Leipzig ist längst nicht nur Messestadt, sondern von seiner Tradition wie auch der Gegenwart her eines der kulturellen Zentren Deutschlands. Die mehrfach preisgekrönte Oper, das Gewandhaus-Orchester und der Thomanerchor halten das Erbe von Leipzigs berühmten Musikern Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Robert Schumann wach, Jazzkonzerte auf internationalem Nivau werden ebenso präsentiert wie wie alles Zeitgenössische von Rock bis Spitzen-DJs. Die Stadt rühmt sich des ältesten Stadttheaters Deutschlands, ihre Kabarettbühnen genießen einen ausgezeichneten überregionalen Ruf. Ihre Museen zeugen von der ereignisreichen Geschichte, doch auch Freizeitaktivitäten und Amüsement sind wenig Grenzen gesetzt: ob Sport und Spiel, Shopping, Gastronomie oder Nightlife, es gilt das neue Motto der Stadt: Leipzig kommt!
Am Tage Leipzig strotzt nur so von historischen Bauten und Sehenswürdigkeiten, die sich fast alle beim Bummel zu Fuß erkunden lassen. Ihre bewegte Geschichte ist im Stadtgeschichtlichen Museum im Alten Rathaus am Markt detailliert dokumentiert. Einen spannenden und manchmal bedrückenden Einblick in die DDR-Geschichte vermitteln das Museum in der "Runden Ecke" und im Stasi Bunker. Seiner Berühmtheiten gedenkt Leipzig im Schillerhaus, im Bach-Museum sowie im Mendelssohn Haus; für Musikfreunde dürfte außerdem das Musikinstrumentenmuseum im Grassimuseum ein überaus attraktiver Ort sein. Das Grassimuseum beherbergt außerdem das Museum für Kunsthandwerk sowie das Museum für Völkerkunde. Überhaupt ist die Museumslandschaft der Stadt sehr bunt gemischt und teilweise außergewöhnlich: Ägyptisches Museum, Automatikmuseum, TechnikCenter, Sportmuseum, Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Deutsches Kleingärtnermuseum, Kamera- und Fotomuseum, Historischer Straßenbahn-Bahnhof und Sächsisches Apothekenmuseum retten absolut jeden Stadtbesuchs-Regentag. Ein Muss und auch ein Unikum ist das Museum zum Arabischen Coffe Baum im gleichnamigen Cafe, das Wissenswertes über die braunen Bohnen zeigt. Daneben besitzt Leipzig natürlich auch die Museen, die zu einer Großstadt gehören, wie das Museum der bildenden Künste mit Sammlungen der verschiedensten Stilepochen, die Galerie für zeitgenössische Kunst sowie das Naturkundemuseum, das sich auch der Ökologie widmet.
Für die Erholung von soviel Besichtigungen bietet Leipzig jede Menge gemütlicher Cafes, Bars oder Kneipen. Der Shopping-Bummel lässt sich vorzüglich mit der Stadtbesichtigung verbinden: zahlreiche Geschäfte und Boutiquen sind an historisch interessanten Stätten angesiedelt. In der Mädler Passage, Messehofpassage, Petersstraße, im alten Messehaus Specks Hof und im Barthels Hof findet man ein hervorragendes Sortiment nobler Fachgeschäfte und schöner Boutiquen. Hochbeliebt sind auch die regelmäßig stattfindenden Bauern-, Blumen-, Töpfer- und Buchmärkten sowie der Marktschreierwettbewerb.
In Leipzig schlagen aber auch Sportlerherzen höher, hier kann man sich so richtig austoben oder passiv dem aktiven Geschehen zuschauen. Jogger traben durch tiefgrüne Parkanlagen, Skater sausen über raffinierte Pipes, Schwimmen, Radeln, Rudern, Angeln, Volleyball, Fechten und allerlei lockere Freizeitaktivitäten im Grünen machen den Reiz Leipzigs im sportlichen Bereich aus. Wer es etwas ruhiger angehen läßt, der kann sich an einem der romantischen Seen von den Strahlen der Nachmittagssonne von Kopf bis Fuß rundum verwöhnen lassen. Doch auch Deutschlands größtes Stadion findet sich hier, 1965 erbaut. Auf der Galopprennbahn Scheibenholz machte so mancher sein Glück. Auch internationale Turniere, wie der Große Preis der Bundesrepublik im Freistilringen im Sommer und der Internationale Damen Tennis Grand Prix im Herbst machen auf Leipzig aufmerksam.
