In Frankfurt hat die "gewerbliche Gastlichkeit" eine lange Tradition: Seit der Verleihung des Messerechts im Jahre 1240 strömen Scharen von Reisenden in die Stadt. Ende des 18. Jahrhunderts standen den Besuchern der Herbstmesse bereits 70 Gasthöfe zur Verfügung. Heute verbuchen die über 160 Beherbergungseinrichtungen mit rund 22.000 Betten jährlich knapp 2,5 Millionen Übernachtungen. Die Hälfte davon kommt aus dem Ausland. Mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 1,7 Tagen ist Frankfurt ein Ort des Transit. Die Hotelauswahl reicht von den wenigen individuellen Pensionen über teure Hotel-Ketten bis zu Luxushäusern. In Frankfurt zu nächtigen, war schon immer kostspielig. Tarife um die 120 EUR für ein Einzel- und 150 EUR für ein Doppelzimmer sind keine Seltenheit.
Am Flughafen
Wer auf dem Frankfurter Flughafen ankommt, kann gleich hier einchecken: Das Sheraton ist mit mehr als 1.000 Zimmern das größte Hotel der Region. Mit seinen Tagungsräumen und großer Lobby ist es auch ein geeigneter Treffpunkt für schnelle intereuropäische Meetings. Kaum aus dem Flugzeug heraus, betritt man schon den Saal und kann anschließend schnell nach Rom, London oder Madrid weiter – oder zurück. Einheimische nutzen das Hotel gerne, indem sie am Vortag einer Reise einchecken, die sie vielleicht schon um 4 Uhr morgens antreten sollen. Auch das Steigenberger Avance Frankfurt Airport bietet ein ähnliches Serviceangebot im modernen Rahmen. Ein besonders anspruchsvolles Haus am Flughafen ist das Kempinski Gravenbruch mit seinem Park im Stadtwald, über dem die Flugzeuge kreuzen.
Bahnhofsviertel
Unübersichtlich und nicht ganz transparent ist das Angebot im Bahnhofsviertel. Günstige, einfache Hotels und solide Traditionshäuser sind auf Anhieb kaum voneinander zu unterscheiden. Es ist daher ratsam, zuvor per Telefon oder Internet Informationen einzuholen. Die üppigen Preise vor Ort sagen nichts über den wirklichen Standard der Häuser aus. In den Hotels Carlton, Manhattan, oder Intercity steigen sowohl Touristen als auch Geschäftsleute ab. Die Hotels The Nizza und Victoria haben sehr ansprechende Gründerzeitfassaden. Wen das Umfeld von Strip-Lokalen, Bars und Sex-Shops im benachbarten Rotlichtviertel nicht stört, der kann hier problemlos übernachten. Übrigens: Frankfurt ist für Gäste bei weitem nicht so gefährlich, wie die Statistik nahe legt.
Zu den Hotels der gehobenen Klasse zählt das Le Meridien Parkhotel schräg gegenüber vom Hauptbahnhof. Der Jugendstilpalais wurde geschmackvoll modernisiert und bietet angenehmen Komfort zu entsprechenden Preisen. Richtung Innenstadt werden die Hotels zusehends ansprechender: Erstes Haus am Platz ist das Steigenberger Frankfurter Hof in einem herrlichen Neo-Renaissancegebäude aus dem 19. Jahrhundert. Am Main liegt das Business -und Tagungshotel Intercontinental und in unmittelbarer Nähe der Einkaufsmeile Zeil: das gewaltige Arabella Grand Hotel. Das vor einiger Zeit eröffnete Hilton unweit der Alten Oper konnte sich mit seiner kundenfreundlichen Philosophie, die in der Business-Stadt ihren gehobenen Preis hat, schnell etablieren.
Rund um die Frankfurter Messe finden vor allem Besucher von Leistungsschauen wie der IAA oder der Buchmesse eine adäquate Unterkunft. Nicht zu übersehen ist der gläserne Rundbau des Maritim direkt neben der Festhalle. Das Marriott auf der anderen Straßenseite gehört zu den höchsten Hotels Europas. Eine von Frankfurts angesehensten Traditions-Adressen ist der Hessischer Hof in der Friedrich-Ebert-Anlage beim Messegelände. Das Astoria Hotel um die Ecke besticht mit seiner ruhigen Atmosphäre.
Westend
Von der Messe aus ist es nicht weit in das ruhige Westend, das in seinen Außenbezirken eine Hochburg der Hochhäuser ist. Was die Unterkünfte betrifft, so ist hier bürgerliche Eleganz in familiärem Rahmen zu finden. Genannt seien der Palmenhof, Hotel Florentina, Backer, Liebig, und das Westend. Außerdem gibt es hier einige liebenswerte Pensionen wie das Hotel Gölz oder die Pension Sattler.
Das Stadtzentrum
Wer hautnah in der City logieren möchte, kann im Hotel Zentrum Hauptwache oder dem Hotel am Dom Quartier beziehen. Frankfurts Stadtteile mit ihren unterschiedlichen Lokalkoloriten bieten bei gutem Anschluss durch U-Bahnen und Straßenbahnen ebenfalls empfehlenswerte Gästehäuser. Das Hotel Maingau liegt mitten im urwüchsigen wie vornehmen Viertel Sachsenhausen. Die Atmosphäre Bornheims kann man im citynahen Best Western Alexander am Zoo tanken. Das Mondial im Nordend bietet Ruhe bei gutem Anschluss an die Innenstadt.
Anders wohnen
Doch auch in Frankfurt lässt es sich anders wohnen: Das Mozart in der Nähe der Alten Oper ist von der Außenfassade bis zur Zimmereinrichtung von Kopf bis Fuß auf Rosa und Weiß eingestellt. Die Zimmer des Art-Hotel Robert Mayer sind von bekannten Frankfurter Architekten mit origineller Einrichtung entworfen und verwirklicht worden. Im Hotel Gerbermühle, das auf Frankfurts Hausberg gelegen ist, blicken die Gäste vom Fenster ihrer rustikalen Zimmer auf den Main und in den Garten, in dem schon der junge Goethe amouröse Abenteuer erlebte.
Als offizielle Tourismus-Organisation der Stadt ist die Tourismus + Congress GmbH Frankfurt am Main in der Kaiserstraße 56 (Telefon: +49 69 2123 7880 ) bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten gern behilflich. Auskunft über freie Zimmer gibt auch der Frankfurter Hotelinformationsdienst unter +49 69 19414.
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