Allgemeines
Unbestreitbar ist, dass man die Stadt New York als die aufregendste und weitläufigste Welt-Metropole bezeichnen kann. Die Stadt hat fünf Verwaltungsbezirke, die eine eigene Identität aufweisen. Vor ihrer historischen Zusammenlegung im Jahre 1898 waren die Stadtteile Manhattan, Brooklyn, die Bronx, Queens und Staten Island unabhängige Kommunen. Die Zusammenlegung kam erst nach jahrzehntelangem Gerangel zu Stande, wobei Brooklyn, das bis dahin entschieden selbstständig war, den ganzen Prozess fast zum Scheitern brachte.
Manhattan In Manhattan liegen die markantesten Gebäude-Komplexe - die meisten in der Gitternetz-Karte entsprechend dargestellt -, welche die Stadt-Silhouette entscheidend geprägt haben. Die bekanntesten Bezirke sind nachfolgend erwähnt.
Wall Street und der Finanz-Distrikt New Yorks wichtigster Bezirk ist auch der älteste. Die soliden Investmentbanken der
Wall Street koexistieren mit Wahrzeichen wie der
Trinity Church. Der
Battery Park ist der Treffpunkt von New Yorkern aus allen Bezirken, die sich rollerbladefahrend an dem herrlichen Panorama erfreuen. Das World Trade Center war fast dreißig Jahre lange die größte Attraktion - bis zu der fürchterlichen Zerstörung am 11. September 2001.
Harlem Seit jeher ist
Harlem der Mittelpunkt der afrikanisch-amerikanischen Kultur und stolz auf die Leistungen seiner Vergangenheit und seine aussichtsreiche Zukunft. Es war der Mittelpunkt von Amerikas einflussreichster Bewegung hinsichtlich Kunst, Literatur und Kultur (die Renaissance von Harlem); es wurde daher weltweit bekannt. Kontrastierend dazu ist Harlem eine der ärmsten Gegenden von New York und gleichzeitig wohnen hier - unsichtbar - auch deren wohlhabendste Bürger. Vor zwanzig Jahren hatten viele Angst Harlem zu besuchen. Heute profitiert das multi-ethnische Harlem von der prosperierenden Wirtschaftsentwicklung. Unzählige Touristen besuchen die bedeutenden Plätze, wo der berühmte Jazz, die gute Küche und die Geschichte ihre eigentlichen Wurzeln haben.
Greenwich Village Wenn die kurvigen Straßen dieses historischen Stadtteils reden könnten, würden sie von Armut und Wohlstand, freier Liebe und Sozialismus, Rechte der Schwulen und von Reformen sprechen. Zur Wende des neunzehnten Jahrhunderts war
Greenwich Village ein Sammelpunkt freidenkender Köpfe aus der ganzen Nation. Der Schriftsteller Edna St. Vincent Milly schrieb hedonistische Poesie und Eugene O'Neill revitalisierte das amerikanische Drama. Mit den Jahren stiegen die Mieten entsprechend. Heutzutage gehören hier die Mietpreise für Stadthäuser und Wohnungen zu den höchsten in der Stadt. Die Studenten der New York University passen sich dem alten Geist dieses Stadtteils an, indem sie im
Washington Square herumtollen. Eine Vielzahl von Läden, lauten Bars und Musik-Clubs wetteifern in der Bleeker Street um Geschäfte.
East Village Früher war es ein ärmlicher multi-ethnischer Stadtteil. In den letzten zwanzig Jahren haben Künstler, Studenten und Yuppies diesen Stadtteil aufgewertet. Die Aufwertung kam weder rasch noch leicht zu Stande und führte zu den
Tompkins Square Park Mietpreis-Krawallen der frühen Neunzigerjahre. Krawalle gibt es jetzt nicht mehr, die Wohnungslosen leben anderswo und die bisherigen Bewohner beklagen die Ankunft von Neumietern. Jedoch bleibt der künstlerische Geist, der den Wechsel seinerzeit herbeiführte, vorhanden. Stadt-Gärten und Galerien reihen sich an Cafes, Kunstgewerbe-Läden und vegetarische Restaurants. Es produzieren sich Performance-Künstler, und Musiker trällern ihre Lieder. Die Mieten sind hoch und Nasen-Piercing ist nichts Ungewöhnliches.
Soho & Tribeca Früher waren hier riesige Fabriken, jetzt wohnen hier Künstler und haben das öde Industriegelände in ein lebendiges Geschäftszentrum verwandelt. Nach den Künstlern etablierten sich Galerien, Designer-Läden, extravagante Restaurants und modische Bars. Galerien dominieren auch jetzt das wilde Durcheinander und haben dadurch New York eine Kunst-Szene der feinsten Art beschert. Die günstigen Mietpreise gehören jedoch der Vergangenheit an - für die einstigen Dachspeicher werden Mieten verlangt, die denen der Fifth Avenue gleichkommen.
