Allgemeines
Fragt man jemanden, wie er Miami beschreiben würde, kriegt man die unterschiedlichsten Antworten: Einmal ist es ein Urlaubsort, ein Flüchtlingslager, eine 24 Stunden dauernde Party oder eine einsame tropische Insel, eine Modenschau und ein Paradies für Rentner. Angesichts des Sprachengewirrs, das auf Schritt und Tritt zu vernehmen ist, ist die überwältigende multikulturelle Atmosphäre von Anfang an spürbar. Ein Gefühl, das sich beim Bummeln durch die verschiedenen Viertel, die Greater Miami bilden, noch verstärkt.
Miami Beach Wer Miami erkunden will, fängt am besten im Miami Beach an. Als die ersten Urlauber in den 40iger Jahren hier ihre Ferien verbrachten, war eine Menge los. Obwohl viele Jahre vergangen sind und sich die Zeiten geändert haben, ist The Beach jedoch immer eine Publikumsattraktion. Riesige Luxusherbergen wie z.B. das
Fontainebleau und das
Eden Roc stechen aus der Skyline heraus. Entlang der Straße gibt es unzählige Geschäfte und Restaurants. Und natürlich darf man den kilometerlangen weißen Sandstrand nicht vergessen.
South Beach Früher haben hier vor allem Rentner und Künstler gelebt, in den 10 Jahren jedoch gelangte South Beach zu internationalem Ruhm, als es zu einem beliebten Urlaubsziel wurde. Wer Restaurants, Bars und Geschäfte sucht, hat hier die Qual der Wahl. Natürlich kommen auch Tanzbegeisterte nicht zu kurz: exklusive und trendy Nachtclubs gibt es hier in Hülle und Fülle. Man könnte Tage damit verbringen, die Eindrücke und Gerüche auf sich wirken zu lassen. Ein Spaziergang am Ocean Drive oder entlang der Lincoln Road, wo die Schickeria verkehrt, ist zu jeder Tageszeit ein Erlebnis, egal ob um 3 Uhr nachts oder am Nachmittag.
Bal Harbour Am nördlichen Ende von Miami Beach gelegen, ist Bal Harbour der vornehmste Stadtteil von Greater Miami. Man schlendert an Luxushotels, exklusiven Apartment-Anlagen und palastartigen Häusern vorbei. Wer diese Gegend besichtigt, darf auch die
Bal Harbour Shops nicht auslassen. Versace, Louis Vuitton, Fendi and Prada, um nur einige der Designer zu nennen, die hier mit ihrer eleganten Mode elitäre Kunden anziehen. Restaurants der gehobeneren Preisklasse gibt es in Bal Harbour en masse—Fast Food aufzutreiben, ist dort schon schwieriger.
Downtown Miami Auch in Miamis Geschäftszentrum gibt es viel zu entdecken. Eine Tour durch das Designer-Viertel zwischen der 36. Straße NorthEast und der 41. oder ein Besuch der Museen im
Metro-Dade Cultural Center lohnt sich immer. Shoppingfanatiker werden vom
Bayside Marketplace, mit seinen kleinen Geschäften, den Open-Air Markt, wo Handkunstwerk angeboten wird, den Restaurants und dem Pier begeistert sein. Der
Port of Miami ist gleich neben der Bayside; wer mag, kann einen Bootsausflug durch die Bucht machen.
Coral Gables Coral Gables, nur ein paar Fahrminuten von Downtown Miami entfernt und eine der reichsten Kommunen der USA, ist kreuz und quer von Kanälen durchzogen. In diesem kleinen, mit Bäumen bepflanzten Viertel sind viele von Miamis berühmtesten Sehenswürdigkeiten anzutreffen, einschließlich des
Biltmore Hotel, des
Venetian Pool und der
Miracle Mile. Geschäfte und Restaurants dominieren diese und die umliegenden Straßen.
Coconut Grove Obwohl dieses lebhafte Viertel eines der ältesten von Miami ist, scheint es im Augenblick eine Blütezeit zu erleben. Mit Energie und Kreativität erfüllt, ist in The Grove genauso viel los wie in South Beach, nur auf andere Weise. Anstatt Models und Body Builder anzuziehen, strömen Künstler, Schriftsteller und Kunstförderer in diese Gegend. Sie ist mit einigen Hundert tollen Geschäften und Restaurants übersät, die meisten davon auf dem
CocoWalk oder im Einkaufszentrum Streets of Mayfair angesiedelt. Das Coconut Grove Playhouse ist eines der renommiertesten Theater der südöstlichen USA.
Key Biscayne Eigentlich nur auf der anderen Seite des Rickenbacker Causeway, der das Festland mit den Keys verbindet, gelegen, könnte es aber auch Tausende Meilen entfernt sein. Auf dieser friedlichen tropischen Insel ist alles anders. Die Menschen sind freundlich und das Wort „Hektik“ existiert nicht in ihrem Wortschatz. Nicht nur die weißen Sandstrände und das bunte Sportangebot lohnen einen Abstecher nach Key Biscayne, sondern auch die Aussicht von einem Delphin im Miami Seaquarium geküsst zu werden.
Little Havana Westlich der Brickell Avenue und entlang der Hauptverkehrsstraße Calle Ocho (SouthWest Eighth Street) gelegen, ist Little Havana die Heimatgemeinde für viele kubanische Flüchtlinge, aber auch Menschen aus Kolumbien, Guatemala, Puerto Rico und anderen lateinamerikanischen Ländern haben sich hier niedergelassen. Aus jedem Gebäude drängt authentische Salsamusik, die bodegas bieten 3-Gänge-Menüs mit kubanischen Spezialitäten für weniger als 5 USDollar (EUR 5,9) an, und alte Männer trinken einen superstarken Cafe Cubano auf einer der vielen Terrassen.
West Miami West Miami ist eine ruhigere Wohngegend. Es ist sehr schwierig diesen ausgedehnten Stadtteil ohne Auto zu erkunden. Hialeah und Miami Lakes, zwei Wohngegenden, befinden sich in diesem Viertel. Der Miami International Airport und die Pferderennbahnen im
Hialeah Park Racetrack gehören zu den bedeutendsten touristischen Attraktionen.
North Miami/Aventura Obwohl etwas ausserhalb in Nordmiami gelegen, ist Aventura dank der Shuttlebusse, die regelmäßig zwischen den wichtigsten Hotels in der Innenstadt und der
Aventura Mall hin und herfahren, sogar ohne Auto einfach zu erreichen. Das Shopping-Zentrum mit seinen über 250 Geschäften, Restaurants und Sehenswürdigkeiten einen Tagesausflug wert. Dieses Stadtviertel beherbergt auch Dutzende ausgezeichneter Restaurants, von denen viele auf "Floribbean" Cuisine spezialisiert sind.
Broward County Obwohl Broward County offiziell nicht mehr zu Miami gehört, wäre diese Vorstellung gar nicht mal so abwegig, da es weniger als eine halbe Stunde entfernt ist. Die blühende Kunstgemeinschaft von Hollywood, die Geschäfte in Sawgrass Mills und, last but not least, Fort Lauderdale—ein beliebtes Ziel von einer Million Studenten während des Spring Break, der Semesterferien im Frühjahr—sind einige mögliche Ziele in Broward. Hier ist alles weniger hektisch als in Miami. Die Leute kommen hierher um Spaß zu haben, das ist sicher. Man sollte durch die Geschäfte am Las Olas Boulevard bummeln oder in einem Restaurant mit einem privaten Bootssteg für Gäste, die mit einem Wassertaxi unterwegs sind, speisen.