Havanna ist eine schwungvolle Stadt – modern und kosmopolitisch – , in der sich die koloniale Vergangenheit mit dem hektischen Dasein der Zeiten verbindet. Die kubanische Hauptstadt ist Zentrum des kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens im Lande.
Das historische Stadtzentrum wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und strotzt mit seinen gepflasterten Straßen, den Balkonen im Kolonialstil, den mal barocken dann wieder gotischen Bauten rund um die Altstadt Habana Vieja und den heiteren Gesichtern, die einen auf Schritt und Tritt in den arabisch anmutenden Gässchen grüßen, zweifellos vor Schönheit. Und erst die berühmte Uferstraße Malecón (El) – ein Muss für Touristen und Kubaner, von der aus man bei einer leichten Seebrise den Einbruch der Dämmerung betrachten kann.
Wenn es Nacht wird, verwandelt sich Havanna in einen magischen Karneval voller Events, Nachtclubs und Diskos, die den Vorbeistreifenden dazu einladen, in die Unterhaltung dieser schönen karibischen Stadt einzutauchen.
In Havanna sind vor allem vier Gebiete von besonderem Interessen. Beginnen wir mit La Habana Vieja, der historischen Altstadt, wo man der Geschichte und Kultur Kubas begegnen kann. La Plaza de Armas (Waffenplatz), Catedral (La) und der Parque Central (Zentralpark) stellen herrliche Beispiele der Architektur im Kolonialstil dar. La Habana Vieja bietet einen Augenschmaus auf Schritt und Tritt; dieser Rundgang ist wahrlich ein Paradies für den Spaziergänger. Die unzähligen Cafes, Restaurants und Bars, die in allen Gä sschen zu finden sind, bieten eine ideale Ausrede, um sich der starken tropischen Sonne zu entziehen und die traditionelle kubanische Küche und die Cocktails Havannas in der Bodeguita del Medio (La) oder dem Floridita zu genießen. Letzteres erlangte Ruhm, weil Hemingway dort seinen Mojito und Daiquirí zu trinken pflegte.
Die historische Altstadt beherbergt gleichfalls verschiedene bedeutende Museen, darunter das Museo de Autos Antiguos, dasArabische Haus (La Casa del Arabe), Casa de Africa (La), das Casa de Asia (La), Stadtmuseum (Museo de la Ciudad) und die Burgen El Morro und La Real Fuerza mit dem Wahrzeichen La Giraldilla auf einem seiner Türme. Dies ist die Lieblingsgegend der Touristen, die hierher kommen, um spazieren zu gehen und Fotos von der Umgebung zu machen.
Begibt man sich über die Flanierzone Rampa den Malecón hinauf, so gelangt man zum Vedado, einem der bezauberndsten Stadtviertel Havannas, mit seinen Villen und Häusern aus dem 19. Jahrhundert, die heute Sitz von Botschaften, Mini sterien und kulturellen Organisationen sind. An der Ecke von Rampa und Calle L befindet sich das Coppelia mit seinen berühmten Eissorten. Indem man den Universitätshügel hinaufsteigt, kommt man an die Plaza Ignacio Agromonte, wo sich die Universität Havannas – ein Komplex aus neoklassizistischen Gebäuden von großem Interesse – sowie zwei anthropologische Museen – das Montane und das naturwissenschaftliche Museum Felipe Poey – befinden. Weiter in diesem Rundgang gelangt man an die Plaza de la Revolución (Platz der Revolution), die Stütze des sozialistischen kubanischen Systems. Der Platz besitzt die Form eines Sterns, in dessen Mitte eine enorme Statue von Jose Martí steht. Daneben befindet sich ein Turm, von dem aus man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt hat. Gegenüber der Statue Martís, auf der anderen Seite der Promenade, kann man ein Fresko von Che Guevara sehen. Auf dem Platz hält der Präsident Fidel Castro jedes Jahr am 1. Mai seine Rede.
Zum Abschluss dieses Rundgangs begeben wir uns nach Miramar, eines der exklusivsten Viertel Havannas, mit seinen Villen im Kolonialstil, welche heute Sitz von Botschaften, Kulturzentren u nd ausländischen Gesellschaften sind. In der 5. Avenida des Malecón liegt der Parque Emiliano Zapata, der voller Wasserbecken ist. Der Río Almendares mit seinen kleinen Booten bietet ein pittoreskes und romantisches Bild. Die Alleen sind allesamt von P almen eingefasst, die dem Viertel eine Note ohnegleichen verleihen. Der Besucher stößt hier ebenfalls nahe der Hotel- und Tourismusanlage Marina Hemingway auf eine Vielzahl an Cafes, Bars und Restaurants, unter ihnen Chan Chan, El Mandarín y Rumbos.
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