Lower East Side Es ist der letzte Stadtteil, dem man eine so genannte "Soho"-Behandlung verabreichte, nachdem es hier früher die schlimmsten Slum-Bedingungen auf den Straßen gab. Zwar hat sich die Situation allmählich verbessert, doch die Gegend ist arm geblieben und hat meistens neue Wellen von Immigranten (die meisten davon Hispanics) angezogen. Heute ziehen dorthin immer mehr soziale Aufsteiger, und die Mieten steigen. Der historische
Orchard Street Shopping District vereint sich friedlich mit neuen Trend-Bars und Nachtclubs.
Chinatown Eigentlich eine Falschbezeichung, da alle nur denkbaren asiatischen Volksgruppen in Chinatown leben. In den stets belebten Straßen reihen sich Restaurants, Lebensmittel- und Krims-Krams-Läden aneinander. Man muss nicht nach Hongkong reisen, um eine Rolex-Uhr für USD 10 zu kaufen; die gibt es hier zuhauf. Dim Sum und andere exotische Restaurants locken überall die Gäste an.. Erst kürzlich haben einige nicht-asiatische Restaurants neu eröffnet und ein gewaltiges Aufsehen erregt.
Little Italy Frank Sinatra, italienische Restaurants und Kitsch locken die Touristen in diesen lebensfrohen Stadtteil. Das ist leider alles, was von der einst so stolzen (leider verarmten) italienischen Immigranten-Gemeinde übrig geblieben ist. Das Restaurant
San Gennaro Festival heißt seine Gäste noch stets willkommen, aber
St. Patrick's Old Cathedral bietet nun seine Dienstleistungen statt in Italienisch jetzt in Spanisch und Chinesisch an.
Grainercy & Flatiron Das majestätische Flatiron Building erhebt sich über diesen schönen, interessanten Distrikt, der sich abgrenzt durch hohe Räume im Westen und Vorkriegs-Wohngebäude im Osten. Mehr als hundert Jahre nach ihrer Erbauung sind die Wohngebäude und Häuser am Grammercy Park immer noch begehrte Objekte. Die diversen Läden und exzellenten Restaurants locken die New Yorker bei Tag und Nacht an. Das historische Pete's Tavern gibt Zeugnis von New Yorks Vergangenheit, während die zahllosen "Silicon Alley"-Internet-Firmen der Stadt die Zukunft weisen.
Chelsea Früher war dies ein stolzes Arbeiter-Viertel, seit kurzem ist Chelsea eine Adresse für Reiche. Nachdem die Mieten in Greenwich Village ständig stiegen, zog die pulsierende Schwulen-Gemeinde weiter nach oben und belegte die vielen Speicher-Dachwohnungen von Chelsea. Andere folgten, wodurch das heutige Chelsea die ethnische und kulturelle Vielfalt von New York widerspiegelt.
Meat Packing District Es war klar, dass die Energie von Chelsea eines Tages in Richtung Industrieland-Entwicklung im Westen floss. Heute befinden sich einige der heißesten Adressen in Räumlichkeiten, in denen man früher das Schlachtfleisch lagerte. Später eröffneten alternative Lokale wie "Mother and the Cooler". Momentan ist das Lokal "Fressen" beliebt. Es ist die Attraktion für die Schicken und Hippen New Yorks.
Midtown Midtown liegt, wie der Name sagt, inmitten des Ganzen. Keiner weiß so richtig, wo Midtown anfängt, aber die meisten sind der Meinung, dass es etwa unweit des
Central Park aufhört. Es hat vermutlich alles in den Dreißigerjahren begonnen. Trotz der Verwirrung über die Grenzen, glauben die meisten, dass ALLES in Midtown passiert. Verlage, einige Finanz-Firmen, Import/Export-Unternehmen und Mode-Häuser - alle machen hier ihre Geschäfte. Der
Trump Tower zusammen mit
Saks Fifth Avenue und all den glitzernden Edelshops entlang der Fifth Avenue zieht leute an, die shoppen wollen. Touristen und Rollerblader winken dem Team der "Today Show" am
Rockefeller Center zu. Die eindrucksvolle
St. Patrick's Cathedral lädt zu innerer Ruhe und Besinnung ein. Die teuersten Restaurants der Stadt servieren hier die edelsten Speisen. Das beste von allem jedoch: Es gibt hier genug Taxis. Von Midtown aus kommt man überall hin und kann alles sehen. Wer nicht hier war, hat New York nicht gesehen.
Times Square & Hell's Kitchen Viele New Yorker vermissen die Schäbigkeit vom Times Square der früheren Tage.
