Essen und Trinken

Als Restaurantstadt hat San Francisco genau genommen nur einen Rivalen, nämlich New York. Diese selbstbewusste Behauptung könnte jedoch von allen redlichen Einwohnern San Franciscos voll und ganz unterstützt werden, die Beweise in Form exquisit zubereiteter Gerichte, modernster Restaurants und der Begeisterungsstürme von Kritikern des Gastronomiegewerbes aus Los Angeles, New York, Paris und anderswo anbringen könnten. Genauso verschiedenartig und multikulturell wie San Franciscos Bevölkerung ist auch sein Gastronomieangebot. Natürlich kann man in Chinatown chinesisch essen gehen, und italienisch am North Beach, aber im Zentrum und seinen Randgebieten erwartet den Besucher ein Regenbogenspektrum von Nationalitätenrestaurants, einschließlich solcher, deren Vorhandensein Ihnen vielleicht bisher nicht einmal bekannt war! Haben Sie schon einmal eritreisch, afghanisch oder tibetanisch gegessen? In San Francisco ist das kein Problem. Hier kann man selbst ein Fünfgänge-Mahl bestellen, das ausschließlich aus rohem Gemüse besteht. Übertroffen wird das Ganze aber noch von den edlen Downtown-Restaurants, die San Francisco so begehrenswert für den Feinschmecker machen, wie das Postrio, das Masa's und das Fringale. Schick und elegant, oder verrückt und laut, in San Francisco isst man besser als irgendwo sonst auf der Welt.

Aber lassen Sie uns bitte keine Zeit verschwenden.

Guten Appetit!


Castro Street und Noe Valley In der Castro Street zieht man sich zum Ausgehen leger an, man isst preiswert und hat viel Spaß dabei. Und natürlich gibt es hier eine Menge Gay-Bars. Im erholsamen und deswegen beliebten Patio Cafe speist man auf der Terrasse. Im Hot n Hunky hingegen werden die besten Hamburger der Stadt serviert. Das laute und lebhafte Detour, die populärste Bar in der Castro Street, ist ein beliebter Schwulen-Treffpunkt, während das Harvey's der ideale Platz zur ungezwungenen Unterhaltung ist und Ehepaare besonders willkommen heißt. Im Noe Valley findet man überdurchschnittlich viele der besseren, kleineren, preiswerten aber renommierten Restaurants als sonst irgendwo in der Stadt. Firefly und Eric's sind zwei solch beliebter Stammkneipen, dass man sich gelegentlich draußen anstellen muss.

Chinatown Meiden Sie die im Obergeschoss liegenden Restaurants der Grant Avenue, weil sie vorwiegend Touristen versorgen. Folgen Sie stattdessen den Seitenstraßen und suchen Sie eines der phantastischen, aber preiswerten kantonesischen Restaurants, die vorwiegend von den Einheimischen besucht werden. Probieren Sie doch einmal 'The Pot Sticker' ausgangs des Waverly Place, und das frenetische House of Nanking am Kearny. Brandy Ho's hat sich scharfen Gerichten der Hunan- (südchinesische Provinz am mittleren Chang Jiang) Küche verschrieben. Wer „Dim Sum“ möchte, muss zum geräumigen Asia Garden am Pazifik gehen, einem beliebten Treffpunkt von chinesischen Einkäufern und Geschäftsleuten zur Mittagszeit.

Das beste Restaurant in Chinatown, das Tommy Toy's Chinoise in der Montgomery Street, liegt zwar genau genommen nicht direkt in Chinatown, ist aber lediglich einen kurzen Spaziergang die Washington Street hinunter und am Portsmouth Square vorbei entfernt. Im eleganten Tommy Toy's wird das Tragen von Jacketts und Krawatten erwartet. Seine Speisen (mit einem leicht französischen Touch) sind superb. Die gedämpft beleuchtete Li Po's, eine der wenigen Bars in Chinatown, ist ein legendärer Treffpunkt von Literaten. Schauen Sie sich einmal die phantastisch dekorierte Fassade des Gebäudes an!

