Attraktionen

Haben Sie vor, die Frankenmetropole Nürnberg besser kennenzulernen? Sie brauchen dazu kein Schiff, kein Auto und keinen Bus, denn diese Stadt lernt man am besten zu Fuß kennen.

Altstadtour

Nürnberg hat keine prächtigen Boulevards und Parks, doch dafür gibt es die wunderschönste Altstadt die man sich wünschen könnte, und für die meisten Besucher ist sie der größte Anziehungspunkt. Architektonisch hebt sie sich vom Rest der Stadt ab; gleichzeitig erinnern die Häuser und Gässlein an den Charakter der Stadt im Mittelalter. Außerdem sind hier auch die meisten Sehenswürdigkeiten zu finden. Bei dem romantischen Bild, das einem begegnet, vergißt man schnell, das die Landschaft innerhalb der 5km langen Stadtmauer nach 1945 sorgsam wiederaufgebaut worden musste, denn die Bombenangriffe der Allierten hatten ihre Spuren deutlich hinterlassen - mehr als 90% der Altstadt war nur noch Schutt und Asche.

Die Pegnitz teilt den Kern Nürnbergs in die nördliche Sebalder und die südliche Lorenzer Altstadt. Die folgenden Touren richten sich nach dieser Aufteilung, wobei das Burgviertel in der Seebalder Altstadt hervorgehoben wird.

Die Sebalder Altstadt

Unsere Tour beginnt oben an der Kaiserburg, die als Wahrzeichen Nürnbergs dient. Von der Burgfreiung zwischen dem Sinwellturm und dem Jugendgästehaus aus kann man die Altstadt genauestens betrachten. Wenn man nun die Treppen an der Burgfreiung hinabgeht, so biegt man entweder nach links oder nach rechts ab. Wer nach rechts abbiegt, ist Am Ölberg. Wenn man hier entlanggeht, kommt man allmählich zum schönen Tiergärtnertorplatz. Im Sommer ist dies ein beliebter Treffpunkt, und oft sind hier auch Straßenmusikanten zu finden. Direkt gegenüber vom Tiergärtnertorturm steht das Albrecht Dürerhaus, in dem einst der berühmte Maler lebte. Wir gehen jedoch die Bergstraße entlang. Hier findet man viele kleine Antiquitätenhandlungen, oder auch die bekannte Wirtschaft Zum Sudhaus, wo einst Kohl und Chirac dinierten, und am Ende der Straße befindet sich die St.Sebaldus-Kirche, die älteste Kirche Nürnbergs. Hier finden oft Konzerte stadt, besonders während der Internationalen Orgelwoche. Wer vom Haupteingang der Kirche geradeaus läuft, also parallel zur Burg, der findet bald links ein kleines Sträßchen namens Weißgerbergasse. Ürsprünglich wohnten hier Handwerker, und das Häuserensemble ist einmalig. Wenn wir daß Ende der Weißgerbergasse erreicht haben, sehen wir gegenüber die Pegnitz und den Kettensteg. Wir biegen jedoch links ab und so kommen wir allmählich zum Hauptmarkt, der das Zentrum der Altstadt bildet.

Wer nicht in diese Richtung gelaufen ist, sondern an der Seite der St.Sebaldus-Kirche entlang flaniert war, biegt nun rechts ab, läuft am Rathaus vorbei und befindet sich in kürzester Zeit am Hauptmarkt. Hier steht der Schöne Brunnen und auch die Frauenkirche. Während des Christkindlesmarktes ist hier allerhand los; man begegnet Menschen aus der ganzen Welt.

Wer von der Burgfreiung aus den Berg in die Altstadt hinuntergelaufen ist, dem wird aufgefallen sein, daß auf der linken Seite der Burgstraße ein schönes Bürgerhaus steht. In diesem sogenannten Fembohaus befindet sich heute das Stadtmuseum im FembohausStadtmuseum. Wer sich für die Geschichte Nürnbergs und der Wohnkultur des gehobenen Mittelstands interessiert, sollte hier unbedingt reinschauen. Auch diese Straße führt allmählich zum Hauptmarkt. Man kann jedoch einen Abstecher in das Rathaus machen, denn hier befinden sich die mittelalterlichen Lochgefängnisse, in dem zu weniger zivilsierten Zeiten etliche Menschen gefoltert worden sind.

