Attraktionen
TOUR 1: Edinburghs New Town Diese Tour führt durch Edinburghs New Town. Das Gebiet wurde von James Craig entworfen und zollt dem Georgianischen Zeitalter und der eleganten Symmetrie Tribut. Um den Bau der New Town zu ermöglichen, wurde die North Bridge 1763-1772 errichtet und der Nor' Loch trocken gelegt – heute befindet sich hier ein Park, in dem man sich gegen Ende der Tour ausruhen kann. Dann geht es weiter ins Herz von New Town mit den drei großen Straßen, der Princes Street, der George Street und der Queen Street.
Die Tour beginnt in der Queen Street, der nördlichsten der drei Straßen. Sie ist sehr gut erhalten und bietet einen fantastischen Ausblick Richtung Fife. Starten Sie am westlichen Ende der Queen Street und gehen Sie entlang der Queen Street Gardens am nördlichen Ende der Straße bis zum Charlotte Square. Dieses Viertel, das 1791 von Robert Adam entworfen wurde, war früher die nobelste Wohngegend. Der Platz wurde nach der Frau von George III:, Königin Charlotte, benannt, hier befindet sich auch das
West Register House, das in die Kirche von St. George eingegliedert ist. Die schöne Fassade, die aufgrund beschränkter Mittel nicht so opulent ausgefallen ist wie geplant, ist trotzdem einen Blick wert. Die Ausstellungen hier wechseln regelmäßig, Prospekte informieren darüber. Die nächste Station ist die erste Adresse in Edinburgh, das
Georgian House am nördlichen Ende des Platzes. In Nummer 6 befinden sich die offiziellen Räumlichkeiten des Scotland's Secretary of State, während Nummer 7 öffentlich zugänglich ist. Hier bekommen Sie einen Einblick in die Lebensweisen der ersten Besitzer – der Führer des Clans Lamont.
Nachdem Sie das Georgianische Oberschicht-Leben kennen gelernt haben, werfen Sie einen Blick auf das Leben des einfachen Volkes in der Young Street. Diese enge Straße zeigt perfekt die geradlinige Architektur der New Town. Am Ende der Young Street biegen Sie in die George Street, welche die drei großen Straßen miteinander verbindet. Hier befindet sich Edinburghs Finanzzentrum mit vielen Banken – eine gute Gelegenheit, um seine Geldbörse aufzufüllen. Flanieren Sie entlang der Frederick Street, um dann links in die Rose Street abzubiegen. Diese läuft parallel zur George Street und ist eine Fußgängerzone mit vielen guten Cafes und kleinen Geschäften. Eine gute Gelegenheit, um eine Kleinigkeit zu essen und dem Treiben zuzusehen. Gestärkt geht es weiter zum Ende der Straße, dann links zum St. Andrew Square am östlichen Ende der George Street.
Diesen Platz überragt das 41 Meter hohe Melville Monument, eine Statue von Lord Melville, einem bekannten Politiker des 18. Jahrhunderts. Hier befinden sich auch der Hauptsitz der Royal Bank of Scotland. Dieses Herrschaftshaus wurde hier, wo ursprünglich eine Kirche geplant war, für Sir Laurence Dundas gebaut. Beachtenswert ist der private Rasen – eine Seltenheit in New Town. In der Villa sollten Sie den Telling Room aus dem 19. Jahrhundert besichtigen. Nebenan steht die frühere British Linen Bank.
Nehmen Sie nun die West Register Street zum
Cafe Royal Oyster Bar. Für einen Drink oder einen kleinen Snack sollten Sie in die schicke Oyster-Bar gehen oder zumindest einen Blick auf das noble Interieur werfen. Weiter nach Süden am
General Register House vorbei, beachten Sie die Statue des Duke of Wellington und linkerhand Richtung
Calton Hill das Nelson Monument.
Jetzt sollten Sie sich am östlichen Ende der Princes Street befinden, der belebtesten Straße in New Town, einem Einkaufsparadies. Links die North Brigde, die zur Royal Mile und der Old Town führt. In dieser Gegend finden Sie auch Waverley Station und Waverley Market. Schlendern sie die Princes Street hinunter und lassen Sie sich vom Shopping-Angebot verführen. Unbedingt sollten Sie
Jenners besuchen, dem ältesten Kaufhaus der Welt in privater Hand. Wenn Sie dem Trubel lieber entgehen möchten, spazieren Sie durch die
Princes Street Gardens westwärts.
Nächste Station: The Mound. Hier befinden sich die
National Gallery of Scotland und die
Royal Scottish Academy, die beide von Willliam Playfair entworfen wurden. Wunderbare Architektur aus dem 19. Jahrhundert und interessante Ausstellungen sind hier zu sehen. Auf der Royal Scottish Academy thront die Statue der Queen Victoria, die auf Befehl der Königin selbst dort angebracht wurde, die fand, dass sie unvorteilhaft dargestellt war.
Wenn Ihre Einkaufslust noch nicht gestillt ist, liegt der Rest der Princes Street noch vor Ihnen. Der Endpunkt der Tour sind die
Princes Street Gardens, wo Sie Ihre müden Beine bei einem Eis im Garten-Cafe ausruhen können. Von hier aus können Sie sehr gut Edinburghs hügeliges Stadtbild betrachten. Lassen Sie Ihren Blick über die Burg auf dem Felsen schweifen, dann rechts über die New Town mit den Sehenswürdigkeiten, die Sie soeben besucht haben. Genießen Sie den Blick auf die wunderbaren Gegensätze, die einzigartig sind in Großbritannien.
