Köln wurde 38 v.Chr. von den Römern gegründet. Der Römische Statthalter Galliens Marcus Vipsanius Agrippa, dem auch das linksrheinische Rheinland gehörte, veranlasste den Bau von Kastellen und Poststationen, um die Römer im Rheinland zu etablieren. Diese Aufbauarbeiten konnten aber nicht allein von den Römern geleistet werden, weshalb man sich mit dem in der Gegend ansässigen Germanenstamm der Ubier zusammentat.
Die Ubier, glücklich über ihre Liaison mit den mächtigen Römern, machten das Stadtgebiet von Köln zur Hauptstadt ihres Stammesgebietes und lebten dort in Eintracht mit den Römern. Köln hieß zu dieser Zeit, um 1 v. Chr., oppidum Ubiorum (etwa: umwallte Siedlung der Ubier) und war eine römische Veteranenkolonie. Römische Legionäre mussten Rom zwanzig Jahre lang dienen, um in den Genuss ihrer Rente zu kommen. Anschließend hatten sie die Wahl sich die Rente in Bar oder in Form von Grundbesitz auszahlen zu lassen. Letzteres wurde von vielen Legionären bevorzugt, wodurch sich eine reiche Oberschicht aus ehemaligen römischen Soldaten und mittlerweile mit ihnen verheirateten Ubierrinnen ergab.
Der berühmte Feldherr Agrippina baute die bis dahin kaum als Stadt zu erkennende Ansiedlung zu der Metropole der römischen Provinz Germanien aus indem er unter anderem mit dem Bau eines römischen Bades südliche Lebensqualität an den Rhein brachte. Die Fundamente wurden unter Groß St. Martin gefunden und können zum Teil noch besichtigt werden. Den Durchbruch schaffte Köln dank der Hilfe von Agrippina, der Enkelin Agrippas. Sie war es, die der Stadt zu ihrem Namen verhalf. Mit 13 wurde sie zum ersten Mal in Rom verheiratet und durchlief daraufhin eine steile Karriere, bevor sie mit 34 Jahre ihren Onkel Kaiser Claudius heiratete. Als Demonstration ihrer Macht verhalf sie ihrer Geburtsstadt zum Status einer Kolonie römischen Rechts. Die umwallte Siedlung der Ubier hieß deshalb von 50 n. Chr. an Colonia Claudia Ara Agrippinensium und war römische Provinzhauptstadt und Handelsmetropole. Köln wurde ab ca. 260 n.Chr. mehrfach von Franken belagert, was zur Aufgabe Kölns durch die Römer und 425 zur letztmaligen Erwähnung eines römischen Statthalters in Köln führte.
Die zweite wichtige Frau in der Geschichte Kölns ist die heilige Ursula. Im frühen Mittelalter wurde Köln von den Hunnen belagert, die erst von der Stadt abließen als die heilige Ursula, mit 11.000 (so die Legende) jungfräulichen Gefährtinnen von einer Pilgerfahrt nach Rom zurückkam und die Stadt von der Belagerung der Hunnen befreite. Zu ihrem Gedenken wurde in Köln die Ursulakirche errichtet, in der man die Geschichte der heiligen Ursula in Fresken besichtigen kann. Der Abzug der Römer schuf ein Machtvakuum, das die katholische Kirche zu füllen im Stande war. Im Jahre 800 wurde Köln von Karl dem Großen zum Erzbistum erklärt und damit die Macht der Kirche in der Stadt untermauert.
Damit sind nun die drei wesentlichen Faktoren der Kölner Geschichte umrissen: Die multikulturelle Basis aus Römern und Ubiern, der weibliche Einfluss und die katholische Kirche.
Im Mittelalter war Köln eine Stadt der Händler und Pilger. Die Reliquien der Heiligen Drei Könige wurden von dem damaligen Kölner Erzbischof Reinald von Dassel anlässlich eines Feldzuges von Mailand nach Köln überführt. Köln erhielt so eine weitere Attraktion für Pilger, die im Jahre 1248 zur Grundsteinlegung des Kölner Doms führte. Die Stadt lebte hauptsächlich von ihrem Status als Rom des Nordens und dem Kölner Stapelrecht. Dieses Recht verpflichtete alle Schiffe, ihre Waren in Köln Zwischenzulagern (zu stapeln) und räumte den Kölner Bürgern ein Vorkaufsrecht auf diese Waren ein. Aufgrund versiegender Pilgerströme und eines allgemeinen wirtschaftlichen Niedergangs der Stadt wurde 1560 der Bau des Doms für 282 Jahre eingestellt.
Die Franzosen besetzten ab 1794 die Stadt, die ab 1801 offiziell zu Frankreich gehörte. Die Besatzer fanden ein trostloses Köln vor. Vom einzigen Glanz der Weltmetropole war nichts mehr zu erkennen. Die Kirche besaß zwei Drittel des Bodens, ein Abwassersystem, wie zu Zeiten der Römer üblich, gab es nicht mehr und der Großteil der Bevölkerung lebte in Armut. Die Franzosen griffen hart durch, erlaubten die Einwanderung von Juden und Protestanten, enteigneten die katholische Kirche, sorgten für Straßenbeleuchtung, Abwasser- und Müllentsorgung und eröffneten ein öffentliches Krankenhaus.
1815 übergibt Frankreich Köln an Preußen. Unter preußischer Herrschaft wird der Dom 1880, nach weiteren 38 Jahren Bauzeit, fertiggestellt.
Im zweiten Weltkrieg zu 72% zerstört wird Köln 1975 erstmalig Millionenstadt.
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