Die Lorenzer Altstadt

Vom Hauptmarkt aus gehen wir in Richtung Pegnitz an der Frauenkirche vorbei. Wir gehen über die Museumsbrücke. Links ist das Heilig Geist Spital zu sehen. Einst war es ein Krankenhaus, doch heute kann man hier die deftige fränkische Küche ausprobieren. Wenn wir die andere Seite der Brücke erreicht haben, befinden wir uns in der Lorenzer Altstadt. Wer links den Fluß entlang läuft, gelangt zur Ruine St. Katharina, zum und zum CineCitta. Wir gehen jedoch geradeaus, denn so erreichen wir den Lorenzer Platz, der sich vor der Lorenzkirche erstreckt. Schräg gegenüber der Kirche steht das Nassauer Haus aus dem 13. Jahrhundert; der Brunnen, der rechts neben dem Eingangsportal zu finden ist, ist der historische Tugendbrunnen. Die Lorenzer Stadthälfte ist jünger als diejenige, welche nach der St.Sebaldus-Kirche benannt ist, und heute ist sie weitgehend als Geschäftsviertel annerkannt. Wer einkaufen möchte, der begibt sich in die Breite Gasse und die Karolinenstraße. Um das Germanische Nationalmuseum zu erreichen, geht man an der Breiten Gasse und der Mauthalle, die sich in der Pfannenschmiedgasse links befindet, vorbei, bis man zum Kornmarkt kommt. Um diesen zu erreichen, muss man am Hallplatz rechts abbiegen. Im Germanischen Nationalmuseum kann man sein Wissen über die deutsche Geschichte und Kultur erweitern. Wer sich für Kirchen interessiert, der geht den Kornmarkt entlang, bis er zur Schumacherstraße kommt. Am Ende dieser Straße befindet sich der Jakobsplatz. Auf diesem weitläufigen Platz stehen sich die katholische Elisabethkirche und die evangelische Jakobskirche gegenüber.

Unsere Tour ist nun zu Ende. Wer sich auf seinem Wege verirrt hat, der sollte ruhig einen Einheimischen nach Anweisungen fragen. Die Franken sind ein freundliches Volk. Wer jedoch die Altstadt von der Burg aus einmal betrachtet hat und einen guten Plan besitzt, der findet sich bestimmt schnell zurecht. Und wer weiß, vielleicht dauert ihre Stadtour länger als Sie eingeschätzt haben, denn in Nürnberg führen einen die feinen Düfte des Lebkuchens und der Bratwurst an jeder Ecke in Versuchung!

Das ehemalige Reichsparteitagsgelände

Nürnberg zeigt sich heute als moderne Industriegroßtadt, doch die Verbindung zum Nationalsozialismus ist geblieben. Die Auseinandersetzung mit der Epoche des Dritten Reiches ist auch heute noch aktuell, und wer sich dafür interessiert, sollte das Ehemalige Reichsparteitagsgelände im Süden Nürnbergs besuchen. Heute dient das Areal wieder als Naherholungsgebiet, doch die noch vorhanden Worte aus Stein, wie sie Albert Speer nannte, zeigen Architektur als Manifestation der Herrschaftsträume des Nationalsozialismus. Am besten erreicht man das Gelände mit der Straßenbahn 9, Endstation Luitpoldhain. Die Austellung Fazination und Gewalt ist ebenfalls hochinteressant. Ein detaillierter, etwa zweistündiger Rundgang wird vom Verein Geschichte für alle e.V angeboten. Es lohnt sich, das Programm des Vereines genauer zu betrachten, denn es werden unzählige Touren organisiert, die spannend und informativ sind. Am Rundgang durch das Reichsparteitagsgelände kann man nur zwischen April und November teilnehmen.

Nähere Auskünfte: Geschichte fuer alle: +49 911 33 27 35 / http://www.geschichte-fuer-alle.de

Wer Nürnberg schon gut kennt oder die Stadt auf andere Weise kennenlernen möchte, der kann sich an den Fliegerclub Nürnberg e.V wenden, der private Touren im Kleinflugzeug organisiert. Die Website des Klubs findet man unter http://www.segelflug.de/vereine/nuernberg.de

Das Tourist Informationen Büro ist auch ein guter Anhaltspunkt. Filialen gibt es am Hauptbahnhof und am Hauptmarkt.

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