Tour durch das historische Gebiet
Beginnen wir unsere Tour in der historischen Altstadt Habana Vieja, die zusammen mit ihrer Umgebung von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Gegend bietet einen Kontrast aus Villen im Kolonialstil, Bau werken vom Ende des 19. Jahrhunderts und unzähligen Restaurants, Cafes und Bars – alle mit traditioneller kubanischer Küche und verschiedenen Cocktails und Drinks. Gleichfalls verfügt die Stadt über eine bedeutende Anzahl an Museen und Stätten von histori scher Bedeutung. Einer der Orte von größerem touristischem Interesse ist der Catedral (Plaza de la Catedral), der gewöh nlich einen Handwerksmarkt beherbergt. Hier kann man den Rundgang beginnen und die 1777 errichtete Kathedrale – beeindruckendes Beispiel barocker Architektur – betreten. Ihr gegenüber liegt das Museum für Kunst der Kolonialzeit, in dem Möbel und dekorativ e Gegenstände aus dieser Epoche ausgestellt werden. Der Calle San Ignacio folgend gelangt man zum Centro Wilfredo Lam mit seiner in teressanten Sammlung von Arbeiten zeitgenössischer lateinamerikanischer Künstler bzw. Lams selbst – einem der kubanischen Maler und Bildhauer mit der bedeutendsten internationalen Laufbahn. Entlang der Calle Empedrado ist das Museum Alejo Carpentier – ein st da Haus, welche ihn zu seinem Meisterwerk El Siglo de las Luces inspirierte und heute Untersuchungszentrum und Bibliothek ist un d ferner eine Reihe interessanter Manuskripte des kubanischen Schriftstellers ausstellt.
Wer sich für Literatur interessiert, findet auf dem Waffenplatz (La Plaza de Armas) eine vollständige Auswahl an Büchern aus zweiter Hand und Einzelstücken von verlegerischer Bedeutung wie Erstausgaben wichtiger Werke oder seltene Stücke der Weltliteratur. Mit einem Blick zur Bucht lässt sich die Festung Castillo de la Real Fuerza ausmachen, die zur Kolonialzeit als Verteidigungsanlage der Stadt errichtet wurde. Auf einem der Burgtürme weht die Fahne La Giraldilla, das Wahrzeichen der Stadt. Die Burg Castillo de los Tres Reyes del Morro ist die größte Festung, die von den Spaniern während der Kolonialzeit erbaut wurde. Abend für Abend kann man dort um neun Uhr einen Kanonenschlag vernehmen, der die Schließung der Stadtmauer ankündigte und heute als Tradition weiterhin betrieben wird.
Geht man die Calle Oficios hinab, stößt man auf eine Vielzahl an bedeutenden Museen wie das Museo de Autos Antiguos, das Arabische Haus (Casa del Arabe) und das Numismatische Museum. An der Calle Obrapía liegt die Casa de Benito Juarez, die eine wichtige Sammlung mexikanischen Kunsthandwerks beherbergt. Die Casa Guayasamín stellt Werke zeitgenössischer Kunst, sowie Besitztümer und Arbeiten des ecuado rianischen Malers und Bildhauers Oswaldo Guayasamín aus. Ein weiterer Ort von Interesse ist das Afrika-Haus (Casa de Africa) mit ein er faszinierenden Austellung afrokubanischer Kunst: Gemälde, Skulpturen und Artefakte. Die Basílica Menor de San Francisco de Asís zeigt eine interessante Ausstellung von Objekten und Artefakten, die bei archäologischen Ausgrabungen gefunden wurden. Am Ausgang der Basilika sieht man den Platz mit dem Löwenbrunnen in dessen Zentrum, bei dem es sich um eine sehr schöne und detaillierte Arbeit eines italienischen Bildhauers vom Anfang des 20. Jahrhundert handelt.
Der Calle Obispo Richtung Zentralpark (Parque Central) folgend, gelangt man zum Gran Teatro de La Habana, García Lorca (Gran Teatro Nacional), an dessen Eingang man verschiedene, den spanischen Dramatur gen Federico García Lorca darstellende Skulturen bewundern kann, sowie zum Capitolio Nacional mit seinem eindrucksvollen Obelisken u nd der weltgrößten Bronzestatue. In Inneren des Gebäudes kann man die Sitzungssäle der Parlamentarier besichtigen und den Salon der verlorenenen Schritte (Salón de los Pasos Perdidos) begehen – der Name rührt von dem großartigen Echo her, das die Schritte der unzähligen Besucher tagtäglich erzeugen. Mit ein bisschen Glück kann man einer der Ausstellungen beiwohnen, die oft Arbeiten zeitgenössischer Kunst von jungen kubanischen Künstlern vereinen.
