Allgemeines
Arenas Arenas ist Nizzas neuestes Stadtviertel und als solches am weitesten vom Zentrum entfernt; es befindet sich in der Nähe des Flughafens. In diesem Viertel dominieren Bürogebäude und Hotels; es gibt fast nichts anderes. Alles ist modern und funktionell – das wahre Geschäftszentrum von Nizza. Verspürt man das Verlangen, dieses Universum des Arbeitens hinter sich zu lassen, um wieder einmal etwas freier durchzuatmen, so muss man keine weite Strecke zurücklegen – das nahegelegene Gewächshaus im Parc Phoenix sowie das ganz neue
Museum Asiatischer Künste bieten hierzu Möglichkeit.
Bord de Mer (Meeresküste) Dies ist wohl das legendärste Stadtviertel. Seit mehr als einem Jahrhundert tummeln sich die Touristen auf der berühmten
Promenade des Anglais (Promenade der Engländer) - im XIX. Jahrhundert vor allem während der Winterzeit; am Anfang des XXI. Jahrhunderts vor allem im Sommer. Was die Einheimischen anbelangt, so kümmern sie sich weder um Jahreszeit noch um Wetter. Sie werden es nie müde, die Promenade aufzusuchen – um zu joggen, zu skaten, zu spazieren oder einfach die schöne Aussicht aufs Meer zu genießen. Letzteres sollte man auf keinen Fall versäumen, laden doch die für die Promenade so charakteristischen kleinen blauen Stühle zum Verweilen ein. Am Ufer reihen sich übrigens auch prächtige Hotelpaläste aneinander, wovon der bedeutendste zweifellos das
Hôtel Negresco ist.
Cimiez Das auf einem Hügel gelegene Cimiez ist noch immer das schickste Wohnviertel der Stadt. Hier findet man nicht nur schöne Villen und hübsche Gärten, sondern auch Spuren aus der Vergangenheit. Die älteren Spuren zeugen von den Römern und tatsächlich hieß Cimiez in der Antike Cemenelum. Es handelte sich damals um eine kleine eigenständige Stadt, die nicht zu Nizza gehörte. Aus dieser Zeit stammen das eindrucksvolle Amphitheater, in dem jedes Jahr das
Jazzfestival stattfindet, sowie sehr gut erhaltene Thermen. (siehe
Museum der Archäologie). Die jüngeren Spuren stammen aus der Belle Époque, und um das Flair dieser Zeit nachzuempfinden, braucht man nur das ehemalige Hotel
La Regina zu betrachten, das einem gestrandeten Dampfer gleicht. Heute befinden sich in diesem Gebäude übrigens Wohnungen. Matisse verbrachte seine letzten Lebensjahre in diesem Belle Époque-Bau und unweit von
La Regina ist dem Künstler ein Museum gewidmet. Wer dieses Musee Matisse besucht, möchte vielleicht anschließend auch noch das Musee Chagall du Message Biblique besichtigen.
Massena - Stadtzentrum Der
Place Massena ist das Herz von Nizza – ein lebendiges Herz, wovon schon das lebendige Rot der Gebäude rund um diesen Platz zeugt. Gleich neben dem Herz befindet sich die grüne Lunge der Stadt: der
Park Albert I mit dem riesigen schwarzen Metallbogen des einheimischen Künstlers Venet, dem Arc de Venet, sowie der Park
Massena, wo man sich im seltenen Schatten der Bäume erholen kann. Außerhalb dieser Parks dominieren Hektik und Unruhe. Das Verkehrsaufkommen ist enorm und den ganzen Tag lang tummeln sich Menschen in der Avenue Jean-Medecin und der Fußgängerzone, wo sich die meisten Geschäfte befinden: Modegeschäfte, Einrichtungshäuser, große Einkaufszentren (Galeries Lafayette, Marks & Spencer,
Nice Etoile...), etc.
Mont Boron Obwohl der
Mont Boron noch zu Nizza gehört, erreicht man ihn am besten mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Nimmt man jedoch den langen Spaziergang auf sich, so hat dies durchaus seine Reize – man bewegt sich zum Teil durch mediterrane Vegetation, vorbei an schönen Belle Époque-Bauten. Und man kommt auch am Museum Terra Amata vorbei, das der prähistorischen Vergangenheit der Gegend gewidmet ist. Selbst wenn man nicht den Fußmarsch gewählt hat, sollte man auf jeden Fall dieses Museum aufsuchen. Von dort hat man nämlich eine einzigartige Aussicht auf Nizza. Die Stadt scheint einem entgegenzukommen, mit dem Schlosshügel an der Spitze. Die meisten Postkarten mit einer Gesamtansicht von Nizza werden von hier aus fotografiert. Auch Elton John dürfte von dieser Aussicht begeistert sein – er erwarb die gigantische gelbe Villa am Gipfel des Mont Boron....