World of Disney haben Sex-Läden und Striptease-Clubs verdrängt. Die zeitliche Entwicklung hat einige vertraute Zeitschriften-Stände und Speise-Lokale verschwinden lassen. Widerwillig geben die meisten Leute jedoch zu, dass es so besser ist. Schließlich bewundern die spendablen Touristen alles - angefangen von den Souvenir-Läden über die enormen Reklame-Tafeln von Victoria's Secret-Modellen bis zum neuesten Mega-Musical. Einige Blocks in Richtung Westen liegt Hell's Kitchen, das jetzt so eine Art Oase ist, an der man sich vom Time Square-Chaos erholen kann. Früher eine Slum-Gegend, ist es jetzt eine aufstrebende Gemeinde mit erlesenen Restaurants, Bars und Läden.
Upper East Side Die Gegenden "Park", "Fünfte" und "Madison" waren schon immer vornehme Adressen. Ob in den Stadtvillen der Gilde von früheren Tagen oder in den modernen Appartements von heute: "Altes" Geld und die High Society haben hier ihre Adressen. Während zahllose Läden in der gesamten Madison Avenue eröffneten, um ihre Dienste anzubieten, unterstützten die Anwohner Museen und sammeln Kunst. "Baby Gap" koexistiert heute mit Kunstgalerien und Antik-Läden. Im östlichen Teil hat das Kapital das alte Slum-Viertel Yorkville übernommen, und Yuppies leben in Eisenbahn-Appartements in Wohngemeinschaften.
Upper West Side Als noch in der Macht der Hausgemeinschaften der East Side stand den Zuzug von Anwohnern zu begrenzen, wurde neues Kapital in die Upper West Side investiert (sehr oft war es jüdisches Kapital). Als dann "modernistische" Bewohner der East Side ihre Paläste aus der Vorkriegszeit abrissen, behielten die Bewohner der Upper West Side ihre Häuser. Dreißig Jahre danach wissen die Mieter der Upper West Side den Wert der Grundstücke aus der Vorkriegszeit zu schätzen, und zwar wegen ihrer soliden Architektur (mitunter gotischer oder viktorianischer Baustil). Yuppies, erfolgreiche Künstler und junge Leute lebten hier in Wohngemeinschaften. Heute beherbegen die Häuser entlang der Westseite des Central Parks einige der wählerischsten Hausgemeinschaften der Stadt (Jerry Seinfeld: zugestimmt; Madonna: abgelehnt). Zwischenzeitlich sprießen Bars und Restaurants, die ihre Dienstleistungen den Menschen von Long Island und New Jersey anbieten (auch bekannt als Bridge und Tunnel), wie Pilze entlang der Columbus und Amsterdam Avenues aus dem Boden.
Brooklyn Der Name Brooklyn ist berühmter als der Name Manhattan, und dieser riesige Stadtteil erstreckt sich von der festefeiernden "Coney Island" bis zu den eleganten "Brooklyn Heights". Wo auch immer die Bewohner von Brooklyn herstammen, sie sind ein stolzes Völkchen. Stolz auf die
Brooklyn Botanic Garden. Stolz auf die Brücke, die den Namen Brooklyn trägt. Stolz auf ihr "Museum of Art" und das "Children's Museum". Stolz auf "Williamsburg" und "Park Slope", zwei Stadtteile, in denen Armut herrscht. Stolz auf Peter Luger und "Planet Thailand". Einige sind sogar stolz auf ihren Akzent.
Queens Von Flushing über Astoria bis hin zu Long Island City erlebt Queens eine ruhige Renaissance. Während die Vermieter weiter ihre Häuser renovieren, entdecken die Mieter-Flüchtlinge aus Manhattan was dieser Arbeiter-Stadtteil seinen Bewohnern zu bieten hat. Großartige, kostengünstige ethnische Restaurants "würzen" die gesamte Stadtgemeinde wie man es auch von der Geisteshaltung der Gemeinde sagen kann. Queens ist auch der Standort des "Kaufmann Astoria Studios" sowie des "Museum of the Moving Image".
The Bronx Die Bronx hat den Touristen wie auch seinen Bewohnern viel zu bieten: sie ist die Stadt der Yankees, besitzt einen der schönsten Zoos des Landes und einen außergewöhnlichen
New York Botanical Garden. Leider überschattet die Armut in vielen Bezirken oftmals die positiven Aspekte dieses multi-ethnischen Stadtteils. In der South Bronx gab es in letzter Zeit Anzeichen, die darauf hindeuten, dass der Stadtteil vom gegenwärtigen wirtschaftlichen Wachstum profitiert.
Staten Island Vorstadt mit Bürgern der Mittel- und Arbeiterklasse. Tausende benutzen die Fähre, um täglich zur Arbeit nach Manhattan zu fahren.