Allgemeines

Auckland hat ein ‚Gewichtsproblem', wie der neuseeländische Schriftsteller Kevin Ireland boshaft anmerkte: „Es ist eine der größten Städte auf der Welt. Ihre angeschwollene massige Gestalt hängt über den einengenden Gürtel des Isthmus hinaus und wölbt sich weiter als das Auge sehen kann. Ihr Kopf kann die Zehen nicht ausmachen.“

Zwei alles überragende und mächtige Ikonen tauchen aus der wildwuchernden Masse auf: der vulkanische Kegel des Rangitoto, und der futuristische Sky Tower. Sie könnten auch ihre Seele erklären; eine Stadt mit einem hohen Entwicklungsstand, die Gelassenheit verbreitet und eine überwältigende Küste mit kulturellem Schliff verbindet. Störenfriede behaupten, Auckland sei unverfroren, aufdringlich und voller Ausschweifungen. Die Kritiker mögen mit den Ausschweifungen Recht haben, aber für Aucklands Wachstum gibt es kein Halten, da es ständig neuen Boden aufbraucht. Es umfasst jetzt schon vier Städte (North Shore, Waitakere, Auckland und Manukau) und erstreckt sich über eine Landenge am engsten Teil von Neuseeland. Nur neun Kilometer trennen den Pazifik im Osten von der Tasmanischen See im Westen. Die Liebe der Auckländer zum Wasser erklärt den Spitznamen der Stadt: 'Stadt der Segel' – ein Ruf, der sich durch die Aufregungen und Aktivitäten im Waitemata Hafen während des America Cup's noch gefestigt hat.

Mehr als ein Viertel der 3,7 Millionen Einwohner des Landes leben in der Region um Auckland. Seit die Maoris von Bord ihrer waka (Kanus) gingen, um das dicht bewaldete Land in Besitz zu nehmen, folgte ein ununterbrochener Strom von Zuwanderern; Europäer, Asiaten und Polynesier – sie alle kamen nach Auckland. Jetzt ist es die weltweit größte polynesische Enklave.

Mehr als 50 Vulkane sind ausgebrochen und haben Aucklands Landschaft dauerhaft gezeichnet. Der letzte von ihnen, die Insel Rangitoto brach vor nur 600 Jahren aus dem Meer hervor. Heutzutage ist ihr Feuer gebändigt, aber in der Energie, der Aggression und der Vitalität der Stadt ist noch etwas von ihrem Geist zu spüren.

Central Business District Die Hauptschlagader, die Queen Street, übersät mit Geschäftsgebäuden, fließt wie Lava von Newton ins Zentrum und der Schatten des 328 Meter hohen Sky Tower spiegelt sich in jedem glänzendem Glasturm wieder. Wenn man sie hinabgeht sollte man in der Auckland Art Gallery, der Auckland Town Hall, dem The Edge-Aotea Centre, dem Force Entertainment Centre und dem Civic Theatre noch etwas Kultur mitnehmen. Das Herz der Mode schlägt in der High Street, die von der Queen Street abgeht. Einige der zugkräftigsten neuen Läden sind hier vertreten: World, Karen Walker, und Zambesi. Die Queen Street führt weiter abwärts und geht dann ins Hafenviertel und das wieder aufpolierte Viaduct Basin über.

Aucklands Leidenschaft, seine Vergangenheit auszumerzen (es wurde einst Stadt der Kräne getauft), begann mit Pakeha (Europäer) - Siedlern, die die gesamten Vulkankegel beseitigten, um das Hafenviertel zu gewinnen. Heute ist das Hafenviertel eine essentielle Spielwiese für die Bürger der Stadt. Der Stadtrat hat kürzlich 42 Millionen NZD (20 Millionen EUR) für die Verschönerung des Viaduct Harbour ausgegeben, der ein idealer Hintergrund für die Regatta des America's Cup im Jahr 2000 war. Außerdem sind dort auch andere Sehenswürdigkeiten wie das Maritime Museum die Waitemata Plaza, das Ferry Building und eine Ansammlung von Restaurants und Nachtlokalen.

Am Rand der Innenstadt liegt die berüchtigte Karangahape Road, obwohl ihre grellen Sex-Etablissements neben den exotischen Läden und Restaurants fast verblassen. Auch am Rand der Innenstadt ist Grafton. Dort liegen das Auckland Hospital, das eiskremfarbene Starship Children's Hospital und Aucklands bedeutender Freizeitpark, die 74 Hektar große Auckland Domain mit Sportplätzen, The Wintergardens, Ententeichen und dem Auckland Museum.

Südlich der Auckland Domain kann man Auckland vom Gipfel des Mt Eden (Maungawhau) in seiner ganzen Größe bewundern. Wenn man eine Stärkung braucht, dann sollte man zu einem der kleinen In-Cafes, die zu seinem Fuße liegen, hinabsteigen. Ein anderer vulkanischer Aussichtspunkt mit Blick auf die Häfen von Waitemata und Manukau ist One Tree Hill (Maungakiekie). Sternenguckern werden das Auckland Observatory und Star Dome Planetarium, das im Cornwall Park liegt, gefallen.