Kultur- und Vergnügungstour
Havanna ist eine Stadt, die unzählige Aktivitäten in den Bereichen Kultur und Unterhaltung im Allgemeinen zu bieten hat. In der Altstadt Habana Vieja kann man eine Vielzahl an Restaurants und Bars finden, um Musikgruppen mit traditionellen kubanischen Melodien zu belausch en. Gewöhnlich ist in diesem, von Touristen und Einwohner häufig besuchten Bezirk der Stadt jede Ecke mit Musik und Farbenpracht eingehüllt. Bodeguita del Medio, La Peña del Tango, das Cafe París und Monserrate sind einige der Namen der vielen Orte, denen man auf seinem Weg durch Habana Vieja begegnet.
Richtung Vedado, einem der bezauberndsten Viertel der Stadt mit seinen Villen im Kolonia lstil – heute Sitz verschiedener Botschaften, Kulturzentren und Ministerien –, stößt man auf eine Vielzahl an Restaurants und Bars wie den Club Imágenes mit Liveauftritten mit volkstümlicher Musik und einem gemütlichen und ruhigen Ambiente; im Hotel Habana Libre werden im Botschafter-Salon (Salón de los Embajadores) oft Jazz-Festivals und Salsa-Konzerte veranstaltet. Auch der Salsa-P alast (Palacio de la Salsa) nahe des Malecón mit Live-Auftritten verschiedener Salsa-Orchester – Wonne jeden Liebhabers dieses latino-karibischen Rhtythmus – ist sehr empfehlenswert. Eine weitere gute Wahl stellt das Cafe Cantante Mi Habana im Teatro Nacional de Cuba in der Nähe des Busbahnhofs dar, wo kubanische Orchester täglich in Live-Konzerten die glühendsten Themen des Augenblicks spielen. Im obersten Stockwerk dieses als Delirio Habanero bekannten Ortes finden jeden Abend Treffen statt, bei denen Künstler jeglicher Art wie Sänger, Bands, Humoristen und Dichter zusammenkommen, die dem Besucher einen unvergesslichen Abend bereiten. Letzterer kann s ich nach Mitternacht an der Party beteiligen, wenn die freie Teilnahme des Publikums beginnt.
Am Sitz der Vereinigung der Schriftsteller und Künstler Kubas (Unión de Escritores y Artistas de Cuba) UNEAC wird samstagabends El Hurón Azul veranstaltet, ein e Nacht, die dem Bolero gewidmet ist und für alle Liebhabern dieser Gattung und für wahre Romantiker zum unerlässlichen Programmpunkt wird. Wer jedoch Jazz bevorzugt, sollte sich in La Zorra y El Cuervo begeben, wo Traditionsmusiker und junge Talente des Latino-Jazz zusammenkommen und für einen unvergesslichen Abend sorgen.
Im Viertel Miramar findet man ebenfalls ein ausgezeichnete s Angebot an Orten zum Vergnügen, unter ihnen Dos Gardenias mit dem Salón del Bolero für Anhänger dieser in den 40er und 50er Jahre n in Lateinamerika so beliebten Musikgattung, die erneut die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Disko Ipanema im Hotel Copacabana ist ein weiterer Ort, dessen Besuch für Fans von Salsa und Son verpflichtend ist.
