Attraktionen

Tour 1 Frankfurt ist eine Metropole mit harten Brüchen- der Stadtteil Westend ist ein Symbol für diesen überall sichtbaren Kontrast. Vor 30 Jahren machte das vornehme Wohnviertel als "Wildes Westend" von sich reden: Spekulanten und Hausbesetzer stritten sich unerbittlich um den Abriss der Bürgerhäuser. Nachdem die Bürgerschaft sich von Familienverbänden vor allem im Singlehaushalte gewandelt hatte, die Leben und Arbeiten in der City bevorzugen, gab es einen Rückfluß von Neumietern, die den Charakter des Westends in ein Nobelwohnviertel veränderten. Heute stehen Banktürme und alte Wohnhäuser friedlich nebeneinander. Wir beginnen den Spaziergang am Opernplatz und der Alte Oper. Hinter dem Rothschildpark gelangen zur Straße Oberlindau, der wir bis zum imposanten IG-Farbenhaus / Pölzig-Bau aus den dreißiger Jahren folgen. Wir gehen vorbei an einer Reihe schmaler Bürgerhäuser aus dem Jahre 1880. Eines der Häuser, in dem der Maler und Professor an der Städelschule, Wilhelm Steinhausen, wohnte, ist heute ein Privatmuseum.

Nicht weit von hier lebten einst auch der Nervenarzt Heinrich Hoffmann - der "Vater" des Struwwelpeter - und der spätromatnische Komponist Engelbert Humperdinck. Heute steht dieses Gebäude im Schatten des "Hochhaus am Park", einem der vielen Bürogebäude im Westend. Von hier aus gelangt man in den Grüneburgpark und den dahintergelegenen Palmengarten. In der Freiher-vom-Stein-Straße liegt die Synagoge Beth-Hamidrasch, das einzige erhaltene historische jüdische Gotteshaus. In der Eppsteiner Straße betrachten wir das Haus Nr. 47. Das Gebäude war das erste, das in den 70er Jahren von Studenten besetzt worden war, um es vor dem Abriss zu bewahren - mit Erfolg, wie man sieht.

Vorbei am Siegmund-Freud-Institut in der Kleinen Wiesenau 3 gelangen wir zu einem Bürgerhaus in der Myliusstraße 32, dem Institut für Jugendbuchforschung, wo eine Gedenktafel an die weltberühmte Pianistin und Komponistin Clara Schumann erinnert, die hier im 19.Jahrhundert lebte.

Wir überqueren die Bockenheimer Landstraße und rasten im Cafe Laumer, in dem schon der Philosoph und Ex-Exilant Theodor W.Adorno, Autor der "Ästhetischen Theorie" und Mitautor von, Der autoritäre Charakter", nach dem zweiten Weltkrieg einzukehren pflegte. Die Straße der Millionäre und Barone, wie die Allee früher genannt wurde, wird heute von modernen Bürohäusern beherrscht, zwischen denen noch einige Stadtpalais stehen, die einst von Geistesberühmtheiten wie Hölderlin, den Brentanos oder den Bethmanns bewohnt wurden.

Nun wenden wir uns Richtung Komponistenviertel nach links in die Schumannstraße und besuchen das Struwwelpetermuseum in der Schubertstraße. In der Lindenstraße stehen wir vor einem prächtigen Gebäude, das 1896 als Damenstift für unverheiratete Töchter erbaut wurde. In der NS-Zeit fungierte es als Gestapo-Hauptquartier.

Wir folgen dem Kettenhofweg bis zum "Pferdestall", einem repräsentativen Prachtbau von 1880. Hier spüren wir bereits die Gegenwart der großen Wolkenkratzer im the Bankenviertel. An der Küblerstraße hat man einen atemberaubenden Blick auf die gläsernen Fassaden der Hochhäuser, die sich hinter den Villen in den Himmel recken.