Ponsonby Road, die westlich von der Innenstadt liegt, ist während der letzten 20 Jahre dauerhaft Aucklands Restaurantmeile gewesen. Jetzt jedoch hat sie harte Konkurrenz durch die neuen Restaurants und Bars im Viaduct Basin, die Blick auf das Hafenviertel haben, bekommen. Der Kreis der Kosmopoliten jedoch bleibt Ponsonby-Road-Ikonen wie dem Prego, SPQR, Atomic Cafe und anderen Institutionen wie der Hero Parade, Auckland's Mardi Gras und Stolz der Homosexuellen, die zur besten alljährlichen Veranstaltung durch das Metro magazine gewählt wurde, treu.

The Eastern Bays Im Osten, aber gleich am Rand des Central Business District, liegen die Vororte Newmarket und Parnell. Newmarket, einst die Domäne der Ausschweifungen der Yuppies und der 80er Jahre, ist die neueste Erfüllung für Modefreaks und eine vielleicht schickere und geschniegeltere Version von Parnell. Eine ernstere Vergangenheit stellen die historischen Gebäude wie Kinder House und Whitby Lodge dar, die sich auf Parnell Rise neben einer lebendigen Mischung von Läden und Restaurants befinden. Weiter östlich, entlang Tamaki Drive ist Aucklands eigene Riviera mit sichelförmigen Stränden, die sich von Okahu Bay und Bastion Point bis Mission Bay, Kohimarama und St Heliers erstrecken. Entlang der Straße findet man Kelly Tarlton's Underwater World and Antarctic Encounter, mehr Straßencafes und Spielplätze am Wasser.

South Auckland Manukau City, das sich mit seinen 50 verschiedenen ethnischen Bevölkerungsgruppen selbst zum ‚Gesicht der Zukunft' ernannt hat, ist stolz darauf, multikulturell zu sein. Es präsentiert sein polynesisches Flair mit einem Füllhorn voll mit Märkten, Festivals, Kirchen der Bevölkerungsgruppen und einigen der verschiedenartigsten Einkaufsgelegenheiten in der Gegend, angefangen vom eher ‚normalen' Manukau Shopping Centre hin zum Otara Market im polynesischen Stil. Für den, der einen Adrenalinschub braucht, gibt es den Rainbow's End Freizeitpark. South Auckland ist die Gärtnerei von Auckland, die fruchtbare rote Vulkanerde breitet sich von Mangere weiter südlich zu den Bombay Hills aus. Es ist auch die Industrie-Hochburg Aucklands – Penrose, Mt. Wellington, East Tamaki und Otahuhu holen ihre Arbeiterschaft aus ganz Auckland.

West Auckland West Auckland beheimatet wilde, landschaftliche Schönheit und hat auch sein eigenes unverwechselbares, kulturelles Erbe, da es das Zuhause der dalmatinischen Bevölkerung ist. Um die natürlichen Sehenswürdigkeiten dieser Region wirklich schätzen zu lernen, sollte man von der Stadt aus 45 Minuten nach Westen zu den schwarzsandigen Stränden Piha Beach, Karekare Beach und Muriwai Beach fahren (die Gannet Colony nicht vergessen!). Für den Outdoor-Fan gibt es in den Waitakere Ranges ungefähr 143 Buschwanderungen, ganz zu schweigen von Wegen für Mountainbikes und Vierradantriebe, Reitgelegenheiten und mehr.

In West Auckland gibt es eine Reihe eingesessener Weinkellereien, die reine Familienbetriebe sind, vor allem Delgat's and Corbans in der Nähe von Henderson, Matua Valley, House of Nobilo und Coopers Creek, in der Nähe von Kumeu. Mehrere dieser Weinkellereien haben ausgezeichnete Restaurants; the Hunting Lodge in Matua Valley und Allely House in Selaks sind allein schon, um ihre wunderschöne Umgebung zu genießen, die Fahrt wert.

The North Shore Über die Hafenbrücke vom Zentrum hinüber liegen North Shore City und 20 km großartige Strände entlang der nach Norden liegenden Küste. Vororte am Meer mit ihren eigenen zwanglosen Einkaufszentren und Restaurants schlängeln sich nordwärts. Eines der Hauptglanzlichter ist das am Meer gelegene historische Dorf Devonport (die Heimat der Marine von Neuseeland). Um einige millionenschwere Grundstücke zu besichtigen, sollte man den Takapuna Beach entlanggehen und dann bei Ebbe weiter zum Milford Beach entlang des Deiches.

Jenseits der Grenzen des Isthmus liegen die 47 Inseln des Hauraki Gulf Maritime Park. Dazu gehören Rangitoto, Motutapu und Waiheke Island, die viele Besucher zu ihren idyllischen Buchten und Stränden, Galerien, Weinbergen und Restaurants sowie dem alljährlichen <Montana Waiheke Island of Jazz Festival anziehen.

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