Essen und Trinken
Sauerbraten, Kartoffelsuppe, Christustollen – das sind die Originale der sächsischen Küche. Deftig und herzhaft, nach Art der Hausfrau, zum Schlemmen bestens geeignet, so könnte man die Esskultur der Elbmetropole am besten beschreiben. Durch die Spätfolgen des zweiten Weltkrieges und durch die Mangelwirtschaft der DDR wurden die traditionellen Rezepte allerdings stark vereinfacht. Doch glücklicherweise weht seit der Wende wieder ein frischer Wind in Dresdens Gastro-Küchen! Mit viel Kreativität gewürzt entsteht ein neuer Mix aus ursächsischer Tradition, modernem Lebensanspruch und Internationalität.
Besonders ausgeprägt ist die Küchenphantasie im Dresdner Szeneviertel
Neustadt - einem multikulturellen Stadtteil, der aufgrund seiner großen Gastronomiedichte zum Zentrum aller kulinarischen Streifzüge geworden ist.
Im Teil der Äußeren Neustadt findet man die an angesagten Bars der Stadt, wie die
Havanna Club Bar,
Frank's Bar oder die
Studiobar. Falls diese an Wochenendnächten schon überfüllt sein sollten, stehen noch Unmengen anderer Kneipen zur Auswahl und locken nicht nur zur Happy Hour.
Hat man Appetit auf französische Küche, sollte man unbedingt im
La Vie en Rose dinieren. Auch das
La Rue, das wie eine französische Straße mit Bistro, Restaurant, Weinstube und Creperie aufgebaut ist, ist einen Besuch wert. Wer es italienisch mag, geht in das temperamentvolle Ristorante
Al Capone, ins
La Casina Rosa oder ins bistroartige
La Pergola. Indisch essen ist im
Scheune Cafe angesagt, und eine beliebte Mischung aus russisch-internationaler Küche gibt es im
Raskolnikoff Restaurant.
Freunde der kleinen Snacks finden an jeder Ecke einen freundlichen türkischen Imbiss (z.B. das legendäre Dürüm Kebab in der Rothenburger Straße) oder Baguettestuben (z.B. Bag's, Louisenstraße); Fans der spanischen Tapas werden im
El Perro Borracho fündig, welches im wunderschönen Kunsthof zwischen Alaunstraße und Görlitzer Straße gelegen ist. Unzählige kleine und große Cafes laden zum Verweilen und Genießen ein. Viele der Kneipen haben ein großes Frühstücks- und Brunchsortiment im Angebot, um den Ansprüchen der
frühstücksverrückten Dresdner gerecht zu werden, von denen sonntags früh die Cafes belagert werden. Im
Kontinental, im
Blumenau, in der
Planwirtschaft oder im
Cafe Reale kann man das Frühstück (zum Teil mit Buffet) richtig zelebrieren.
Der Teil der Inneren Neustadt ist durch nobel restaurierte Gründerzeitbauten und die buchsbaumgesäumte Flaniermeile Königstraße gekennzeichnet. Hier zieht es zu Recht viele Touristen her. Doch auch bei den Dresdnern sind Restaurants wie das tschechische
Wenzel - Prager Bierstuben oder das schicke
New California beliebt, genauso wie die vielen kleinen Italiener
am Eck. Zum Cappuccino-Schlürfen und Postkarten schreiben sind das
Schwarzmarktcafe oder auch das
Eiscafe Venezia nahe dem Elbufer wunderbar geeignet.
Auch im Dresdner Stadtzentrum hat sich eine vielfältige Kneipenszene angesiedelt. Direkt
über der Shoppingmagistrale Prager Straße ist das
Cafe Börse angesiedelt, welches meistens gerappelt voll ist. Auch das Barock ist ideal für die
After Shopping-Erholung. Nahe Zwinger und Semperoper findet man neben diversen Cafes auch das exotische
Busmann's Brazil. Besonders kunstvoll ausgestattet sind die kleinen Restaurants des
Art'otel's in der Maxstraße, so z.B. die
Fischgalerie. Da Studenten ein besonders kneipen- und trinkfestes Völkchen sind, darf es natürlich auch auf dem Campus nicht an preiswerten Einrichtungen fehlen. Am zentralsten ist wohl die
Bierstube in der Neuen Mensa, wo der 0,5-Liter-Humpen weiterhin für DM 2,80 an jedermann ausgeschenkt wird. Weiterhin kann man sich im
Hübner's oder im
Müller's vergnügen, genauso wie im
Cafe B.Liebig.
Direkt zwischen Frauenkirche und Elbe befindet sich eine weitere Vielzahl gastronomischer Highlights. In der kurzen Münzgasse, einer der ältesten Gassen der Stadt, lässt es sich herrlich flanieren und einkehren. Vom
Cafe zur Frauenkirche kann man sozusagen hautnah den Aufbau des Dresdner Wahrzeichens miterleben und nebenbei deutsche und französische Küche genießen. Rings um das Hilton Hotel befindet sich die
Crêpe Galerie, das australisch anmutende
Ayers Rock, das geschichtsträchtige
Kleppereck und das elegante
Ristorante Rossini.
Im Sommer ist es draußen am schönsten! Deswegen gibt es entlang der Elbe jede Menge Biergärten und Gastronomie mit Außenbetrieb. Wie schön ist es doch, nach einer Radtour die verbrauchten Kalorien wieder anzufuttern oder mit einem kühlen sächsischen Pils anzustoßen! Möglich ist dies unter anderem im
Drachen, der
Lindenschänke oder dem Fährgarten Johannstadt. Das
Kahnaletto ist ein Restaurant, welches sich nicht an, sondern auf der Elbe befindet! Im malerischen Garten der
Villa Marie hat man bei erlesener italienischer Küche die Elbe und das Blaue Wunder ganz in der Nähe.
Dass in Dresden gern gefeiert und gegessen wir, ist kein Geheimnis. Besonders erlebnisreich ist die Bunte Republik Neustadt, ein multi-kulti Stadtteilfest, das sich nebenbei durch seine ungezwungene Vielfalt an internationalen Speisen auszeichnet. Beliebt bei Jung und Alt ist das ausgedehnte
Elbhangfest. Entlang des die Stadt prägenden Flusses kann man nicht nur Wein trinken und schlemmen, sondern zudem allerlei Zerstreuung nachgehen. Im Winter ist der
Striezelmarkt zur Weihnachtszeit schön romantisch, und an jedem zweiten Stand kann man in sächsischen Köstlichkeiten schwelgen.