Köln ist architektonisch betrachtet keine sonderlich attraktive Stadt. Breit angelegte Straßen und meisterhafte Bauten wird man in dieser Stadt, abgesehen vom Dom natürlich, vergebens suchen.
Was sie jedoch spannend und so attraktiv macht, ist ihre Dichte. Es fällt nicht besonders schwer, die einzelnen Stadtviertel an einem Vormittag zu durchwandern. Gleichzeitig ist Köln eine relativ junge Stadt, die ihren Charme zu einem Großteil aus der Völkervielfalt vor Ort bezieht. Das schlägt sich auch in der Küche nieder. Fast jedes Land der Erde istmit einem Restaurant vertreten. Was die Gastronomie jedoch am deutlichsten prägt, ist der Einfluss des jungen Klientels und der Studenten. Die meisten Restaurants sind daher ebenso Bar und Cafe in einem.
Obwohl die Ausgehviertel nahe beieinander liegen, unterscheiden sie sich doch drastisch. Der Schwerpunkt des Nachtlebens lag bis vor ein paar Jahren noch im Süden der Stadt. Seit einiger Zeit verlagert er sich jedoch mehr und mehr ins Zentrum und seit neuestem haben die Kölner die Nordstadt um den Ebertplatz wieder als ihre Trendmeile entdeckt. Eine Vielzahl neuer Bars und Restaurants in dieser Gegend können sich über mangelnde Besucherzahlen nicht beklagen.
Südstadt
Die Südstadt, um den Chlodwigplatz, hat immer noch einen gewissen Appeal. Wenn auch nicht mit Clubs gesäumt, so befinden sich reichlich gute Restaurants in diesem Viertel. Alteingesessen und nach wie vor beliebt ist das La Patata in der Alteburgerstraße. Das Galestrogilt als der Stern an Kölns Pasta-Himmel.
Um den Zülpicherplatz tobt das Studentenleben. Hier reihen sich die Bars nahtlos aneinander und sind teilweise nur durch obligatorische Imbissbuden getrennt. Nur eine Querstraße von dieser Schlagader des studentischen Nachtlebens entfernt, öffnet sich eine kulinarische Oase der Innenstadt.
Belgische Viertel
Das Belgische Viertel, zwischen Rudolfplatz und Friesenplatz, wird nach Einbruch der Dunkelheit bevorzugt von Medienleuten, Künstlern und denen die werden wollen, aufgesucht. Tagsüber ein ruhiges mit Galerien und Cafes angereichertes Viertel, verwandelt es sich nachts in ein Eldorado der Szenegänger und Restaurantliebhaber. Obwohl nur 200 Meter lang, bietet die Friesenstraße alles was man zu ausgiebigem Nachtleben gehört: Sushi, Tapas, Kölsch und Hipster die sich beispielsweise im Arkadia zusammentun. Der Stadtgarten ist das bekannt für kleine aber feine Konzerte und hat außerdem den schönsten Biergarten der Innenstadt.
Ebertplatz
Der Ebertplatz in der Nordstadt schließt den Halbkreis der Kölner Innenstadt. Will man sich vom Coolness-Faktor des Viertels selbst überzeugen, sollte man am besten im Elektra vorbeischauen. Aushängeschild der türkischen Küche auf der Weidengasse ist das Bosporus, in dieser Gegend hat man aber auch beste Chancen auf vorzügliche türkische Küche in einem der zahlreichen Imbisse.
Ehrenfeld
Zwar befindet sich hier nicht das kulinarische Mekka Kölns, doch das Anders und dessen Ableger Zeit der Kirschen sind definitiv einen Besuch wert.
Nippes
Das alte Arbeiterviertel Nippes beherbergt den Zum Kornbrenner und damit das angenehmste der Veedelskneipen. Immer die Reise wert ist das Merhaba. Hier wird türkische Küche modern und perfekt zubereitet.
Was der Stadt an Weltstatus fehlt, macht sie durch Charme und fantastischem Flair wieder wett.
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