Die nordrheinwestfälische Landeshauptstadt präsentiert sich als eine moderne Dienstleistungs-, Messe-, Medien-, Einkaufs- und Kulturmetropole mit Flair. Ebenso buntgemischt und vielfältig wie ihr internationales Publikum ist daher auch das Gastronomieangebot der Stadt: Ob regionale Spezialitäten wie der Düsseldorfer Senfrostbraten, fernöstliche Gaumenfreuden von Sushi bis Pekingente oder leichte mediterrane Spitzenküche - in Düsseldorf findet jeder noch so verwöhnte Gaumen Befriedigung.
Düsseldorfer Gepflogenheiten
Auch wer des Hochdeutschen kundig ist, kann mit mancherlei aufgelisteter Spezialität Verständnisprobleme haben: Der "Halve Hahn" beispielsweise ist kein Hühnergericht sondern eine Portion Harzer Kümmelkäse auf einem dunklen Roggenbrötchen (Röggelchen). Mit "Ähzezupp" wird eine deftige sämige Erbsensuppe tituliert, und "Flönz mit Ölk" steht für schlachtfrische Blutwurst mit Zwiebeln. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an einen Köbes. Obwohl der herbe Charme dieser Düsseldorfer Brauhauskellner auf Ortsfremde oft abschreckend wirkt, sind diese flinken Kellner gerne bereit, die Vielfalt der regionalen Küche zu erläutern - es sei denn, man ist so leichtsinnig und ordert ein Kölsch. Denn seit der Schlacht von Worringen (1288) leben die beiden rheinischen Rivalen in Zwietracht.
Altstadt
Wer Düsseldorf zum ersten Mal besucht, sollte unbedingt eines der zahlreichen zünftigen Brauhäuser oder Traditionslokale aufsuchen. In der Altstadt, dem pulsierenden Herzen der Stadt, sind diese urigen Lokale auf engstem Raum vertreten. Besonders zu empfehlen sind: Im Füchschen, Zum Uerige, En de Canon oder Zum Schiffchen. In typisch rheinischem Ambiente trinken Einheimische und Besucher, einträchtig am Tresen stehend oder an blankpolierten Holztischen sitzend, das dunkle, feinwürzige, obergärig gebraute Düsseldorfer "Altbier", bis "Köbesse" (Kellner) die deftigen Spezialitäten der rheinischen Küche servieren. In der kalten Jahreshälfte wärmt der Rheinländer sein Gemüt mit einem großen Topf Miesmuscheln im Zwiebelsud. Das urige Altstadtlokal Benders Marie ist das älteste Muschelhaus der Stadt und bereitet die Nordseemiesmuschel in 20 verschieden Varianten zu. Seit einigen Jahren kreuzt eine junge Generation von Köchen regionale Traditionsgerichte mit internationalen Einflüssen. Vom schmackhaften Ergebnis lässt sich im Hecker oder im Flachskamm überzeugen.
Wesentlich günstiger können Sie Ihren Hunger in Form von mediterranen Spezialitäten stillen: Tapas & Co. gibt es im La Copa oder im Las Tapas. Mögen Sie die liebevoll zubereiteten libanesischen Mäsa-Menüs? Dann sind Sie mit dem Libanon Restaurant bestens beraten: Dieser opulent eingerichtete Altstadt-Levantiner gehört zu den beliebtesten orientalischen Lokalen der Stadt.
Innenstadt
Ein Geheimtipp in Sachen mediterraner Meeresfrüchtezubereitung ist das Fischrestaurant La Bouillabaisse. Marmoud Marnoui, Inhaber des Restaurants, hat sich mit seinen fantasievollen Gerichten in die Herzen der Düsseldorfer Fischfreunde gekocht. Natürlich bekommt man am Rhein auch Fisch in seiner ursprünglichsten Zubereitungsform: nämlich roh, als Sushi. Düsseldorfs Gastro-Szene profitiert von seiner großen japanischen Gemeinde. Kreuz und quer in der Stadt verteilt bekommt man authentisch zubereitete Nippon-Küche in den verschiedensten Preisklassen (Fai Sushi, Kikaku, Ohno-Ja, Nippon-Kan, Edo). Aber auch Japans Nachbarländer sind in Düsseldorf kulinarisch vertreten: z.B. Thailand (Baan Thai), China (Peking Enten Haus) oder Korea (Shilla). Aromatisch gewürzte Tandoori-Gerichte und andere kulinarische Köstlichkeiten vom indischen Subkontinent werden im Chanakya gekonnt zubereitet.
Um das Stadtzentrum
Wer etwas weniger deftige Küche bevorzugt sollte ohnehin auf asiatische Gerichte setzten. Edo in Meerbusch ist eine gute Wahl für delikates Sushi, Seoul in Friedrichstadt bietet dagegen koreanische Spezialitäten. Sollte man über ein gut ausgestattetes Spesenkonto verfügen, bietet Düsseldorf eine große Anzahl Gourmetrestaurants. Sternekoch Jean-Claude Bourgeuils Im Schiffchen oder Aalschokker) (beide in Kaiserswerth) begeistern mit delikaten Küchenkreationen seit jeher auch die strengsten Kritiker. Ebenso Peter Nöthels Hummerstübchen (Lörick) und Ingo Köthschneiders Canonicus (Gerresheim) sind einen Besuch wert.
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