Civic Center und Hayes Valley Wer vor dem Besuch der Oper noch etwas essen möchte, findet keinen günstigeren Ort als diesen. Hayes Valley, d.h., die Straßen westlich des Civic Center (in dem man die San Francisco Opera, das San Francisco Ballet und die San Francisco Symphony findet) bietet einige der besten Restaurants der Stadt. Der neue Star dieses Gebietes, das Jardiniere, hat einen solch bemerkenswerten Gastraum, dass es sich durchaus lohnt, einmal hereinzuschauen, selbst wenn man keine Vorreservierung bekommen konnte. In der Hayes Street ergänzt das heimischere Ambiente des im Trattoria-Stil gestalteten Caffe delle Stelle die Präsentation seiner italienischen Spezialitäten auf clevere und unfehlbare Art und Weise. Das Hayes Street Grill ist schon seit jeher ein Favorit. Wer zeitsparend und preiswerter essen möchte, sollte die epikureische Viccolo Pizzeria. Eine bemerkenswerte Auswahl erlesener Weine aus allen Teilen der Welt findet man bei Hayes and Vine, einer behaglichen Weinbar.

Cow Hollow/Union Street Perry's, das Pierce Annex, Plumpjack und das Balboa Cafe (das man auch unbedingt wegen seiner Speisen einmal besuchen sollte), sind einige der nennenswerten Bars für Singles in einem Gebiet, das davon nur so übersät ist. Die meisten Besucher hier sind jung, forsch, hübsch und erfolgreich. Auch in der Union Street und ihren Seitenstraßen sind großartige Restaurants vorzufinden. Gehen Sie im Pane e Vino am Steiner (ganz in der Nähe des Union Square) gut italienisch essen, oder probieren Sie das Yoshida-ya für ein japanisches Mahl auf einem Hibachi, oder essen Sie im Sushi Cardonnay (wo man noch mehr kesse Singles findet) Sushi bis zum Abwinken.

Downtown und Nob Hill Hier isst man in der Regel komfortabel. Masa's, Boulevard und Wolfgang Puck's Postrio bieten verschiedene Variationen im Spektrum der französischen/kalifornischen Küche, die zwar allesamt teuer, aber auch ihren Preis wert sind. Liebhabern von Fisch, Meeresfrüchten und eines kreativen Designs ist das Farallon zu empfehlen, das ebenfalls seinen Preis hat und im Stil einer Unterwasser-Grotte gestaltet ist. Gehen Sie nicht ohne vorherige Reservierung zu diesen Restaurants. Eine Menge bester Sushi-Restaurants sind im Gebiet südlich der Post Street zu finden. Wer nur etwas trinken möchte, sollte einmal die großartigen Bars und Lounges in den Hotels am Nob Hill ausprobieren, insbesondere dann, wenn man sich die Unterkunft im Hotel nicht leisten kann. Nach dem Besuch des Top of the Mark (im Mark Hopkins), des Harry Denton's Starlight Room (über dem Sir Francis Drake) und des klassischen Tonga Room (im Fairmont) kann man sagen: "Bin einmal hier gewesen!"

Embarcadero und Finanzbezirk Die Restaurants hier, ganz gleich, ob stilvoll oder traditionell, überzeugen durch Diskretion und Korrektheit, wie es sich für eine geschäftliches Umfeld gehört. In der California Street, im Herzen des Finanzbezirks, liegt das Tadich Grill, das älteste Restaurant des Bundesstaates. Hier hängt man an alten Traditionen fest, weshalb sich dieses Fischrestaurant in den vergangenen 140 Jahren kaum verändert hat. Das im Besitz einer berühmten Persönlichkeit befindliche Rubicon setzt auf kalifornische Küche, und das reizende Aqua kennt unglaubliche Zubereitungsarten für Fisch und Meeresfrüchte. Das glanzvolle Fog City Diner, neben dem Embarcadero, zeigt Einflüsse der amerikanischen Eisenbahn-Gastronomie, serviert aber exzellente Speisen. Ganz in der Nähe, am Levi's Plaza, bietet das Fornaio (Il) neben verschiedensten italienischen Speisen auch ein Delikatesswaren-Takeaway und hausgemachte Backwaren an. Das Occidental Grill (Zigarre rauchen gestattet) und das Royal Exchange sind für die jungen Leute der Montgomery Street ein beliebtes Ziel zur Entspannung nach der Arbeit.