Port (Hafen) Im Hafenviertel herrscht eine einzigartige Atmosphäre. Hier hat man plötzlich nicht mehr das Gefühl, sich in einer der größten Städte Frankreichs zu befinden. Das friedliche Bild ist von Ruhe und Authentizität geprägt. Hier findet man auch bekannte Restaurants sowie von den Einheimischen frequentierte Gaststätten, Feinkosthändler, Bäckereien, etc.(Chez Pipo,
Fjord ...). Außerdem gibt es in diesem Viertel, vor allem in der
Rue Segurane, viele Antiquitätenhändler, bei denen man wahre Schätze entdecken kann. Was aber in diesem Stadtteil am meisten fasziniert, ist der Hafen selbst. Auf dem Weg dorthin kommt man am
Place de l'Ile de Beaute vorbei, der von prächtigen Arkaden gesäumt ist – leider sind die Geschäfte unter den Bögen bereits aufgelassen worden. Steht man dann am Quai, so tut sich ein wunderbares Bild auf: bunte kleine Fischerboote neben Luxusjachten, Fähren neben Kreuzschiffen. Wenn das nicht zum träumen einlädt...
Promenade du Paillon Dieser Stadtteil gewinnt zunehmend an Bedeutung. Hier befinden sich das
Palais des expositions et des Congrès (Ausstellungs- und Kongresspalais) sowie der futuristische Bau der
Acropolis, in dem verschiedenste Kongresse und Ausstellungen abgehalten werden. Der größte Saal der Acropolis, der
Salle Apollon, ist kulturellen Veranstaltungen vorbehalten: Varietes, Kabaretts,... Die sehr dynamische
Cinemathèque sowie das
Bowling von Nizza befinden sich ebenfalls in der Acropolis. Ganz in der Nähe ragen die Türme des
Museum für moderne und zeitgenössische Kunst) sowie des Theaters
Theâtre de Nice (TDN) empor. Beide Bauten sind Beispiele moderner Architektur. Auch die große Mediathek von Nizza dürfte sich schon bald in diesem Stadtteil niederlassen.
Vieux-Nice (Altstadt) Die alphabetische Reihung der französischen Bezeichnungen der Stadtviertel will es, dass die Altstadt am Schluss dieser Übersicht steht – und dabei würde sie sicher eine Platz ganz vorne verdienen. Nizzas Altstadt darf man sich ganz einfach nicht entgehen lassen. Im Herzen dieses Gewebes von geraden, krummen und ineinandergeschlungenen malerischen Gässchen herrscht sowohl untertags als auch in der Nacht eine zauberhafte Stimmung. Manchmal hat man das Gefühl, dass selbst die Häuser versuchen, sich einander zuzuneigen und zu küssen. All jene, die sich für religiöse Kunst interessieren, werden freudig erstaunt darüber sein, wie viele Kirchen ein so kleiner Fleck Erde beheimaten kann. (Vom Schlossberg aus fällt die große Anzahl der Kirchen besonders ins Auge). Der eindrucksvollste Sakralbau ist die
Cathedrale Sainte Reparate aus der Zeit des Nizzaer Barocks – eines Baustils, auf den man in der Altstadt immer wieder stößt. Das schönste barocke Bauwerk ist aber zweifelsohne das Palais Lascaris. Man kommt aber nicht nur der Architektur wegen in die Altstadt; man kann sich hier einfach köstlich amüsieren. Man isst, man lacht, man hört Musik... In diesem Stadtteil gibt es auch die besten Eissalons, nämlich rund um den
Place Rossetti (wir denken hier natürlich an den Glacier Fenocchio...). Man wird einige Zeit brauchen, um die große Vielfalt von Eissorten durchzukosten, einschließlich der ausgefallensten Sorten: Zimt, Veilchen, Feige, Kaugummi, Tomate, Lavendel, Rose. Es gibt auch viele gute Restaurants verschiedenster Art (einheimische, libanesische, italienische Küche, etc.), die meist günstige Preise anbieten. Wer sich für Bier begeistert, sollte eine Tour durch die verschiedenen Bars der Altstadt machen:
De Klomp, Mac Mahon, etc. Es scheint so, als wollten sich all diese herrlichen Bars noch gegenseitig übertrumpfen; sie bieten auch oft Live-Musik in einem einzigartigen Ambiente. A propos Musik – in der Altstadt befindet sich auch die
Oper mit ihrem prächtigen Inneren. Auch viele Kunstgalerien sind hier angesiedelt; die reichhaltige Palette enthält bildliche Kunst genauso wie abstrakte Kunst. Wie schön ist es, in den engen Gässchen herumzuschlendern, die Sommersonne auf der Haut zu spüren, und hin und wieder durch Zufall auf eine dieser kleinen Galerien zu stoßen. Unbedingt aufsuchen sollte man auch den
Cours Saleya, wo sich immer etwas tut:
Gemüse- und Obstmarkt, Blumenmarkt, Flohmarkt,
Kunst- und Handwerksmarkt. Die Terrassen der Cafes und Restaurants rund um den
Cours Saleya sind sowohl im Sommer als auch im Winter heiß begehrt; vor allem jene der
Civette und des
Brasserie L'f. Ein Paradies, das zum süßen Nichtstun einlädt!