Es lohnt sich auch außerhalb der Messezeiten durchaus, der Stadt Hannover und ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten einen Besuch abzustatten.
Wer Hannover und seine Geschichte kennenlernen möchte, sollte mit einer Tour durch die Innenstadt beginnen. Startpunkt kann der frisch zur Expo 2000 komplettt renovierte Hauptbahnhof, ursprünglich aus dem Jahre 1880, und seinem Vorplatz mit König Ernst August hoch zu Ross sein - Hannovers liebster Treffpunkt ist "unterm Schwanz" dieses Denkmals. Von geht es gegenüber direkt in die größte Fußgängerzone Hannovers zum Einkaufsbummel.
Hannoveraner beginnen diesen auch gerne am zweiten zentralen Treffpunkt der Innenstadt: der Kröpcke-Uhr. Das grüne Wahrzeichen, geschaffen von Konrad Oertel, war einst eine Reklame-Uhr mit Wetterstation. Bei der Übernahme des Cafes durch den Oberkellner Wilhelm Kröpcke 1855 wurde sie von den Bürgern Hannovers gestiftet. Im zwanzigsten Jahrhundert brach die Wettersäule bei einem heftigen Sturm ab, konnte zwar ersetzt werden, mußte aber Anfang der siebziger Jahre den Bauarbeiten für die U-Bahn-Station weichen. Werner Hoffmann, der sie 1977 nachgebildet hat, ist es zu verdanken, daß sie in altem Glanz und alter Frische den Menschen weiterhin als Treffpunkt dienen kann.
Weiter geht es zum Opernhaus, das 1845-52 nach einem Entwurf von Georg Friedrich Laves erbaut wurde. Es diente zunächst als Königliches Hoftheater, da dem König das Schloßtheater zu klein geworden war. Es ist ein übergiebelter spätklassizistischer Bau mit zwei großen Seitenflügeln und einem großen Vorbau, auf dem sich, in Stein gehauen, berühmte Dichter und Komponisten tummeln.
Auch der Gang über den Prachtboulevard Hannovers, die Georgstraße, ist durchaus lohnenswert. Hier liegen einige der edelsten Geschäfte Hannovers und zahlreiche Strassencafes, die besonders an sonnigen Tagen zu einer Einkehr einladen. Bevor man dann die Osterstraße überquert, sollte man sich die Zeit nehmen und einen Blick auf die verwucherten Überreste der Aegidien- zu werfen. Sie zählte zu einer der ersten mittelalterlichen in Hannover entstandenen Kirchen. Wahrscheinlich stand an diesem Ort schon im 10. Jahrhundert eine kleine Kapelle, die im 12. Jahrhundert durch eine große und pompöse Kirche ersetzt wurde.
Man befindet sich nun schon nahe dem historischen Herzen der Stadt: der Altstadt . Beginnen sollte man am Marktplatz. Von dieser Stelle dehnte sich Hannover einst aus. Hier wohnten früher die Kaufleute und Handwerker. Und hier wurde im 14. Jahrhundert die Marktkirche gebaut, neben dem rechts daneben liegendem Alten Rathaus , südlichstes Renommierstück norddeutscher Backstein-Gotik. Fast hundert lange Jahre wurde daran gebaut.
Der älteste Teil (von 1410) blickt zur Schmiedestraße, etwas später wurde auf den Grundmauern einer Kaufhalle des 13. Jahrhunderts der Marktflügel gebaut, daran schloß sich an der Köbelinger Straße der "Apothekenflügel" an, so genannt, weil dort die Ratsapotheke untergebracht war.
Von hier aus gelangt man mit nur wenigen Schritten zum Ballhofplatz. Der Ballhof, erbaut 1649-64, war wie der Name schon sagt, ursprünglich eine Sporthalle, in der man dem damals üblichen Ballspiel, einer Art Federball, ungestört von Wind und Wetter nachkommen konnte. Später wurde der Ballhof eine Versammlungshalle und schließlich Spielort des Niedersächsischen Staatstheaters.
Für alle, die noch Zeit und Lust haben ist ein Besuch im Historischen Museum von Hannover ebenfalls zu empfehlen. Ein Blick auf den niedersächsischen Landtag bildet dann das Ende der Innenstadttour.
Natürlich gibt es auch außerhalb der eigentlichen Innenstadt Interessantes zu besichtigen. Allen voran die Herrenhäuser Gärten und der beeindruckende Zoo oder auch der Waterlooplatz und Eilenriede.
Wem diese Tour zu anstrengend oder zeitaufwendig ist, kann die Stadt auch auf einer ca. zweistündigen Tour in einem komfortablen Reisebus erkunden. Informationen hierzu gibt es unter der Telefonnummer 0049 511 30 14 22.
Für alle Naturfreunde ist sicher das Angebot für Schiffsfahrten eine erlebnisreiche wie auch entspannende Sache. Zum Angebot gehören neben der Ihme-/Leine-Schleusenfahrt auch die Wasserfall-Dornröschen-Rundfahrt und die Sonntagsfrühschoppenfahrt. Historische Kanäle und Schleusen wie die Hindenburgschleuse werden hier passiert.
Die planmäßigen Fahrtrouten beginnen am Anleger Schwarzer Bär/Ihmebrücke in Hannover-Linden. Informationen auch über Sonderfahrten gibt es unter der Nr. 0049 511 14064.
Die andere Möglichkeit für Schifffsfahrten bietet sich vom Rudolf-von-Bennigsen-Ufer gegenüber des Sprengelmuseums. oder einem der anderen 6 Anlegestellen mit einem Schiff der weißen Maschseeflotte zu einer Rundfahrt auf dem Maschsee. Informationen hierzu gibt es unter 0049 511 70 09 50.
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