Johann Wolfgang von Goethe, der wohl bekannteste gebürtige Frankfurter, sagte einst “Frankfurt ist eine Stadt voller Kuriositäten.” Dieses Zitat hat auch heute noch seinen Wahrheitsgehalt. Eine der zahlreichen Kontraste, die die Stadt birgt, ist das Aufeinanderprallen von Tradition und Moderne. Neben in den Himmel ragenden Wolkenkratzern findet man in Frankfurt ebenso kleine traditionelle Fachwerkhäuser in verwinkelten Gassen. Mit über einer halben Million Einwohnern und einer großen Immigrantengemeinschaft ist Frankfurt definitiv eine interessante Stadt, die einen Besuch wert ist. Seit der ersten Messe im Mittelalter wurde Frankfurt durchweg geprägt von Handel und Finanzmärkten. Auch Bankfurt genannt, beheimatet die Stadt heute über 400 Banken, inklusive der Europäischen Zentralbank und der Bundesbank, sowie den zweitgrößten Aktienmarkt Europas.
Die Altstadt
Während der Bombenangriffe im März 1944 wurde die Altstadt beinahe komplett zerstört. Mittlerweile gibt es jedoch wieder eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Das 600 Jahre alte Rathaus, auch bekannt als ”der Römer”, das Leinwandhaus, die Paulskirche, der Frankfurter Dom und das Goethehaus befinden sich nur wenige Meter voneinander entfernt. Die Schillerpassage, die Goethestraße oder die Fressgass Passage eignen sich hervorragend für ein Shoppingabenteuer in der Altstadt. Für ein buntes Unterhaltungsprogramm am Abend sorgen die Schmiere, das Variete Theater Tigerpalast und das Volkstheater. Sachsenhausen
Das Viertel Sachsenhausen am anderen Mainufer ist bekannt für seinen Apfelwein und seine schicken Fachwerkhäuser. Alt-Sachsenhausen hat aufgrund des Krieges und politischer Auseinandersetzungen während der letzten Jahrzehnte viel von seinem ursprünglichen Charme verloren. Dennoch findet man in diesem historischen Stadtteil einige äußerst interessante Sehenswürdigkeiten. Auf der Schweizer Straße sehen Sie elegante Boutiquen und am Mainufer sind elegante Reihenhäuser angesiedelt. Kunst und Kulturstätten beleben das Sachsenhausen Museumsufer, wo sich das Deutsche Filmmuseum, das Museum der Weltkulturen und das Städelsche Kunstinstitut befinden.
Westend
Das Westend befindet sich im Schatten der Wolkenkratzer in denen Banken und Investmentfirmen ihren Sitz haben. In den 70er Jahren traf man hier viele Studenten an, die als Hausbesetzer gegen die Zerstörung alter Gebäude im Viertel demonstrierten. Heute bestimmen Bürogebäude und Banken das Bild dieses Viertels. Die Bewohner der Luxusapartments und Penthouse-Suiten treffen sich für gewöhnlich im Grüneburgpark oder erholen sich im Palmengarten. Die erst kürzlich restaurierte Synagoge, das teilweise unter Denkmalschutz stehende IG-Farbenhaus und die Alte Oper sind auf jeden Fall einen Besuch wert.
Das Bahnhofsviertel
In den 20er Jahren lebten mehr als 20.000 Menschen in den kunstvoll verzierten Häusern im Bahnhofsviertel nahe dem Hauptbahnhof. Inzwischen ist die Zahl jedoch auf 4.000 Bewohner zurückgegangen. Einer der viele Gründe den Bahnhofsbezirk aufzusuchen, ist die Ansiedlung von Rotlichtetablissements aus den 70er Jahren. Das Viertel ist bekannt für seine Vielzahl von Vergnügungsmöglichkeiten wie dem "English Theatre" und den gemütlichen Bars, wie der Casablanca Bar. Nach der Arbeit kommen Scharen von Einheimischen aus dem nahe gelegenen Bankenviertel, um diese Lokalitäten aufzusuchen.
Bockenheim
Das extrem lebhafte Viertel Bockenheim ist die Heimat der Frankfurter Johann Wolfgang von Goethe Universität und etwa 40.000 Studenten. Die Cafes, Bistros, Bars und Läden in der Nähe der Universität haben sich vollständig an den Ansprüchen der jungen Bevölkerung orientiert.
Bornheim
Im hübschen Städtchen Bornheim sieht man die Verknüpfung von Tradition und Trendbewusstsein ganz deutlich. Altertümliche Apfelweinkneipen und schicke, nagelneue Bars, exklusive Boutiquen und kleine Tante-Emma-Läden sind Magneten für ein buntes Publikum. Durch das Herz dieser Wohngegend führt die Berger Straße, die exzellente Einkaufsmöglichkeiten bietet. Unterhaltung bietet der Mousonturm und das Berger Kino, eine ideale Möglichkeit sich sportlich zu betätigen bietet die Frankfurter Eissporthalle. Ruhe und Entspannung erfährt man im Chinesischen Garten. Das Dippemess Festival ist besonders empfehlenswert, welches zweimal jährlich in Bornheim stattfindet.
Höchst
Der Höchst-Distrikt, der dem weltbekannten Chemie- und Pharmakonzern seinen Namen gab, gehört seit 1928 zur Stadt Frankfurt. Die barocke Schönheit der Altstadt ist im Bolongaropalast an der Flussmündung der Nidda zu bewundern. Das Neue Theater Höchst ist ein kultureller Magnet für Kabarett, Komödien und Kindertheater. Populäre Konzerte und künstlerische Veranstaltungen finden in der durch den Conga-Preis ausgezeichneten Jahrhunderthalle statt. Der Höhepunkt des Höchster Unterhaltungsprogramms ist das Schloss- und Altstadtfest, welches alljährlich im Sommer stattfindet.
Nordend
Nordend ist die am dichtesten besiedelte und auch populärste Wohngegend im Frankfurter Raum. Hier finden Sie nette schmale Gassen und urige Fachwerkhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Zwischen den zahlreichen Bars und Läden hat sich hier neben den Studenten eine Gemeinschaft wohlhabender Bankangestellte angesiedelt. Diese findet man häufig in den gemütlichen italienischen, griechischen und türkischen Restaurants oder in einer der vielen behaglichen Bars, wie dem Harvey's.
Ostend
Was ehemals ein verwahrlostes Arbeiterviertel war, ist heute eine sehr begehrte Wohngegend. Inmitten dieses Gewerbegebietes finden sich kunstvoll verzierte Villen und reichlich Kultur- sowie Unterhaltungsprogramm. Literaturanhänger treffen sich in der Romanfabrik, während die Partygemeinschaft im L.O.F.T. House zusammenkommt. In den alten Lagerhäusern befinden sich Möbelhäuser wie Kontrast, sowie eine Menge Werbeagenturen und Filmproduzenten.
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