Essen und Trinken
In Thailand wird das Essen sehr ernst genommen. Diese Tatsache -kombiniert mit dem pulsierenden kosmopolitischen Charakter von Bangkok - macht diese Stadt zu einem Ort, der die Geschmacksnerven kontinuierlich bei Laune hält. Man kann in einem traditionellen Thai-Haus essen, hier wird das Feinste der thailändischen Küche serviert, oder man geht in eines der versteckten französischen Restaurants, die mit den besten Pariser Küchen konkurrieren können. Die neuesten Kombinationen von Speisen (Fusion-Food) der Pazifikküste, oder Pasta, die jeden Italiener stolz machen würde, können probiert werden. Wer nachts um 3:00 Uhr Nudeln essen möchte, wird auf Bangkoks Straßen ebenfalls versorgt. In den letzten drei Jahrzehnten hat sich die thailändische Küche – im Vergleich zu denen anderer Nationen - in beispielloser Geschwindigkeit auf dem Globus ausgebreitet. Der Grund dafür ist simpel: sie ist einfach köstlich. Thailändisches Essen unterteilt sich in zwei Gruppen: königliche Thai Küche und "gewöhnliche" Gerichte. Zur ersten Variante gehören Speisen, die traditionell den Angehörigen der königlichen Familie serviert werden. Das Essen ist so zubereitet, dass es am Tisch nicht mehr geschnitten werden muss und mit exquisit geschnittenem Obst und Gemüse verziert.
Benjarong ist eines von vielen guten Restaurants, die königliche Thai Speisen servieren.
"Gewöhnliches" thailändisches Essen ist genau das: was Thailänder täglich essen. Jede der vier Regionen Thailands hat ihre eigene Küche. Überregionale Restaurants bieten meist eine Mischung der unterschiedlichen Küchen an. Es ist durchaus üblich, die Regionen im Verlauf einer Mahlzeit miteinander zu verbinden: Harmonie ist das Ziel jeder thailändischen Mahlzeit, was bedeutet, dass Gäste versuchen sollten, durch Bestellen eines Dips mit Gemüse, einer Suppe, eines Currygerichtes und eines würzigen Salates, ein Gleichgewicht herzustellen. Wanalee Earth Kitchen ist ein Restaurant, dessen Speisekarte in Regionen aufgeteilt ist, allerdings ist das eher die Ausnahme.
Die fruchtbare Zentralregion ist bekannt für scharfes, salziges und süß-saures Essen. Gerichte wie
nam phrik (Dips) und Suppen -serviert mit gekochtem Reis - gehören zu den Standard-Mahlzeiten. In der trockenen Nordost-Region ist klebriger Reis der Hauptbestandteil, und scharfe, salzige und saure Gerichte sind weit verbreitet.
Som tam (grüner Papaya Salat),
gai yang (gegrilltes Huhn) und
laap (Salate mit Fleisch und frischen Kräutern) sind einige der beliebtesten Gerichte. Ein Großteil der Straßengerichte Bangkoks ist ebenfalls aus dieser Region, da viele der Verkäufer aus dem Nordosten stammen. Gerichte aus dem Norden sind meist mild oder würzig, salzig oder sauer, aber nicht süß. Auch hier ist der klebrige Reis Hauptbestandteil. Vergorene, saure Schweinewürste, die auch auf der Straße gegrillt werden, sind sehr beliebt. Im maritimen Süden wird Fisch dem Fleisch zumeist vorgezogen. Saure Currys (ohne Kokosnussmilch) gehören zur Norm.
Gute Lokale, um mit dem Abenteuer kulinarisches Thailand zu beginnen, sind das Baan Khanita,
Lemon Grass,
Harmonique und
Cabbages and Condoms. Große Hotels haben üblicherweise exzellente thailändische Restaurants - das im Westen herrschende Stigma über Essen in Hotel-Restaurants gilt hier eindeutig nicht.
Celadon,
Thai on 4,
Basil und
Ruen Thai sind in den Hotels einen Versuch wert.
Wer beim Einkaufen ein schnelles Essen sucht, wird von der Qualität und Auswahl der günstigen Gerichte, die in den Einkaufszentren (genauer: in den Food Halls dort) angeboten werden, überrascht sein. Es gibt zumeist ein Kupon-System, die Gäste kaufen Kupons, bezahlen die Gerichte damit und geben die übrigen Kupons zurück. Das Emporium ist besonders gut, wie auch die
Tops Supermarkt-Hallen. Und natürlich gibt es dann noch das Straßenessen. Mit dem Finger zeigen und ein Lächeln führt meist zu angenehmen Überraschungen.
