Geschichte

Die Stadt Frankfurt blickt auf eine lange und bewegte Vergangenheit zurück. Ihren Namen bekam sie auf folgende Weise: Als der Frankenkönig Karl der Große im Krieg von den Sachsen geschlagen worden war und mit seinen Kriegern auf der Flucht an den Main kam, versperrte ihm der mächtige Strom den Weg. Da trat eine Hirschkuh aus dem Uferwald und durchschritt den Fluss an einer Furt. Die Franken folgten ihr, und konnten so ihren Verfolgern entkommen. Aus Freude über seine Rettung ließ Karl eine Burg zum Schutz der Furt errichten, die "Frankenfurt" genannt wurde.

Jeder Frankfurter kennt die Geschichte vom König und der Hirschkuh. Doch der Ursprung der Stadt liegt noch weiter zurück. Die ersten Siedlungen entstanden bereits vor 7000 Jahren. Um Christi Geburt kamen die Römer auf den Domhügel, danach die Alemannen und die Franken. Gegen 700 nach Christus wurden an der Stelle des heutigen Doms eine Steinkirche und eine Königspfalz errichtet, in der Karl der Große 794 eine Urkunde an dem bekannten Orte namens Franconofurd unterzeichnete.

Bereits 1140 wurde für Frankfurt erstmals die Bezeichnung Stadt aktenkundig - der Aufstieg zum Macht- und Handelszentrum nahm seinen Lauf. Bereits von 1240 an war die aufblühende Siedlung am Main alljährlich Austragungsort einer Messe. Ab 1330 gab es neben der traditionellen Herbstmesse auch eine Frühjahrsmesse mit Waren aus dem Fernhandel. Um 1480 wurde erstmals eine Buchmesse abgehalten.

Seit 1147 fand die Wahl des deutschen Königs in Frankfurt statt. 1356 wurde dieses Recht in der "Goldenen Bulle" festgeschrieben. Ab 1372 war Frankfurt "Freie Reichsstadt" und seit 1562 wurden im Kaiserdom insgesamt zehn deutsche Kaiser gekrönt.

Schon im 14. Jahrhundert zählte Frankfurt nahezu 10.000 Einwohner und die Stadt platzte aus den Nähten. Ab 1333 wurde eine neue Stadtmauer mit Wassergraben und Befestigungstürmen gebaut. Weil auch das Rathaus zu klein wurde, kaufte die Stadt 1405 das Patrizierhaus "Zum Römer".

1533 schloss sich Frankfurt dem lutherischen Bekenntnis an und wurde daraufhin vom Kaiserlichen Heer eingenommen. Nachdem die freie Religionswahl im Augsburger Religionsfrieden festgeschrieben worden war, durfte sich Frankfurt ab 1555 protestantische Reichsstadt nennen.

Im sogenannten "Fettmilch-Aufstand" führten 1614 soziale Unruhen zur Flucht der Patrizier aus der Stadt. Das Ghetto an der Frankfurter Judengasse beim Alter jüdischer Friedhof wurde ausgeplündert. In der Folgezeit kam es immer wieder zu Übergriffen gegen die jüdische Bevölkerung.

Am 28. Oktober 1749 wurde Johann Wolfgang von Goethe in Frankfurt geboren. Am Hirschgraben, an den seinerzeit noch große Nutzgärten anschlossen, verbrachte der angehende Jurist eine behütete Jugend in einer architektonisch mittelalterlich geprägten Patrizierstadt, die in voller Blüte stand. 1782 eröffnete in der aufgeklärten Handelsmetropole das erste städtische Theater.

1789 brach die Französische Revolution aus. 1806 krönte sich Napoleon zum Kaiser und überzog Europa mit seinen Eroberungskriegen. Während man linksrheinisch wie in Mainz republikanische Gefühle entwickelte, schlug sich die Freie Reichsstadt Frankfurt auf die Seite der deutschen Fürsten und hatte dafür dann auch beim Vormarsch der französischen Truppen die Konsequenzen zu tragen.

Nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Herrschaft 1814 wurde Frankfurt ständiger Sitz des Gesandtenkongresses des Deutschen Bundes, zu dem sich die deutschen Herrscher zusammengeschlossen hatten. Das änderte sich auch nicht, als die bürgerlichen Unruhen Mitte der 1840er Jahre aus Paris nach Deutschland übergriffen. Nach der Einigung der Aufständischen mit den deutschen Fürsten tagte die erste Deutsche Nationalversammlung am 18. Mai 1848 in der Frankfurter Paulskirche. Doch die Verabschiedung einer Reichsverfassung und die Wahl eines neuen deutschen Kaisers scheiterten. Der darauf folgende Volksaufstand wurde von preußischen Truppen blutig niedergeschlagen. Die Bürgerrevolution versandete sang- und klanglos.