L.Northmore-Ball
TOUR 2: Von Calton Hill zu Castlehill – eine Tour mit wunderbaren Ausblicken Wie der Titel schon sagt, führt diese Tour hinauf und hinunter, weshalb Sie gutes Schuhwerk tragen sollten. Eines von Edinburghs charakteristischen Merkmalen ist ihr hügeliges Stadtbild. Die Tour von den Höhen von
Calton Hill und Castlehill hinunter in das tiefer gelegene Cowgate erfordert ein bisschen Kondition. Doch keine Angst – Kaffeepausen und Shoppingausflüge sind eingeplant.
Der Ausgangspunkt der Tour ist beim Playhouse Theatre am Greenside Place, dem nordöstlichen Ende der Princes Street. Mit seinen dreitausend Sitzplätzen war es früher das größte Kino der Stadt, heute werden hier populäre Musicals aufgeführt. Informieren Sie sich über das aktuelle Programm. Weiter, vorbei am Theater, zum Blenheim Place, wo ein Weg über ein paar Stufen
Calton Hill hinauf führt, dem höchsten Punkt der Tour.
Dieser hundert Meter hohe Vulkan bietet einen fantastischen Ausblick über Edinburgh. Von hier aus sehen Sie
Arthur's Seat,
Edinburgh Castle,
Palast von Holyrood, die Princes Street und die New Town. Hier bietet sich das beste Panorama der Stadt (Kamera nicht vergessen). Aber nicht nur den Ausblick gibt es hier zu bewundern, sondern auch einige interessante Gebäude aus der Zeit der Napoleonischen Kriege.
Zum Beispiel das City Observatory, das von Playfair 1818 für seinen Onkel John Playfair entworfen wurde, der ein berühmter Astronom war. In seiner Kuppel befindet sich das
Edinburgh Experience, wo in einer kurzen 3D-Show die Geschichte der Stadt gezeigt wird. Am anderen Ende befindet sich die alte Sternwarte, ein seltenes Beispiel für James Craigs Architektur. Gehen Sie weiter zum National Monument, dem größten Gebäude auf Calton Hill und ein Denkmal für die gefallenen Schotten der napoleonischen Kriege. Playfair sah ursprünglich vor, es nach dem Vorbild des Parthenon zu gestalten, aber aufgrund der zu knappen Mittel wurde nur der Westteil fertiggestellt. Die Einheimischen nennen es liebevoll 'Folly'. Gleich danach steht das Nelson Monument. Von seiner Spitze aus haben Sie einen noch besseren Blick über die Stadt. Es gibt noch ein weiteres Monument von Playfair, das den Philosophieprofessor Dugald Stewart darstellt.
Danach geht es wieder hinunter zum Waterloo Place, wo sich die Royal High School befindet. Im Jahr 1829 im griechischen Stil vom früheren Schüler Thomas Hamilton entworfen, der auch für das gegenüber stehende Burns Monument (1830) verantwortlich zeichnet. Auch das wurde nach einem Athenischen Tempel gebaut. Gleich nebenan ist der Friedhof von Calton. Hier steht ein Denkmal, das an die gefallenen Schotten des amerikanischen Bürgerkriegs erinnern soll sowie eine Statue von Abraham Lincoln. Am östlichen Ende des Friedhofs befinden sich die Überreste von Calton Jail, dem einst wichtigsten Gefängnis der Stadt. Weiter unten passiert man das St. Andrews House aus den 1930er Jahren.
Jetzt sind Sie am östlichen Ende der Princes Street angelangt. Linkerhand verbindet die North Bridge die New Town mit der Altstadt. Überqueren Sie die Brücke bis Sie zur High Street, einem Abschnitt der Royal Mile, kommen. An der Ecke befindet sich der Hunter Square mit dem Old Town Informationszentrum im Tron Kirk. Nun ist eine gute Gelegenheit, um Mittag zu essen, was Sie im City Cafe in der Blair Street in einer coolen und trendigen Atmosphäre machen können. Es gibt aber auch in der High Street viele weitere Lokale und Restaurants.
Erfrischt und ausgeruht geht es weiter durch die Blair Street nach Cowgate, einem nachts beliebten Viertel für Pub- und Clubliebhaber. Unter der South Brücke und der George IV Brücke ist Cowgate einer der tiefer gelegenen Punkte der Stadt und die dunkelste und romantischste Gegend dieser Tour. Durch Cowgate westwärts kommen Sie zum Grassmarket. Dieser frühere Markt hat viele öffentliche Hinrichtungen und brutale Morde gesehen. Glücklicherweise erinnert heute nichts mehr an diese Zeit und die Restaurants, Geschäfte und Cafes verleihen dem Ort eine lebendige Atmosphäre. In den vielen Second-Hand-Läden kommen Fans von Retro- und altmodischer Kleidung auf ihre Kosten. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit für eines der netten Cafes. Für Hochprozentiges empfiehlt sich das White Hart Inn, der beliebten Kneipe von Robert Burns.
Verlassen sie Grassmarket durch die Victoria Street, wo man wunderbar shoppen kann. Diese reizende Straße mit ihren zahlreichen Geschäften führt hinauf zur George IV Bridge. Über die Brücke geht es dann nach links zur Royal Mile, wo die Tour endet. Vom Parliament Square aus kann man die Bank Street hinunter New Town sehen, westlich die
Edinburgh Castle und im Osten
Palast von Holyrood. Weiter geht's die Royal Mile hinauf zur Camera Obscura auf Castle Hill. Jetzt sind sie wieder über der Stadt, diesmal aber südlich der Princes Street, von wo aus
Calton Hill und die Denkmäler zu sehen sind.