Fisherman's Wharf, Ghirardelli Square und Aquatic Park Nur soviel: Fisch und Meeresfrüchte. Restaurants wie das Alioto's und Scoma's sind schon seit Ewigkeiten hier. Sie servieren den Touristen Fisch und Meeresfrüchte und bieten natürlich eine phantastische Aussicht. Der Ghirardelli Square bietet alles, von bester indischer Küche im Gaylords (mit einem der besten Panoramablicke unter allen Restaurants der Stadt) bis hin zu einer riesigen Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten im McCormick and Kuleto und überragenden chinesischen Gerichten im eleganten Mandarin. Kinder lieben die großen, im Barbary Coast-Stil gestalteten Eisbecher im Ghirardelli's Chocolate Shop.

Lower Haight Für das junge Volk um die Ecke von Haight and Fillmore ist Nickie's Barbeque ein beliebtes "Wasserloch" ud Tanzsaal zugleich. Allerdings werden heutzutage immer weniger Barbecues hier veranstaltet. Wer hungrig ist, sollte gleich um die Ecke zum Indian Oven gehen und etwas Geduld mitbringen. Oder laufen Sie zum Axum, wo es für wenig Geld hervorragende äthiopische Gerichte gibt. In diesem Gebiet gibt es auch mehr als sonst irgendwo komfortable, aber etwas vernachlässigte Cafes und Bars, wie z.B. das Noc Noc, Toronado, Mad Dog in the Fog und das Ad Bodhran (wo Harp's vom Hahn gezapft wird).

North Beach Sie sind im gastronomischen Herzen der City angelangt! Doch wofür sollte man sich entscheiden? Natürlich für italienisch! Mangia! Und für welches italienische Restaurant sollte man sich entscheiden? Für unprätentiöse, herzliche Gaststätten am North Beach, wie das Little Joe's, das Familienrestaurant Capp's Corner, das Calzone's oder eine andere schnittige neurömische Stätte an der Columbus Avenue? Mit sizilianischem Einschlag, gigantisch großen Portionen und Stühlen an der Decke? Dabei kann es sich nur um das Caffe Sport handeln. Man kann sich aber auch einen eleganteren und innovativeren Ansatz an italienische Speisen gönnen, und zwar im Rose Pistola, in das man allerdings nicht so einfach hineinkommt, weil es stets gut besucht ist.

Am North Beach gibt es aber weitaus mehr als nur italienische Küche. Das Moose's, das auf den Washington Square blickt, bietet kalifornische Speisen vom Feinsten, und probieren Sie zur Abwechslung doch einmal das beliebte afghanische Restaurant Helmand auf dem Broadway. Cocktail-Stunde? Wer zur Beatnik-Seele des North Beach gelangen möchte, dem sind das Vesuvio's, Saloon, das Tosca Cafe und das Savoy Tivoli zu empfehlen.

Fillmore Street und Japantown Fillmore Street hat Dutzende großartiger Restaurants, so dass man kaum weiß, wo man beginnen soll. Unser Rat ist: Gehen Sie einfach aufs Geratewohl los! Da wäre zunächst das Elite Cafe, wo es den besten Cajun-Räucherfisch der Stadt gibt. Wie wäre es mit italienischer Raffinesse im Vivande, oder lieber mit thailändischer Behaglichkeit im Thai Stick? Im Harry's On Fillmore werden nicht nur Speisen und Getränke serviert, sondern an den Wochenenden wird auch Jazz gespielt. Im Fillmore and Geary kann man im Boom Boom Room für einen Getränke-Pauschalpreis alle Sorgen vergessen. Großartige Nudel-Restaurants und Sushi-Bars, wie das Isuzu, das Mifune und das Sanppo, sind im Japan Center vorzufinden.

Potrero Hill Quirlige Cafes, wie z.B. das Universal Cafe, und betriebsame Restaurants, wie das Slow Club und das Lilo Lounge, ziehen Künstler aller Genres in diese Dachausbauten.

