Die Stadt ist im Grunde in zwei große Viertel geteilt, die Old Town und die New Town, dazwischen liegen die Princes Street Gardens. Weitere angrenzende Viertel werden weiter unten beschrieben.
Die Old Town: Im mittelalterlichen Herz von Edinburgh findet man den Großteil seiner wichtigen historischen Sehenswürdigkeiten, so auch Edinburgh Castle, der Palast von Holyrood, die königliche schottische Residenz und St Giles' Cathedral.
Die Royal Mile ist die historische Hauptstraße der Altstadt, die die beiden königlichen Festungen Edinburghs miteinander verbindet: Edinburgh Castle und den Palast von Holyrood. Sie erstreckt sich über vier Straßenzüge - Castlehill, Lawnmarket, High Street und Canongate – und ist eine lebendige Gegend. Vor allem während des Edinburgh Festivals sind die Straßen der Altstadt voll mit Straßenkünstlern und Zuschauern, die in die verschiedenen Shows gelockt werden. Natürlich ist die Royal Mile auch ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen, weshalb hier auch die Souvenirshops wie Pilze aus dem Boden sprießen. Aber die Lebendigkeit und historische Bedeutung dieses Teils der Stadt macht den Besuch zu einem Muss.
Im Süden der Altstadt befinden sich die Viertel von Cowgate und Grassmarket. Diese geschäftige Gegend ist voll von Clubs, Pubs, Musiklokalen und Second-Hand-Läden. Ein cooler Ort und für die Einheimischen der Ausgangspunkt für nächtliche Touren. Bei Sonnenschein ist Grassmarket ein gemütlicher Ort, um Kaffee al fresco zu trinken, es gibt kaum Verkehr und mit seinen originellen bunten Fassaden ist es einer der außergewöhnlichsten Plätze in Europa.
Princes Street Gardens: Im Tal zwischen Old Town und New Town befinden sich diese Gartenanlagen mit der Princes Street am nördlichen Ende. In der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr wird hier unter der winterlichen Edinburgh Castle ein Eislaufplatz eingerichtet. In dieser Zeit herrscht im Park eine festliche Atmosphäre mit Ständen, die Weihnachtsbäume und Christbaumschmuck verkaufen. Im Sommer wird der Park zu einem Mekka für Besucher, die einen Ausblick über das Panorama der Stadt suchen, für Touristen, die das Scott Monument erklimmen möchten, für Picknicks, für Kinder, die eine Runde Minigolf spielen oder für alle, die ein bisschen entspannen möchten. Hier können Sie dem geschäftigen Treiben der Princes Street entkommen, nicht jedoch den Klängen der Dudelsäcke.
In der Mitte der Princes Street Gardens befindet sich The Mound, dessen Name sprichwörtlich vom 'mound of earth' - Mund der Erde – stammt, und der beim Graben des ‚Loch' am Fuße der Burg übrig blieb. Hier sind auch die Royal Scottish Academy und die National Gallery of Scotland. Im Sommer sind hier auch viele Festivalkünstler und Stände mit Kunsthandwerk zu finden.
Die New Town: Neben dem historischen Teil der Stadt, der Altstadt, ist die New Town das Geschäfts- und Verwaltungszentrum und in Georgianischer Architektur gebaut. Der Grundriss dieses Viertels mit seinen Geschäften, Büros und Banken ist schachbrettartig angelegt und impliziert Präzision und Symmetrie.
George Street ist das Zentrum der New Town. Es ist eine schnell aufstrebende Gegend und beherbergt schicke Geschäfte und Restaurants, wie zum Beispiel das Browns, das Space NK und das Jones. Zwischen den parallel laufenden Queen Street und Princes Street ist sie eine breite und elegante Straße mit großen Plätzen an beiden Enden. Am westlichen Ende befindet sich der Charlotte Square, 1791 entworfen von Robert Adam, wo auch St George´s church steht (heute das West Register House). Am anderen Ende liegt St Andrew Square, mit dem Melville Monument und der Royal Bank of Scotland. Hier ist auch das Finanz-Zentrum von New Town.
Princes Street, gleich bei der George Street, ist die Shopping-Meile von Edinburgh und der bekannteste Teil von New Town. Wegen dem Ausblick auf die Burg und der Nähe zum Park ist sie ein sehr belebter Platz. Das imposanteste Gebäude ist das Register House am nordöstlichen Ende der Straße. Hier befindet sich auch Waverley market, gleich neben dem Bahnhof. Während des Festivals ist das Einkaufszentrum ein beliebter Treffpunkt für Künstler. Während in der Princes Street Kaufhäuser und beliebte Einkaufs-Ketten sind, findet man in der dahinter gelegenen Rose Street eine attraktive Fußgängerzone mit kleinen Geschäften und Cafes.
Stockbridge und Dean im westlichen Teil von New Town sind gemütlicher und weniger strukturiert. Trendige kleine Läden und Boutiquen mischen sich zwischen verschiedene Restaurants und Bars. Randolph Crescent und Moray Place geben der Gegend einen üppigeren Look mit klassischen georgianischen Fassaden. Dean Village ist eine sehenswertes altes Fabriksviertel, Stockbrigde ein toller Ort, um durch Antiquitäten- und Folkloreläden zu streifen.
Calton: Dieser Hügel im Osten der Stadt ist ein beliebter Platz, um die Feuerwerke des Festivals zu beobachten. Der Ausblick über Edinburgh Castle und Arthur's Seat ist wunderbar und noch zu übertreffen, wenn man das Nelson Denkmal erklimmt. Hier befindet sich auch das City Observatory und die Old Royal High School.
Holyrood Park und Arthur's Seat: Hinter dem Palast von Holyrood erhebt sich im Holyrood Park ein erloschener Vulkan, der seit mehr als 350 Jahren nicht mehr ausgebrochen ist, und der liebevoll Arthur's Seat genannt wird, in Anlehnung an König Artus. Ursprünglich ein Jagdgelände, können Spaziergänger heute durch den zwei Hektar großen Park schlendern und den Vulkan erklimmen, um den Ausblick über die Stadt zu genießen oder die vielen Schwäne und Enten am St. Mary's Loch füttern. Am besten kommt man von Osten über den Dunsapie Loch. Hier soll auch das umstrittene neue schottische Parlamentsgebäude entstehen, das sich noch im Bau befindet. Duddingston am nordöstlichen Ende vom Dunsapie Loch hat einen bezaubernden dörflichen Charakter.
Bruntsfield, Marchmont und Morningside: In diesen südlichen Vororten findet man weite offene Flächen wie The Meadows und Bruntsfield Links. Hier steht auch die mittelalterliche Burgh Muir (Heidenstadt), die als Quarantäne-Lager für Seuchenopfer und als Truppenübungsplatz genutzt wurde. Marchmont ist ein beliebtes Studentenviertel.
Leith: Die Hafengegend Leith scheint getrennt vom Rest der Stadt – die Bewohner heben auch hervor, dass sie aus Leith und nicht aus Edinburgh kommen. Es gibt hier ein eigenes Finanzzentrum, Wasserstraßen (das Wasser von Leith) und Einkaufs- und Restaurantviertel. Als eine Quelle der Inspiration für Irvine Welsh's ‚Trainspotting', hat es heute eine bunte Kaffeehausszene. Leith Links, ein Park, in dem die Golfregeln erfunden wurden, ist ein bezaubernder Ort für Spaziergänge. Der Sport jedoch wurde auf diesem Gelände schon 1907 verboten.
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