Attraktionen
1. Spaziergang durch die Altstadt Ausgehend vom
Place Garibaldi geht es hinab in die Altstadt, zur
Promenade des Anglais, und schließlich über Treppen auf den Colline du Château (Schlossberg), von dem man die
Baie des Anges (Bucht der Engel) bewundern kann.
Der
Place Garibaldi erhielt seinen Namen im Jahre 1870 zu Ehren von Giuseppe Garibaldi, den man mit einer Statue dafür würdigte, dass er sich gegen die Abtretung von Nizza und Savoyen an Frankreich widersetzte. Der Platz wurde ganz im Stil der Plätze von Turin geschaffen und ist von Arkaden umgeben.
Am besten geht man an dem für seine Meeresfrüchte sehr bekannten Cafe de Turin vorbei und biegt in die
Rue Pairolière. Diese Straße ist vor allem vormittags sehr belebt, da sie zum
Place Saint François mit seinem berühmten
Fischmarkt und der nicht weniger bekannten Fleischhauerei
Chez Francis führt. Man sollte diese Gelegenheit nützen, um typische Produkte von Nizza bzw. der Provençe (Oliven, Kräuter der Provençe, etc.) zu kaufen, und um Nizzaer Spezialitäten wie z. B. die
socca (eine Art Palatschinke aus dem Mehl der Kichererbse) zu verkosten. Nach dieser kulinarischen Pause lässt man den Platz hinter sich und wählt die
Rue Droite. So kommt man zum Palais Lascaris, einem großen Genueser Bau, der dem Herrschergeschlecht Lascaris als Wohnsitz diente.
Setzt man nach dem Besuch des Palastes seinen Weg durch die
Rue Droite fort, so gelangt man schon bald zum
Place Rossetti, wo sich die im XVII. Jahrhundert erbaute
Kathedrale Sainte-Reparate befindet. Der Place Rossetti bietet sich hervorragend dazu an, bei Fenocchio ein Eis zu genießen oder sich auf einer der zahlreichen Terrassen niederzulassen. Lässt man die Kathedrale zu seiner Rechten liegen, so sieht man schon bald den Boulevard Jean Jaurès. Setzt man den Weg durch die Rue du Marche fort und überquert anschließend den
Place du Palais, so befindet sich rechterhands die
Oper. Biegt man links ein, so kommt man zum Blumenmarkt. Es lohnt sich, auf dem
Cours Saleya etwas zu verweilen; nicht umsonst ist dieser Platz den Nizzaern so teuer. Sowohl die sonnigen Terrassen als auch das lebhafte bunte Treiben am
Obst- und Gemüsemarkt sind sehr reizvoll. Montag nachmittags wird ein Flohmarkt abgehalten. Gegenüber des Platzes befindet sich das Haus von Savoyen (Maison de Savoie), in dem von 1388 bis 1860 16 savoyische Grafen geherrscht haben.
Vom Cours Saleya führt die Rue de la Poissonnerie zu einer schönen kleinen Kirche, die der
Heiligen Rita, der Schutzpatronin für aussichtslose Fälle, geweiht ist. Ebenfalls vom Cours Saleya führt die Rue Jules Gilly zum kleinen Place du Gesù, auf dem sich ebenfalls eine Kirche befindet. Und schließlich gelangt man vom Cours Saleya auch zum Quai des Etats-Unis und den Kieselstränden.
Geht man den Quai entlang, so gelangt man zum Fuße des Schlossberges. Fühlt man sich gerade in Form, so wählt man die Treppe und kann nach und nach die Promenade des Anglais und die Bai des Anges, welche sich bis zum Flughafen erstreckt, bewundern. Es führt aber auch ein Lift hinauf. Auf dem Hügel befindet sich ein Schiffahrtsmuseum; Wasserspiele, die in der Nacht herrlich beleuchtet sind; ein Spielplatz für Kinder; großzügige Rasenflächen; alte römische Thermen; etc.
2. Spaziergang in Cimiez In Cimiez gibt es viel zu sehen: römische Amphitheater, Museen, Parks,... Die Busse Nummer 15 und 22 fahren direkt zum Amphitheater von Cimiez. Wer sich für antike Kultur interessiert, kann im
Archäologischen Museum Sammlungen von der Bronzezeit bis ins Mittelalter sowie einen antiken Grabriten geweihten Ort besichtigen. Vom Museum ist es nicht weit zum
franziskanischen Kloster, das an einen herrlichen italienischen Garten angrenzt, und in dem Wandmalereien und andere Kunstwerke vom Leben der Franziskaner vom XIII. bis ins XVIII. Jahrhundert erzählen.
Weiter geht es in den
Jardin des Arènes. Mittwoch nachmittags und an Wochenenden ist dieser große Parks von Kindern mit Fahrrädern, Bällen und Skates überfüllt; an den anderen Tagen ist der Park eine wahrhaftige Oase des Friedens. Im Jardin des Arènes gibt es einen 3.600 m² großen Olivenhain, schöne Spazierwege sowie ein galloromanisches Amphitheater. Außerdem kann man auch das Musee Matisse besichtigen, das in einer Genueser Villa mit Effekten des Trompe-l'oeil untergebracht ist. Das Museum umfasst sowohl Werke der gesamten Laufbahn von Matisse als auch Gegenstände, die dem Maler gehörten.
Macht man sich dann auf den Abstieg ins Stadtzentrum, so sollte man unbedingt einen Abstecher ins Musee National Message Biblique Marc Chagall machen. Dieses vom Architekten Andre Hermant entworfene Gebäude ist aufgrund seiner modernen Schlichtheit inmitten eines Parks von Oliven, Eichen und Zypressen sehr interessant. Im Museum selbst gibt es mehr als 600 Werke zu Bibelthemen zu sehen – große Malerein genauso wie Mosaike, Skulpturen, Teppiche, etc. Und dann gibt es noch Wechselausstellungen...
Passionierte Kunstliebhaber werden wahrscheinlich auch noch das
Musee d'Art Moderne et d'Art Contemporain besichtigen, während weniger Kunstbegeisterte wohl eine Terrasse der unzähligen Cafes, die an die Altstadt grenzen, vorziehen werden.