Die Steiermark, auch das "grüne Herz Österreichs" genannt, ist reich an Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten. Im Umkreis der Landeshauptstadt Graz finden sich Attraktionen für jeden Geschmack. Benediktinerabtei Seckau
Die Benediktinerabtei Seckau nordwestlich von Graz (A9 Richtung Salzburg, S36 Richtung Klagenfurt Abfahrt St. Laurenzen) bietet zum Beispiel kunsthistorische Besonderheiten und kulinarische Gaumenfreuden ebenso wie eine Ausstellung, die Einblicke in monastisches Leben gewährt.
Steirische Schlösserstraße
Die Steirische Schlösserstraße führt zu den steinernen Zeugen längst vergangener Zeiten. Gotik, Renaissance und Barock finden sich im oststeirischen Hügelland vereint. Sei es Schloss Schielleiten am idyllischen Stubenbergsee, Schloss Kornberg und Schloss Pöllau bei Feldbach oder Schloss Herberstein - all diese erwürdigen Gemäuer spiegeln faszinierende, lebendige Geschichte wieder. Von den Türken einst als "mächtigste Festung der Christenheit" bezeichnet, thront zum Beispiel die Riegersburg eindrucksvoll auf den Resten eines 482m hohen Vulkanberges.
Schloss Herberstein
Die Geschichte von Schloss Herberstein, eine Autostunde von Graz entfernt (A2, Richtung Wien, Abfahrt Gleisdorf Ost), reicht zurück bis ins 13. Jahrhundert. Die Ausstellung "Leben im Schloss" mit ihren authentisch rekonstruierten Räume erzählt vom Alltag eines der einst bedeutensten Adelgeschlechter der Steiermark.
Seit dem 17. Jahrhundert ist auf dem Gelände des Grafenschlosses ausserdem ein weitläufiger Tierpark untergebracht, der heute nach den modernsten Regeln der natürlichen Tierhaltung organisiert ist. Großraumgehege gehobenen Standards bieten rund 600 Tieren aus fünf Kontinenten Lebensbedingungen beinahe wie in freier Wildbahn und ermöglichen eine Entdeckungsreise durch das Reich der Tiere. Ein ideales Ausflugsziel für Familien und begeisterte Hobbyzoologen (http://www.herberstein.co.at).
Lipizzaner-Gestüt Piber
Pferdenarren werden vom Lipizzaner-Gestüt Piber begeistert sein, das nur wenige Kilometer von Graz entfernt in der Weststeiermark (nahe Voitsberg) liegt.
Die Tradition dieser majestätischen weißen Pferde geht zurück auf die legendäre Zucht des letzten spanischen Habsburgers, Erzherzog Karls II. im 16. Jahrhundert. Lipizzaner werden als kohlrabenschwarze Fohlen geboren, bevor sie die harte Schule der Wiener Hofreitschule antreten. Erst im Alter von vier bis zehn Jahren werden die Pferde schliesslich schneeweiß.
Doch nicht nur diese faszinierenden Pferde machen einen Besuch der Weststeiermark empfehlenswert: In Bärnbach, einem Nebenort von Piber, kann man ausserdem durch die umgestaltete Kirche des jüngst verstorbenen Malers Friedensreich Hundertwasser wandeln oder von der Burg Deutschlandsberg aus über die Lande blicken.
Südsteirische Weinstraße
In der Steiermark gibt es insgesamt acht Weinstraßen. Die berühmteste ist die Südsteirische Weinstraße. Man nennt sie auch die Toskana der Steiermark, und tatsächlich erinnern die eigenwilligen Weinberge, das milde Klima und der typische Geruch der Weinreben an laue italienische Sommernächte.
Die edlen Weine des Landes reifen inmitten dieser märchenhaften Landschaft, die den Blick auf die ebenso fruchtbaren Weinberge des Nachbarlandes Slowenien eröffnet. Sauvignon Blanc, Welschriesling, Muskat Sylvaner, Weißburgunder, Morillon, Müller-Thurgau, Muskateller sind nur einige der Produkte bei deren Genuss selbst erfahrene Sommeliers ins Schwärmen kommen.
Einen Ausgleich zu soviel Kulinarischem findet man in der Römerstadt Flavia Solva (Wagna) oder im Tempelmuseum von Frauenberg.
Maribor (Marburg) in Slowenien
Ein Ausflug in die nächstgelegene slowenische Stadt Maribor (dt. Marburg) ist sehr zu empfehlen. In den knapp eineinhalb Jahrtausenden ihres Bestehens hat die Stadt Maribor schon eine turbulente Geschichte hinter sich.
Im österreichischen Kaiserreich stand Marburg meist im Schatten von Graz, der Hauptstadt des Herzogtums Steiermark. Nach dem Ende der Monarchie kämpfte Marburg gegen den wirtschaflichen Verfall. Während ein Gutteil der Bevölkerung an ihrer deutschen Geschichte festhielt, bemühte man sich nach dem Ende des 1. Weltkrieges, zum gesellschaftlichen und kulturellen Zentrum Nordsloweniens aufzusteigen.
Maribor, slowenisch "Burg in der Grenzregion" hat sich mittlerweile als offene, lebhafte Universitätsstadt etabliert. Bei einem Kaffee in einer der Bars an der Drau oder einem Einkaufsbummel in der netten Innenstadt kann man sich vom Charme dieser Metropole überzeugen.
Murradweg und Thermenland
Für sportbegeisterte Grazurlauber ist der Murradweg eine Reise per Rad wert, Schwimmer und Wasserratten sind im Thermenland Steiermark genau richtig. Vor allem im Südosten brodelt und kocht es unter der Erde - wunderbar heißes Thermalwasser ist das Ergebnis. Die Therme Loipersdorf für Abenteuerlustige, die Therme Bad Radkersburg für Erholungssuchende oder die Therme Blumau für Architekturfreaks seien in diesem Zusammenhang erwähnt.
Ebenfalls empfehlenswert für Schwimmer, aber näher bei Graz: das Schwarzl Freizeitzentrum oder die Copacabana.
Photo: Graz Tourismus, Hans Wiesenhofer
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