Was Museen und Kunstgalerien angeht, so gibt es unzählige Möglichkeiten in der Gegend der Altstadt, des Viertels Vedado und der Umgebung der Plaza de la Revolución. Um nur einige zu nennen, findet man dort das Museum für Kunst der Kolonialzeit (Museo de Arte Colonial) und die Catedral von La Habana e n Empedrado, das Museum Alejo Carpentier, das Museum Guayasamín en Obrapía, das Arabische Haus (La Casa del Arabe), das Parfümartikel-Museum, das Numismatische Museum und das Museo de Autos Antiguos. Ferner sind da El Templete auf dem Plaza de Armas und das staatliche Museum Castillo de la Real Fuerza, das Stadtmuseum und das Museum Los Capitanes Generales in der Calle Tacón, sowie das Geburtshaus-Museum Monumento a Jose Martí. Richtung Zentralpark (Parque Central) gelangt man zum Lorca-Theater und dem Capitolio Nacional, welches das Staatsmuseum für Naturwissenschaft beherbergt. Im Mella-Theater auf der anderen Seite der 1. Avenida werden bedeuten de Stücke kubanischer und universeller Dramaturgie, sowie Tanzshows und Kabaretts für alle Interessierten aufgeführt.
In der Calle Trocadero befindet sich das Staatsmuseum für schöne Künste, das die vollständigste Kunstsammlung Kubas ausstellt. Das Revo lutionsmuseum in der Calle Refugio beherbergt eine wichtige Sammlung von Dokumenten und Objekten der Kubanischen Revolution; das Museo de Música zeigt eine interessante Auswahl traditioneller und moderner Instrumente. In der Bucht von Havanna liegen die Burg Castillo de l Morro, die größte militärische Konstruktion der spanischen Kolonie in Amerika, sowie die Festung San Carlos de La Cabaña, ein geschichtlic h bedeutendes Monument, in dem sich das Museum des Che-Kommandos befindet.
Tour Hemingway
Der nordamerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway lebte ab den 30er Jahren auf Kuba und hinterließ daher seine Spuren in vielen Einrichtungen und Hotels. Den ersten Halt sollte man in der Bodeguita del Medio einlegen, wo Hemingway einen Mojito oder auch zwei zu trinken pflegte. Dieses Lokal wird Jahr für Jahr von Millionen von Touristen besucht: die Wände sind vollständig mit Unterschriften von Berühmtheiten bedeckt, die bereits dort waren. Weiter hinten befindet sich ebenfalls ein Restaurant, welches das Beste der traditionellen kubanischen Küche bietet.
Um den Schritten des amerikanischen Schriftstellers zu folgen, geht es nun weiter zu Bar Floridita, wo d er Daiquirí geboren wurde und Hemingway gewöhnlich seine Lieblingsmischung zu sich nahm. Hier bietet auch ein Restaurant schmackhafte Gerichte traditioneller kubanischer Küche.
Das in der Altstadt gelegene Hostal Valencia ist ein kleines, bezauberndes Hotel, wo der Nobelpreisträger gewöhnlich nächtigte. Es verfügt lediglich über 12 Zimmer und eine schöne Architektur, die an die Kolon ialzeit erinnert. Wer sich für eine Übernachtung in dem Hotel entscheidet, hat womöglich das Glück, Zimmer Nr. 21 zu erhalten, wo Hemingway normalerweise unterkam.
Nur 20 Minuten von Havanna entfernt liegt die Bar Floridita, ein Gebäude aus dem Jahr 1887, welches der ständige Wohnort des Schriftstellers auf der Insel war. Das Haus wurde zum Museo Ernest Hemingway verwandelt und erhält Möbel, Bibliothek und persönliche Artikel unberührt. Wenngleich der direkte Zutritt nicht gestattet ist, kann man die Zimmer, Bücher und Objekte aus der Nähe betrachten, da die Fenster und Türen geöffnet bzw. die Zimmer und Salons abgesperrt sind, um den Zustrom der Touristen zur Besichtigung der Residenz passieren zu lassen.
Außerhalb liegt in der Nähe des Swimmingpools Heming ways Fischerboot El Pilar, welches sein Begleiter auf unzähligen Angelausflügen war und durch die Chroniken, welche später in dem mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Roman Der alte Mann und das Meer gipfelten, bekannt wurde.
Was gibt es Besseres als einen Besuch in der kleinen Ortschaft Cojímar, von wo aus der Schriftsteller zu seinen Angelabenteuern ablegte und wo derjenige Fischer lebte, der den Protagonisten des zuvor erwähnten Romans inspirierte. Man kann durch die reizenden Gassen mit den typischen Fischerhäuschen schlendern und einen Halt in Las Terrazas einlegen, das Hemingways Lieblingsrestaurant war und heute Teil einer großen Tourismusanlage ist.