SoMa Die Dynamik dieses aufstrebenden Gebietes spürt man auch in seiner Restaurantszene, denn hier gibt es mehr "bedeutende" Restaurants als irgendwo sonst in der City, als auch Restaurants, wo die Atmosphäre der einzige Faktor ist, der zählt. Das Fringale wird als eines der besten französischen Restaurants in der gesamten City, wenn nicht sogar im gesamten Bundesstaat angesehen. Das Restaurant LuLu zieht haute-yuppie Kunden an und bietet phantasievolle Speisen, verschiedenste Einfachmalz-Scotchsorten und einen sehr turbulenten Gastraum. Das Blowfish Sushi To Die For serviert den allerbesten postmodernen Sushi. Wer ein Bier trinken, einer einheimischen Band zuhören und zugleich seine Kleidung gewaschen haben möchte, der muss ins Brainwash gehen. Im The Up and Down Club wird überraschend guter Live-Jazz gespielt, und im wundervoll unkonventionellen Paradise Lounge kann man über Mikrofon vorgetragenen Dichterlesungen lauschen.

South Beach / China Basin Town's End und Delancey Street sind zwei der besseren Restaurants am Rande des Embarcadero, wo man bekömmliche und feine Gerichte der kalifornischen Küche bekommt. Gleich in der Nähe serviert das populäre neo-retro Elroy's jungen Geschäftsleuten am South Beach Getränke und amerikanische deluxe Kost. Das gegenüber dem SBC Park günstig gelegene Momo's ist unvermittelt zur besten Adresse in San Francisco geworden und hat dafür auch den entsprechend einflussreichen und glamourösen Kundenkreis.

Haight-Ashbury und Cole Valley Farbenfrohe, irre und extrem beliebte Restaurants, wie das Kan Zaman und das Cha Cha Cha, ziehen junge, gesellige Leute in das Haight Ashbury. Das ganz in der Nähe gelegene Cole Valley hinterlässt einen gepflegteren Eindruck und bietet trotz seiner geringen Ausdehnung einige gute Restaurants, von denen die Weinbar EOS am nennenswertesten ist.

Der Marina District Das Bild der Chestnut Street ist von den Sweatshirts der Collegestudenten geprägt, die hier schnell, bequem, stilvoll und ohne Hast in solchen Gaststätten, wie dem Rosti und dem Pasta Fuzio, gesellig miteinander speisen. Das Nachtleben spielt sich in lebhaften Bars für Singles ab, wie z.B. im O'Shaugnessy's. Sonntags ist das Brunch in Restaurants, wie dem Grove, besonders gefragt, und zwar insbesondere bei Radfahrern und Rollerblade-Fahrern.

Der Mission District Die modernsten, beliebtesten und preiswertesten Restaurants sind im Gebiet um Valencia und der 16th Street zu finden, das als der Valencia Corridor bezeichnet wird. Slanted Door, Flying Saucer, Firecracker, Ti Couz und Picaro zählen zu den Dutzenden phantasievoller, pulsierender Gaststätten, ohne dass man hier ein Vermögen ausgeben muss. Allerdings muss man hier Schlangestehen und damit Wartezeiten in Kauf nehmen. Für Getränke sind das Elbo Room zu empfehlen, das Drinks, Musik und Fotokabinen anbietet, und das retro, in rotem Leder ausgestattete Bruno's in der Mission Street, das dem Wort "Protzig" eine neue Bedeutung verleiht. Im Cafe Babar kann man sich in einer natürlichen Atmosphäre angenehm unterhalten. In Einklang mit dieser von jugendlichen Draufgängern bestimmten Szene stehen die vielen großartigen Burrito-Restaurants in Mission und Valencia. Alle haben ihre Anhänger, aber das El Cumbre, El Faro, El Toro, Taqueria Can-Cun und das legendäre La Taqueria sind die beliebtesten.

Die Avenues: Der Richmond und der Sunset District In "Little Chinatown" in der Clement Street herrscht Rivalität um die besten chinesischen Speisen, die Chinatown zu bieten hat. Das Ton Kiang, ein Favorit von Martha Stewart, und der Fisch- und Meeresfrüchtespezialist Lei Hou sind lediglich zwei der bemerkenswerten Gaststätten, beide unprätentiös und preisgünstig. Auf der anderen Seite des Parks, in der Irving Street und im Bereich der Ninth Avenue, gibt es zahlreiche lebhafter und preiswerter Restaurants, in denen die Medizinstudenten des nahegelegenen UCSF verkehren. Das Organica ist das einzige Restaurant der Stadt, und vielleicht auch des Landes, das komplette Gerichte serviert, die ausschließlich aus rohem Gemüse bestehen.

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