Essen und Trinken
Was das Essen und Trinken angeht, so ist die Auswahl an Restaurants in Frankfurt ziemlich üppig. Als Genießerstadt gilt die Metropole allerdings nicht. Wer ein Gasthaus, Bistro oder Restaurant betritt, will meist mehr als nur seinen Hunger stillen. Frankfurt ist die Single-Hauptstadt Deutschlands, und sehen, gesehen werden sowie Kontakte knüpfen gehören zum Ausgehen immer dazu.
Da Frankfurt durch den Flughafen mit allen Gourmetparadiesen der Welt vernetzt ist, kann es eine imposante Bandbreite an internationalen Speisen bieten. Die vorhandenen multikulturellen Gemeinden sorgten schon früh dafür, dass türkische, indische, japanische und Küche aus Übersee zum ganz normalen Angebot der Gastronomie-Szene gehörten. Das wurde nie als Aufsehen erregend empfunden - streng dem Sprichwort folgend:
Mer strunze net, mer hun! (Wir protzen nicht, wir haben!). Gleichzeitig gibt es in Frankfurt aber auch jede Menge gutbürgerliche Lokale, die vor allem durch ihr recht humanes Preis- Leistungs- Verhältnis überzeugen. Studenten und Alt-Frankfurter finden problemlos Lokalitäten, wo sie ihre Rippchen mit Kraut oder Grüne Soße mit Ei verzehren können, um zwei bekannte regionale Speisen zu erwähnen.
Deutsche Küche Das absolute "Highlight" für Nichtfrankfurter stellen sicherlich die
Ebbelwoikneipen (Apfelweinkneipen) da. Hier bekommt man das lokale Nationalgetränk: Den Apfelwein im Glas oder im Bembel (1-5L Tonkrüge). Die örtlichen Konzerne Possmann und Hochstädter sind mit ihrer Allgegenwart in Sachen Äppler durchaus mit Größen wie Coca Cola und Pepsi bei den Erfrischungsgetränken vergleichbar. Viele Kneipen machen ihren Apfelwein und -saft allerdings auch noch auf der eigenen Kelter. Seitdem Ärzte darauf gekommen sind, dass ein "Gespritzter" (mit süßem oder saurem Sprudel versetzt) so ziemlich das Gesündeste ist, was man als Erfrischungsgetränk zu sich nehmen kann, greift auch die sportlich angehauchte Jugend wieder vermehrt zum
Stöffchen, das im Traditionsglas, dem
Gerippten, konsumiert wird.
Auf jeden Fall sollte man auch den
Handkäse mit Musik probiert haben. Es handelt sich dabei um eine Art Harzer Käse, der mit Zwiebeln, Essig und Öl angemacht ist und mit Brot serviert wird. Seinen Spitz-Namen erhält der Käse zu recht, führen doch die Verdauungsprozesse dieser Speise in der Regel zu einigen Winden und damit zu "Musik".
Die Ebbelwoi-Kneipen sind in Frankfurt überall vertreten. Die besten und bekanntesten befinden sich im Stadtteil Sachsenhausen. Die
Affentorhäuser mit ihrem rustikalen Interieur und ihrer günstigen Speisekarte bietet zum Beispiel neben dem Apfelwein noch
Haspeln und
Schäufelchen (beides vom Schwein), aber auch gutes Rinderfilet. Sehr beliebt ist das
Apfelweinwirtschaft Wagner, wo man nicht nur gut bedient wird, sondern auch nicht lang allein am großen Tisch sitzt. Es wird immer weiter aufgerückt, und so ist man oft unversehens in ein lockeres Gespräch mit seinem Nachbarn verwickelt. Leider sind die berühmten Lokale touristisch nicht selten überlaufen, weshalb man vielleicht doch lieber auf die anderen Stadtteile ausweichen sollte. Zum Beispiel zur schönen Müllerin im Nordend oder zur
Friedberger Warte in Bornheim, das etwas teuer ist, aber leckere Gerichte bietet.
Exotische Küche Wer es eher exotisch mag, wird in Frankfurt keine Mühe haben, etwas Passendes zu finden. Bereits in der Innenstadt, um die Zeil herum, befinden sich nicht nur türkische, griechische
Omonia und italienische Restaurants
Ristorante Isoletta, sondern auch französische
Rosa Bistro, japanische (Utage), indische, thailändische
Suvadee Thai Restaurant und viele andere Restaurants aus aller Herren Länder. Besonders zu erwähnen ist der Lahore Palace mit seiner vorzüglichen indischen Küche. Wer den Köchen beim Kochen zusehen möchte, beengte Verhältnisse nicht scheut oder sich sein Essen lieber einpacken lassen möchte, ist im Phuket genau richtig. Traumhaft leckere thailändische Gerichte werden absolut frisch zu bereitet und sind zu sehr günstigen Preisen zu haben.