Während des "Deutschen Krieges" zwischen Preußen und Österreich besetzten 1866 preußische Truppen das neutrale Frankfurt. Wie das nachbarliche Nassau fiel die Stadt als Kriegsbeute an Berlin. 1867 brannte der Dom bis auf die Grundmauern nieder.

Mit Beginn des 2. Deutschen Reiches 1870/71 begann in Frankfurt jedoch wieder der Aufschwung: Brücken wurden gebaut, Wasserleitungen installiert und Industrieunternehmen gegründet. Es war "Gründerzeit". Repräsentationsbauten wie die Alte Oper, Hauptbahnhof und Städel entstanden. Durch zahlreiche Eingemeindungen vergrößerte sich das Stadtgebiet immer mehr.

Der Erste Weltkrieg hinterließ, als Grenzlandkampf geführt, auch in Frankfurt kaum Spuren. Im Oktober 1914 wurde die Universität eröffnet, 1920 die Messe wiederbelebt. Die Novemberrevolution führte 1918 zur Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrates, der jedoch bald wieder entmachtet wurde. In den Folgejahren wurden Waldstadion, Rennbahn, Großmarkthalle und Flughafen gebaut.

Ab 1929 machte sich jedoch die Weltwirtschaftskrise bemerkbar. Am 12. März 1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Macht im Römer. 1941 begannen die Deportationen der Frankfurter Juden. Ab Herbst 1943 wurde Frankfurt durch die Alliierten bombardiert. Der Einmarsch amerikanischer Soldaten und ihr Einzug in das IG-Farben Haus beendete am 26. März 1945 die nationalsozialistische Diktatur.

Mit der "Enttrümmerung der Stadt", die fast flächendeckend zerstört worden war, setzte die Wiederaufbauphase ein. Zwischen 1945 und 1964 wurden mehr als 150.000 Wohnungen erstellt. Die Errichtung von Verwaltungs-Hochhäusern und Industrie-Bauten sowie die Entstehung des Bankenviertels veränderten das Erscheinungsbild der Stadt radikal. Die Stadtväter entschieden sich dafür, ein durch und durch modernes Frankfurt zu bauen. Das heutige Sendezentrum des Hessischen Rundfunks, das ursprünglich als Plenarsaal für das neue deutsche Parlament geplant war, ist ein Zeitzeugnis des futuristischen Stils der Nachkriegszeit.

1949 verlor Frankfurt im Wettbewerb mit Bonn die Wahl zur Bundeshauptstadt und verpasste damit gleichzeitig die Chance, Hessens Landeshauptstadt zu werden. Die Stadt entwickelte sich daraufhin zum internationalen Wirtschaftsknoten. Mit dem Bau des Frankfurter Flughafens, seinerzeit einer der modernsten und größten Europas, wurde das Handelszentrum zudem zum Umschlagplatz für internationale Waren und zur Drehscheibe von Reiseströmen. Mit über 400 in- und ausländischen Kreditinstituten, der Deutschen Bundesbank, dem Sitz der Europäischen Zentralbank, einer Ansammlung weltweit agierender Handelsvertretungen sowie einer florierenden Frankfurter Börse zählt Frankfurt heute zu den bedeutendsten Finanzplätzen der Welt.Wcities

Frankfurt erkunden

Nutzer-Bewertungen

Erweiterte Web-Suche nach Frankfurt

Sponsoren-Links

"Urlaub Frankfurt Urlaub - Jetzt günstig buchen"
Sonderangebote (bis 50% günstiger) . Nur solange Vorrat reicht.www.ab-in-den-urlaub.de
"Frankfurt Urlaub"
Frankfurt Urlaub - zum besten Preis bis zu 65% günstiger.www.Reisen.de
"Frankfurt - Preisvergleich aller Veranstalter"
Urlaub, Reisen & Hotels jetzt 45% 55% bis zu 65% günstiger buchen.www.preisvergleich.de
"Städtereise und Event"
Erleben und Genießen. Städtereisen für den Genießer von Welt.www.staedtereisen-weltweit.com
So werden Sie Sponsor...
Copyright © 2008 Wcities
Gemeinsam mit unseren Partnern bemühen wir uns um möglichst neutrale und wahrheitsgetreue Informationen. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Angaben übernehmen wir jedoch keine Gewähr. Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall sich vor Ihrer Abreise bei den zuständigen Stellen über Einreisebestimmungen, Sicherheitshinweise, Impfungen etc. zu erkundigen.

Copyright © 2008 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten. Datenschutz - AGB - Impressum - Rechtlicher Hinweis - Billigflüge - Copyright-Richlinien