Auch wer sich nach internationaler Küche sehnt, wird in Bangkok satt. Ob Speisen aus Indien, Griechenland, Lateinamerika oder Nahost, die gewünschte Küche muss nur genannt werden und irgendwo steht schon ein Kellner mit der entsprechenden Speisekarte bereit. Es gibt viele angesehene China-Restaurants, z.B. das (
Mei Jiang, oder das
Bai Yun), sowie auch japanische Häuser, z.B. das (
Benihana und das
Edogin). Europäische Restaurants sind relativ neu. Die italienische Küche hat hier kürzlich einen Boom erlebt, wobei Alteingesessene wie
Angelini's und
Rossini's weiterhin die Menge anziehen. Einige französische Restaurants, beispielsweise
Le Cafe Siam und
Auberge Dab , haben nach ihrer Eröffnung schwärmerische Kritiken erhalten. Aber Bangkok befindet sich noch immer im festen Griff der Latino-Welle, die 1999 in die Stadt schwappte und die
Latino-Küche zur neuesten der angesagten Erscheinungen machte.
Senor Pico Bar and Restaurant, The Salsa Club,
El Nino Latin Heat Cafeund Baila Baila sind nur einige von denen, die auf dieser verrückten Welle reiten.
Die britischen und irischen Pubs, die traditionelle robuste Kost servieren, zeigen inzwischen auch ihre Wirkung.
The Bull's Head ist ein alter Dauerbrenner,
The Dubliner Irish Pub und
The Londoner Brew Pub hingegen noch recht neu auf dem Markt.
Und dann gibt es noch die wirklich 'internationalen' Restaurants. Hier werden Gerichte serviert, die von der asiatischen und italienischen Küche inspiriert sind, sich aber nicht so leicht einordnen lassen:
Eat Me,
Greyhound Cafe, Cafe Bongo,
Indigo,
Homework und
Zanzibar sind nur einige.
Was Getränke betrifft, können Bangkoks Pubs und Bars mit den besten Etablissements mithalten, man sollte allerdings beachten, dass die heftige Besteuerung von Wein selbst den Standard-Tischwein in die 'teure' Klasse befördert. Im Herzen ist Bangkok eine Stadt für Bier und Whiskey, so kann man hier in vielen Lokalen eine Flasche Whiskey bestellen, die dort aufbewahrt wird, um beim nächsten Besuch ausgetrunken zu werden. In den letzten Jahrzehnten sind Bars von Weltklasse wie Pilze aus dem Boden geschossen, eine voll ausgestattete Bar ist daher inzwischen eher die Norm.
Es gibt einige Haus-Brauereien (z.B.
The Londoner Brew Pub,
Haus Hamburg und
Brauhaus Bangkok), um die Liebhaber von Bier bei Laune zu halten, und reichlich Bars für die Genießer von Hochprozentigem (von der legeren
Bangkok Bar und
Cheap Charlies bis zum gehobeneren
The Barbican und Compass Rose). Dann gibt es noch die Thai-Pubs mit der nahezu allgegenwärtigen Thai-Band, die beliebte Thai-Stücke covern, irgendwann im Laufe des Abends wird dann auch 'Hotel California' gespielt – Beispiele sind:
Ad Makers und
Saewana. Bemerkenswert ist, dass Thai-Pubs und Bars köstliche Trinknahrung servieren, was einen Abend mit Essen und Trinken in einem der beliebten Stadtteile zu einem schönen Zeitvertreib macht. Empfehlenswert für so einen Abend sind die Bars in der Nähe der Phra Arthit Road oder Narathiwat Soi 15. Lounge Bars könnten die nächstbeste Alternative sein, z.B. das
About Cafe/Studio, oder die
Q Bar.
Kaffee hat momentan Hochsaison in Bangkok, und obwohl
Starbucks schon fast überall vertreten ist, eröffnen auch andere Ketten, wie z.B.
Au Bon Pain und Coffee World hier Cafes, wie auch einige unabhängige Kaffee- und Teegeschäfte, die Zuflucht und Erholung bieten.
Kuppa, China Journal (The) und Nim's Tea House sind nur ein paar, die zu dieser Gruppe angehören.
Obwohl dieser Führer den Leser in die richtige Richtung weisen sollte, kann er den vielen Restaurants, die über Bangkok verteilt sind, unmöglich gerecht werden. Es lohnt sich, abenteuerlustig zu sein: in der 'City of Angels' ist es schwierig, ein schlechtes Essen zu finden. Mit etwas Forschergeist und einem Hauch von Mut wird das Essen hier wahrscheinlich zu einer der schönsten Erinnerungen des Aufenthaltes.