Zum Abschluss dieser Tour sollte man das Marina Hemingway im Viertel Miramar besuchen – ein weiterer wichtiger Hotelkomplex, wo man alle Bequemlichkeiten finden kann, um einen unvergesslichen Urlaub zu verbringen. Es grenzt an einen Kanal von 15 km Länge, an dem man Boote für eine Buchtrundfahrt mieten oder sich in einem der vielen Restauran ts und Bars der Zone entspannen kann.
Einkaufstour Havanna verfügt über ausgezeichnete Kunsthandwerkmärkte, Kunstateliers, Boutiquen, Musikläden und natürlich international berühmte Rum- und Tabakfabriken. Man sollte die Tour an der Plaza de la Catedral (Platz der Kathedrale) im Herzen der Altstadt Habana Vieja beginnen, wo an den Wochenenden gewöhnlich ein umfassender Kunsthandwerkmarkt abgehalten wird. Dort kann man viele für die Insel typischen Artikel, Bücher aus zweiter Hand, Postkarten und den einen oder anderen Eis-, Süßigkeiten- bzw. Erdnussverkäufer finden.
Ein weiterer wichtiger Kunsthandwerkmarkt ist die Feria del Malecón in der Calle 21, wo man von Dienstag bis Sonntag unter anderem eine große Auswahl an einheimischem Kunsthandwerk, Halsketten aus Samenkörnern, Musikinstrumente, kleine Keramiken, welche Eleguá (afrikanische Gottheit) darstellen, und Postka rten aus Kuba entdecken.
Was Kunsthandwerk und Kunst im Allgemeinen, wie Stiche, Gemälde und Skulpturen, betrifft, so kann man sich auch zum Kulturgut-Bestand (Fondo de Bienes Culturales) begeben, wo man immer über gute Stücke verfügt. Dann wäre da noch der Markt Feria de La Habana Vieja in der Calle Cuba, der eine vollständige Auswahl an Kunsthandwerk und eine Abteilung mit kubanischen Musikinstrumenten, sowie Cds und Kassetten mit traditioneller und aktueller Musik zu bieten hat.
In Bezug auf Tabak ist Kub a der ideale Ort, um diesen zu erwerben. Eine gute Verkaufsstelle ist die Fábrica de Tabacos Partagás hinter dem Capitolio Nacional (in der Calle Industria), die über eine ausgezeichnete Auswahl an Tabak und den zusätzlichen Vorteil verfügt, Führungen durch die dort befindliche Fabrik bieten zu können.
Man sollte auf keinen Fall den weltweit geschätzten kubanischen Rum bzw. die Tatsache vergesse n, dass eine Flasche 7 Jahre alten Havana Clubs in den Geschäften ungefähr 9 Dollar kostet. Weitere Qualitätsmarken sind unter anderem Varadero und Guayabita del Pinar.
Was Bekleidung und Schuhe betrifft, ist ein Besuch der Boutiquen in der Passage des Hotels Sevilla in der Calle Trocadero empfehlenswert. Wer sich ernsthaft mit dem Einkaufen beschäftigen möchte, sollte sich in das Viertel Miramar begeben, welches eine Vielzahl an exklusiven Geschäften mit einem vollständigen Angebot an von kubanischen De signern kreierter Kleidung bzw. Schuhwerk bietet.
Das Einkaufszentrum an der Ecke 5. Avenida und 42 ist das größte seiner Art in Havanna und liegt in Miramar. Es beherbergt verschiedene Läden und Cafes, wo man leichte Gerichte und Getränke zu sich nehme n kann. Weitere Einkaufszentren von Bedeutung sind La Epoca und Sorpresa im Stadtzentrum.
Wer sich eher für praktische Einkäufe interessiert, findet eine Vielzahl an Supermärkten in den verschiedenen Stadtbezirken Havannas, wie Vedado, Miramar, Centro Habana und Habana Vieja. Sie alle bieten eine umfassende Auswahl an Dosengerichten, frischen Produkten, Brot, Gemüse und Obst, sowie Getränken und Tabakwaren.
Im Falle von Volksmärkten mit Obst und Gemüse sollte man die Landwirtschaftsmärkte aufsuchen, die ebenfalls auf die verschiedenen Stadtgebiete, wie beispielsweise das Barrio Chino, Vedado und in der Nähe der Avenida Boyeros an der Plaza de la Revolución (Revolutionsplatz) verteilt sind.
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