Essen und Trinken

Was Restaurantbetriebe angeht, kann man in Innsbruck auf den ersten Blick den Eindruck bekommen, dass die gutbürgerlichen Gasthöfe neben all der internationalen Gastronomie eher rar sind. Allerdings ist dies nicht der Fall; von Gourmetansprüchen über solide Mittelklasse bis hin zu brieftaschenschonenden Gastbetrieben gibt es in der Stadt ein breites Angebot österreichischer und spezifisch Tirolerischer Küche.

Lokaltradition

Als Fastfood-Alternative gibt es natürlich auch in Innsbruck ein österreichisches Spezifikum, das immer wieder als sehr ernst zu nehmende Konkurrenz angeführt wird: die Würstelstandl. Diese kleinen und oft fahrenden Imbissbuden bieten Snacks und Getränke, die für wenige Euro zu haben sind: entweder eine einfache Bratwurst, ein Hot Dog, oder die verwandte auch mit reichlich Zwiebeln versehene Variante, den Bosna. Solche Buden sind an vielen Ecken der Stadt zu finden; einige im Zentrum befinden sich beispielsweise nahe dem Goldenen Dachl in der Altstadt, beim Kaufhaus Tyrol in der Maria-Theresien-Straße, bei der Triumphpforte, und für einen späten Imbiss: der praktisch allen Einheimischen bekannte Franz am Südring.

Innenstadt

In der oberen, auch Business-Lunch-tauglichen Kategorie wären beispielsweise das Europa Stüberl oder das Altstadt Stüberl zu nennen. Preislich günstiger bei guter Küche sind der große Stiftskeller bei der Altstadt sowie das Restaurant Ottoburg im historischen Gebäude.

Aber auch international hat Innsbruck kulinarisch einiges zu bieten. Zunächst fallen die zahlreichen Selbstbedienungs-Italiener auf, die sich gut für eine schnelle und schmackhafte Mahlzeit eignen, wie etwa das Salute, oder eine der Prendi-Filialen am Innrain oder im Viadukt. Das örtliche Edelpendant ist der Luxusitaliener Da Peppino in Altstadtnähe. Was der Peppino in bezug auf italienische Restaurants, das ist das Thai Li unter den Thailändern: es befindet sich in den Außenmauern der Altstadt, ist mit einer Haube ausgezeichnet und bietet sehr günstigen Mittagsmenüs an. Ernst genommener Erlebnisgastronomie begegnet man im Papa Joe's auf amerikanisch-karibisch oder im Chili's bei amerikanisch-mexikanischem Thema.

Über Gaumenfreuden hinaus gibt es in Innsbruck viele Betriebe, die Cafe, Restaurant und Bar zugleich sind, fast den ganzen Tag geöffnet haben und mehr oder weniger durchgehend warme Küche bieten. In diesem Zusammenhang sind beispielsweise die für die Stadt typischen großen Lokale Krahvogl, Elferhaus und Theresienbräu zu nennen, die für fast jeden Anlass angesteuert werden können. Ähnliches gilt für das Hofgartencafe, „the place to be“ in lauen Sommernächten.

Eine weitere typisch österreichische Einrichtung ganz anderer Art sind die vielen Kaffeehäuser. Ein traditionsreicher Betrieb nicht ohne nostalgischen Charme ist beispielsweise das Cafe Katzung in der Altstadt. Ähnliches gilt für das Cafe Central beim gleichnamigen Hotel, das erheblich größer ist als das Katzung, mindestens noch einmal soviel Nostalgie ausstrahlt und auch warme Mahlzeiten aus dem guten Restaurantbetrieb anbietet. Kleiner wiederum und auch einfacher im Stil ist das Domcafe in wunderschöner Umgebung, am Domplatz in der Altstadt. Und wer überhaupt ein moderner anmutendes Ambiente bevorzugt, auf die plüschig-aufwändige Altwiener Kaffeehausatmosphäre verzichten kann, nicht aber auf guten Kaffee, der kommt in einem der zahlreichen größeren Cafe-Restaurants auf seine Kosten, etwa im Stadtcafe, im Segafredo Sky oder auch im Unicafe.

Desweiteren hat die Stadt einige Bars in petto: etwa die Cocktailbar Kir Royal oder das liebenswerte Toscana, eine charmante Cafe-Bar neben dem Kellertheater. Ebenso gemütlich ist der Garten des Fischerhäusls in der Hofburg, den man auch im Winter dank des hervorragenden Glühweins aufs Programm setzen kann. Trendiger im Design ist das Filou.

Außerhalb der Innenstadt & Umgebung

Ein Geheimtipp für internationale Kost ist der unauffällige Weltenbummler. Hier ist der Name Programm: verschiedene Nationalgerichte und Spezialitäten aus allen möglichen Ecken der Welt kann man hier im kulinarischen Streifzug kosten. Weniger aufwändig, dafür voller Leben (und Studenten) sind die vielen Lokale in der Zeile im Viaduktbogen. Hier wäre beispielsweise das Babalon zu nennen. Gehobener ist der Gasthof Kapeller.

Bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt sind die Gasthöfe und Restaurants etwas außerhalb der Stadt: in ruhiger und grüner Lage gibt es einfache Gerichte und große Portionen beispielsweise in der Buzihütte oder auch im Planötzenhof. Für einen romantisch-rustikalen Ausflug bestens geeignet, ist der Wilde Mann. Eine bequem durch Seilbahnen (Hungerburg- und Nordketten-Gondeln) zu erreichende und auf spektakulären 1 900 Meter Seehöhe gelegene Adresse ist das Restaurant Seegrube.

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