Cancún erlebte in den 80er Jahren aufgrund der enthusiastischen ausländischen Investitionen ein schnelles Wachstum. Große Hotels mit vollständigem Service und allen möglichen Annehmlichkeiten sowie sehr luxuriösem und exklusivem Charakter schossen nur so aus dem Boden. Gleiches gilt für die Einkaufszentren, die natürlich die besten Boutiquen, Juweliere, Restaurants und Tausende von Verkaufsartikeln in ihren Schaufenstern enthalten. Diese Einrichtungen sorgten für eine höhere Anziehungskraft der Insel, die ohnehin schon aufgrund der Färbung des Wassers, der feinen Sandstrände, der üppigen Vegetation ihrer Mangrovenwälder und des ökologischen Reservats – welches die vorhandenen Spezies bestmöglich erhält – als Sonnen- und Meer-Paradies angesehen wurde.
Man kann Cancún in drei wesentliche Gebiete unterteilen: das Hotelgebiet, die Stadt und das ökologischen Reservat mit seinen außergewöhnlichen Lagunen und Mangrovenwäldern.
Das Hotelgebiet beherbergt alle Luxushotels vom Typ Gran Turismo, sowie Einrichtungen mit 5 Sternen und einige mit 4 Sternen. Diese großartigen Gebäude besitzen verschiedene architektonische Stile: von dem mit klassischen Säulen prunkenden Hotel Krystal bis hin zu dem modernistischen, pyramidenförmigen Meliá Beach and Spa Resort. Sowohl Hotels als auch Einkaufszentren verteilen sich entlang des Boulevard Kukulcán, der Hauptallee auf der 25 km langen Insel. Dieser Bezirk bringt zweifellos die meisten Devisen hervor und besitzt eine sehr viel höhere wirtschaftliche Wirkung als der Rest des Staates. In seiner näheren Umgebung liegen die angesagtesten und meist besuchten Diskos, die Restaurants mit internationaler Auswahl und Küche, sowie die größten Unterhaltungskonsortien.
Die Stadt Cancún verändert, wenngleich nicht auf drastische Art und Weise, das Panorama, das hier eher alltäglich, folkloristisch und pittoresk ist. Das ruhige Leben in der Provinz und die Schlichtheit einiger ihrer Läden bieten einen Kontrast zu den millionenschweren Hotelketten. Die Unterkünfte in der Stadt sind preiswerter, und man kann von 4-Sterne-Hotels bis hin zu Pensionen und Mietzimmern für ein paar Pesos alles finden. In diesem Bezirk befinden sich die Restaurants mit typischen Gerichten – die sog. Fondas und Antojerías –, die eine einmalige Gelegenheit bieten, um den Geschmack mexikanischer Hausmannskost zu genießen.
Die Geschäfte bieten keinen Luxus, und man kann hier Qualitätsware zu günstigeren Preisen als im Hotelgebiet erstehen. Das Kino und das Theater liegen in den bekanntesten Straßen der Stadt.
Man darf nicht das dritte Gebiet übergehen, in dem die Natur noch immer als Protagonistin der Geschichte regiert. Das Biosphärenreservat Sian Ka´an dehnt sich über hunderte von Kilometern aus und ist somit landesweit das größte seiner Art. Es bildet ein wahres Ökosystem, in dem Pflanzen und Tiere unterschiedlichster Spezies leben. Die Regierung und die gemeinnützigen Verbände leisten ihr Möglichstes, um die Zone unberührt und so als Heimat der Lebensarten – vor allem derer, die vom Aussterben bedroht sind – zu erhalten. In der Nähe erstrecken sich in alle vier Himmelsrichtungen bedeutende archäologische Gebiete. Die Bauwerke enthüllen die Anwesenheit der Mayas auf dieser Halbinsel, und auf jedem Felsen kann man das historische und kulturelle Vermächtnis dieser ersten Einwohner während der postklassischen Zeit studieren.
Cancún bringt die Eleganz und Unterhaltung des Hotelgebiets, die Tradition und Ruhe der Stadt, die natürliche Schönheit des ökologischen Reservats und der Riffbarriere sowie die reiche Geschichte miteinander in Einklang. Was kann man mehr verlangen?
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