Tour 2 Wir starten unsere Tour an Frankfurts Johann Wolfgang Goethe Universität. Leider ein nicht besonders hübscher Bau. Die erwürdigeren Gebäude befinden sich viel weiter hinten und sind von der U-Bahnstation nicht zu sehen. Wir laufen die Bockenheimer Landstasse entlang und erreichen den Palmengarten auf der linken Seite. Hier kann man neben einem wunderschönen Park auch noch in mehreren Pavillon die verschiedenen Naturreiche der Welt unter bis zu 10 m hohen Palmen nachvollziehen.

Nach unserem Besuch fahren wir mit der U-Bahnlinie 6 oder 7 zur Konstablerwache. Von der Konstablerwache laufen wir über die Zeil in Richtung Hauptwache. Unterwegs kann man neben dem Kaufhaus Kaufhof das Imax-Kino befindet. Es handelt sich hier um ein Kuppelkino. An der Hauptwache angekommen steht man vor einem Barocken Bau das dem Platz seinen Namen verlieh. Es war eine Wachstube und Gefängnis in einem. Erbaut 1729-30 ist hier heute ein gut laufender Kaffeebetrieb.

Von hier aus gehen wir zurück zum Anfang der Zeil und biegen in die Liebfrauenstrasse in eine Shoppingmeile ein. Wer möchte, kann kurz beim Lienfrauenkloster in den Innenhof gehen, der nur einen Wimpernschlag vom Konsumgetümmel mit einem barocken Altar zu einer kurzen Meditatio einlädt. Weiter Richtung Berliner Strasse, die man überquert, gelangt man zum Dom. Er ist eigentlich keiner, da Frankfurt nie ein Bistum war. Der Titel wurde ihm aber durch seine Funktion als Krönungsstätte der deutschen Könige und Kaiser im Jahre 1562 verliehen Nun überqueren wir die Braubachstrasse und erreichen den Römerberg. Sicherlich das herausragende Wahrzeichen Frankfurts. Der bereits im 9. Jahrhundert erwähnten Platz wurde damals Gericht gehalten und die ersten internationalen Messen fanden hier statt. Im 2. Weltkrieg wurde der Platz mit den wunderschönen alten Häusern komplett zerstört. Nach dem Krieg entschloß man sich aber den Platz weitest gehend wieder so herzustellen. Es gelang mehr oder minder gut. Die Nachkriegsanbauten neben der rekonstruierten Rathausfassade atmen den Stil der fünfziger Jahre. Geradezu überhistoristisch ist die Ostzeile von Römers mit einen Zuckebäckerfassaden geraten. Dazwischen steht als "Nabel" des Platzes der Gerechtigkeitsbrunnen mit einer Justizia, die komischerweise keine Augenbinde trägt.

Von dort aus blicken wir in Richtung Mains und besichtigen die Alte Nikolaikirche die im Jahre 1290 am Römer erbaut und 1992 renoviert wurde. Der Turm der Nikolaikirche enthält 40 Glocken únd bietet sein Glockenspiel jeweils 5 Minuten nach 9, 12 und 17 Uhr. Von hier schlendern wir bis zum Mainufer, passieren das Gemp'sche Handelshaus und betreten den Eisernen Steg, eine Fußgängerbrücke. Hier hat man it dem plätschernden Main im Vordergrunf einen phantastischen Blick über die Skyline von "Mainhatten", wie manche Frankfurter ihre Stadt ironisch nennen. Auf der anderen Seite erwartet uns das Museumsufer. Hier befinden sich viele Museen, wie das Städel, das Filmmuseum, Das Postmuseum und einige andere Ausstellungsgebäude. Nach dem besuche einer Ausstellung kan mann auf die Höhe Schweizer Strasse gehen. Diese Einkaufs- und Gastromeile führt ins Herz von Sachsenhausen mit seinen gutbürgerlichen Geschäften, dem Kaufhaus Wollworth und den sich anschließenden Apfelweinkenipen, die sich in den Nebenstraßen befinden.

Wenn Sie ein Paar Tagen in Frankfurt haben, können Sie einen Ausflug nach Rüdescheim-am-Rhein machen. Es ist nur eine 2 Stunden lang Reise, um eine merkwürdige historische Stadt zu erreichen. Sie werden es nicht vergessen, wenn Sie für Geschichte, für Kunst oder für Gastronomie Interesse haben.Wcities

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