Auf den ersten Blick – und in diesem speziellen Fall auch auf den zweiten und dritten- scheint Orlando der Nabel der Fast Food Welt zu sein. Auf jeder Durchfahrtsstraße, in jedem Themenpark und drum herum, in jedem Einkaufszentrum und allen mit Neonreklame bestückten Nachbarläden lauern sie – Burgerbude an Burgerbude, mit Hilfe von Millionen Dollar Werbeetats um Aufmerksamkeit wetteifernd. Vom chintzgeschmückten Imbiss bis zur Cheeseburgerbude warten sie auf die Müden, die eine schnelle Mahlzeit suchen, die weder Taillenumfang noch Portemonnaie belastet.
Es sieht, wie gesagt, auf den ersten Blick so aus, aber glücklicherweise ist es nicht so.
Zwar gibt es einige, die behaupten, Orlando sei eines der ganz großen, kulinarischen Zentren in der gesamten Hemisphäre, aber es ist viel, viel Zeit ins Land gegangen, seit Gourmetküche bedeutete, ein Barbecue auf Porzellan zu servieren. Wie auch immer, angelockt vom enormen Erfolg der Themenpark-Hochburg im Sunshine State, haben viele Top-Köche ihre Namen der Orlando Gourmetliste hinzugefügt, unter ihnen Wolfgang Puck aus Los Angeles und Emeril Lagasse aus Louisiana.
Unzählige Zutaten für den Erfolg Sehr hilfreich ist die Tatsache, dass Zentralflorida botanische Heimat vieler Zutaten ist, die man benötigt, um gutes Essen noch besser zu machen. Die berühmten Zitrushaine sind zwar mit zunehmender Entwicklung und Ausbreitung der Städte geschrumpft, aber Orlando ist immer noch umgeben von Hainen voller Orangen, Grapefruit, Limonen, Zitronen und Kumquats, die in ihrer Sortenvielfalt unwiderstehlicher Bestandteil vieler Soßen, Dekorationen und tropischer Getränke sind.
Zwischen den Riesentrubelzentren rund um die Touristenattraktionen liegen hunderttausende Morgen Land, die Orlando seit jeher zum Wintergemüsegarten Floridas machen. Tiny Zellwood, das nur neun Meilen von Orlando entfernt liegt, feiert sich selbst als Wintergemüse-Hauptstadt und veranstaltet jedes Jahr im Mai ein Fest, wenn die Ernte des Rettichs, der Karotten, des Blumenkohls und des Mais eingebracht wird.
Das Zuckerrohr, das in der Region um den riesigen Lake Okeechobee wächst, hat so manchen hier zum Millionär gemacht. Es wird in Kokospasteten und raffinierten Desserts verwendet.
Kissimmee, die Gemeinde, die auch als Riesenschlafzimmer für Walt Disney World Touristen bezeichnet werden kann, war lange bewohnt von Cowboys, die die Herden der Region betreuten. Überraschenderweise ist nämlich Florida einer der Staaten mit der höchsten Rinderproduktion.
Dazu kommen die vor Meeresfrüchten wimmelnden Gewässer des Golf von Mexico und des Atlantischen Ozeans, die beide gleich weit von Orlando entfernt liegen. Hier gibt es Schnapper, Barsche, Delfine, Hummer, Shrimps, Steinkrebse und die Florida Pompanos.
Alle diese einheimischen Zutaten stehen den Köchen zur Verfügung, um damit kulinarische Genüsse zu kreieren, und genau das haben sie während der letzten Jahre getan.
Ethnische Vielfalt sorgt für Würze Der Wohlstand dieser Gegend hat hunderttausende von Menschen verschiedener Nationalitäten angelockt, aus Asien, Europa, der Karibik, Polynesien, Lateinamerika und Kanada – und alle haben etwas aus ihren Ursprungsländern mitgebracht: Gewürze und Aromen, Poi und Polenta. Es gibt tatsächlich so viele ethnische Restaurants in dieser Gegend, dass die Gelben Seiten die Restaurants nach Nationalität sortiert auflisten, um dem Hungrigen die Suche zu erleichtern.
Die enorme Zahl großer Hotels in Orlando hat die Entstehung einiger hervorragender Speiselokale zur Folge gehabt. So haben beide großen Vergnügungsparks –Walt Disney World und die Universal Studios- zwei Spitzenköche aufzuweisen, Wolfgang Puck in WDW und Emeril Lagasse in den Universal Studios.
