Stadtrundgang 1: Bonn-Innenstadt
Ein günstiger Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang durch die Innenstadt ist der Hauptbahnhof. Das Gebäude, das im italienischen Renaissance-Stil erbaut wurde, steht heute unter Denkmalschutz. Überquert man vor dem Bahnhofsgebäude den City-Ring, gelangt man direkt in die Bonner Fußgängerzone und Einkaufsmeile, die Poststraße. Hier sind einige schöne Gebäude aus der Gründerzeit zu sehen. Gelangt man an das andere Ende, steht man auch schon mitten auf dem Münsterplatz. Dieser große Platz ist seit jeher Ort für viele Veranstaltungen, wie den jährlichen Weihnachtsmarkt. Auf der Nordwestseite des Münsterplatzes befindet sich das Gebäude der Hauptpost, früheres Fürstenbergsches Palais. Direkt vor dem Postamt steht das berühmte Beethoven-Denkmal. Gegenüber erhebt sich die große Münsterbasilika. An der Hauptpost vorbei geht es nun links in die Vivatsgasse, deren Name wohl von Viehpfad abzuleiten ist. Auf der Ecke Münsterplatz/Vivatsgasse befindet sich das typisch bönnsche Lokal Hähnchen. Durch die Vivatsgasse hindurch kommt man zum Sterntor, einem der Bonner Stadttore aus dem 13. Jahrhundert. Die vielen schönen Häuser in der Sternstraße sollte man sich ruhig einmal genauer anschauen - die Schilder im 1. Stock verweisen noch heute auf die Geschichte und Nutzung der Gebäude. Am Ende der Straße gelangt man zum Marktplatz mit dem schönen Marktbrunnen von 1770. Hier findet nicht nur der tägliche Marktbetrieb statt, sondern auch viele Sonderveranstaltungen. Südöstlich des Platzes steht das Alte Rathaus. Von hier aus kann man seinen Rundgang fortsetzen. In der Bonngasse, ca. 60m auf der rechten Seite liegt die berühmte Namen-Jesu-Kirche. Von hieraus weiter geradeaus gelangt man zum Haus Nr. 20, das Geburtshaus Beethovens. Von hier aus sind es noch ein paar Meter bis zur Kennedybrücke, der Verbindung nach Beuel. Nur einige Schritte weit entfernt liegt das Opernhaus. Von hier läuft man bis zur nahegelegenen Pfarr- und Minoritenklosterkirche St. Remigius, auf der Brüdergasse. Am Ende der Gasse angelangt, kommt man wieder zurück auf den Marktplatz.
Stadtrundgang 2: Bonn-Innenstadt
Einen guten Ausgangspunkt für den folgenden Rundgang bietet das Hauptgebäude der Universität in der Bonner Innenstadt. Am besten erreicht man die Uni vom Hauptbahnhof aus zu Fuß oder aber von der U-Bahnhaltestelle "Uni/Markt" aus. Auf der Stadtseite (Am Hof), befindet sich kurz nach dem Eingang zur Universität auch der Eingang zur ehemaligen Schlosskirche. Sie wurde im französischen Stil von Louis XVI gebaut. Von hieraus gelangt man durch die Franziskanerstraße zum Koblenzer Tor, welches die Adenauerallee überspannt. Früher tagten in den Räumen über dem "Triumphbogen" die Mitglieder des Ritterordens vom heiligen Michael. Schräg gegenüber sieht man in der Konviktstraße 4 das Lenne Geburtshaus, dem großen Meister der Gartenbaukunst. Von hieraus sieht man schon die Bastionsmauern des Alten Zolls. Von hieraus hat man einen herrlichen Blick auf den Rhein und das Siebengebirge. Entscheidet man sich hier nicht für einen Spaziergang auf der Rheinpromenade, sondern überquert wieder die Adenauerallee, sieht man vor sich den großen Hofgarten. Von der Hofgartenwiese aus ist der Blick auf das Uni-Gebäude besonders schön. Im Sommer tummeln sich viele Leute, vor allem natürlich die Studenten auf der großen Rasenfläche. Bemerkenswert ist auch die Skulptur der "Regina Pacis" (Gottesmutter als Königin des Friedens), die in einer Nische über dem Hauptportal steht. Sie ist das Wahrzeichen der Universität. Am südöstlichen Ende des Hofgartens, also gegenüber der Universität liegt das Akademische Kunstmuseum. Das klassizistische Gebäude entstand nach Entwürfen von Schinkel und war ursprünglich für die medizinische Fakultät erbaut worden. Wer sich für die Gipsabgüsse antiker Skulpturen interessiert, sollte unbedingt einen Abstecher hierhin unternehmen. Ebenfalls nicht weit entfernt liegt die Kreuzkirche, eine neugotische Hallenkirche aus dem Jahre 1866. Gegenüber der Kirche liegt der Kaiserplatz. Im Sommer kann man hier unter den schattenspendenden Bäumen gemütlich Kaffee trinken. Aber auch ein Besuch der erst vor kurzem neueröffneten Kaiserpassage, mit ihren vielen Geschäften und Lokalen lohnt sich.
Stadtrundgang 3: Südstadt und Poppelsdorf
Um die Südstadt und Poppelsdorf zu erkunden, startet man am besten am Hauptbahnhof. Von der Prinz-Albert-Straße beginnt man die Tour durch eines der schönsten Wohngebiete Bonns, auf der man wunderschöne, gut erhaltene Häuser aus der Gründerzeit (die Zeit nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71-1890er) und aus der Epoche des Jugendstils sehen kann. Man erkennt die Bauwerke aus der Gründerzeit durch den Rückgriff auf Baustile anderer Epochen, wie der Gotik, der Renaissance oder auch des Barocks. Ebenso entstanden in der Zeit sehr viele schöne gusseiserne Balkongitter und Stuckornamente. Es lohnt sich, auf dem Gang durch die Prinz-Albert-Straße einige besonders schöne Häuser genauer zu betrachten (z.B. Nr. 4 und 17). Sehr schön sind auch die Häuser an dem Rondell, wo einige Häuser um einen kleinen Platz gebaut wurden. In der benachbarten Königsstraße findet man einige Doppelhäuser, die spiegelbildlich zu einander gebaut wurden. Am Ende der Straße ist das Haus Nr. 66, die Alte Sternwarte, besonders erwähnenswert. Kurz danach kann man rechts in die Argelanderstraße einbiegen, in der ebenfalls einige schöne Häuser aus der Gründerzeit und der Epoche des Jugendstils zu finden sind. Am Ende der Straße trifft man auf die Poppelsdorfer Allee, in die man links einbiegt. Von hier gelangt man direkt zum Poppelsdorfer Schloss. Hier lohnt sich eine ausgiebige Besichtigung oder ein Abstecher in das Mineralogisch-Petrologische Museum. Bei schönem Wetter ist es jedoch empfehlenswert, den Museumsbesuch zu vertagen und sich hinter dem Schlossgelände links dem Botanischen Garten zuzuwenden. Möchte man seinen Rundgang fortsetzen, biegt man schräg gegenüber in die Nussallee. Gelangt man zum Universitätsinstitut für Paläontologie, kann man dort dem Goldfußmuseum einen Besuch abstatten. Am Ende der Nussallee biegt man rechts in die Endenicher Allee ein und erreicht so den Beethovenplatz, wo sich das Gärtnerhaus der kurfürstlichen Baumschule befindet. Auf der Colmanstraße sieht man schon nach einigen Metern das Rheinische Landesmuseum. Von hier kommt man wieder zum Ausgangspunkt des Rundgangs, dem Bonner Hauptbahnhof.
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