Angesichts des deutschlandweit höchsten Ausländeranteils in der Bevölkerung muss man sich als Liebhaber auswärtiger Küche in Frankfurt aber immer der Tatsache bewusst sein, dass man hier original-scharf bekocht wird, denn die internationale Klientel schätzt an Frankfurt, dass Integration hier nicht automatisch Anpassung bedeuten muss. Orientalische, exotische oder Überseeküche
N.Y.C. Frankfurt ist in "Mainhatten" immer einen Touch authentischer als in anderen deutschen Städten. Auch die kulinarischen Trends wechseln in Frankfurt rascher als anderswo. Die Sushi-Welle ebbt beispielsweise schon wieder ab, während sich amerikanisch-kreolische Kreationen auf den Speisekarten blicken lassen.
Preiswerte Küche Preiswert essen gehen kann in Frankfurt, einer Stadt von Bänkern und gehobenen Mittelständlern, etwas schwierig werden. Dennoch bieten zum Beispiel die folgenden Kneipen Menüs zu wirklich günstigen Preisen an:
Das
Indian Curry House in Bahnhofsnähe, La Habana und
Manolya im Nordend oder das China Haus Chui in der Innenstadt. Wer es deutsch mag, kann das Niddastübchen und Max und Moritz am Bahnhof besuchen, Zum Jodler in Sachsenhausen, oder Windows 25 in der Innenstadt. Etwas bekannter und mit immer gleich bleibender Qualität ist sicherlich das Marche- Mövenpick, welches sich in der Zeilgalerie befindet. Zahlreiche Pizzerias und chinesische Schnellrestaurants mit Außer-Haus-Verkauf, sowie Nordsee-Restaurant-Filialen, Dönerbuden und gut positionierte Brezelbuden bekämpfen problemlos den kleinen Hunger zwischendurch in der City.
Die Studentenschaft kann sich preiswert in den Mensen versorgen. Natürlich gibt es in allen Vierteln auch genügend Filialen einer bekannten internationalen Hamburgerbraterei.
Fastfood Fastfood ist in Frankfurt kein Problem Dabei müssen es nicht immer der Döner, die Pizzaschnitte oder der Burger sein. Vielleicht doch eher etwas Sushi oder ein Entenleber-Sandwich? In einer Stadt mit einer derartigen Dichte von Büroangestellten und Singles, bei denen die Küche mittags meist kalt bleibt, gibt es fast nichts, was man nicht auch als Snack bekommen kann.
Hauptquelle ist da natürlich die Innenstadt. Bei Sushi am Main kann man beispielsweise auf die Schnelle mit oder ohne Stäbchen speisen. Persisches wird in der Nähe des Bahnhofes im Imbiss Rendezvous angeboten. Instant-Mahlzeiten aus der Tüte, egal ob Suppe, Auflauf oder süßes Schmankerl, wird tagtäglich im
Maggi Kochstudio Treff (Neue Käme) zu Tiefstpreisen angeboten.
Wer zum Gourmet-Snack tendiert, muss auch nicht darben: In der oberen Kaiserstraße im Umfeld des Frankfurter Hofes gibt es Feinkostgeschäfte mit delikaten, wenn auch nicht eben günstigen Sandwiches und Kleingerichten zum Mitnehmen. Die
Fressgass' bei der Oper ist mit ihren italienischen Steh- und Nobelimbissen das Feinkostparadies für schnelle, aber hochwertige Speisen schlechthin.
Cafes Ähnlich vielseitig wie die große Bandbreite an internationalen Restaurants gestaltet sich Frankfurts Auswahl an Cafes mit passenden Häusern für die unterschiedlichen Geschmäcker und Vorlieben. Jeder Stadtteil hat da seine besonderen Adressen. Im
Cafe Karin am Großen Hirschgraben befindet man sich sogar direkt gegenüber von Goethes Geburtshaus. Das Cafe in der 1728 erbauten
Hauptwache gehört ebenfalls zu den gut besuchten Häusern der Stadt. Im Westend finden Sie das Traditionshaus
Cafe Laumer mit Garten und Sommerterrasse.
Studenten zieht es in Universitätsnähe ins Cafe Abraham, wo man beim erschwinglichen Frühstück ausgiebig Zeitung lesen kann. Wer es gern etwas unkonventionell hat, mag vielleicht das Cafe im Liebieghaus besuchen, wo man bei internationalen Kuchen und Torten nebenbei Skulpturenkunst genießen kann. Das
World Coffee Convenience Stores hält in der Nähe der Börse leckeres Gebäck, kleine Snacks und politisch korrekten Kaffee auch zum Mitnehmen für den eiligen Gast bereit. Die ganz moderne Cafe-Variante schließlich kann man im Internet Cafe Netroom antreffen, wo man bei eigens mitgebrachten Snacks einen Kaffee trinken und seine E-mails abholen oder beim Computerspiel die Welt retten kann.