der Welt, der Champs-Elysees, die vom Place de l'Etoile bis zum Place de la Concorde führt. Weiters sollte man der Madeleine und dem Parc Monceau, einem Paradies für Jogger, einen Besuch abstatten. Für Einkäufe musikalischer Art eignet sich die Rue de Rome hervorragend. Unbedingt besichtigen sollte man auch das Grand und das Petit Palais, sowie das Palais de la Decouverte, das der Wissenschaft gewidmet, aber allgemein zugänglich ist.

9. Arr.: Die majestätische Opera ist zweifellos eines der schönsten Bauwerke von Paris. Auch das Musee Grevin mit seinen Wachsstatuen und das Viertel Nouvelle Athènes rund um die Metrostation St-Georges sind absolute MUSTS. Das 9. Arrondissement ist aber auch für seine großen Geschäfte bekannt: Printemps, Galeries Lafayette, Marks & Spencer.

10. Arr.: Entlang des Canal St-Martin erstrecken sich die Quais de Valmy und de Jemmapes, einer der schönsten Spazierwege von Paris: Von der Rue du Temple bis zum Place de Stalingrad geht es vorbei an Schleusen und Booten.

11. Arr.: War das Viertel Bastille früher für das Möbelhandwerk bekannt, so ist es jetzt Treffpunkt der Pariser Jugendlichen, die voll im Trend liegen. In der Rue Faubourg-St-Antoine schießen die Nachtlokale geradezu aus dem Boden und auch die benachbarte Rue de Lappe ist ein unbedingtes Muß im Pariser Nachtleben. Andere wiederum bevorzugen die etwas nördlicher gelegene Rue Oberkampf...

12. Arr.: Der Hafen von Paris befindet sich zwischen der Seine und dem Place de la Bastille mit der beeindruckenden Opera. Das Palais Omnisport de Paris-Bercy ist Schauplatz vieler musikalischer und sportlicher Veranstaltungen; leider ist es oft ausverkauft. Im Westen der Stadt bietet das Bois de Vincennes mit seinem See eine ideale Kulisse für Spaziergänge.

13. Arr.: Der östliche Teil dieses Arrondissements wird auch als "Chinatown" bezeichnet – hier befinden sich unzählige chinesische und asiatische Restaurants, Boutiquen und sogar Supermärkte. Auch die neue Bibliothèque nationale de France ist hier angesiedelt, und zwar gegenüber der Seine am Quai de la Gare. Im westlichen Teil des Arrondissements lohnt sich ein Spaziergang im Dorf Butte-aux-Cailles – eine Stadt in der Stadt. Auf dem Place d'Italie befindet sich die größte Kinoleinwand von ganz Europa.

14. Arr.: In der Rue d'Alesia gibt es sehr viele Bekleidungsgeschäfte. Der Parc Montsouris zählt sicher zu den schönsten Parks von Paris; gleich gegenüber befindet sich die internationale Cite universitaire, die schon aufgrund der verschiedenen Architekturstile von aller Welt einen Besuch wert ist. Schließlich befindet sich auf dem Place Denfert-Rochereau der bronzene Löwe von Belfort.

15. Arr.: Der schöne Park Andre Citroën am Seineufer erhielt seinen Namen zu Ehren des berühmten Autoherstellers. Etwas weiter im Norden, ebenfalls am Fluß, ragen die Pariser Wolkenkratzer über eine Nachbildung (oder vielleicht das erste Exemplar?) der Freiheitsstatue.

16. Arr.: Man ist sich darüber einig, dass dies das schickste Pariser Arrondissement ist. Von Trocadero hat man nicht nur eine schone Sicht auf die Stadt; auch zwei Museen - Musee de la Marine (Meer) und Musee de l'Homme (Mensch) - sind hier untergebracht. Die Avenue Foch sowie der Parc des Princes sind wirklich beeindruckend. Schließlich liegt am westlichen Stadtrand das Bois de Boulogne, das zwar des nachts verrufen, tagsüber aber sehr beliebt ist.

18. Arr.: Die Basilika Sacre-Coeur muß man ganz einfach besuchen; die Aussicht von den Stufen der Basilika ist atemberaubend. Nur wenige Schritte entfernt liegt der Place du Tertre, der trotz der großen Schar von Touristen mit seinem Ambiente vom "alten Paris" verzaubert. Die Rue des Abesses mit ihren topaktuellen Boutiquen und Bars lockt ein immer moderneres Publikum an. Ebenfalls sehr bekannt ist das Gebiet um die Pigalle und ihr Nachtleben: Bars, Kabaretts und Sexshops.

19. Arr.: Die Cite des Sciences et de l'Industrie haben es zum Ziel, das Schaufenster der Wissenschaft in Paris zu sein, was vor allem dank des halbkugelförmigen Kinosaals Geode auch aufs beste gelingt. Die Buttes Chaumont sind ein natürlicher Park, der sich hervorragend für einen entspannenden Spaziergang eignet, den man entlang des zweiten Teils des bereits erwähnten Canal St-Martin abschließen kann.

20. Arr.: Der Friedhof Père-Lachaise, die letzte Ruhestätte zahlreicher berühmter Künstler, ist einer der meistbesuchten Plätze von Paris. Die Erinnerung an Jim Morrison ist noch sehr lebendig; sein Grab ist stets mit Blumen überhäuft. Während die jungen Künstler mehr und mehr in den Osten, ins Viertel der Bastille drängen, bewahrt das 20. Arrondissement seinen volkstümlichen Charakter, der seinen Charme ausmacht.Wcities

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