Die Chinesische Mauer Die Chinesische Mauer ist ohne Zweifel eines der beachtlichsten Bauwerke aller Zeiten. Alleine aus der Entfernung ist die Konstruktion ein Spektakel der Sonderklasse, die sich scheinbar endlos durch die Hügel Nordchinas schlängelt. Die Mauer reicht vom Shanhaiguan-Pass an der Ostküste bis hin zum westlichen Jiayuguan-Pass in der Wüste Gobi. Vor 2.000 Jahren wurden Teile der Mauer durch die Qing-Dynastie (221-207 v. Chr.) errichtet, um Invasoren mehr oder weniger erfolgreich fernzuhalten. Die Mauer wurde zusätzlich mit Signaltürmen ausgestattet, sodass durch ausgeklügelte Rauchzeichen vor Angreifern gewarnt werden konnte. Viele Teile der Mauer in der Nähe Pekings wurden während der Ming- und Qing-Dynastie neu errichtet respektive gefestigt.
Die Chinesische Mauer ist heute eine der beliebtesten Touristenattraktionen der Welt, die täglich tausende Besucher erklimmen. Drei Abschnitte sind in der Nähe Pekings für Touristen zugänglich: Badaling, Mutianyu und Simatai. Die Besuchermehrheit besichtigt Badaling, etwa 70 Kilometer außerhalb Pekings. 1957 wurde dieser Teil restauriert. Mit Restaurants, einem Kino und anderen Annehmlichkeiten ist dies der kommerziellste Teil der Chinesischen Mauer. Hier bekommt man obligatorische T-Shirts mit dem Aufdruck „Ich habe die Chinesische Mauer erklommen“, egal ob man nun selbst oder in einer der bequemen Bergbahnen die Mauer bestiegen hat. Mutianyu, 90 Kilometer von Peking entfernt, ist nach Badaling der zweite für Besucher ausgelegte Mauerabschnitt.
Um die Chinesische Mauer in unberührtem Zustand zu bewundert, sollte man den Abschnitt Simitai aufsuchen. Tageswanderungen sind an diesem, etwas weniger hektischen Teil der Mauer sehr beliebt. Simatai ist trotz Naturschauspiel und angenehmer Ruhe eine körperliche Herausforderung. Einige Teile dieses Abschnitts sind sehr steil und nicht ganz ungefährlich. Alleine sollte man sich hier keinesfalls auf den Weg machen. Gutes Schuhwerk und Ausrüstung sind ein Muss. Simatai untersteht momentanen Renovierungsarbeiten, u.a. soll eine Bergbahn installiert werden.
Tempeltour Die folgenden vier Sehenswürdigkeiten nehmen mehr als einen Tag in Anspruch. Die Verbotene Stadt nimmt alleine einen halben Tag ein. Zwei bis drei Sehenswürdigkeiten pro Tag reichen völlig aus, wenn man diese nicht unter Hektik abhaken möchte.
Die Verbotene Stadt (Gugong) Die Verbotene Stadt war Residenz der Qing- und der Ming-Dynastie. Sie wurde unter der Regierung von Yong Le der Ming-Dynastie mit Hilfe von Millionen Arbeiter errichtet. Die meisten Gebäude wurden neu gebaut respektive restauriert, da die Originalbauten die turbulente Geschichte Chinas nicht unbeschadet überstanden.
Der gigantische Palast erstreckt sich auf einer riesigen Fläche, weshalb es zu empfehlen ist, sich einem Reiseführer anzuschließen. Audiotouren sind ebenso erhältlich. Auf dem Gelände der Verbotenen Stadt befinden sich verschiedene Tempel, Highlights sind jedoch die Drei großen Hallen sowie die Halle der höchsten Harmonie. Letztere war für traditionelle Riten und Zeremonien besonders von Bedeutung, u.a. für den Geburtstag des Kaisers. Einen Plan der Verbotenen Stadt bekommt man zusammen mit der Eintrittskarte.
Neuer Sommerpalast (Yiheyuan) Der Neue Sommerpalast wurde während der Qing-Dynastie errichtet, inklusive Park im imperialen Baustil. Der Palast, in hügeliger Landschaft erbaut, neben See (Kunming) und Gärten, wurde als Sommerresidenz der Herrscherfamilie genutzt. Ähnlich der Verbotenen Stadt gibt es hier vieles zu entdecken, um einen ganzen Tag zu füllen. Die Hauptattraktionen des Sommerpalastes sind der Pavillon der Kostbaren Wolken und der Buddhisten-Tempel. Die Jadebandbrücke mit 17 Bögen und die Halle des Wohlwollens und der Langlebigkeit sollte man nicht auslassen. Einen Plan des Neuen Sommerpalastes bekommt man zusammen mit der Eintrittskarte.
Himmelstempel (Tiantan) Der Himmelstempel wurde durch die Ming-Dynastie errichtet und bis zum Ende deren Regierungszeit als heilig deklariert. Der Kaiser hielt zeremonielle Riten ab, um eine ertragreiche Ernte zu gewährleisten. Die Architektur des Tempels ist ebenso bemerkenswert: der obere Teil des Tempels ist rund, wohingegen der untere Teil eckig ist. Hierbei soll der traditionelle Glauben Chinas widergespiegelt werden, der besagt, dass der Himmel symbolisch rund, die Erde eckig ist.
Lamatempel (Yonghegong) Der bedeutendste tibetanische Buddhisten-Tempel außerhalb Tibets ist der Lamatempel, ein wunderschönes Bauwerk in dem sich die größte Buddha-Statue der Welt, geschnitzt aus Sandelholz, befindet. Die turbulente Vergangenheit des Tempels ist geprägt von Kriegen, Aufständen und Rebellionen. 1949 wurde der Tempel zum historischen Denkmal erklärt, die Revolution überstand der Tempel ohne einen Kratzer. Fünf der Hallen sind ein unbedingtes Muss: Lokapala, Yonghedian, Yongyoudina, die Halle des Gesetzrades und der Wanfu-Pavillon.
Hutongs in Peking Einige historische Viertel Pekings wurden auf Grund der Olympischen Sommerspiele 2008 restauriert. Dieses im Stadtzentrum gelegene Viertel, mit verschlungenen Gassen und klassisch chinesischen Häusern mit Innenhöfen, nennt sich in der Sprache der Einheimischen Siheyuan. Die am meisten besuchte Gegend dieses Bezirks liegt zwischen Houhai und dem Lamatempel. Zu Fuß oder in einer Rikscha, hier gibt es viel zu entdecken: die ehemaligen Residenzen Soong Ching Lings, Ehefrau von Sun Yat-sen sowie die Häuser der Autoren des 20. Jahrhunderts Mao Dun und Lao She. Alle sind für Besucher zugänglich. Das ehemalige Zuhause Mei Lanfangs, die im Westen wohl bekannteste Opernsängerin Pekings wurde in ein elegantes Restaurant umfunktioniert. Kleine Läden, Verzierungen an den Eingängen und vieles mehr erwarten den Besucher, wenn er diese Gassen betritt, die tatsächlich zu eng sind für Auto.
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