In der Nacht Kirchenmusik und Klassik machten Leipzig berühmt. Sowohl das Gewandhausorchester als auch der Thomanerchor sind Teil des internationalen Musikgeschehens auf höchstem Niveau. Die Oper ist mit 300 Jahren Geschichte eines der traditionsreichsten Musiktheater in Deutschland, zudem preisgekrönt: 1993, 95 und 97 kürten sie Kritiker zur Oper des Jahres.
Auch das Stadttheater, 1766 gegründet, nennt sich das älteste Deutschland. Seit 1956 an der Bosestraße im Schauspielerviertel gelegen, wetteifert das Schauspielhaus mit seinen Spielstätten Horch und Guck, dem Theater hinterm Eisernen, sowie der Neuen Szene mit dem weit bekannten Kosmospolitan, dem Revue- und Comedy-Theater, dem Theater der Jungen Welt, dem Puppentheater Sterntaler, dem Theater im Globus und dem experimentellen Dachtheater Lofft um die Gunst der Zuschauer. Das jeweilige Genre reicht dabei von Dramatik, über Märchen, Musicals und Kinderopern, bis hin zu Komödien. Die Schaubühne im Lindenfels versucht sich in einer Symbiose aus Theater und Filmkunst. In der Magazingasse findet man den Krystallpalast Variete Bar, der mit Hilfe einer musikalischen Revue Musik, Theater, Tanz und Entertainment verbindet. Ergänzt wird das Angebot durch zahlreiche Kleinkunst- und Varietedarbietungen außergewöhnlich gut ausgebildeter Künstler. Neben den beiden ältesten und überregional bekannten Kabaretts der Stadt, der Leipziger Pfeffermühle und de Academixern haben sich die Leipziger Funzel, das Sanftwut und das Gohglmohsch einen Namen in der kulturellen Szene gemacht. Aber auch das Leipziger Brettl im Cafe am Brühl bereichert das Theater- und Kabarettangebot der Stadt. Eine großte Talentschau ist alljährlich die Lachmesse im Oktober. Sie zieht nicht nur Kabarett- und Theaterbegeisterte und -organisatoren von weither an, sondern lockt auch Ensembles der verschiedenen Ländern nach Leipzig.
Kinoerlebnis kann man sehen, hören und fühlen im Bofimax, einem etwas anderen Kino, Capitol, mit relativ üblichem Programm, im Kunstkino Schauburg im Nostalgie-Kino Cineding, im kleinen, aber aktuellen Regina-Kinocenter oder in der Kult gewordenen Kinobar Prager Frühling sowie im mehrfach preisgekrönten Programmkino im Grassi-Museum; wer will, fährt auch in den im Multiplex UCI. Das Highlight für Filmliebhaber bildet aber das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, das seit 1957 jedes Jahr Ende Oktober Tausende von Besuchern in seinen Bann zieht.
Musik aller Art, Off-Theater und Szene-Events gibt es in Leipzig inzwischen praktisch überall. Ein erster Anlaufpunkt ist dabei der Jugend- und Studentenklub Moritzbastei. In den unterirdischen Gewölben kann man Konzerte oder Vernissagen besuchen. Im Sommer finden hier auch Theateraufführungen und Open-Air-Kinos statt. Ein zweiter Anlaufpunkt ist - wie für fast alles - der Markt. Neben den Leipziger Jazztagen finden hier den ganzen Sommer lang unterschiedlichste Events statt. Außerdem ist es ein idealer Ausgangspunkt für eine ausgiebige Kneipentour durchs Barfußgäßchen in die Gottschedstraße, wo das Leben ab 22 Uhr pulsiert.
Einen Besuch wert ist auch die etwas entfernter liegende Karl-Liebknecht-Straße. Etwa 30 Restaurants und Szene-Lokale verwöhnen Bauch und Gaumen. Die Kulturfabrik Werk II am Connewitzer Kreuz bietet als multikulturelles Zentrum Jazzkonzerte oder Tanzveranstaltungen. In allen angrenzenden Stadtteilen finden in kleinen Clubs Rock-Konzerte statt, ertönen sanfte Bluesklänge oder werben Diskotheken für reges Tanzvergnügen bis in den Morgen hinein. Das wichtigste Ereignis im Jahr findet gleich zweimal statt. Im Mai und November lädt Europas-Honky Tonk mit über 100 Bands zu einer Stippvisite. Von der kleinen Kneipe bis hin zum exklusiven Restaurant sind die verschiedensten Lokalitäten vertreten und wollen dabei sein - beim größten Kneipenfestival der Welt.
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