Besonders empfehlenswert Zwei herausragende Restaurants sind das Maison & Jardin und das Chalet Suzanne. Ein weitläufiges, altes Herrenhaus, das sich in einen Eichenhain schmiegt, beherbergt das Maison Jardin in Altamonte Springs. Die Einheimischen, deren Fremdsprachenkenntnisse eher bescheiden sind, nennen es 'Mason jar'. Bei Kerzenschein serviert man hier solide, amerikanische Kost in eleganter Atmosphäre. Das exzentrische Chalet Suzanne Country Inn und Restaurant ist gleichzeitig Ausstellungsfläche für das Sammelsurium von Antiquitäten und Sammlerstücken des Gründers, was zugleich schmückt und dafür sorgt, dass keine zwei Teller oder Stühle identisch sind. Das vielfach preisgekrönte Chalet –seine 'Römische Suppe' flog sogar schon mit den Astronauten zum Mond- bietet mehrgängige Menüs und sagenhafte Speisen. Es liegt in einem Orangenhain, mit Blick auf einen kleinen See.
Morton's aus Chicago mag zwar seine Anfänge in 'Windy City' haben, in Orlando ist es aber mittlerweile zu einer Institution geworden. Hier ist Morton's in dunklem Holz eingerichtet, und auf blütenweißem Leinen werden erstklassige Steaks serviert.
Essen mit Unterhaltung Essen mit Entertainment ist eine reizvolle Option für alle, die mit Kindern unterwegs sind - oder die einfach das Kind, das ja in jedem steckt, ein wenig rauslassen wollen. Bei diesen Angeboten ist das Essen meist amerikanische Standardkost, aber die Show, die dazu geboten wird, kann die absonderlichsten Formen haben. Die Themen für 'Essen mit Entertainment' reichen von Piraten bis zum Wildwest-Schießen, von Englands König Henry bis zu Vollblutpferden. Mehr dazu unter Entertainment Guide.
In 'Sea World' kann man sich nicht nur gefährlich aussehende Haie anschauen, Shamu, den küssenden Wal und knuddelige Pinguine, nein, man kann auch die Hüften schwingen, gemeinsam mit den talentierten, polynesischen Tänzerinnen bei der allabendlichen 'Polynesian Luau' Veranstaltung, die von einem samoischen Feuertanz gekrönt wird.
Walt Disney World präsentiert seine Figuren von Chip'n Dale bis Mickey und Minnie in den verschiedenen Restaurationsbetrieben, die schon vom frühen Morgen an geöffnet sind. Es gibt diverse Revues und weitere Plätze im Park, an denen unkompliziertes Essen möglich ist.
Essen in der Nähe Winter Park hat sich einige kulinarische Sterne verdient als Heimatstadt etlicher hervorragender Restaurants, unter anderem das Park Plaza Gardens, wo man aus einer sorgfältig zusammengestellten Speisenkarte wählen kann, inmitten üppigen Grüns unter einem Glasdach. Park Avenue Grill ist ein eher legeres Restaurant, in dem Meeresfrüchte und Rindfleischspezialitäten angeboten werden. Dann gibt es noch das Nicole St. Pierre, das einst als mit bunten Glasfenstern geschmückte 'Le Cordon Bleu' in Winter Park ansässig war, und jetzt im nahegelegenen Maitland in ähnlich reizvollem Ambiente zu finden ist.
Ein anderes, ungewöhnliches Restaurant liegt etwa eine Autostunde westlich in Richtung Tampa, in dem Farmerdorf Thonotosassa: die 'Branch Ranch'. Neben dem normalen Ranchbetrieb wird auch noch das Restaurant betrieben. Hier wird Essen wie bei Großmuttern serviert, was bedeutet, dass das Essen aus der Küche kommt und in großen Schüsseln auf den Holztisch gestellt wird. In der Scheune mit der hohen Decke gibt es außerdem einen mächtigen Kamin, jede Menge Gegenstände aus dem täglichen Farmleben, und Chintz. 'Branch Ranch' lockt mit typisch amerikanisch-herzhaftem Essen, zu Preisen, die wirklich moderat sind – im Gegensatz zu den Portionen. Also besser den Gürtel vorher schon mal etwas weiter schnallen!
Es gibt so viele schicke und moderne Neuzugänge unter den 3800 Restaurants in Orlando, dass man sich ein wenig Zeit zum Durchforsten der Liste im Wcities Dining Guide nehmen sollte, um seine kulinarische Tour durch Zentralflorida zu planen.
Erweiterte Web-Suche nach Orlando
Die besten Angebote im Preisvergleich: