Attraktionen

Die Altstadt

Es ist völlig richtig, dass Malaga in erster Linie durch die Idee von Meer und Sand definiert ist. Darüber hinaus ist sie allerdings ebenso ein Ort, der viele historische Denkmäler beherbergt, und es gibt keine bessere Methode, um das kosmopolitische Malaga zu entdecken, als einen Rundgang durch die Altstadt zu unternehmen.

Ein guter Ausgangspunkt dabei ist das Santuario de la Victoria (Victoria ist die Schutzpatronin Malagas). Wenn man die Calle Victoria entlanggeht, vorbei an der Iglesia de San Lázaro und dem Jardín de los Monos (Garten der Affen - so genannt aufgrund der vielen Affen, die ihn um die Mitte des Jahrhunderts bevölkerten), gelangt man an die Plaza de la Merced. An der Nordseite des Platzes befinden sich die sogenannten "Casas de Campos" (Landhäuser). In der linken Ecke steht das Haus, in dem einst Picasso geboren wurde, heute ist es der Sitz der Fundación (Stiftung), die seinen Namen trägt.

Hier bietet sich eine kleine Pause an, um auf der Terrasse des Flor de Lys einen Kaffee oder Tee zu trinken. Danach geht es durch die Calle San Juan Letrán und links am Mercado de la Merced vorbei zum Teatro Cervantes. Auf der Decke des Saales befindet sich ein Sinnbild der damaligen Stadt, das 1868 von Bernardo Ferrándiz gemalt wurde. Zurück geht es zur Mitte des Platzes, von der aus man die von Leben erfüllte sich windende Calle Granada sieht, in der es zahllose kleine Geschäfte mit Kuriositäten, Silber und Geschenke für Umweltbewüsste gibt. Wenn man ihrem Lauf folgt, gelangt man schließlich zur Plaza de la Constitución, (Platz der Verfassung) dem symbolhaftesten Platz der Stadt, wo man unbedingt das Gebäude der Sociedad Económica de Amigos del país (Wirtschaftsgemeinschaft der Freunde des Landes) besichtigen und ein paar Minuten der Barockfassade der Iglesia de la Salud widmen sollte.

Auf der linken Seite des Platzes befindet sich der Pasaje Chinitas. Diese Passage ist der Schauplatz für zahlreiche Legenden von Stierkämpfern und Cantaores (Flamenco-Sängern) gewesen, die Dichter zu zahllosen Verse inspiriert haben. Von der Plaza de la Constitución geht auch die calle Larios aus, die Hauptader der Altstadt, die von Geschäften und traditionellen Cafes gesäumt wird. Eines davon ist Cosmopolita das ausgezeichnet für eine Erfrischung geeignet ist. Am Ende der Straße kommt man zur Plaza y Acera de la Marina. (Platz und Fußweg des Yachthafens). Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf den Hafen, den man auch besichtigen kann. Dabei lohnt sich vor allem, das Gebäude der Estudios Portuarios Gebäude anzusehen, das ein modernes Dekor hat und in dessen Innenhof sich ein Olivenbaum befindet.

Die Museen und das maritime Malaga

Der im folgenden beschriebene Rundgang ist eher atypisch, weil er zweigeteilt ist. Hier kann man das Malaga vergangener Zeitalter ebenso wie seine maritime und mediterrane Seite kennenlernen. Ein guter Ausgangspunkt dafür ist die Plaza del Obispo, in der das Museo de Arte Sacro (Museum für religiöse Kunst) der erste Zielpunkt ist. Danach geht es weiter zur Catedral Malagas, die 'La Manquita' genannt wird, und durch ihre Gärten. Von hier aus gelangt man durch die Calle Císter zu einer interessanten Ansammlung dreier verschiedener Kulturen: dem maurischen Alcazaba, dem alten jüdischen Viertel und dem Teatro Romano (römischen Theater).

Man sollte die Gelegenheit nutzen, einen Spaziergang durch die Gärten der Alcazaba zu unternehmen, um dann durch die 'Coracha', einem von Wänden umgebenen Weg, zum Paseo del Parque hinunterzugehen, der grünen Lunge der Stadt. Am Ende dieses Botanischen Gartens befindet sich die Fuente de las Tres Gracias (Brunnen der drei Grazien), der hunderte von Malen von einem Ort zum anderen verlagert worden war, und hinter ihm die Malagueta, die Stierkampfarena, die schon mehr als hundert Jahre lang Geschichte geschrieben hat.

An dieser Stelle darf man darf sich nicht entgehen lassen, der ihr gegenüberliegenden Taverne Campana einen Besuch abzustatten. Charakteristisch für dieses vielleicht bekannteste Lokal der Stadt ist sein intensiver Geruch nach Altem. Hier kann man gut einen der regionalen Weine probieren. Rechts vom Platz befindet sich das beliebte Barrio de la Malagueta, wo vor etwas mehr als einem Jahr das Museo Municipal eröffnet wurde, vor dem eine Skulptur von Botero zu sehen ist.

Wenn man den Platz überquert, gelangt man zum Paseo de la Farola, von dem aus man den Hafen Malagas überblicken kann. An ihm befindet sich auch die Bronzestatue des Cenachero. Dieses Symbol der Stadt stellt einen jungen Fischer in der typischen Kleidung der Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts dar, der zwei Körbe mit Sardellen trägt.

Weiter geht es zur Glorieta de Jorge Guillen, dem Platz, auf dem sich die Statue des Dichters befindet, und dann bis zum Paseo Marítimo Antonio Machado (Strandpromenade Malagas), auf dem man sich Auge in Auge mit dem Mittelmeer und den Playas de la Malagueta befindet. Hier gibt es zahllose Restaurants mit Terrassen, aber wenn man sich etwas besonders Gutes gönnen möchte, sollte man das ausgezeichnete Antonio Martín aufsuchen, in dem man wie ein König speisen und darüber hinaus die herrlichsten Ausblicke genießen kann.

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